Mit Content-Ma­nage­ment-Systemen (CMS) wie WordPress oder Joomla, Drupal oder Magento ist es um ein Viel­fa­ches leichter geworden, auch als Laie eine Website auf­zu­set­zen. In wenigen In­stal­la­ti­ons­schrit­ten steht eine Software mit Backend zur Verfügung, und mit Tausenden von fertigen Vorlagen kann man fast sofort loslegen, um sich im World Wide Web zu prä­sen­tie­ren. Be­trach­tet man die gän­gigs­ten CMS im Vergleich, gibt es allerhand Ge­mein­sam­kei­ten, aber auch zahl­rei­che Un­ter­schie­de. Wie sieht es bei Joomla und WordPress aus?

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WordPress vs. Joomla in Zahlen

Das Angebot an CMS ist mit Jahren stetig gestiegen und die Be­nut­zer­freund­lich­keit der Re­dak­ti­ons­sys­te­me hat sich kon­ti­nu­ier­lich ver­bes­sert. So können auch Anwender ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se die Inhalte einer Website pflegen. Im Prinzip reichen gute Kennt­nis­se eines gängigen Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gramms aus, um Texte, Videos, Bilder und Audio-Dateien in einem CMS ein­zu­pfle­gen. Nach­rich­ten­sei­ten, Blogs und Websites mit TV-, Kino- oder Theater-Pro­gram­men lassen sich so von Re­dak­teu­ren aktuell halten. Joomla und WordPress gehören zu den be­kann­tes­ten Content-Ma­nage­ment-Systemen, wobei WordPress den Markt klar dominiert:

WordPress oder Joomla – Licht und Schatten auf einem Blick

WordPress hat sich in vielen An­wen­dungs­be­rei­chen eines CMS durch­ge­setzt, weil es grund­sätz­lich kostenlos, leicht zu bedienen und flexibel er­wei­ter­bar ist. Doch nicht immer ist der Markt­füh­rer die beste Wahl. Joomla hat im Vergleich mit WordPress auch diverse Vorzüge.

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WordPress

Das CMS WordPress erschien am 27. Mai 2003. Es ist an kein Be­triebs­sys­tem gebunden, basiert auf der Pro­gram­mier­spra­che PHP und benötigt eine Datenbank, entweder MySQL oder MariaDB. Im August 2020 wurde die Version 5.5 ver­öf­fent­licht. Unter den Un­ter­neh­men, die WordPress nutzen, sind große Namen wie Zalando, Vodafone oder Tchibo zu finden. Eine WordPress-Seite zu erstellen ist in der Tat sehr einfach. Aber es gibt auch ein paar Nachteile zu be­rück­sich­ti­gen:

Vorteile von WordPress Nachteile von WordPress
Einfach bedienbar, auch von Nicht­ent­wick­lern, durch WYSIWYG-Editor sowie Drag-and-Drop-Funk­tio­na­li­tät Gilt als leicht an­greif­bar; Schutz nur durch zu­sätz­li­che Plug-ins oder .htaccess
Große Auswahl an Ge­stal­tungs­vor­la­gen (Themes), in der Ba­sis­ver­si­on meist kostenlos Eine Website kann nur eine Theme verwalten
Riesige Bi­blio­thek von Plug-ins für fast jede benötigte Funktion einer Website Plug-ins sorgen immer wieder für Si­cher­heits­lü­cken
Große, weltweite Community für den Support Be­schränk­te Be­nut­zer­ver­wal­tung
Kos­ten­lo­se, mi­ni­ma­lis­ti­sche Open­So­ur­ce-Software Mehr­spra­chig­keit nur durch Plug-ins zu rea­li­sie­ren
Tipp

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Joomla

Das CMS Joomla wurde erstmalig am 17. August 2006 ver­öf­fent­licht, die aktuelle Ver­si­ons­num­mer ist 3.9.22 (Stand: Oktober 2020). Es gibt bereits eine 4.0 Beta 4. Die Ei­gen­be­zeich­nung lautet „Joomla!“, also mit Aus­ru­fe­zei­chen. Auch Joomla ist an kein Be­triebs­sys­tem gebunden und in PHP ge­schrie­ben. Joomla kann mit den Da­ten­ban­ken MySQL, Microsoft SQL Server oder Post­greS­QL umgehen. Das CMS ist in drei Ebenen struk­tu­riert: funk­tio­nel­le Ebene, Sei­ten­in­hal­te und das Layout der Website. Dafür stehen allerhand Joomla-Templates zur Verfügung. Das Ein­rich­ten einer Website mit Joomla ist ebenfalls recht einfach, die Nutzung aber in einigen Punkten an­spruchs­voll und beim Einstieg etwas un­über­sicht­lich.

Vorteile von Joomla Nachteile von Joomla
infach bedienbar und sehr flexibel für ver­schie­de­ne In­halts­ty­pen, WYSIWIG-Editor Gilt auch als an­greif­bar, aber sicherer als WordPress
Eine Website kann mehrere Templates verwalten Er­wei­te­run­gen, Kom­po­nen­ten und Module erfordern oft viel Ein­ar­bei­tungs­be­darf
Gute Auswahl an Ge­stal­tungs­vor­la­gen (Templates), Ba­sis­ver­sio­nen meist kostenlos Zu­satz­pa­ke­te können Si­cher­heits­lü­cken ver­ur­sa­chen
Große Bi­blio­thek von Er­wei­te­run­gen, Modulen und Kom­po­nen­ten Bietet nur den In­halts­typ „Artikel“; mit Vergabe von Ka­te­go­rien ver­än­der­bar
Hilfs­be­rei­te Community und viele Tutorials verfügbar Sehr viele er­klä­rungs­be­dürf­ti­ge Optionen
Mehr­spra­chig­keit bereits in­te­griert
Er­wei­ter­te Be­nut­zer­ver­wal­tung inklusive Nut­zer­grup­pen
Tipp

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WordPress vs. Joomla – häufige Fragen

Was sollten Ein­stei­ger wählen – WordPress oder Joomla?

Obwohl sich beide CMS in vielen Dingen ähneln, hat WordPress bei der in­tui­ti­ven Be­dien­bar­keit die Nase vorn. Es gibt eine so­ge­nann­te 5-Minuten-In­stal­la­ti­on – was meist auch wirklich zu schaffen ist –, und schon kann man mit seiner Website „loslegen“. Das Einbinden von Medien ist so einfach wie bei einer Text­ver­ar­bei­tung. Für fast jedes Problem gibt es eine Lösung in Form eines Plug-ins mit meist sehr guter Do­ku­men­ta­ti­on. Das Backend von WordPress ist über­sicht­lich und man erzielt schnell gute Er­geb­nis­se. Joomla erfordert generell etwas mehr Ein­ar­bei­tungs­zeit, ist dann aber ähnlich intuitiv ein­setz­bar.

Wie ist es um die Si­cher­heit bei Joomla und WordPress bestellt?

Grund­sätz­lich ist jede Website an­greif­bar – das gilt auch für Seiten, die mit Joomla oder WordPress erstellt wurden. Pro­gram­mier­tech­nisch gesehen gilt Joomla als etwas sicherer – WordPress-Seiten sind aufgrund der Be­liebt­heit des CMS häufiger Attacken aus­ge­setzt. Dabei wird meist versucht, die Seite mit sehr schnell auf­ein­an­der­fol­gen­den Passwort-Ver­suchs­kom­bi­na­tio­nen zu knacken (diese An­griffs­art ist als Brute Force bekannt). Ver­hin­dern lässt sich dies, indem man den Log-in auf einen anderen als den Stan­dard­pfad der In­stal­la­ti­on verlegt oder einen zu­sätz­li­chen Schutz in der .htaccess-Datei im­ple­men­tiert. Ähnliche Emp­feh­lun­gen gelten auch für Joomla, wobei die all­ge­mei­ne Si­cher­heit etwas besser ein­ge­stuft wird. Seit Version 3.2 ist auch die Mög­lich­keit einer Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung stan­dard­mä­ßig an Bord. WordPress benötigt dafür ein Plug-in.

Tipp

Um das Ein­drin­gen zu er­schwe­ren, sollte als erster Schritt bei Joomla und WordPress immer der Nut­zer­na­me „admin“ bzw. „ad­mi­nis­tra­tor“ geändert werden. In Kom­bi­na­ti­on mit einem starken Passwort sinkt die Wahr­schein­lich­keit, dass ein Angriff gelingt.

Nicht zu ver­nach­läs­si­gen sind Lücken in beiden CMS, die durch in­stal­lier­te Plug-ins, Kom­po­nen­ten oder Module entstehen können. Halten Sie alle diese Be­stand­tei­le immer aktuell.

WordPress vs. Joomla – wer hat die besseren Templates?

Bei der Suche nach Templates für Joomla und Themes für WordPress wird man schnell fündig. Al­ler­dings bietet WordPress geschätzt fünfmal so viele Ge­stal­tungs­vor­la­gen wie Joomla an. Zudem bietet WordPress immer ein eigenes, kos­ten­lo­ses Standard-Theme an, das als Titel die Jah­res­zahl trägt – zum Zeitpunkt des Ent­ste­hens dieses Ratgebers also „Twenty Twenty“. Damit kann man schon aus­ge­zeich­ne­te Er­geb­nis­se erzielen.

Auch Joomla kommt mit zwei eigenen Templates: „protostar‘“ und „beez3“. Für Joomla gibt es kein Template-Ver­zeich­nis; man muss sich auf den Seiten der Anbieter durch­ar­bei­ten. Diese listen ungefähr 1.000 kos­ten­freie Templates auf, mit denen sich die meisten Ansprüche an Websites rea­li­sie­ren lassen. Ein wichtiger Un­ter­schied von Joomla zu WordPress besteht darin, dass man mit Joomla mehrere Templates auf einer Website anwenden kann, wenn bei­spiels­wei­se die Shopseite ein anderes Design zeigen soll als die Un­ter­neh­mens­prä­sen­ta­ti­on. Zudem gibt es Templates, mit denen sich das Backend anpassen lässt.

Wie gut sind die Er­wei­te­run­gen?

Hier un­ter­schei­den sich Joomla und WordPress lediglich in der Anzahl der Angebote. Aufgrund der großen Support-Com­mu­ni­tys erhält man für fast jede Er­wei­te­rung eine Ein­schät­zung bzw. kann an den ge­stell­ten Fragen ab­schät­zen, wie pro­blem­be­haf­tet Er­wei­te­run­gen sind. Bei WordPress bekommt man in der Plug-in-Bi­blio­thek angezeigt, ob die jeweilige Er­wei­te­rung mit der in­stal­lier­ten WordPress-Version kom­pa­ti­bel ist. Auch Joomla-Ex­ten­si­ons zeigen die Ver­si­ons­kom­pa­ti­bi­li­tät in der De­tail­an­sicht der Er­wei­te­rung an.

Ein Qua­li­täts­ur­teil muss sich jeder Nutzer selbst bilden. Die Anzahl der Downloads eines WordPress-Plug-ins ist ein guter Hinweis, wie die Nutzer dieses annehmen. Zudem gibt es bei Joomla und WordPress Be­ur­tei­lun­gen anderer Nutzer, die eine Ent­schei­dungs­hil­fe geben. Joomla kenn­zeich­net schon in der Übersicht, ob Er­wei­te­run­gen kos­ten­pflich­tig sind. Bei WordPress sollte man einen Blick auf „Weitere Details“ werfen, um fest­zu­stel­len, ob man sich eventuell ein Plug-in mit Abomodell ins Haus holt.

SEO bei WordPress vs. Joomla – wer liegt vorn?

Die Op­ti­mie­rung von Websites für Such­ma­schi­nen gehört zu den wichtigen und an­spruchs­vol­le­ren Aufgaben, um mit der eigenen On­line­prä­senz er­folg­reich zu sein. Neben der re­le­van­ten Content-Planung sollten CMS gut für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung aus­ge­rüs­tet sein. Wie sieht es damit bei Joomla und WordPress aus?

WordPress hat einige SEO-Optionen schon von Hause aus an Bord. Dazu gehören u. a. die un­kom­pli­ziert an­pass­ba­ren URLs: die Per­ma­links. Die riesige Plug-in-Bi­blio­thek eröffnet viele zu­sätz­li­che SEO-Mög­lich­kei­ten. Für den Such­be­griff „SEO“ bei den Plug-ins werden über 3.500 Einträge angezeigt.

Auch bei Joomla werden allerhand such­ma­schi­nen­freund­li­che Optionen angeboten. So können Artikel mit Meta-Be­schrei­bun­gen und -Keywords an­ge­rei­chert und auf diese Weise optimiert werden. In der Kon­fi­gu­ra­ti­on des CMS steht die „Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO)“ bereit, um die URLs der Seiten such­ma­schi­nen­freund­lich an­zu­pas­sen. Bei den Er­wei­te­run­gen kann man aus etwas über 100 Einträgen auswählen, um das SEO der Website auf Vor­der­mann zu bringen.

Wer hat den besseren Support: WordPress oder Joomla?

Bei dieser Frage spricht schon der oben gezeigte Markt­an­teil Bände. Die riesige Community von WordPress ist der größte Trumpf des Markt­füh­rers. Die Be­liebt­heit dieses CMS hat dazu geführt, dass zahllose Facebook-Gruppen, Ent­wick­ler-Websites und WordPress-Blogs exis­tie­ren. Dort findet man auf so gut wie jede Frage eine qua­li­fi­zier­te Antwort, die auch meist durch prak­ti­sche Er­fah­run­gen un­ter­füt­tert ist. Die deutsche WordPress-Sup­port­sei­te ist zudem gut struk­tu­riert.

Die Joomla-Macher bieten ebenfalls ein um­fang­rei­ches Forum an, auf dem täglich Dutzende von Beiträgen gepostet werden. Zwei Facebook-Gruppen haben knapp 30.000 Mit­glie­der. Somit wird man auch für dieses CMS Antworten finden, mit den man Probleme aller Art lösen kann.

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Das Wich­tigs­te im Überblick

WordPress Joomla
Eignung für Anfänger + + + + + + +
Si­cher­heit + + + + + + +
Support + + + + + + + + +
Eignung als Webshop + + + + + + + +
Eignung als Blog + + + + + +
Anzahl an Plug-ins (kos­ten­lo­se) > 54.000 ca. 8.000
Anzahl an De­sign­vor­la­gen (kos­ten­lo­se) > 5.000 > 1.000
Fazit

Der Vergleich WordPress vs. Joomla fällt insgesamt eher zugunsten von WordPress aus, das seine Stärken in der einfachen Hand­ha­bung sowie mit vielen Plug-ins und Themes aus­spie­len kann. Joomla hingegen empfiehlt sich bei größeren Web­pro­jek­ten mit um­fas­sen­de­ren Struk­tu­ren und dif­fe­ren­zier­ten De­sign­an­for­de­run­gen.

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