Wer online Produkte verkaufen möchte, benötigt einen Shop, entweder als separate Lösung oder an die be­stehen­de Website angedockt. Das eCommerce-Tool Woo­Com­mer­ce gehört zu den be­lieb­tes­ten Shop­lö­sun­gen. Es ist als Plugin für einen On­line­shop im CMS WordPress pro­gram­miert worden und in der Basis-Version kos­ten­frei. Mit so­ge­nann­ten Short­codes lassen sich Be­stand­tei­le von Woo­Com­mer­ce bequem in andere Elemente einer Website einbinden. Wir zeigen Ihnen wichtige Short­codes mit Tipps zur Ver­wen­dung für Ihr E-Commerce.

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Wichtige Woo­Com­mer­ce-Short­codes auf einen Blick

Shortcode Argumente Erklärung, Funktion
[woo­com­mer­ce_cart] Zeigt den Warenkorb an
[woo­com­mer­ce_checkout] Zeigt die Kas­sen­sei­te an
[woo­com­mer­ce_my_account] Zeigt den Account des ein­ge­logg­ten Nutzers an
[products] Diverse Argumente, auch mit­ein­an­der kom­bi­nier­bar Anzeige von Produkten, die nach Kriterien gefiltert werden können
[product_category] ID, Be­zeich­nung der Kategorie Zeigt Produkte der gewählten Kategorie an
[product_ca­te­go­ries] Listet alle Ka­te­go­rien eines Shops auf
[product_page] id Zeigt anhand der Produkt-ID eine einzelne Pro­dukt­sei­te an
[add_to_cart] id Zeigt die Auf­for­de­rung „In den Warenkorb“ anhand der ID eines Produkts an
[woo­com­mer­ce_order_tracking] Verkauf verfolgen
[woo­com­mer­ce_my_account] u. a. „limit“ Auf­lis­tung der Be­stel­lun­gen

Was ist ein Shortcode?

Ein Shortcode ist eine Kurzform von größeren Code-Ab­schnit­ten. Short­codes werden als Funk­tio­nen pro­gram­miert und erhalten dabei einen ein­zig­ar­ti­gen Namen. Mit diesen „kurzen Codes“ können de­fi­nier­te Be­stand­tei­le oder Abläufe ohne große Pro­gram­mier­kennt­nis­se in Elemente der Website ein­ge­bun­den werden. Der Aufbau von Short­codes in WordPress ist im CMS verankert: Sie stehen in eckigen Klammern, so zum Beispiel, um mit dem WordPress-Plugin „Re­spon­si­ve Lightbox & Gallery“ eine Galerie an be­lie­bi­ger Stelle in eine be­stehen­de Seite oder in einen Post ein­zu­fü­gen:

[rl_gallery id="9876"]

Die Zei­chen­fol­ge „rl_gallery“ ist der ei­gent­li­che Shortcode, nämlich der Platz­hal­ter für die Anweisung „Hole eine Galerie genau an diese Position der Seite bzw. des Beitrags“. Die „ID“ legt fest, welche Galerie aus den be­stehen­den eingefügt wird. Die Form [shortcode attribut="123" argument="abc" … ] wird für alle Short­codes verwendet.

Eine weitere Form von Short­codes besteht aus der Zei­chen­fol­ge

[shortcode]…[/shortcode]

Solche Kurz­for­men werden u. a. zum Erzeugen von mehr­spal­ti­gen Layouts, von Tabs oder Buttons verwendet.

Im Shop­sys­tem Woo­Com­mer­ce werden Short­codes für die selektive Dar­stel­lung von Shop-Inhalten verwendet. Durch viel­fäl­ti­ge Zu­satz­an­ga­ben zu den einzelnen Short­codes lassen sich viele spezielle Dar­stel­lun­gen kreieren, die den Verkauf von Produkten aus dem Shop fördern können. Dazu gehören z. B. Be­stand­tei­le von Seiten mit Inhalten wie „Kunden, die X kauften, ent­schie­den sich auch für Y und Z“, „Das meist­ver­kauf­te Gerät in dieser Klasse“ oder „Nur noch 3 Tage im Sale – schnell zugreifen“. Wie das im Einzelnen rea­li­siert wird, zeigen wir nach­fol­gend anhand eines kleinen Woo­Com­mer­ce-Mus­ter­shops.

Tipp

Die WordPress-Pakete mit dem flexiblem E-Commerce-Plugin Woo­Com­mer­ce bieten Ihnen die Vorteile des beliebten CMS und eines Shops aus einer Hand.

Prak­ti­sche Short­codes für Woo­Com­mer­ce

Im prak­ti­schen Umgang mit Woo­Com­mer­ce sind nach der In­stal­la­ti­on des Plugins schon Seiten mit Short­codes angelegt, etwa „Mein Konto“, „Warenkorb“ oder „Kasse“. Öffnet man im Dashboard die Seite „Warenkorb“, zeigt der visuelle Editor den Shortcode direkt an. Ein Blick in den Text-Editor zeigt, dass dieser Code von un­sicht­ba­rem HTML-Code um­schlos­sen ist, der darauf verweist, dass ein Shortcode ein­ge­bet­tet ist. Dadurch ist der Shortcode auch im visuellen Editor sichtbar:

<!-- wp:shortcode -->[woocommerce_cart]<!-- /wp:shortcode -->

De­fi­nier­te Produkte anzeigen

Die Basis für jeden On­line­shop sind Produkte. Genauso heißen diese auch in Woo­Com­mer­ce, er­reich­bar über das WordPress-Dashboard.

Mit dieser Produkt-ID lässt sich bereits ein erster Shortcode mit Ar­gu­men­ten verwenden. Um ein Produkt anhand seiner in­di­vi­du­el­len ID in eine Seite oder in einen Beitrag ein­zu­fü­gen, benutzen wir:

[products ids="9581"]
Hinweis

Achten Sie bei den Ar­gu­men­ten auf korrekte Schrei­bung der An­füh­rungs­zei­chen. Unter Windows hilft die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on ALT+0034, unter macOS Shift+2. Alle anderen An- und Ab­füh­rungs­zei­chen werden in Short­codes nicht erkannt.

Sollen mehrere Produkte dar­ge­stellt werden, sind die IDs getrennt durch Kommas an­ein­an­der­zu­rei­hen:

[products ids="9581, 9577, 9352"]

Das Argument „ids“ wird immer in der Mehrzahl ge­schrie­ben, egal, ob eine oder mehrere IDs benutzt werden. Die Plat­zie­rung einzelner Produkte wird auch eher die Ausnahme bleiben, denn meist sind mehrere Produkte sinn­vol­ler.

Mit dem products-Shortcode sind weitere Argumente anwendbar:

[products limit="5" columns="2" orderby="date" order="ASC" visibility="visible"]

Die einzelnen Argumente bewirken:

  • limit: Be­gren­zung der Anzahl der gezeigten Produkte
  • orderby: ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten zum Sortieren der Ausgabe, z. B. nach ID, Datum, Be­liebt­heit (wenn im Shop verwendet), Auftreten in Posts oder zufällig
  • order: auf- oder ab­stei­gen­de Sor­tie­rung (ASC/DESC) des gewählten orderby-Arguments
  • vi­si­bi­li­ty: Legt fest, ob die Produkte im Shop und in Such­ergeb­nis­sen zu sehen sind
  • paginate: Er­mög­licht die Pa­gi­nie­rung bei um­fang­rei­chen Pro­dukt­an­ge­bo­ten. Das Attribut zur Ak­ti­vie­rung lautet „true“. Der Wert „false“ ist vor­ein­ge­stellt.
  • columns: Die Anzahl der Spalten auf der Pro­dukt­sei­te des Shops. Ein wichtiges Attribut, um die Seiten über­sicht­lich zu halten.

Weitere Argumente wie „attribute“, „terms“, „category“ oder „tag“ helfen, die Pro­duktan­zei­ge mit spe­zi­el­len Kriterien nach Inhalten tiefer zu se­lek­tie­ren. Ein wichtiges Argument ist die so­ge­nann­te SKU – Stock Keeping Unit –, ein Begriff aus dem Ein­zel­han­del. Dabei handelt es sich um einen ein­deu­ti­gen Code, der einem einzelnen Produkt zu­ge­ord­net ist. Das Argument „sku“ ist ebenfalls auf products-Short­codes in Woo­Com­mer­ce anwendbar. Zugleich ist die SKU ein probates Mittel, alle Produkte sys­te­ma­tisch zu verwalten.

Der Shortcode im Mus­ter­shop

[products category="foto-ausruestung"]

zeigt nur zwei Produkte an, und zwar genau die, die den Ka­te­go­rie­na­men „Foto-Aus­rüs­tung“ tragen. Das Argument arbeitet korrekt mit der Ka­te­go­rien­be­zeich­nung „Foto-Aus­rüs­tung“, ebenso mit dem Slug „foto-aus­rues­tung“. Trägt man danach kom­ma­se­pa­riert „digitale-ratgeber“ ein, listet die Shopsite alle zu­tref­fen­den Produkte auf. Das ist bereits ein flie­ßen­der Übergang zu Short­codes für Ka­te­go­rien.

Produkte nach Ka­te­go­rien filtern

Für diese Aufgabe verwenden Sie [product_category]. Damit wird eine Kategorie gesammelt angezeigt, die mit kom­ma­se­pa­rier­ten At­tri­bu­ten wie „ids“ oder „category“ zu versehen ist.

Der Shortcode [product_categories], also in der Mehrzahl, listet alle ver­füg­ba­ren Ka­te­go­rien im Shop auf. Das kann bei­spiels­wei­se als Übersicht unter einem einzelnen Produkt sinnvoll sein, um weitere Kauf­an­rei­ze zu schaffen.

Einzelne Woo­Com­mer­ce-Seiten per Shortcode

Was mit Produkten funk­tio­niert, lässt sich genauso gut mit weiteren Inhalten im Woo­Com­mer­ce-Universum rea­li­sie­ren. Mit diesem Shortcode gelingt das Einbinden eines einzelnen Produkts als Seite:

[product_page id="9350"]

Das kann z. B. dann vor­teil­haft sein, wenn im Blog ein art­ver­wand­tes Produkt re­zen­siert wird und man gern ohne große Umwege ein dazu passendes Produkt zum Verkauf anbieten möchte.

Be­schreibt man das Produkt auf eine andere Weise, lässt sich die Funktion „Hin­zu­fü­gen zum Warenkorb“ (in der Abbildung rechts) auch mit diesem Shortcode in die ge­wünsch­te WordPress-Seite oder den Beitrag in­te­grie­ren:

[add_to_cart id="1234"]

Den (gut gefüllten) Warenkorb ruft der Shortcode [woo­com­mer­ce_cart] auf:

Somit ist dieser Abschnitt des Kauf­vor­gangs auch an be­lie­bi­gen Stellen einer Website ein­setz­bar. Gleiches trifft auf die Kasse zu, die mit dem Shortcode [woo­com­mer­ce_checkout] ein­ge­bun­den wird.

Mit [woo­com­mer­ce_order_tracking] kann ein im Shop ein­ge­logg­ter Kunde den Status seiner Be­stel­lung einsehen. Dazu muss er seine Be­stell­de­tails eingeben. Dieser Shortcode hat keine Argumente.

Alle Be­stel­lun­gen werden auf der Seite „mein Konto“ mit dem Shortcode [woo­com­mer­ce_my_account] gelistet. Die Anzahl an­zu­zei­gen­der Be­stel­lun­gen kann limitiert werden. Der Wert „-1“ zeigt alle Be­stel­lun­gen an.

Wie kann man eigene Short­codes erstellen?

Um eigene Short­codes in WordPress zu benutzen, ist ein Eingriff in die Datei functions.php nötig. Dort legt man mit selbst pro­gram­mier­ten, eigenen Funk­tio­nen die ge­wünsch­ten Short­codes fest.

Hinweis

In der Datei functions.php steht oft an erster Stelle der Hinweis: „Be­ar­bei­ten Sie diese Datei nur, wenn Sie genau wissen, was Sie tun …“.

Eine Mög­lich­keit könnte wie folgt aussehen. Dies wurde in einer be­stehen­den WordPress-Website ohne Feh­ler­mel­dung getestet:

<?php
function myshortcode_function(){
return "<h1>Hallo, hier programmiert der Inhaber selbst</h1>";
}
add_shortcode('myshortcode', 'myshortcode_function');
?>

In jeder Seite und jedem Beitrag, wo der so de­fi­nier­te Shortcode [mys­hort­code] ein­ge­setzt wird, erscheint als Ausgabe „Hallo, hier pro­gram­miert der Inhaber selbst“ als <h1>-Über­schrift.

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Nützliche Shortcode-Plugins – nicht nur für Woo­Com­mer­ce

Der Gefahr, Fehler in den Code einer WordPress-Website zu schreiben, kann man recht elegant mit Plugins entgehen, die Short­codes pro­du­zie­ren. Diese erzeugen – geprüft von der WordPress-Community – völlig gefahrlos Short­codes, die in­di­vi­du­el­le Aufgabe erfüllen können und sich in der Na­mens­ge­bung auch an die eigenen Er­for­der­nis­se anpassen lassen. Drei davon stellen wir Ihnen hier kurz vor.

Woo Short­codes Kit

Dieses Plugin hilft Ihnen dabei, einen Woo­Com­mer­ce-Shop mit mehr als 60 Funk­tio­nen und Short­codes in­di­vi­du­ell an­zu­pas­sen. Damit können neben den Standards schöne Shop- und Danke-Seiten ein­ge­rich­tet werden. Weitere Mög­lich­kei­ten bestehen in der Be­schrän­kung von Inhalten, An­pas­sun­gen an die Da­ten­schutz-Grund­ver­ord­nung oder Si­cher­heits­fea­tures. Auch ein Nach­rich­ten­ver­sand nach einer de­fi­nier­ten Anzahl von Be­stel­lun­gen ist möglich. Dieses Plugin funk­tio­niert nicht allein; es ist an eine Woo­Com­mer­ce-In­stal­la­ti­on gebunden.

Short­codes Ultimate

Das Woo­com­mer­ce-Shortcode-Plugin Shortcode Ultimate er­mög­licht mehr als 50 Short­codes inklusive einer Live-Vorschau. Das Plugin ist fit für Gutenberg und zudem responsiv. Der Ent­wick­ler ver­spricht, dass es mit jedem Theme zu­sam­men­ar­bei­tet. Es gibt auch eine kos­ten­pflich­ti­ge Premium-Version (kein Abon­ne­ment).

Short­co­der

Dieses Plugin gestattet die Aus­ge­stal­tung von Vorgängen, die in einer über­sicht­li­chen Liste ge­spei­chert werden – ähnlich wie die Beiträge oder Seiten in WordPress. Der Shortcode bekommt eine Be­zeich­nung (ähnlich der Über­schrift in einem Beitrag) und steht dann in der Liste mit den ein­füg­ba­ren Short­codes zur Verfügung. Die ei­gent­li­chen Short­codes beginnen immer wie folgt:

[sc name="abcde123…"]

Inhalte können HTML, Ja­va­Script oder auch CSS sein. Zu­sätz­li­che Parameter erweitern die Mög­lich­kei­ten dieses Woo­com­mer­ce-Shortcode-Plugins. Be­ar­bei­tet werden kann als Code, als Text oder auch im visuellen Modus – ein Plugin mit vielen Mög­lich­kei­ten.

Tipp

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