Social-Media-Marketing ist ein wichtiger Be­stand­teil jeder Marketing-Strategie im Web 3.0. Für Un­ter­neh­men ist dabei ins­be­son­de­re die Be­ant­wor­tung der Frage wichtig, welche sozialen Medien man nutzen soll. Reicht Facebook aus oder spielen Twitter und Instagram ebenfalls eine Rolle? Und welche weiteren Social-Media-Platt­for­men sind für Un­ter­neh­men in­ter­es­sant bzw. welche anderen sozialen Netzwerke gibt es überhaupt? Bei der Auswahl der passenden Kanäle hilft Marketern ein Überblick über die aktuell reich­wei­ten­stärks­ten und wich­tigs­ten sozialen Netzwerke. Die Auswahl erstreckt sich von sozialen Be­zie­hungs- und Bil­der­netz­wer­ken über Angebote für Blogger und für be­ruf­li­che Kontakte bis hin zu sozialen Vi­deo­netz­wer­ken.

Soziale Be­zie­hungs­netz­wer­ke

Als soziale Be­zie­hungs­netz­wer­ke werden Social-Media-Kanäle be­zeich­net, die sich nicht grund­sätz­lich auf ein be­stimm­tes Thema oder eine Nutzer-Klientel festlegen, sondern ein möglichst breites Spektrum an Usern an­spre­chen. Die Nutzer kom­mu­ni­zie­ren, klicken und teilen hier all solche Inhalte, die ihre In­ter­es­sen­la­gen wi­der­spie­geln – die the­ma­ti­sche Vielfalt auf sozialen Be­zie­hungs­netz­wer­ken ist dem­entspre­chend groß.

Bei den Mit­glie­dern von sozialen Netz­wer­ken lassen sich oft bestimmte In­ter­es­sen nach­voll­zie­hen; dafür sorgen sehr aktive Nutzer mitunter von selbst, indem Sie ver­schie­de­nen Profilen bzw. Kanälen folgen, gewisse Inhalte teilen oder „liken“, spe­zi­el­len Gruppen beitreten oder diese eröffnen. Hierüber ist es möglich, eine bestimmte Klientel aus­zu­ma­chen und mit ent­spre­chen­den Kampagnen an­zu­spre­chen.

Im deutsch­spra­chi­gen Raum ist Facebook unter den klas­si­schen sozialen Medien am weitesten ver­brei­tet. Doch das war nicht immer so: Ende 2005 erschien mit studiVZ ein Pendant zu Facebook in deutscher Sprache, das sich in seinen An­fangs­jah­ren zu einem der meist­ge­nutz­ten sozialen Netzwerke in Deutsch­land ent­wi­ckel­te. Durch die In­ter­na­tio­na­li­sie­rung von Facebook sahen sich studiVZ (und seine Ableger meinVZ sowie das mitt­ler­wei­le wieder ein­ge­stell­te schülerVZ) jedoch einer zu starken Kon­kur­renz aus­ge­setzt – die Nut­zer­zah­len nahmen stetig ab, viele wech­sel­ten zur US-ame­ri­ka­ni­schen Kon­kur­renz.

Facebook – die nut­zer­stärks­te Social-Media-Plattform

Wer über Social Media spricht, kommt an Facebook nicht vorbei. An der Vor­rang­stel­lung des Un­ter­neh­mens hat in den ver­gan­ge­nen Jahren auch das Aufkommen neuer Portale nichts geändert. Aus dem jährlich er­schei­nen­den „Social Media Marketing Industry Report“ geht hervor, dass Facebook nach wie vor an der Spitze der meist­ge­nutz­ten sozialen Netzwerke steht. 94 Prozent der befragten Marketing-Spe­zia­lis­ten nutzen Facebook – trotz der durchaus vor­han­de­nen Kon­kur­renz.

Fakt

Facebook generiert jeden Tag 500.000 neue Mit­glie­der - das macht 6 neue Profile pro Sekunde!

Stärkung der Kun­den­bin­dung

Facebook gilt als die Mutter aller Social-Media-Platt­for­men und dient vor­wie­gend der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwischen den Mit­glie­dern – darüber hinaus natürlich auch der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwischen Pri­vat­per­so­nen und Un­ter­neh­men (Facebook-Marketing). Auf of­fi­zi­el­len Profilen von Dienst­leis­tern oder Marken findet ein ständiger Austausch von Lob, Kritik und Er­fah­run­gen statt. Diese Echtzeit-In­ter­ak­ti­on ist zwar eine große Her­aus­for­de­rung an das Community-Ma­nage­ment, kann aber auch die Kun­den­bin­dung deutlich stärken.

Virales Marketing gelingt nur mit über­zeu­gen­den Inhalten

Das Social-Media-En­ga­ge­ment via Facebook gehört mitt­ler­wei­le zum Stan­dard­re­per­toire der meisten Un­ter­neh­men. Als globale Ver­mark­tungs- und In­ter­ak­ti­ons­platt­form bietet Facebook eine au­ßer­or­dent­li­che Reich­wei­te als soziales Medium. Werden in­ter­es­san­te Facebook-Posts von den Nutzern geteilt, ver­brei­ten sie sich mit rasanter Ge­schwin­dig­keit und erreichen zahl­rei­che Leser. Dieses Phänomen wird im Eng­li­schen „go viral“ („viral gehen“) genannt.

Aufgrund der po­ten­zi­ell hohen Reich­wei­te bei gleich­zei­tig geringen Kosten gewinnt das so­ge­nann­te virale Marketing in vielen Un­ter­neh­men immer mehr an Bedeutung. Doch auf Facebook zählen Au­then­ti­zi­tät und relevante Inhalte. Nur mit qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Posts und passenden Themen erreicht man seine Ziel­grup­pe. Als Schnitt­stel­le zwischen In­ter­es­sen­ten und Un­ter­neh­men dient ein Facebook-Profil der Kun­den­pfle­ge, Customer Re­la­ti­onship und schafft neuen Input und Ansätze für die Pro­dukt­ent­wick­lung.

Fazit

Facebook bietet unter den Social-Media-Platt­for­men die größte Reich­wei­te. Über keine andere Plattform lässt sich die Ziel­grup­pe so direkt an­spre­chen und zur In­ter­ak­ti­on mo­ti­vie­ren. Natürlich wächst ein er­folg­rei­ches Facebook-Profil nicht über Nacht, und es bedarf einiger Zeit und einer sinn­vol­len Strategie, um über diesen Kanal neue Kunden und In­ter­es­sen­ten zu gewinnen. Neben einem eigenen Un­ter­neh­mens- oder Kam­pa­gnen­pro­fil lassen sich Wer­be­mög­lich­kei­ten über Ein­blen­dun­gen nutzen.

Vero – True Social

Mit einem neuen Konzept versucht das soziale Netzwerk Vero einen Angriff auf den Markt der Social-Media-Platt­for­men. Besonders Facebook ist dafür bekannt, dass das Un­ter­neh­men jede Menge Daten seiner Nutzer sammelt, um so Werbung besser an die Ziel­grup­pen anpassen zu können. Damit macht Vero Schluss: Angeblich will das Netzwerk voll­kom­men auf Werbung ver­zich­ten und ver­spricht damit den Usern auch, nur sehr wenige Daten zu sammeln. Um sich dennoch fi­nan­zie­ren zu können, soll zukünftig eine Abo-Gebühr auf die Nutzer zukommen.

Derzeit lockt man al­ler­dings Neu­mit­glie­der mit dem Ver­spre­chen einer kos­ten­lo­sen Nutzung des Social Networks auf Le­bens­zeit. Mehrere Millionen User sind diesem Aufruf schon gefolgt. Die Ent­wick­ler von Vero nutzen hierbei den FOMO-Effekt: „Fear of missing out“ – also die Sorge, etwas zu verpassen (das Gegenteil hiervon ist der JOMO-Effekt - "Joy of missing out").

Das Netzwerk von Vero ist aus­schließ­lich über eine App er­reich­bar. In dieser teilen Nutzer Fotos, Blog­ein­trä­ge, Musik, Videos oder auch besonders in­ter­es­san­te Orte und Lieb­lings­bü­cher. Die Beiträge er­schei­nen chro­no­lo­gisch im Feed der User und werden nicht durch einen Al­go­rith­mus sortiert, wie es in­zwi­schen bei Facebook oder Instagram der Fall ist.

Fazit

Derzeit ist das soziale Netzwerk Vero noch um­strit­ten: Dem wer­be­frei­en Ansatz, der hohen Pri­vat­sphä­re und der funk­tio­na­len App stehen die etwas zwie­lich­ti­gen Gründer von Vero sowie ein frag­wür­di­ger Hype entgegen. Deshalb ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar, wie sich die Plattform in der Zukunft ent­wi­ckeln wird. Auch inwiefern sich die App für Social-Media-Marketing eignet, lässt sich noch nicht vor­aus­sa­gen. Dass die Werbung auf diesem Kanal fehlt, muss kein Nachteil für Un­ter­neh­men sein: Das ge­stie­ge­ne Vertrauen der Nutzer kann sich positiv auf Image- oder Branding-Kampagnen auswirken.

Soziale Bild­netz­wer­ke

Bei den sozialen Foto-Sharing-Platt­for­men steht der visuelle Aspekt im Fokus: Das Haupt­in­ter­es­se gilt den ver­öf­fent­lich­ten Fotos und Videos, Kom­men­ta­re sind eher er­gän­zen­des Beiwerk. Was zählt, sind kurz­wei­li­ge Beiträge und ein starker visueller Eindruck, der bei der Ziel­grup­pe hän­gen­bleibt. Doch welche Social-Media-Platt­for­men gibt es neben den Spit­zen­rei­tern Instagram und Pinterest sonst noch im Fo­to­be­reich? Wir stellen Ihnen vier der meist­ge­nutz­ten sozialen Bild­netz­wer­ke vor.

Instagram

Mit circa 27,9 Millionen Nutzern in Deutsch­land hat sich der Micro-Blog für Fotos und Videos zu einem der be­kann­tes­ten Social Networks ent­wi­ckelt. Natürlich können Fotos und Videos auch über Facebook geteilt werden, Instagram hat jedoch eine ganz eigene Dynamik und eigene Schwer­punk­te. Im Mit­tel­punkt steht dort ganz klar das Bild. Die Instagram-App bietet zahllose Bild­be­ar­bei­tungs-Features. Die Ka­te­go­ri­sie­rung der Beiträge erfolgt durch so­ge­nann­te Hashtags (sym­bo­li­siert durch die Raute „#“ und gefolgt von einer Be­schrei­bung).

Auch auf Instagram erreichen Sie Ihre Ziel­grup­pe über guten Content und die richtige Strategie. Abseits Ihres eigenen Instagram-Accounts können Sie aber auch auf anderen Wegen auf Ihr Un­ter­neh­men auf­merk­sam machen: In den letzten Jahren hat sich vor allem das Modell der Pro­dukt­plat­zie­rung durch In­fluen­cer als Wer­be­me­tho­de für viele Un­ter­neh­men bewährt. Seit einiger Zeit gibt es auch die Wer­be­mög­lich­keit durch Anzeigen im News-Feed. Im Jahr 2017 nutzen 54 Prozent aller Un­ter­neh­men weltweit das Bild­netz­werk. Weitere Zahlen und Fakten zu Instagram können Sie folgender In­fo­gra­fik entnehmen:

Klicken Sie hier, um die In­fo­gra­fik zu Instagram her­un­ter­zu­la­den.

Fakt

2012 kaufte Facebook Instagram, das damals 40 Millionen Nutzer weltweit zählte. In­zwi­schen sind es über 800 Millionen!

Instagram Stories

Neu ist seit August 2016 das Feature „Instagram Stories“. Die Funktion erlaubt es den Nutzern, kurze Videos und Bilder zu teilen, die sich durch die An­ein­an­der­rei­hung zu einer Ge­schich­te ver­stri­cken lassen. Das Besondere hierbei: Die so er­stell­ten Ge­schich­ten werden nach 24 Stunden au­to­ma­tisch gelöscht.

Instagram Stories ähnelt hiermit sehr stark der My-Story-Funktion des Image-Messaging-Dienstes Snapchat, was der Instagram-Chef Kevin Systrom auch ohne weiteres zugibt. Auch diese Funktion eignet sich für Marketing Zwecke: Durch kreative und ziel­grup­pen­ge­rech­te Ge­schich­ten kann man Auf­merk­sam­keit für Produkte und Dienst­leis­tun­gen erzeugen und an Reich­wei­te gewinnen.

Pinterest

Pinterest hat Schät­zun­gen zufolge circa 3 Millionen aktive Nutzer in Deutsch­land – zwei Drittel davon sind Frauen. Gerade im Bereich Mode, Wohnen, Le­bens­mit­tel oder Reisen/Tourismus nutzen viele Pinterest als In­spi­ra­ti­ons­quel­le. Die Plattform ist eine Art virtuelle Pinnwand und ent­spricht weniger den klas­si­schen Social Networks. Obwohl es auf Pinterest also nicht so sehr um In­ter­ak­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on geht, eignet sich das Netzwerk durchaus als starkes In­stru­ment zur Kun­den­bin­dung und Stärkung der eigenen Marke. Das Prinzip ist einfach: Nutzer sammeln auf ihren eigenen Pinn­wän­den Bilder und Beiträge von anderen. Die Pinnwände lassen sich the­ma­tisch struk­tu­rie­ren; außerdem kann man anderen Nutzern folgen und erhält so deren neueste „Pins“ im Feed. Wer­be­mög­lich­kei­ten bestehen durch so­ge­nann­te Promoted Pins, die in den na­tür­li­chen Content ein­ge­bun­den werden.

Snapchat

Snapchat nimmt eine Son­der­rol­le unter den sozialen Netz­wer­ken in dieser Liste ein. Es handelt sich hierbei nicht um eine klas­si­sche Social-Media-Plattform, sondern vielmehr um eine Image-Messaging-App. Die Mobile App für Android und iOS dient in erster Linie dem Versand von Fotos und kurzen Videos, die man mit dem Smart­phone bzw. Tablet gemacht hat und mit Ani­ma­tio­nen und anderen gra­fi­schen Elementen aus­schmü­cken kann. Der Clou hierbei: Die ver­schick­ten Aufnahmen löschen sich spä­tes­tens 10 Sekunden nach der Wie­der­ga­be von selbst. Al­ler­dings gibt es Mittel und Wege, um diese wi­der­her­zu­stel­len und zu speichern. Vor allem bei Ju­gend­li­chen ist die App sehr beliebt, was zu einem Großteil an der Ver­gäng­lich­keit und den ver­spiel­ten Mög­lich­kei­ten der Bild­bei­trä­ge und deren schnellem Austausch liegt.

Snapchat hat sich in den letzten Jahren enorm wei­ter­ent­wi­ckelt. Durch die „My Story“-Funktion können Nutzer Bild­bei­trä­ge chro­no­lo­gisch an­ein­an­der­rei­hen und so eine Ge­schich­te ver­öf­fent­li­chen. Diese ist für 24 Stunden abrufbar, bevor auch diese Beiträge au­to­ma­tisch gelöscht werden. Außerdem können in­zwi­schen auch ge­wöhn­li­che Text­nach­rich­ten ver­schickt und (Video-)Anrufe getätigt werden, womit die App einen deut­li­chen Schritt in Richtung Instant-Messenger getan hat.

Marketing via Snapchat ist Neuland

Die Po­pu­la­ri­tät der App hat mehr und mehr die Auf­merk­sam­keit von Marketing-Ab­tei­lun­gen auf sich gezogen. Al­ler­dings ist Social-Media-Marketing auf Snapchat noch ein relativ neues Feld, auf dem momentan noch viel ex­pe­ri­men­tiert wird. Einige Un­ter­neh­men (vor allem in den USA) haben einen eigenen Account mit re­le­van­ten Inhalten für die Ziel­grup­pe erstellt oder ko­ope­rie­ren mit In­fluen­cern, um ihre Angebote an die Ziel­grup­pe her­an­zu­tra­gen. Klas­si­sche Wer­be­vi­de­os hingegen haben in der App einen eher schwie­ri­gen Stand: Die wenigen ver­füg­ba­ren Nut­zer­da­ten der User er­schwe­ren die ziel­ge­naue Adres­sie­rung der Werbung enorm, zudem müssen die Clips extra im ver­ti­ka­len Snapchat-Format her­ge­stellt werden, das für kaum eine andere Plattform wie­der­ver­wend­bar ist.

Flickr

Die Online-Community für Bilder gehört zu den ältesten und be­kann­tes­ten ihrer Art. Flickr zählt sowohl viele Profi- als auch Ama­teur­fo­to­gra­fen als Mit­glie­der. Es bietet seinen Nutzern die Mög­lich­keit, neben Bildern auch Videos von maximal drei Minuten Länge hoch­zu­la­den und diese mit In­for­ma­tio­nen und Schlag­wör­tern zu versehen. Hier können die Dateien nicht nur ar­chi­viert, sondern auch von anderen Nutzern angesehen und kom­men­tiert werden, wodurch ein Austausch zwischen den Usern er­mög­licht wird. Flickr wird von einigen Un­ter­neh­men ins­be­son­de­re als Archiv- und Dis­tri­bu­ti­ons­platt­form für Pres­se­bil­der genutzt. Al­ler­dings ist der Upload nicht mehr voll­stän­dig gratis: Seit März 2016 muss man für das au­to­ma­ti­sche Hochladen einer größeren Anzahl von Bildern eine kos­ten­pflich­ti­ge Pro-Mit­glied­schaft besitzen. Viele Experten sehen dies als Chance für Platt­for­men wie Google Fotos (dem Nach­fol­ger der Picasa-Web­an­wen­dung), bei denen der Auto-Upload vieler Bild­da­tei­en kos­ten­frei ist.

Emo­tio­na­li­sie­rung zur Kun­den­bin­dung

Durch die ge­schick­te Nutzung von sozialen Bild­netz­wer­ken machen Un­ter­neh­men po­ten­zi­el­le Kunden auf sich auf­merk­sam. Bilder und Videos bieten gegenüber Texten den Vorteil, dass man mit ihnen Bot­schaf­ten sehr viel direkter ver­mit­telt. Durch visuelle Medien lassen sich auch Emotionen un­mit­tel­ba­rer an­spre­chen, was bei­spiels­wei­se bei der Image­bil­dung des Un­ter­neh­mens nützlich ist. Visuelles Marketing trägt zudem stark zum Branding bei, indem durch Fotos und Videos dem Un­ter­neh­men „ein Gesicht verliehen“ wird.

Tipp

Die Nutzung der vier vor­ge­stell­ten Netzwerke erfordert eine sehr bild­las­ti­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on. Nicht alles, was einen Beitrag auf Facebook wert wäre, lässt sich einfach vi­sua­li­sie­ren. Und genau das ist das Problem vieler Un­ter­neh­men, die versuchen ein Bild­netz­werk „so nebenbei“ zu nutzen. Wer es richtig angeht und durch­dacht hoch­wer­ti­ge Bilder postet, pro­fi­tiert jedoch von den positiven Effekten des visuellen Mar­ke­tings.

Die Nische nutzen: Blogging-Netzwerke

Platt­for­men wie Twitter und Tumblr haben Ihren Ursprung in der Blogging-Szene, werden aber heut­zu­ta­ge auch abseits der klas­si­schen Blogo­sphä­re genutzt. Besonders Twitter hat in­zwi­schen viele Accounts, die von Un­ter­neh­men, Or­ga­ni­sa­tio­nen, Medien, Promis, Po­li­ti­kern u. a. genutzt werden. In beiden Netz­wer­ken können re­gis­trier­te Nutzer Inhalte un­ter­schied­lichs­ter Art teilen (News, Links, Bilder, Videos). Mit­glie­der, die einem Profil folgen, sehen diese Inhalte auf ihrer Timeline – ganz ähnlich wie bei Facebook. Aber auch Nutzer, die nicht auf der Plattform an­ge­mel­det sind, können die Accounts und alle Inhalte einsehen.

Twitter

Das US-Un­ter­neh­men hat im März 2016 das erste Mal of­fi­zi­el­le Nut­zer­zah­len für Deutsch­land ver­öf­fent­licht: 12 Millionen deutsche User besuchen Twitter monatlich. Al­ler­dings schließt die Zahl auch un­an­ge­mel­de­te Twitter-Besucher ein. Von of­fi­zi­el­ler Seite bleibt somit unklar, wie viele von diesen Nutzern einen eigenen Account haben und wie groß die Anzahl aktiver User in Deutsch­land ist. Als Marketing-Kanal ist Twitter noch nicht komplett etabliert. Nur die Hälfte aller deutschen Un­ter­neh­men nutzt den Mi­kro­blog­ging-Dienst. Die größte Her­aus­for­de­rung bilden wahr­schein­lich die Vorgaben des Mediums selbst – denn wer mitz­wit­schern möchte, muss sich kurz fassen. Nutzer der Social-Media-Plattform können Kurz­nach­rich­ten von maximal 140 Zeichen über ihr Profil ver­brei­ten. Kürzlich hat Twitter diese Be­gren­zung auf 280 Zeichen erweitert, aber noch immer gilt: In der Kürze liegt die Würze. In chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­fol­ge tauchen die so­ge­nann­ten Tweets im eigenen Profil oder im News-Feed der Abon­nen­ten – „Follower“ genannt – auf. Schnelle Re­ak­tio­nen gefordert Über ver­schie­de­ne Zeichen können andere Nutzer direkt an­ge­spro­chen (@) oder Beiträge be­stimm­ten Themen zu­ge­ord­net werden (#). Interesse wecken Tweets von Un­ter­neh­men meist erst durch an­ge­häng­te Links zu Fotos, Videos oder Netz­adres­sen. Im Idealfall bescheren Ihnen ziel­grup­pen­ge­rech­te Tweets und die richtige Auf­be­rei­tung Ihres Accounts mehr Follower. Wer­be­mög­lich­kei­ten bietet das Twitter Ad­ver­ti­sing, das ge­spon­ser­te Profile und Tweets als Wer­be­mit­tel zur Verfügung stellt. Twitter gilt als Echt­zeit­me­di­um. Somit sind schnelle Re­ak­tio­nen auf Ta­ges­er­eig­nis­se und eine hohe Bei­trags­fre­quenz gefragt. Me­di­en­the­men do­mi­nie­ren Das deutsche Publikum nähert sich Twitter nur vor­sich­tig an. Seine all­mäh­lich wachsende Be­kannt­heit hat Twitter vor allem der re­dak­tio­nel­len Ein­bin­dung der 140 Zeichen langen Nach­rich­ten­schnip­sel in zahl­rei­che Medien zu verdanken. Im Gegenzug dominiert das Thema Medien auch die deutschen Tweets – gut die Hälfte aller Nach­rich­ten be­schäf­tigt sich mit Themen wie Social Media, Internet, TV oder Musik. In Deutsch­land ist man al­ler­dings von einer Reich­wei­te, wie sie ame­ri­ka­ni­sche Un­ter­neh­men und In­fluen­cer erzielen, noch weit entfernt. Trotzdem lässt sich der Kurz­nach­rich­ten­dienst auch durch Un­ter­neh­men sinnvoll nutzen – als direkter und un­bü­ro­kra­ti­scher In­for­ma­ti­ons­ser­vice und damit letztlich auch als Mittel zur Kun­den­bin­dung.

Tumblr

Im Vergleich zu Twitter stellt Tumblr eine eher klas­si­sche Blogging-Plattform dar, da hier die Text­bei­trä­ge keiner Län­gen­be­schrän­kung un­ter­lie­gen. Neben schrift­li­chen Posts werden vor allem Bilder auf den Blogs ver­öf­fent­licht. Auch wenn Tumblr in Deutsch­land noch kaum ver­brei­tet ist – weltweit gibt es im Monat ca. 230 Millionen aktive Nutzer, die sich mehr­heit­lich aus Ju­gend­li­chen und jungen Er­wach­se­nen zu­sam­men­set­zen. In den USA ist es eine beliebte Social-Media-Plattform für Un­ter­neh­men – für in­ter­na­tio­na­le Kampagnen und an ein junges Ziel­pu­bli­kum ge­rich­te­tes Social-Media-Marketing eignet sich der Kanal dem­entspre­chend gut.

Die als Pu­bli­shing-Plattform ge­star­te­te Website wollte laut Tumblr-Gründer David Karp nie ein soziales Netzwerk sein – aber letztlich hat sie sich doch immer stärker in diese Richtung ent­wi­ckelt. So ist man mit der Ein­füh­rung eines Instant Mes­sen­gers bei­spiels­wei­se dem Wunsch der User nach­ge­kom­men, auf der Plattform einfacher mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren zu können. Ein Fokus der Plattform liegt außerdem auf dem Teilen von Beiträgen anderer Tumblr-Blogger – außerdem kann man Inhalte und Themen wie bei vielen anderen sozialen Netz­wer­ken auch mit Hashtags versehen, damit sie besser gefunden werden. Hierüber kann sich qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger Content gut auf Tumblr ver­selbst­stän­di­gen, solange Ihr Netzwerk über eine ent­spre­chen­de Reich­wei­te verfügt.

Netzwerke aufbauen und ziel­grup­pen­ge­rech­te Inhalte ver­öf­fent­li­chen

Innerhalb der sozialen Blogging-Netzwerke muss man sich seine Ziel­grup­pe erst einmal er­ar­bei­ten. Dies gelingt über das Posten re­le­van­ter Inhalte, das Folgen von gleich­ge­sinn­ten Nutzern und das Teilen und Kom­men­tie­ren anderer Inhalte: Wer au­then­tisch auftritt und sich dabei einen Namen macht, kann sich das Vertrauen und die Beachtung der User sichern

Fazit

Twitter und Tumblr sind in Deutsch­land noch Ni­schen­platt­for­men: Bei Twitter liegt dies vor allem am hohen Anteil inaktiver Nutzer, bei Tumblr eher am geringen Be­kannt­heits­grad hier­zu­lan­de. Doch Un­ter­neh­men erreichen durch die Nutzung der Blogging-Netzwerke eine sehr me­di­en­af­fi­ne Ziel­grup­pe.

Pro­fes­sio­nel­le soziale Netzwerke

Experten empfehlen eine Trennung von privaten und ge­schäft­li­chen Social-Media-Profilen. Viele Un­ter­neh­men raten dem­entspre­chend Mit­ar­bei­tern davon ab, über Facebook mit Ge­schäfts­kon­tak­ten zu kom­mu­ni­zie­ren. Diese Haltung machen sich XING und LinkedIn zunutze, die gezielt dem Austausch zwischen Ge­schäfts­part­nern, Mit­ar­bei­tern sowie zwischen Bewerbern und Un­ter­neh­men dienen. Sie bieten die Vorzüge und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten eines Social Networks, setzen dabei jedoch im Gegensatz zu Facebook ganz auf Se­rio­si­tät der Inhalte.

Mit SlideSha­re existiert zudem ein Fi­le­hos­ting-Dienst für Prä­sen­ta­tio­nen, Dokumente und Videos, der als Plattform für ganz un­ter­schied­li­che Be­rufs­fel­der und Fach­ge­bie­te fungiert. Hier steht weniger das Net­wor­king als vielmehr der Zugang zu In­for­ma­tio­nen im Vor­der­grund.

XING

Im deutsch­spra­chi­gen Raum zählt XING ca. 8 Millionen Nutzer. Die Zahl der aktiven Nutzer ist schwer zu ermitteln, denn das Nut­zer­ver­hal­ten un­ter­schei­det sich sehr stark: Während die einen den aktiven Kontakt zu anderen Mit­glie­dern pflegen, sehen andere das Netzwerk als digitales Adress­buch. XING dient vor­nehm­lich dem Ausbau des be­ruf­li­chen Netz­wer­kes, der Jobsuche und Kon­takt­ver­wal­tung. Über the­men­spe­zi­fi­sche Gruppen findet man Spe­zia­lis­ten innerhalb der eigenen Branche. Die Ba­sis­ver­si­on von XING ist kostenlos nutzbar, die Pre­mi­um­ver­si­on nur gegen eine mo­nat­li­che Gebühr. Private Profile und Un­ter­neh­mens­pro­fi­le sind An­lauf­stel­le für Head­hun­ter, Auf­trag­ge­ber und Ar­beit­ge­ber auf der Suche nach Mit­ar­bei­tern.

LinkedIn

Als in­ter­na­tio­na­les Netzwerk verfügt LinkedIn weltweit über circa 332 Millionen re­gis­trier­te Nutzer; im deutsch­spra­chi­gen Raum sind es circa 6 Millionen. Das Netzwerk ist prin­zi­pi­ell in drei Säulen ge­glie­dert: den Auf- und Ausbau des eigenen Netz­wer­kes, die Un­ter­stüt­zung bei der Wei­ter­bil­dung und be­ruf­li­chen Neu­ori­en­tie­rung sowie den internen Nach­rich­ten­dienst und die Wis­sens­ver­mitt­lung durch andere Mit­glie­der. LinkedIn bietet neben einem kos­ten­lo­sen Basis-Account vier ver­schie­de­ne Arten der Premium-Mit­glied­schaft an.

Ob man sich für XING oder LinkedIn ent­schei­den sollte, hängt von der Aus­rich­tung und den Zielen des Un­ter­neh­mens ab. Während kleine und mit­tel­gro­ße Un­ter­neh­men im deutsch­spra­chi­gen Raum bei XING besser auf­ge­ho­ben sind, ist LinkedIn klarer Favorit bei Groß­un­ter­neh­men mit in­ter­na­tio­na­ler Aus­rich­tung.

SlideSha­re

Der Dienst ist für Prä­sen­ta­tio­nen das, was Instagram oder Flickr für Bilder ist: Mit SlideSha­re pu­bli­zie­ren und ar­chi­vie­ren Sie un­ter­neh­mens- und be­rufs­be­zo­ge­ne Inhalte im Internet, die auch von nicht re­gis­trier­ten Nutzern abgerufen werden können. Neben Prä­sen­ta­tio­nen kann man auch Dokumente, In­fo­gra­fi­ken, Webinare und Videos hochladen, die, aus­ge­stat­tet mit den richtigen Keywords, auch in den Google-Such­ergeb­nis­sen gelistet werden.

Wenn Sie auf SlideSha­re In­for­ma­tio­nen über Ihr Un­ter­neh­men, Ihre Branche, Projekte, Produkte oder Dienst­leis­tun­gen ver­öf­fent­li­chen, ist es den Usern möglich, diese zu bewerten, zu kom­men­tie­ren und in ihrem Netzwerk zu teilen. Namhafte Or­ga­ni­sa­tio­nen und Un­ter­neh­men wie das Weiße Haus, die NASA, IBM und Hewlett Packard nutzen die Plattform für ihre Inhalte. LinkedIn hat das Potenzial von SlideSha­re erkannt und den Dienst im Jahr 2012 erworben.

Net­wor­king und Image-Pflege

In erster Linie dienen XING und LinkedIn der Knüpfung neuer und der Pflege be­stehen­der Kontakte. Das Net­wor­king findet dabei jedoch nicht nur auf B2B-Ebene statt. Jeder, der ge­schäft­lich in einem pro­fes­sio­nel­len Netzwerk unterwegs ist, kann natürlich auch po­ten­zi­el­ler Kunde eines Un­ter­neh­mens sein, mit dem er vernetzt ist. Als Jobbörse dient ein Business-Netzwerk der Akquise von neuen Mit­ar­bei­tern, und Bewerber in­for­mie­ren sich dort im Vorfeld über die Un­ter­neh­men. Auf den Profilen können aktuelle oder ehemalige Mit­ar­bei­ter Be­wer­tun­gen abgeben. Dabei stehen natürlich nicht der Service oder das Produkt des Un­ter­neh­mens im Mit­tel­punkt, sondern die Qua­li­tä­ten als Ar­beit­ge­ber.

Anders verhält es sich bei SlideSha­re, wo Un­ter­neh­men zwar vor allem ihr Fach­wis­sen, daneben aber auch ihre Produkte, Dienst­leis­tun­gen und In­no­va­tio­nen prä­sen­tie­ren können. Die ver­öf­fent­lich­ten Inhalte sollten dabei pro­fes­sio­nel­len An­sprü­chen in jeglicher Hinsicht genügen (etwa in Bezug auf Auf­ma­chung, Ver­ständ­lich­keit etc.) und mit passenden Keywords versehen sein, damit sie auch in den Such­ma­schi­nen gelistet werden.

Tipp

LinkedIn und XING sind die besten Platt­for­men für Ge­schäfts­kon­tak­te. Als Ergänzung zu privaten Netz­wer­ken er­mög­li­chen die beiden Business-Netzwerke einem Un­ter­neh­men, das eigene Image zu stärken, Fach­qua­li­tä­ten zu ver­mit­teln und neue Mit­ar­bei­ter zu finden. Mit SlideSha­re hingegen können Sie schnell und einfach pro­fes­sio­nel­len Content ver­öf­fent­li­chen.

Soziale Vi­deo­netz­wer­ke

YouTube war für viele Marketer lange Zeit das einzige Vi­deo­por­tal, das mit einem eigenen Channel versorgt wurde. Die Fo­kus­sie­rung auf diese Video-Streaming-Plattform hat durchaus seine Be­rech­ti­gung: Es ist der mit Abstand am stärksten genutzte Kanal seiner Art und bietet viele Po­ten­zia­le. Nicht nur YouTube-Kanäle von Pro­mi­nen­ten und Un­ter­neh­men haben teilweise hun­dert­tau­sen­de und mehr Abon­nen­ten – dank in­no­va­ti­ver Ideen und Inhalte konnten sogar schon manche YouTuber aus ihrem Hobby einen Beruf machen und mit YouTube ihr Geld verdienen. Dem­entspre­chend ist das Angebot an In­fluen­cern auf der Plattform äußerst groß.

Abgesehen vom Bran­chen­pri­mus gibt es aber auch noch andere Vi­deo­netz­wer­ke, die für das Social-Media-Marketing von Belang sein können. Neben Ni­schen­platt­for­men wie Twitch (Content rund um Vi­deo­spie­le) und Vine (maximal 6 Sekunden lange Clips, die auch per App geteilt werden können) sticht hier vor allem Vimeo aus der Masse heraus.

YouTube

Ins­be­son­de­re die enorme Reich­wei­te, die über die Google-Tochter erreicht werden kann, ist ein starkes Argument für die Nutzung von YouTube als Social-Media-Marketing-Kanal. Im Durch­schnitt werden pro Monat sechs Mil­li­ar­den Stunden Vi­deo­ma­te­ri­al kon­su­miert. Allein in einer Minute kommen 100 Stunden an neuem Material hinzu. Diese un­glaub­li­che Masse an Videos bedeutet natürlich auch enorme Kon­kur­renz, möchte man sich mit seinem Un­ter­neh­men oder seiner Marke auf YouTube prä­sen­tie­ren. Und wie immer gilt auch hier: Die Qualität muss stimmen – ansonsten erhält eine YouTube-Kampagne über die Kom­men­ta­re und Be­wer­tun­gen anderer User mehr Kritik als sie Erfolge verbuchen kann. Neben dem Erstellen eines eigenen Kanals bietet sich zudem die Mög­lich­keit, Inhalte auch über ziel­grup­pen­ge­rech­tes In­fluen­cer-Marketing zu promoten; z. B. in Form von Ko­ope­ra­tio­nen mit YouTube-Stars.

Vimeo

Ebenfalls für das Social-Media-Marketing in­ter­es­sant ist die Vi­deo­platt­form Vimeo – vor allem wenn man technisch und/oder äs­the­tisch an­spruchs­vol­le selbst­pro­du­zier­te Vi­deo­in­hal­te ver­mark­ten möchte. Die Website sieht nicht nur auf­ge­räum­ter und er­wach­se­ner aus als YouTube, sondern hat auch in­halt­lich eine ent­spre­chen­de Aus­rich­tung: Ver­wa­ckel­te Smart­phone-Videos findet man hier nicht, vielmehr werden enorm viele pro­fes­sio­nel­le und hoch­wer­ti­ge Film­pro­duk­tio­nen auf der Plattform ver­öf­fent­licht. Viele Inhalte sind zudem kreativ bzw. künst­le­risch umgesetzt.

Die Funk­ti­ons­wei­se von Vimeo ähnelt grund­le­gend der von YouTube – jeder kann sich die Filme anschauen, doch nur Community-Mit­glie­der können diese bewerten und kom­men­tie­ren. Anders hingegen geht Vimeo bei den Mit­glied­schaf­ten vor: Wer mehr als 500 MB an Vi­deo­ma­te­ri­al pro Woche hochladen möchte, muss zu einem bezahlten Paket wechseln. Für Un­ter­neh­men, die mit ihren Videos werbliche Inhalte ver­öf­fent­li­chen oder an­der­wei­tig ge­werb­li­che Zwecke verfolgen, ist ebenfalls eine bezahlte Mit­glied­schaft von knapp 160 Euro im Jahr ob­li­ga­to­risch; davon aus­ge­nom­men sind jedoch un­ab­hän­gi­ge Pro­duk­ti­ons­fir­men, ge­mein­nüt­zi­ge Or­ga­ni­sa­tio­nen und Künstler. Für Un­ter­neh­men kann sich aber auch der bezahlte Account lohnen; vor allem, wenn ein eher an­spruchs­vol­les, kreatives und/oder künst­le­ri­sches Publikum die Ziel­grup­pe der eigenen Film­bei­trä­ge bildet.

Große Kon­kur­renz

Für YouTube-Kanäle gibt es kein Er­folgs­re­zept: Ein aufwendig pro­du­zier­tes Un­ter­neh­mens­vi­deo kann den Kampf um die Gunst der Zuschauer sehr leicht gegen ein Handy-Video von einem lustigen Haustier verlieren. Auf der anderen Seite steckt ein überaus hohes Potenzial in den viralen Ver­brei­tungs­we­gen. YouTube ist der Kanal für virale Hits, die weltweit für Auf­merk­sam­keit sorgen. Neben der enormen Reich­wei­te hat YouTube den Vorteil, dass man nicht zwangs­läu­fig ein er­fah­re­ner Fil­me­ma­cher sein muss, um einen er­folg­rei­chen YouTube-Channel zu hosten. Dem­ge­gen­über versteht sich Vimeo als an­spruchs­vol­les Vi­deo­por­tal für fort­ge­schrit­te­ne und pro­fes­sio­nel­le Film­pro­du­zen­ten und Film­ab­tei­lun­gen von Un­ter­neh­men. Dabei pro­fi­tie­ren Un­ter­neh­men auf beiden Platt­for­men vom emo­tio­na­len Charakter vieler Videos. Über Filme lässt sich leichter als über andere Kanäle ein emo­tio­na­ler Bezug zum Zuschauer her­stel­len, den man so auch auf einer per­sön­li­chen Ebene anspricht. Neue Produkte und Dienst­leis­tun­gen sind über Videos zudem schnell und leicht ver­ständ­lich zu erklären.

Fazit

YouTube und die Youtube Al­ter­na­ti­ve Vimeo sollten immer als er­gän­zen­de Kanäle gesehen werden. In Ver­knüp­fung mit anderen Portalen, die für Kom­mu­ni­ka­ti­on und In­ter­ak­ti­on sorgen, tragen sie stark zum Image und Branding eines Un­ter­neh­mens bei.

Ziel­grup­pe kommt vor Kanal

Als Un­ter­neh­men sollte man sich lediglich auf die Social-Media-Platt­for­men kon­zen­trie­ren, die zur Ziel­grup­pe passen. Denn was nützt die größte Reich­wei­te, wenn die eigene Ziel­grup­pe dabei außen vor bleibt? Doch eine ziel­grup­pen­spe­zi­fi­sche Planung setzt voraus, dass man seine Kunden kennt und zudem weiß, welche Kanäle diese über­wie­gend nutzen. Als großes Un­ter­neh­men hat man natürlich die Mög­lich­keit, über Markt­for­schun­gen zu erfahren, wie man die Ziel­grup­pe im Social Net erreicht. Doch der fi­nan­zi­el­le Aufwand einer groß an­ge­leg­ten Befragung dürfte sich für kleine Un­ter­neh­men nicht rentieren. Diese haben aber die Mög­lich­keit, die Kunden direkt an­zu­spre­chen oder sich auf ver­öf­fent­li­che Studien zu Nut­zer­me­tri­ken zu verlassen.

Weitere Tipps zur richtigen Strategie und zu den passenden sozialen Netz­wer­ken für Un­ter­neh­men gibt der Online-Marketing Experte Felix Beilharz im Interview mit IONOS:

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