Unter Windows gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, Screen­shots (Bild­schirm­fo­tos) zu erstellen: mit Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen, dem in­te­grier­ten Snipping Tool oder externen Screen­shot-Werk­zeu­gen. Wir zeigen, wie es geht.

Das Wich­tigs­te in Kürze: Screen­shot in Windows erstellen, ab­spei­chern und be­ar­bei­ten.

Screen­shot gesamter Bild­schirm und Speichern in die Zwi­schen­ab­la­ge:

  • [Druck]-Taste
  • bei einigen Laptops ist anstatt der [Druck]-Taste die Kom­bi­na­ti­on [Fn]-Taste + [PrtScn]
  • Einfügen in den ge­wünsch­ten Bereich mit [Strg] + [V]

Screen­shot des aktiven Fensters und Speichern in die Zwi­schen­ab­la­ge:

Screen­shot eines selbst gewählten Bereichs und Speichern in die Zwi­schen­ab­la­ge:

  • Einfügen an der ge­wünsch­ten Stelle mit [Strg] + [V]

Screen­shot des gesamten Bild­schirms erstellen und direktes Ab­spei­chern:

  • Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Windows] + [Druck]
  • Au­to­ma­ti­sches Speichern als Bilddatei im Ord­ner­pfad „Bilder > Bild­schirm­fo­tos“

Screen­shot des aktiven Fensters erstellen und direktes Ab­spei­chern:

  • Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Windows] + [Alt] + [Druck]
  • Au­to­ma­ti­sches Speichern als Bilddatei im Ord­ner­pfad „Videos > Auf­zeich­nun­gen“

Bild­schirm­fo­to in Windows 11, 10, 8 & 7 an­fer­ti­gen: de­tail­lier­te Anleitung

Das Erstellen von Screen­shots in Windows ist denkbar einfach: Indem Sie die [Druck]-Taste auf Ihrer Tastatur drücken, kopieren Sie die aktuelle Bild­schirm­an­sicht in die Zwi­schen­ab­la­ge. Wenn Sie zwei Monitore gleich­zei­tig verwenden, werden beide Screens auf­ge­nom­men.

Sie möchten nicht den ganzen Bild­schirm, sondern nur ein Fenster fo­to­gra­fie­ren? Wählen Sie zunächst das be­tref­fen­de Fenster aus. Mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Alt] + [Druck] erstellen Sie dann von diesem einen Schnapp­schuss. Ihr Maus­zei­ger wird nicht auf dem Screen­shot auf­tau­chen – hierfür müssen Sie ein externes Tool in­stal­lie­ren.

Hinweis

Unter Umständen ist Ihre Tastatur anders be­schrif­tet: Vor allem im eng­lisch­spra­chi­gen Raum finden sich häufiger die Be­zeich­nun­gen [Print], [Prnt] oder [Prnt Scrn] (für „Print Screen“ – also „Bild­schirm drucken“). Bei Laptops werden zur Platz­erspar­nis Tasten doppelt belegt. Dann sollte der Screen­shot durch zu­sätz­li­ches Drücken der Funk­ti­ons­tas­te möglich sein: [Fn] + [Druck].

Nach dem Tas­ten­druck befindet sich Ihr Screen­shot zunächst in der Zwi­schen­ab­la­ge. Dabei handelt es sich um einen tem­po­rä­ren Speicher, den Windows verwendet, um Elemente abzulegen, die Sie kopieren oder aus­schnei­den (z. B. auch Text­ab­schnit­te, die Sie in Word aus­schnei­den und einfügen). Aus der Zwi­schen­ab­la­ge heraus können Sie Ihr Bild­schirm­fo­to in ein Programm wie Paint oder eine Paint-Al­ter­na­ti­ve einfügen. Öffnen Sie hierfür die jeweilige Bild­be­ar­bei­tungs­an­wen­dung und fügen das Bild über die Me­nü­leis­te oder durch die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Strg] + [V] ein. (Auf einigen Tas­ta­tu­ren ist die Steue­rungs­tas­te mit Ctrl – für „Control“ – be­schrif­tet.)

Tipp

Andere Windows-An­wen­dun­gen können ebenfalls mit dem Screen­shot in der Zwi­schen­ab­la­ge umgehen: In Microsoft Word gehen Sie bei­spiels­wei­se mit dem Cursor einfach an die Stelle, an die der Screen­shot auf­tau­chen soll, und fügen diesen aus dem Zwi­schen­spei­cher ein. Wie Sie die Zwi­schen­ab­la­ge in Windows 11 öffnen, erklären wir in einem separaten Artikel.

Wenn Sie einen Screen­shot unter Windows 11, Windows 10 oder Windows 8 erstellen möchten, haben Sie noch zwei weitere Tas­ten­kom­bi­na­ti­on zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie die Bild­schirm­fo­tos direkt lokal ab­spei­chern:

  1. Durch gleich­zei­ti­ges Drücken der Tasten [Win] + [Druck] erstellen Sie einen Screen­shot des gesamten Bild­schirms, der direkt in eine neue Datei aus­ge­la­gert wird. Windows speichert diese im PNG-Format und legt sie in dem Ordner „Bild­schirm­fo­tos“ im „Bilder“-Ver­zeich­nis ab. Die Dateien werden auf­stei­gend durch­num­me­riert.
  2. Mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Windows] + [Alt] + [Druck] machen Sie ein Foto des aktiven Fensters. Dieses wird au­to­ma­tisch (ebenfalls im PNG-Format) im Ordner „Auf­zeich­nun­gen“ im „Videos“-Ver­zeich­nis ab­ge­spei­chert.
Hinweis

In weiteren Artikeln be­leuch­ten wir genauer, wie Sie Screen­shots in Windows 10 bzw. Screen­shots in Windows 8 erstellen. Auch beim Erstellen von Screen­shots in Windows 7 hilft Ihnen der Digital Guide weiter.

Snipping Tool: Werkzeug zum Erstellen von Bild­schirm­fo­tos bei Windows

Die Funktion der Druck­tas­te ist nützlich, schnell und un­kom­pli­ziert, aber sie ist eben auch sehr simpel. Microsoft hat deshalb noch eine weitere Methode zum Erstellen von Screen­shots in Windows ein­ge­führt. Das Snipping Tool ist bereits im Be­triebs­sys­tem vor­in­stal­liert und bietet mehr Mög­lich­kei­ten, den Screen­shot so an­zu­pas­sen, wie Sie ihn benötigen. Wenn Sie das Programm geöffnet haben, können Sie zwischen un­ter­schied­li­chen Aus­schnei­de­ty­pen wählen:

  • Voll­bild­mo­dus: Diese Ein­stel­lung ent­spricht der Funktion der Druck­tas­te. So erstellen Sie mit nur einem Klick eine komplette Kopie des Bild­schirms (oder der Bild­schir­me).
  • Fens­ter­mo­dus: Wählen Sie diesen Typ, ent­schei­den Sie sich zunächst für ein Fenster, von dem Sie ein Abbild erstellen möchten. Wenn Sie mit dem Maus­zei­ger darüber fahren, wird dieses klar sichtbar, während alle anderen einen nebligen Filter erhalten. Ein Klick auf das Fenster Ihrer Wahl löst den Screen­shot aus.
  • Recht­eck­mo­dus: Mit diesem Aus­schnei­de­typ können Sie einen freien, aber recht­ecki­gen Bereich für den Screen­shot wählen. Wenn Sie z. B. bereits vor dem Schnapp­schuss wissen, dass nur ein be­stimm­ter Teil des Bild­schirms wichtig ist, brauchen Sie auch nur diesen zu speichern. Mit ge­drück­ter Maustaste ziehen Sie einen Rahmen. Sobald Sie die Taste loslassen, wird das Bild ge­schos­sen.
  • Frei­hand­mo­dus: Noch mehr Frei­hei­ten haben Sie mit dem letzten Aus­schnei­de­typ. Damit können Sie frei­hän­dig eine Form wählen und nur diesen Bereich in den Screen­shot aufnehmen. Die Qualität der Form hängt davon ab, wie gut Sie mit der Maus zeichnen können. Auch hierbei erstellt das Programm den Screen­shot, sobald Sie die Maustaste loslassen. Sollten Sie bis dahin nicht wieder mit dem gezogenen Rahmen den An­fangs­punkt erreicht haben, ver­voll­stän­digt das Snipping Tool selbst­stän­dig die Ver­bin­dung zwischen Anfangs- und Endpunkt mit dem kürzesten Weg.

Anders als bei der Er­stel­lung eines Screen­shots mit der Druck­tas­te zeigt Ihnen das Snipping Tool den Schnapp­schuss direkt an. So können Sie sofort über­prü­fen, ob alles so aussieht wie be­ab­sich­tigt. Falls nicht: Klicken Sie einfach erneut auf „Neu“ und versuchen es noch einmal. Sobald Sie zufrieden sind mit dem Ergebnis, können Sie direkt Mar­kie­run­gen hin­zu­fü­gen. Mit einem Stift lassen sich wichtige Stellen un­ter­strei­chen, umkreisen oder durch einen Pfeil her­vor­he­ben. Mit dem Text­mar­ker malen Sie direkt über einen wichtigen Satz oder eine ent­schei­den­de Zahl.

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Im letzten Schritt ent­schei­den Sie, was mit Ihrem Screen­shot geschehen soll:

  • Speichern: Mit einem Klick auf „Speichern unter“ öffnet sich ein Fenster, in dem Sie Spei­cher­ort, Dateiname und -format de­fi­nie­ren können. Zur Verfügung stehen PNG, GIF, und JPEG.
  • Kopieren: Außerdem haben Sie mit dem Snipping Tool die Mög­lich­keit, das ge­schos­se­ne Bild­schirm­fo­to in die Windows-Zwi­schen­ab­la­ge zu kopieren. Genau wie bei der Druck­tas­te können Sie Ihren Screen­shot an­schlie­ßend in ver­schie­de­ne An­wen­dun­gen, z. B. in ein Word-Dokument, einfügen.
  • Teilen: Sie können Ihren Screen­shot auch per E-Mail versenden. Dafür wird der Aus­schnitt entweder direkt in eine neue Mail eingefügt oder als Anhang mit­ge­sen­det. Vor­aus­set­zung hierfür ist, dass Sie einen Desktop-Client für den Versand Ihrer E-Mails nutzen.

Ab Windows bietet Ihnen das Snipping Tool außerdem die Option der Zeit­ver­zö­ge­rung. Wie beim Selbst­aus­lö­ser einer Kamera stellen Sie einen Timer ein, der den Schnapp­schuss verzögert auslöst. Diese Zeit können Sie nutzen, um Ein­stel­lun­gen vor­zu­neh­men, die z. B. nur kurz­zei­tig sichtbar sind oder das Halten einer Taste erfordern.

Hinweis

Nicht nur Windows-Systeme bieten eigene Funk­tio­nen und Tools für das An­fer­ti­gen von Screen­shots. Auch andere Programme wie zum Beispiel Web­brow­ser sind mit der­ar­ti­gen Features aus­ge­stat­tet: Lesen Sie an anderer Stelle, wie Sie in Firefox einen Screen­shot erstellen oder was genau zu tun ist, um Chrome-Screen­shots zu machen!

Probleme beim Erstellen von Screen­shots

Besonders beim Erstellen von Screen­shots aus anderen Pro­gram­men heraus treten häufig Fehler auf. Wenn Sie versuchen einen Schnapp­schuss innerhalb eines Videos oder auch eines Spiels an­zu­fer­ti­gen, ist oft ein komplett schwarzes Bild das Ergebnis. Grund dafür ist in vielen Fällen ein Konflikt mit der Gra­fik­kar­te. Meistens lässt sich das Problem al­ler­dings umgehen: So reicht es in manchen Fällen, das Spiel vom Vollbild auf einen Fens­ter­mo­dus zu ver­klei­nern. Oftmals haben Spiele oder Video-Ab­spiel­pro­gram­me aber auch eine eigene Screen­shot-Funktion, die sich über einen Hotkey ak­ti­vie­ren lässt.

Es kommt jedoch vor, z. B. bei Netflix, dass der Anbieter der Software das Erstellen von Screen­shots un­ter­bin­det. Dies hat in solchen Fällen mit den Ur­he­ber­rech­ten zu tun. Die ein­ge­bau­te Ko­pier­schutz­tech­nik (DRM) ver­hin­dert eine Kopie des Bildes, um die Rechte des Ei­gen­tü­mers zu wahren. Sollte dies die Ursache für Ihr Problem beim An­fer­ti­gen eines Bild­schirm­fo­tos in Windows sein, müssen Sie dies ak­zep­tie­ren.

Andere Tools: Externe Werkzeuge für Screen­shots unter Windows

Auch wenn das Snipping Tool bereits mehr Features anbietet als die einfache Tas­ten­kom­bi­na­ti­on für Screen­shots unter Windows, kann es sinnvoll sein, auch andere Software aus­zu­pro­bie­ren. Screen­shot-Tools sind besonders für die­je­ni­gen Nutzer ratsam, die Bild­schirm­fo­tos pro­fes­sio­nell oder zumindest tag­täg­lich einsetzen.

Diese Programme bieten mehr Be­ar­bei­tungs­mög­lich­kei­ten und weitere Funk­tio­nen, bei­spiels­wei­se au­to­ma­ti­sches Scrollen, um auch lange Websites komplett in einem Bild dar­zu­stel­len, oder aber so­ge­nann­te Screen­casts – dabei nehmen die Programme ein Video Ihres Desktops auf. Diese Funktion ist vor allem bei Tutorials sehr beliebt, denn damit können die Ersteller solcher Videos ihren Zu­schau­ern einfach zeigen, was sie machen müssen, statt es um­ständ­lich zu erklären.

  • ShareX: Mit der kos­ten­lo­sen Open-Source-Software können Sie auch Screen­casts und GIF-Dateien erstellen.
  • Screen­shot Captor: Das schlanke Tool kann sowohl Auto-Scroll als auch mehrere Monitore un­ab­hän­gig von­ein­an­der ab­fo­to­gra­fie­ren.
  • Grabilla: Die Her­stel­ler dieses Screen­shot-Tools stellen die Software für zahl­rei­che Platt­for­men zur Verfügung und bieten darüber hinaus einen eigenen File-Hosting-Dienst.
  • Monosnap: Die Software lässt sich schnell und einfach bedienen und bietet trotzdem alle wichtigen Features.
  • Duck­Cap­tu­re: Dieses Tool bietet seinen Nutzern neben den gängigen Screen­shot-Funk­tio­nen die Mög­lich­keit, mehrere Bild­schirm­fo­tos un­kom­pli­ziert zu einem großen Bild zu­sam­men­zu­fü­gen.
Hinweis

Nutzen Sie auch andere Be­triebs­sys­te­me? Unsere Artikel „Screen­shot in Linux erstellen“ und „Screen­shot in Ubuntu erstellen“ sowie „Screen­shots auf dem Mac erstellen" könnten Sie ebenfalls in­ter­es­sie­ren.

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