Die Nutzung von Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dun­gen gehört heut­zu­ta­ge in vielen Jobs zur gängigen Praxis und ist vor allem bei Terminal-Diensten und Helpdesk-Arbeiten nicht mehr weg­zu­den­ken. Die Re­mo­te­de­sk­top-Steuerung er­mög­licht es zudem auch, einfach und bequem aus dem Ho­me­of­fice auf den externen Bü­ro­rech­ner zu­zu­grei­fen. Da die Ein­rich­tung gar nicht so einfach ist, erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie eine Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dung her­stel­len können.

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Was bedeutet Re­mo­te­de­sk­top?

Der Begriff Re­mo­te­de­sk­top kommt aus dem Eng­li­schen und bedeutet übersetzt „Schreib­tisch-Fern­steue­rung“. Über eine Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dung ist es demnach möglich, den eigenen Computer (Client) mit einem anderen Computer (Server) zu verbinden. Sofern die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen gegeben sind, können die Nutzenden praktisch von überall eine Re­mo­te­de­sk­top-Sitzung her­stel­len. Dabei erhalten sie – je nach Freigabe – den vollen Zugriff auf den Re­mo­te­com­pu­ter. Bildlich können Sie es sich so vor­stel­len: Von Ihrem hei­mi­schen Computer aus können Sie per Remote Access auf alle Programme, Dateien und Netz­werk­res­sour­cen Ihres Bü­ro­com­pu­ters zugreifen, so als würden Sie an Ihrem Ar­beits­platz sitzen.

Vor­aus­set­zun­gen für die Her­stel­lung einer Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dung

Um eine Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dung her­stel­len zu können, müssen Sie einige tech­ni­sche Kom­po­nen­ten beachten. Die Fern­steue­rung eines Re­mo­te­com­pu­ters kann nur dann gelingen, wenn dieser an dasselbe Netzwerk oder mit dem Internet verbunden ist. Stellen Sie also sicher, dass der Server zum Zeitpunkt der Ver­bin­dungs­her­stel­lung ein­ge­schal­tet ist und über eine Netz­werk­ver­bin­dung verfügt. Achten Sie ebenfalls darauf, dass die Re­mo­te­de­sk­top-Ein­stel­lung auf dem Server aktiviert ist. Zuletzt sollten Sie sich ver­ge­wis­sern, dass Sie von außen auf das be­tref­fen­de Netzwerk zugreifen können und die Be­rech­ti­gung für das Her­stel­len einer Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dung besitzen. Dies erhalten Sie, indem Sie ein Be­nut­zer­kon­to mit zu­ge­hö­ri­gem Kennwort auf dem Re­mo­te­com­pu­ter besitzen.

Tipp

Beachten Sie, dass Sie keine Ver­bin­dung zu einem Computer her­stel­len können, der sich im En­er­gie­spar­mo­dus oder im Ru­he­zu­stand befindet. Stellen Sie daher sicher, dass die ent­spre­chen­den Ein­stel­lun­gen de­ak­ti­viert sind.

Anleitung: Windows-Re­mo­te­de­sk­top ein­rich­ten

Microsoft bietet Re­mo­te­de­sk­top-An­wen­dun­gen im haus­ei­ge­nen Netz­werk­pro­to­koll, dem Remote Desktop Protocol (RDP), an. Das RDP ist sozusagen das Steue­rungs­werk­zeug der Ter­mi­nal­diens­te (Remote Desktop Services) und sorgt für die Durch­füh­rung der Re­mo­te­de­sk­top-Befehle. Es steuert sowohl den Ter­mi­nal­ser­ver als auch den Ter­mi­nal­cli­ent und regelt so die Über­tra­gung der Bild­schirm­in­hal­te sowie die Tastatur- und Maus­ein­ga­ben über das Netzwerk. Eine Ser­ver­ver­si­on von Windows ist hierbei nicht notwendig.

Tipp

Auch für Linux, macOS und mobile Platt­for­men wie iOS oder Android exis­tie­ren ent­spre­chen­de Clients zur Her­stel­lung von Re­mo­te­ver­bin­dun­gen wie z. B. FreeRDP oder OpenVPN.

Variante 1: Windows-Re­mo­te­un­ter­stüt­zung

Die Windows-Re­mo­te­un­ter­stüt­zung ist eine mögliche Variante zur Rea­li­sie­rung eines Re­mo­te­de­sk­top-Zugriffs. Sie bietet Nutzenden die Mög­lich­keit, einen Au­ßen­ste­hen­den in das System ein­zu­la­den. Dies bietet sich vor allem bei Remote-War­tungs­sit­zun­gen an, bei denen sich Tech­ni­ke­rin­nen und Techniker auf ein lokales System ein­klin­ken und stell­ver­tre­tend Software-Re­pa­ra­tu­ren oder Sys­tem­ein­stel­lun­gen durch­füh­ren können.

Schritt 1: Stellen Sie sicher, dass Re­mo­te­de­sk­top aktiviert ist. Hierfür gehen Sie fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Ein­stel­lun­gen öffnen, dann im linken Menüband „System“ auswählen, nach unten scrollen und „Re­mo­te­de­sk­top“ auswählen.
  2. Re­mo­te­de­sk­top ak­ti­vie­ren, indem Sie den Schalter auf „Ein“ legen.
  3. Wählen Sie „Be­stä­ti­gen“ im sich nun öffnenden Dia­log­fens­ter aus. In den Ein­stel­lun­gen erscheint ein neuer Menüpunkt mit Ihrem PC-Namen.
Bild: Aktivieren des Remotedesktops
In den Windows-Sys­tem­ein­stel­lun­gen kann die Funktion des Re­mo­te­de­sk­tops aktiviert werden.

Be­stä­ti­gen Sie den auf­kom­men­den Si­cher­heits­hin­weis.

Schritt 2: Laden Sie nun eine externe Person ein. Geben Sie hierfür im unteren Suchfeld „msra“ ein oder un­ter­neh­men Sie folgende Schritte:

  1. Öffnen Sie über das Suchfeld „Sys­tem­steue­rung“ -> „System und Si­cher­heit“.
  2. Wählen Sie hier unter „System“ die Ver­lin­kung „Re­mo­te­un­ter­stüt­zung starten“.

Auf beiden Wegen erscheint an­schlie­ßend ein Ab­fra­ge­fens­ter. Als hil­fe­su­chen­de Person klicken Sie auf den Button „Eine ver­trau­ens­wür­di­ge Person zur Un­ter­stüt­zung einladen“.

Bild: Remoteunterstützung starten
Es öffnet sich ein Dia­log­fens­ter, um eine ver­trau­ens­wür­di­ge Person zur Re­mo­te­un­ter­stüt­zung ein­zu­la­den.

Schritt 3: Nun können Sie der externen Person eine Einladung zukommen lassen. Hierfür schlägt Windows ver­schie­de­ne Vor­ge­hens­wei­sen vor:

  • „Einladung als Datei speichern“: Sie speichern die Ein­la­dungs­da­tei auf Ihrem Rechner ab und versenden diese an­schlie­ßend manuell als E-Mail-Anhang.
  • „Einladung per E-Mail senden“: Falls Sie ein kom­pa­ti­bles E-Mail-Programm haben, wird dieses au­to­ma­tisch geöffnet und die Datei kann direkt ver­schickt werden.

Oft wird die Variante Easy Connect zwar angezeigt, sie kann jedoch häufig nicht aus­ge­wählt werden, da sie in den aktuellen Windows-Kon­fi­gu­ra­tio­nen nicht mehr funk­tio­niert.

Bild: Eine vertrauenswürdige Person einladen
Wählen Sie aus, wie Sie eine ver­trau­ens­wür­di­ge Person zur Re­mo­te­un­ter­stüt­zung einladen wollen.

An­schlie­ßend öffnet sich au­to­ma­tisch ein Dia­log­fens­ter, in dem Windows Ihnen ein zeitlich be­grenz­tes Einmal-Kennwort anzeigt und darum bittet, das ge­ne­rier­te Kennwort wei­ter­zu­lei­ten. Über­mit­teln Sie das Einmal-Kennwort und die Ein­la­dungs­da­tei separat an die ein­zu­la­den­de Person.

Bild: Generierung eines Einmal-Kennworts von Windows
Sie erhalten die Auf­for­de­rung, das von Windows ge­ne­rier­te Einmal-Kennwort an die helfende Person wei­ter­zu­lei­ten.

Schritt 4: Mit dem über­mit­tel­ten Kennwort kann sich die externe Person nun mit dem Re­mo­te­com­pu­ter verbinden und das zu­ge­schick­te Kennwort in das An­zei­ge­fens­ter eingeben.

Bild: Kennwortanforderung für Remoteunterstützung
Die helfende Person muss nun das geteilte Kennwort eingeben, um eine Ver­bin­dung her­zu­stel­len.

Schritt 5: Bei Ihnen erscheint die Frage, ob Sie der Ver­bin­dung zustimmen. Klicken Sie hier auf den „Ja“-Button. Jede Steue­rungs­über­nah­me erfordert Ihre Zu­stim­mung.

Bild: Verbindungsherstellung erlauben
Die Ver­bin­dungs­her­stel­lung mit einer externen Person muss erlaubt werden, um die Re­mo­te­un­ter­stüt­zung zu beginnen.

Schritt 6: Die Ver­bin­dung ist aufgebaut. Die externe Person kann jetzt auf Ihren Desktop zugreifen und die Steuerung anfordern. Mit Ihrer wie­der­hol­ten Zu­stim­mung erhält sie die komplette Steuerung.

Bild: Desktop-Ansicht des Remotecomputers
Bei er­folg­reich her­ge­stell­ter Ver­bin­dung der Re­mo­te­un­ter­stüt­zung erscheint auf dem Re­mo­te­com­pu­ter nun ein Fenster, das die laufende Sitzung anzeigt.
Hinweis

In neueren Windows-Versionen (ab Windows 10/11) gibt es mit Quick Assist ein in­te­grier­tes Microsoft-Tool, mit dem Sie einer anderen Person über eine Internet- oder Netz­werk­ver­bin­dung helfen bzw. deren PC fern­steu­ern können. Die App müssen Sie nur starten – danach geben Sie einen Si­cher­heits­code weiter, damit die andere Person den Bild­schirm teilt und Sie bei Bedarf steuern können.

Variante 2: Windows-Re­mo­te­de­sk­top­ver­bin­dung

Mit einer Re­mo­te­de­sk­top­ver­bin­dung können Sie sich ohne aktives „Zu­schal­ten“ einer weiteren Person in das ge­wünsch­te Host-System einloggen. Das lokale System fungiert in diesem Fall als Server, der es erlaubt, sich dort als „lokale“ Be­nut­ze­rin oder Benutzer an­zu­mel­den. Diese Variante ist vor allem im Ho­me­of­fice sinnvoll, wenn Sie von zu Hause aus auf Ihren Bü­ro­rech­ner zugreifen möchten. Vor­aus­set­zung ist außerdem eine passende Windows-Version (Windows Pro, Education oder En­ter­pri­se) auf dem Host-System. Auf Systemen mit Windows Home lässt sich kein Re­mo­te­de­sk­top-Host betreiben. Hier sind nur Re­mo­te­un­ter­stüt­zun­gen möglich.

Tipp

Ihr Be­nut­zer­na­me sowie das zu­ge­hö­ri­ge Kennwort müssen bereits in der Be­nut­zer­lis­te des Host-Servers angelegt sein. Nur mit Ihren Zu­gangs­da­ten lässt sich eine Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dung her­stel­len.

Schritt 1: Vor­aus­set­zung ist auch hier wieder, dass die Re­mo­te­ver­bin­dung aktiviert ist. Die ent­spre­chen­de Option finden Sie wie gewohnt über „Ein­stel­lun­gen“ -> „System“ -> „Re­mo­te­de­sk­top“.

Schritt 2: Starten Sie den Remote-Desktop-Protocol-Client (RDP-Client). Diesen finden Sie über das Suchfeld unter dem Begriff „Re­mo­te­de­sk­top­ver­bin­dung“ oder direkt über die Eingabe von „mstsc“. Es erscheint das An­zei­ge­fens­ter „Re­mo­te­de­sk­top­ver­bin­dung“.

Bild: Remotedesktop-Verbindung RDP-Client
Mit dem RDP-Client können Sie sich im Ziel­sys­tem anmelden.

Schritt 3: Im An­zei­ge­fens­ter geben Sie nun den Namen des Ziel­com­pu­ters und Ihren dortigen Be­nut­zer­na­men ein.

Im lokalen Netzwerk stellen Sie die Re­mo­te­de­sk­top­ver­bin­dung her, indem Sie entweder den Com­pu­ter­na­men oder die interne IP-Adresse des Ziel­sys­tems angeben. Soll die Ver­bin­dung über das Internet erfolgen, nutzen Sie die öf­fent­li­che IP-Adresse des Host-Rechners oder einen ent­spre­chend kon­fi­gu­rier­ten Hostnamen.

Schritt 4: Im sich nun au­to­ma­tisch öffnenden Fenster geben Sie zunächst den Be­nut­zer­na­men und das zu­ge­hö­ri­ge Kennwort ein, das auf dem Ziel­sys­tem für den Re­mo­te­de­sk­top­zu­griff ein­ge­rich­tet ist. An­schlie­ßend be­stä­ti­gen Sie die Si­cher­heits­ab­fra­ge zum Zer­ti­fi­kat. Nach er­folg­rei­cher Au­then­ti­fi­zie­rung wird Ihnen der voll­stän­di­ge Desktop des Ziel­sys­tems angezeigt, den Sie nun wie einen lokal genutzten Rechner bedienen können.

Bild: Remotedesktop-Verbindung wird hergestellt
Die Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dung wird zum Host-Computer her­ge­stellt.

Stol­per­fal­len bei Windows: Firewall und WLAN-Router

Windows besitzt stan­dard­mä­ßig eine aktive Firewall, die Ihren Rechner vor un­au­to­ri­sier­ten Zugriffen schützt. Bei einer Re­mo­te­un­ter­stüt­zung oder einer Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dung kann dieser Schutz jedoch dazu führen, dass Ver­bin­dun­gen nicht zustande kommen – ins­be­son­de­re bei Zugriffen über das Internet.

1. Stol­per­fal­le: Firewall

Sobald Sie den Re­mo­te­de­sk­top in den Windows-Ein­stel­lun­gen ak­ti­vie­ren, legt Windows in der Regel au­to­ma­tisch die er­for­der­li­chen Firewall-Regeln an. Der für RDP genutzte TCP-Port 3389 wird dabei frei­ge­ge­ben, sodass meist keine manuelle Anpassung, wie in früheren Windows-Versionen, notwendig ist. Eine manuelle Prüfung der Firewall ist jedoch sinnvoll, wenn:

  • der Re­mo­te­de­sk­top trotz Ak­ti­vie­rung nicht er­reich­bar ist,
  • zu­sätz­li­che Si­cher­heits­soft­ware in­stal­liert ist oder
  • die Grup­pen­richt­li­ni­en die Firewall-Kon­fi­gu­ra­ti­on über­schrei­ben.

In solchen Fällen kon­trol­lie­ren Sie, ob „Re­mo­te­de­sk­top“ und „Re­mo­te­un­ter­stüt­zung“ unter „Sys­tem­steue­rung“ -> „System und Si­cher­heit“ -> „Windows Defender Firewall“ -> „Apps über die Windows Firewall kom­mu­ni­zie­ren lassen“ aktiviert sind.

2. Stol­per­fal­le: WLAN-Router

Auch der WLAN-Router kann zum Stol­per­stein werden und den Aufbau einer Re­mo­te­ver­bin­dung ver­hin­dern. Befindet sich der Ziel­rech­ner hinter einem Router, blockiert dieser ein­ge­hen­de Ver­bin­dun­gen aus dem Internet stan­dard­mä­ßig. Für einen direkten RDP-Zugriff müssen Sie daher entweder:

  • im Router eine Freigabe für den TCP-Port 3389 ein­rich­ten oder
  • eine VPN-Ver­bin­dung nutzen.

Bei einer AVM FRITZ!Box erfolgt die Port­frei­ga­be in aktuellen FRITZ!OS-Versionen über:

  1. „Internet“ -> „Freigaben“ -> „Port­frei­ga­ben“
  2. Gerät für Freigaben hin­zu­fü­gen
  3. Auswahl des Ziel­rech­ners
  4. Neue Freigabe für TCP-Port 3389
  5. Än­de­run­gen über­neh­men

Damit der Rechner trotz wech­seln­der IP-Adresse er­reich­bar bleibt, empfiehlt sich die Nutzung von MyFRITZ! oder eines Dynamic-DNS-Dienstes.

Tipp

Aus Si­cher­heits­grün­den sollten Sie den Re­mo­te­de­sk­top nicht direkt über das Internet freigeben. Nutzen Sie statt­des­sen eine VPN-Ver­bin­dung, um den Zugriff auf Ihr lokales Netzwerk ab­zu­si­chern.

Al­ter­na­ti­ve zu Microsoft: Team­View­er

Mi­cro­softs Re­mo­te­de­sk­top ist in der Anwendung etwas kom­pli­ziert und setzt einige Vor­kennt­nis­se voraus. Es gibt al­ler­dings eine Reihe von Al­ter­na­ti­ven, die an­wen­dungs­freund­li­cher und vor allem bei Neulingen sehr beliebt sind. Zudem gestaltet sich die Ver­bin­dungs­her­stel­lung durch Dritt­an­bie­ter oftmals pro­blem­lo­ser als es bei den Microsoft-Diensten der Fall ist, da keinerlei An­pas­sun­gen von Firewall oder Router notwendig sind.

Team­View­er gehört zu den be­lieb­tes­ten Re­mo­te­de­sk­top-Tools und wird weltweit von Pri­vat­per­so­nen und Un­ter­neh­men genutzt. Mit nur wenigen Klicks können Sie Fern­war­tun­gen oder auch Fern­prä­sen­ta­tio­nen schnell und un­kom­pli­ziert durch­füh­ren.

Bild: TeamViewer Ansicht
Mit Team­View­er können Sie un­kom­pli­ziert Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dun­gen her­stel­len.

Nachdem Sie den Download ab­ge­schlos­sen haben, können Sie Team­View­er direkt starten und loslegen. Nach dem Start werden au­to­ma­tisch eine einmalige ID und ein Kennwort für Sie generiert. Diese können Sie jederzeit im An­zei­ge­fens­ter einsehen und an Ihre Kontakte über­mit­teln.

Eine Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dung stellen Sie her, indem Sie die ID Ihres Kontakts in das Feld unter „Partner-ID“ und an­schlie­ßend das da­zu­ge­hö­ri­ge Kennwort eingeben. Umgekehrt ist es genauso einfach: Wenn Sie selbst Un­ter­stüt­zung benötigen, brauchen Sie Ihrem Kontakt nur Ihre ID-Nummer und Ihr Kennwort mit­zu­tei­len. Zu­sätz­li­che Funk­tio­nen wie Da­tei­über­tra­gung, Chat, Audio- und Vi­deo­kom­mu­ni­ka­ti­on sowie eine Kon­takt­ver­wal­tung erweitern den Funk­ti­ons­um­fang. Natürlich können Sie auch eine der zahl­rei­chen Team­View­er-Al­ter­na­ti­ven aus­pro­bie­ren, wenn die Ober­flä­che oder der Funk­ti­ons­um­fang nicht Ihrem Geschmack ent­spre­chen sollten.

Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dun­gen mit anderen Be­triebs­sys­te­men: Linux und macOS

Wäre es nicht nützlich, wenn Windows-Nutzende genauso einfach auf Linux- oder macOS-Systeme zugreifen könnten? Das geht! Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dun­gen be­schrän­ken sich längst nicht mehr auf Windows-Systeme. Auch Linux- und macOS-Rechner lassen sich heute zu­ver­läs­sig und sicher aus der Ferne steuern. Dafür stehen sowohl platt­form­über­grei­fen­de Pro­to­kol­le als auch native Clients zur Verfügung. Die Wahl der passenden Lösung hängt dabei von Be­triebs­sys­tem, Ein­satz­zweck und Si­cher­heits­an­for­de­run­gen ab.

Re­mo­te­de­sk­top unter Linux: RDP statt klas­si­schem VNC

Für aktuelle Linux-Dis­tri­bu­tio­nen wie Ubuntu 22.04 LTS oder 24.04 LTS empfiehlt sich der Einsatz eines RDP-kom­pa­ti­blen Servers. Damit greifen Sie direkt mit dem Windows-Re­mo­te­de­sk­top-Client auf das Linux-System zu, ohne zu­sätz­li­che Viewer-Software. Eine eta­blier­te Lösung ist xrdp, das das RDP-Protokoll nativ un­ter­stützt. Für die In­stal­la­ti­on müssen Sie lediglich wenige Schritte durch­füh­ren. Öffnen Sie Ubuntu und geben Sie die folgenden Befehle der Reihe nach in das Ter­mi­nal­fens­ter ein:

Schritt 1: System ak­tua­li­sie­ren

sudo apt update && sudo apt upgrade
bash

Schritt 2: xrdp in­stal­lie­ren

sudo apt install xrdp
bash

Schritt 3: Dienst ak­ti­vie­ren

sudo systemctl enable xrdp
sudo systemctl start xrdp
bash

Schritt 4: Firewall anpassen (falls aktiv)

sudo ufw allow 3389/tcp
bash

An­schlie­ßend können Sie sich mit der Windows-Re­mo­te­de­sk­top­ver­bin­dung (mstsc) über die IP-Adresse oder den Hostnamen des Linux-Systems anmelden.

Re­mo­te­de­sk­top unter macOS: Microsoft Remote Desktop

macOS stellt keinen eigenen RDP-Server bereit, kann jedoch pro­blem­los als RDP-Client genutzt werden. Für diesen Zweck bietet Microsoft mit der Windows App eine kos­ten­lo­se Anwendung an, die im Mac App Store verfügbar ist. Die App fügt sich nahtlos in die macOS-Umgebung ein und un­ter­stützt unter anderem den Mehr­mo­ni­tor­be­trieb, die Zwi­schen­ab­la­ge sowie die Umleitung von Dateien und Res­sour­cen.

Nach der In­stal­la­ti­on tragen Sie den Ziel­rech­ner in Form einer IP-Adresse oder eines Host­na­mens ein und melden sich an­schlie­ßend mit den ent­spre­chen­den Zu­gangs­da­ten am Remote-System an.

Hinweis

macOS verfügt außerdem über zwei native Remote-Optionen: Die einfache Bild­schirm­frei­ga­be ist eine in­te­grier­te Funktion, mit der ein anderer Mac Ihren Bild­schirm sehen und steuern kann, sobald Sie die Freigabe ak­ti­vie­ren. Mit der separat er­hält­li­chen Profi-Software Apple Remote Desktop können Sie mehrere Macs remote verwalten und ad­mi­nis­trie­ren. Diese kos­ten­pflich­ti­ge Lösung ist eher für IT-Profis und Un­ter­neh­men gedacht.

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