In der IT-Welt gibt es viele In­for­ma­ti­ons­ein­hei­ten, die bestimmte tech­ni­sche Ei­gen­schaf­ten aus­drü­cken, z. B. die Spei­cher­ka­pa­zi­tät einer Fest­plat­te oder die Größe einer Datei. Dabei ist eine der be­kann­tes­ten Maß­ein­hei­ten das Gigabyte, da es uns im Alltag ziemlich häufig begegnet – sei es beim Kauf eines neuen USB-Sticks, einer Spei­cher­kar­te für das Smart­phone oder beim Abschluss eines Han­dy­ver­trags mit Da­ten­vo­lu­men. Aber woraus besteht ein Gigabyte, wie groß ist es in der Praxis und wie wird es in andere Einheiten wie Megabyte oder Terabyte um­ge­rech­net?

KI-Assistent kostenlos – Ihr smarter All­tags­hel­fer
  • DSGVO-konform & sicher gehostet in Deutsch­land
  • Pro­duk­ti­vi­tät steigern – weniger Aufwand, mehr Output
  • Direkt im Browser starten – ohne In­stal­la­ti­on

Was ist ein Gigabyte?

Ein Gigabyte (GB) ist eine oft ver­wen­de­te Stan­dard­ein­heit in der In­for­ma­ti­ons­tech­nik, die Ihnen Auf­schluss über die Spei­cher­ka­pa­zi­tät eines Mediums oder die Größe einer Datei gibt. Auch bei Han­dy­ta­ri­fen wird GB genutzt, um anzugeben, wie viel mo­nat­li­ches Da­ten­vo­lu­men im ab­ge­schlos­se­nen Vertrag in­klu­diert ist. Um den Begriff Gigabyte jedoch richtig einordnen zu können, müssen Sie zunächst wissen, woraus sich die Maß­ein­heit überhaupt zu­sam­men­setzt und in welchem Zu­sam­men­hang sie mit anderen Spei­cher­grö­ßen steht.

Ein Gigabyte besteht aus etwa 1 Milliarde Bytes, wobei ein Byte die kleinste Da­ten­men­ge in der Di­gi­tal­tech­nik darstellt. In der Praxis hat ein Byte den In­for­ma­ti­ons­ge­halt zur Abbildung eines einzigen Buch­sta­bens. Es umfasst wiederum 8 Bits, die „Binary Digits“ (auf Deutsch: binäre Ziffern). Das Bit ist die kleinste In­for­ma­ti­ons­ein­heit, auf der die von Computern ver­wen­de­te binäre Kom­mu­ni­ka­ti­on aufgebaut ist. Da Computer zur Da­ten­spei­che­rung oder Da­ten­über­tra­gung aber immer mehr als 1 Bit ver­ar­bei­ten, werden Bits in Bytes zu­sam­men­ge­fasst.

Fakt

Während 8 Bits einem Byte ent­spre­chen, be­zeich­net man eine Da­ten­men­ge, die ein halbes Byte umfasst, also 4 Bits enthält, als Halbbyte oder Nibble. Auch die Synonyme „Tetrade“ oder „Quadrupel“ sind relativ geläufig. Aber es geht noch kleiner: Drei Bits nämlich sind ein Tribit und zwei Bits ergeben ein Dibit. Diese Maß­ein­hei­ten werden jedoch nur selten verwendet.

Megabyte, Gigabyte und Terabyte – was ist der Un­ter­schied?

Min­des­tens genauso üblich wie Gigabyte sind Angaben in Megabyte und Terabyte. Dabei handelt es sich um ver­schie­de­ne Grö­ßen­ord­nun­gen. Laut De­zi­mal­sys­tem sind 1.000 MB = 1 GB und 1.000 GB = 1 TB. Diese Um­rech­nung hat jedoch ihre Tücken: Computer nutzen nämlich das Bi­när­sys­tem (oder Du­al­sys­tem), das nur zwei Ziffern zur Grundlage hat und deshalb auf der Basis 2 (2x) fußt. Die SI-Präfixe Mega, Giga und Tera stammen jedoch aus dem De­zi­mal­sys­tem, dem die Basis 10 (10x) zugrunde liegt, da insgesamt zehn Ziffern benutzt werden.

Rechnet man Bytes nun mit der Zahl 1.000 um, entstehen Ab­wei­chun­gen, die bei wach­sen­der Da­ten­men­ge immer größer werden. Deshalb hat die In­ter­na­tio­nal Elec­tro­tech­ni­cal Com­mis­si­on (IEC) neue Präfixe ein­ge­führt, die auf der Zwei­er­po­tenz basieren. Die über­ar­bei­te­ten Maß­ein­hei­ten nennt man Bi­när­prä­fi­xe oder auch IEC-Präfixe. Sie sind an die SI-Präfixe angelehnt, enthalten aber die Zwi­schen­sil­be „bi“. Da in diesem System die Um­rech­nungs­zahl 1.024 verwendet wird, ist 1 Gibibyte = 1.024 Mebibytes und 1 Tebibyte = 1.024 Gibibytes.

Obwohl diese Maß­ein­hei­ten auch vom In­ter­na­tio­na­len Büro für Maß und Gewicht (BIPM) empfohlen werden, haben sie sich bis heute nicht durch­ge­setzt. Statt­des­sen wird die Um­rech­nungs­zahl 1.024 zusammen mit den alten Begriffen Mega, Giga und Tera verwendet.

Welche Da­ten­men­gen gibt es noch?

Im all­täg­li­chen Umgang mit digitalen Medien sind Megabyte, Gigabyte und Terabyte die Maß­ein­hei­ten, denen Sie am häu­figs­ten begegnen. Welche Grö­ßen­an­ga­ben in der Welt der IT noch vorkommen, wie viele Bytes sie jeweils umfassen und in welchem Ver­hält­nis sie zu­ein­an­der stehen, ist in der folgenden Tabelle auf­ge­führt.

Spei­cher­grö­ßen Wert in Byte
Byte (B) = 8 Bit  
Kilobyte (KB) = 1.024 Byte 1.0241
Megabyte (MB) = 1.024 KB 1.0242
Gigabyte (GB) = 1.024 MB 1.0243
Terabyte (TB) = 1.024 GB 1.0244
Petabyte (PB) = 1.024 TB 1.0245
Exabyte (GB) = 1.024 PB 1.0246
Zettabyte (ZB) = 1.024 EB 1.0247
Yottabyte (YB) = 1.024 ZB 1.0248
Bron­to­byte (BB) = 1.024 YB 1.0249

Die Maß­ein­hei­ten in der Tabelle können für viele Nutzer zu abstrakt wirken. Damit Sie eine bessere Vor­stel­lung davon haben, was die einzelnen Da­ten­men­gen ge­spei­chert umfassen und im Verbrauch bedeuten, sind hier ein paar Beispiele auf­ge­führt:

Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten:

1 KB = ein Text mit ca. 1.000 Buch­sta­ben

1 MB = ca. 400 Seiten eines Buches

1 GB = ca. 250 her­un­ter­ge­la­de­ne MP3-Lieder in mittlerer Qualität

1 TB = ca. 250 her­un­ter­ge­la­de­ne Filme

Da­ten­ver­brauch:

ca. 10 KB = Versenden einer Nachricht in WhatsApp

ca. 10–30 MB = ein ein­mi­nü­ti­ges YouTube-Video in HD-Qualität

ca. 1 GB = 5 Stunden Video-Streaming in Standard-Auflösung

Seit wann und wofür wird Gigabyte ein­ge­setzt?

Bis Anfang der 1980er-Jahre reichte bei Spei­cher­me­di­en eine Grö­ßen­an­ga­be in Megabyte völlig aus. Mit wach­sen­den Ka­pa­zi­tä­ten wurde Megabyte jedoch zunehmend von der nächst­größ­ten In­for­ma­ti­ons­ein­heit Gigabyte abgelöst. Im Jahr 1980 brachte IBM die erste Fest­plat­te mit 1,28 GB heraus, die die Größe eines Kühl­schranks hatte. Über zehn Jahre vergingen, bis die ersten Computer mit 1-GB-Laufwerk im Handel er­hält­lich waren. Dank des fort­lau­fen­den tech­ni­schen Fort­schritts sind Terabyte oder sogar Petabyte mitt­ler­wei­le die üb­li­che­ren Maß­ein­hei­ten bei Fest­plat­ten­lauf­wer­ken.

Als In­for­ma­ti­ons­ein­heit hat Gigabyte aber nicht etwa aus­ge­dient. Heute kommt GB haupt­säch­lich bei der Angabe von Da­tei­grö­ßen oder der Spei­cher­ka­pa­zi­tät von USB-Sticks, externen Fest­plat­ten, CD-ROMs oder DVDs zum Einsatz. Han­dels­üb­li­che Spei­cher­kar­ten in Smart­phones oder Tablets sind meistens mit einem Spei­cher­vo­lu­men von 16, 32 oder 64 GB aus­ge­zeich­net. Auch Mo­bil­funk­an­bie­ter geben das ver­trag­lich zu­ge­si­cher­te Da­ten­vo­lu­men pro Monat in GB an. Cloud-Anbieter nutzen die Maß­ein­heit, um an­fal­len­de Kosten für die zur Verfügung gestellte Spei­cher­ka­pa­zi­tät zu berechnen (z. B. in Form von Cent pro Gigabyte).

Tipp

Viele Firmen und In­di­vi­du­al­an­wen­der ent­schei­den sich für das Speichern ihrer Daten in der Cloud. So vermeiden Sie nicht nur einen möglichen Da­ten­ver­lust. Sie können auch von be­lie­bi­gen Geräten unterwegs auf Ihre Daten zugreifen. Der hoch­si­che­re HiDrive Cloud-Speicher von IONOS bietet Ihnen günstige Tarife mit einem Spei­cher­platz von 100 bis 2.000 GB.

Zum Hauptmenü