DynDNS ist ein Dienst, der dafür sorgt, dass man trotz ständig wech­seln­der IP-Adresse immer über einen festen In­ter­net­na­men auf sein Heimnetz zugreifen kann. Der Dienst ak­tua­li­siert au­to­ma­tisch die IP-Adresse, die zu diesem Namen gehört, sodass z. B. ein PC oder Router von außen er­reich­bar bleibt.

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Was ist DynDNS und DDNS?

„Dy­na­mi­sches DNS“ (DynDNS) steht für Dynamic Domain Name System (auch „DDNS“ abgekürzt). Dieser hilft Ihnen, die ständig wech­seln­den IP-Adressen Ihres Heim­netz­werks an einen festen Domain-Namen wei­ter­zu­lei­ten. Sie müssen sich hierfür bei einem DDNS-Dienst unter einem freien Namen (etwa beispiel.example.com) re­gis­trie­ren. Unter diesem ist Ihr Rechner dann immer er­reich­bar, auch wenn Sie seine aktuelle IP-Adresse nicht kennen.

Tipp

Es gibt ver­schie­de­ne DDNS-Anbieter, die kos­ten­lo­se Domain-Adressen anbieten. Angebote finden Sie bei­spiels­wei­se bei DDNSS, No-IP oder GoIP. Auch einige Anbieter von Routern oder NAS-Geräten bieten ihren Kunden kos­ten­lo­ses DDNS an.

Ein zunehmend wichtiger Aspekt bei der Nutzung von DynDNS ist die Un­ter­stüt­zung für IPv6. Viele moderne In­ter­net­an­schlüs­se, vor allem bei Glasfaser oder Mobilfunk, verwenden heute zu­sätz­lich oder aus­schließ­lich IPv6-Adressen, die sich seltener oder gar nicht ändern. Das kann den Bedarf an DDNS ver­rin­gern – wenn Sie nur IPv6 nutzen und Ihre Adresse stabil bleibt. Dennoch ist es sinnvoll, auch bei IPv6-An­schlüs­sen auf einen DDNS-Dienst zu­rück­zu­grei­fen, da viele Router und Geräte weiterhin mit so­ge­nann­ten Dual-Stack-Ver­bin­dun­gen (IPv4 und IPv6) arbeiten. Einige DDNS-Anbieter un­ter­stüt­zen IPv6 bereits voll­stän­dig und er­mög­li­chen so eine flexible Er­reich­bar­keit Ihrer Heim­ge­rä­te über beide Pro­to­kol­le.

Was ist der Un­ter­schied zwischen DDNS und DNS?

DDNS bzw. DynDNS kann als eine Er­wei­te­rung des DNS (Domain Name System) ver­stan­den werden. Das DNS ist ein welt­wei­tes Ver­zeich­nis­sys­tem, das für jede re­gis­trier­te Domain die IP-Adresse kennt (also Namen in Adressen auflösen kann), um so den Zugriff auf Webseiten, E-Mails oder FTP zu er­mög­li­chen.

Der Vorgang funk­tio­niert wie eine Art Te­le­fon­aus­kunft, bei der die aktuelle Kon­takt­in­for­ma­ti­on be­reit­ge­hal­ten und auf Anfrage her­aus­ge­ge­ben wird. Das DNS „sucht“ die zum Hostnamen gehörende IP-Adresse (falls diese im DNS-Cache noch nicht zu finden ist) und ist dabei im ständigen Austausch mit der DNS-Datenbank des zu­ge­hö­ri­gen In­ter­net­dienst­leis­ters. Im güns­tigs­ten Fall wird die Anfrage mit der über­ein­stim­men­den IP-Adresse be­ant­wor­tet. Auch auf dem um­ge­kehr­ten Weg lassen sich IP-Adressen in die je­wei­li­gen Domain-Namen über­set­zen. Dies erweist sich jedoch als schwie­ri­ger, da Reverse DNS keine Internet-Standard-Forderung ist und das DNS auch nicht dafür optimiert ist.

Das Verfahren von DDNS-Diensten un­ter­stützt hingegen explizit die Zuordnung von dy­na­mi­schen IP-Adressen zu einer be­stimm­ten Domain. Ein Abgleich mit DNS-Da­ten­ban­ken des In­ter­net­dienst­leis­ters erfolgt somit au­to­ma­tisch. DynDNS sorgt au­to­ma­tisch dafür, dass Än­de­run­gen der IP-Adresse erkannt und DNS-Einträge ent­spre­chend ak­tua­li­siert werden. So benötigen Sie für einen Ver­bin­dungs­auf­bau zu Ihrem Rechner lediglich die im DDNS-Dienst re­gis­trier­te Domain-Adresse.

Fakt

Internet-Provider vergeben aufgrund von Adress­knapp­heit sowie aus Ver­wal­tungs- und Si­cher­heits­grün­den in der Regel alle 24 Stunden eine neue IP-Adresse an In­ter­net­an­schlüs­se. Damit sollen Da­ten­über­tra­gun­gen über das Internet vor Ha­cker­an­grif­fen geschützt werden.

Wie funk­tio­niert das Dynamic Domain Name System (DynDNS)?

Da bei der Adres­sie­rung in der Regel mit Domain-Namen und nicht mit IP-Adressen ge­ar­bei­tet wird, benötigt man ein dy­na­mi­sches DNS, das die ständig wech­seln­den IP-Adressen ak­tua­li­siert und einem festen Domain-Namen zuordnet. Immer dann, wenn sich die IP-Adresse des Routers ändert, meldet der Router die aktuelle IP-Adresse an den DDNS-Dienst, der die DNS-Anfrage unter der eigenen Domain ak­tua­li­siert und an die IP-Adresse antwortet. Wenn Sie nun eine Ver­bin­dung zu Ihrem Rechner aufbauen, sieht dieser Vorgang fol­gen­der­ma­ßen aus:

  1. Der Router teilt dem DDNS-Dienst die vom In­ter­net­dienst­leis­ter zu­ge­wie­se­ne IP-Adresse mit. Diese wird im DynDNS dem von Ihnen fest­ge­leg­ten Domain-Namen zu­ge­ord­net. Mit dieser Domain ist der lokale Server nun jederzeit er­reich­bar.
  2. Wenn sich die IP-Adresse nach 24 Stunden ändert, bekommt der DDNS-Dienst die neue IP-Adresse au­to­ma­tisch mit­ge­teilt. Der DDNS-Server be­ant­wor­tet die DNS-Anfrage und ak­tua­li­siert die neue IP-Adresse unter der festen Domain.
  3. Möchten Sie nun eine Ver­bin­dung zu Ihrem Rechner aufbauen (z. B. eine Re­mo­te­de­sk­top-Ver­bin­dung), senden Sie eine DNS-Anfrage an Ihre re­gis­trier­te Domain. Der DDNS-Server liefert dann au­to­ma­tisch die unter dem Namen ge­spei­cher­te, aktuelle IP-Adresse Ihres In­ter­net­dienst­an­bie­ters.

Mit der er­hal­te­nen IP-Adresse ist nun eine Client-Server-Ver­bin­dung möglich. Idea­ler­wei­se sollte diese über eine ver­schlüs­sel­te Ver­bin­dung wie HTTPS oder ein VPN erfolgen, um Ihre Daten vor un­be­fug­tem Zugriff zu schützen. Moderne DDNS-Dienste bieten zu­sätz­lich Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung (2FA) an, um den Zugriff auf das eigene Netzwerk noch besser ab­zu­si­chern. Diese Optionen sollten genutzt werden, wenn sensible Daten oder Geräte von außen er­reich­bar sind.

![Schaubild: Funk­ti­ons­wei­se DynDNS-Dienst](https://www.ionos.de/di­gi­tal­gui­de/fileadmin/Di­gi­tal­Gui­de/Screen­shots/schaubild-funk­ti­ons­wei­se-dyndns-server.png “So funk­tio­niert ein DynDNS-Dienst: 1) Der Router teilt dem DynDNS-Server die gültige IP-Adresse mit. Der DynDNS-Server weiß dann, dass der Router namens “homexyz” aktuell unter der Adresse “92.103.25.223” er­reich­bar ist. 2) Nun ist der Router unter der Adresse http://homexyz.dyndns.org zu erreichen. Die Wei­ter­lei­tung zur gerade gültigen IP-Adresse erledigt der DynDNS-Server.”)

Tipp

Sie müssen zuvor die Ein­stel­lun­gen an Ihrem Router so kon­fi­gu­rie­ren, dass die DynDNS-Funktion vom Router un­ter­stützt wird. Das ist in der Regel schnell gemacht: Bei der weit ver­brei­te­ten FRITZ!Box müssen Sie lediglich im Menü „Internet“ -> „Freigaben“ unter dem Reiter „DynDNS“ bei „DynDNS benutzen“ ein Häkchen setzen und an­schlie­ßend Ihre DynDNS-Adresse sowie die da­zu­ge­hö­ri­gen Kenndaten eingeben, die Sie bei der Re­gis­trie­rung über den DDNS-Dienst erhalten haben. Ab­spei­chern, fertig.

An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten von DynDNS

Die An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten von DynDNS sind viel­fäl­tig. So können Sie bei­spiels­wei­se:

  • auf den eigenen Rechner von unterwegs zugreifen (z. B. über eine Re­mo­te­de­sk­top­ver­bin­dung)
  • mehrere Be­triebs­sys­te­me auf einem Gerät verwalten und eigene Dateien über das Internet hin und her schicken
  • Streaming-Media be­reit­stel­len
  • auf den eigenen Mail-Server oder andere Dateien vom Fir­men­rech­ner aus zugreifen
  • den Zugriff auf Smart-Home-Systeme wie Hei­zungs­steue­rung oder IP-Kameras steuern
  • IoT-Geräte aus der Ferne verwalten

Zudem sind viele weitere Nut­zungs­sze­na­ri­en von Fern­zu­grif­fen über DDNS-Dienste denkbar. Dynamic Domain Name System (DynDNS) er­leich­tert die Com­pu­ter­nut­zung im Ar­beits­all­tag enorm.

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