Das Netzwerk LinkedIn ist vor allem für den Business-Bereich gedacht: Dort finden Sie neue Ge­schäfts­kon­tak­te oder pflegen bereits be­stehen­de. Im Gegensatz zu Facebook und Co. liegt der Schwer­punkt bei LinkedIn nicht auf den per­sön­li­chen Ge­sprä­chen der User – statt­des­sen stehen Ge­schäfts­be­zie­hun­gen im Fokus. Aus diesem Grund ist LinkedIn ins­be­son­de­re fürs B2B so in­ter­es­sant.

Wir erklären, was LinkedIn aus­zeich­net, wie Sie dort ein Profil ein­rich­ten und wie LinkedIn für Ihr Un­ter­neh­men nutzen.

Was ist LinkedIn?

Das soziale Netzwerk ist seit 2002 auf dem Markt und bedient eine Nische, die die Social-Media-Riesen Facebook, Twitter und Instagram nicht abdecken. Trotz seiner in­zwi­schen über 500 Millionen an­ge­mel­de­ten Nutzer hat das in­ter­na­tio­na­le Ge­schäfts­netz­werk bisher weit geringere Be­su­cher­zah­len als seine Kon­kur­ren­ten – aber LinkedIn kon­zen­triert sich eben auf eine sehr viel kleinere Ziel­grup­pe. Das bedeutet für Wer­be­trei­ben­de auch weniger Streu­ver­lus­te. Seit 2016 ist das US-ame­ri­ka­ni­sche Un­ter­neh­men Teil von Microsoft, nachdem das Netzwerk für über 26 Mil­li­ar­den US-Dollar über­nom­men wurde.

Fakt

Be­trach­tet man nur den deutsch­spra­chi­gen Markt, dann ist das ähnlich ge­stal­te­te Busi­ness­netz­werk XING hier immer noch das er­folg­reichs­te seiner Art. In­ter­na­tio­nal hat LinkedIn al­ler­dings einen sehr viel größeren Markt­ein­fluss.

Statt um per­sön­li­che Kon­takt­pfle­ge geht es bei LinkedIn um Business-Net­wor­king. Das wich­tigs­te und um­fang­reichs­te Element des Nut­zer­pro­fils bei LinkedIN ist sicher der Le­bens­lauf. Deshalb wird der Online-Dienst auch gern als Re­crui­ting-, be­zie­hungs­wei­se Job-Plattform verwendet. Viele der Funk­tio­nen erinnern an andere soziale Netzwerke, andere sind angepasst an die pro­fes­sio­nel­le Aus­rich­tung:

  • Profil: Ein per­sön­li­ches Profil ist zwar gestaltet wie ein Le­bens­lauf, fungiert aber bei LinkedIn gleich­zei­tig als Aus­hän­ge­schild. Deshalb ist es auch möglich, die Pro­fil­sei­te mit Mul­ti­me­dia-Dateien auf­zu­wer­ten. Ein be­son­de­res Feature von LinkedIn ist die Kennt­nis­be­stä­ti­gung. Hierbei kann man Kennt­nis­se, die man in seinem Profil angibt, durch Kollegen und Freunde be­stä­ti­gen lassen, um den Angaben so mehr Glaub­wür­dig­keit zu verleihen.
  • Netzwerk: Wie auf jeder Social-Media-Plattform ist es möglich, sich mit anderen Nutzern zu vernetzen. Dafür bietet LinkedIn schon beim Erstellen eines Profils Vor­schlä­ge aus dem Ar­beits­um­feld. Zu­sätz­lich kann die Plattform auf das Adress­buch Ihres E-Mail-Dienstes zugreifen und über­prü­fen, welcher Ihrer Kontakte bereits bei LinkedIn an­ge­mel­det ist. (Das ist aber lediglich eine Option. Wenn Sie Ihre E-Mail-Kontakte nicht of­fen­le­gen wollen, können Sie diesen Schritt auch über­sprin­gen.)
  • Nach­rich­ten: Damit Sie sich jederzeit mit Ihren Kontakten aus­tau­schen können, hat das Netzwerk einen eigenen Nach­rich­ten­dienst in­te­griert. Auch diese Funktion bietet nahezu jedes soziale Netzwerk. Ein hilf­rei­ches Feature bei LinkedIn ist al­ler­dings, dass die Nutzer Bilder und anderen Dateien an ihre Nach­rich­ten anhängen können.
  • Jobs: Viele Un­ter­neh­men nutzen Net­wor­king für das Re­crui­ting. Das ist auch bei LinkedIn nicht anders – deshalb hat die Plattform einen eigenen Bereich dafür ge­schaf­fen. Wer seine Kar­rie­re­zie­le präzise definiert hat, dem schlägt LinkedIn direkt passende Jobs vor. Durch ein gut aus­ge­füll­tes Profil können auch Head­hun­ter auf Nutzer auf­merk­sam werden.
  • In­for­ma­ti­ons­an­ge­bot: Beim Erstellen des eigenen Profils hat man bereits die Mög­lich­keit, In­ter­es­sen­be­rei­che anzugeben: LinkedIn bietet einen News-Feed, in dem Artikel prä­sen­tiert werden, die zu den an­ge­ge­be­nen In­ter­es­sen passen.
  • Gruppen: Um sich mit neuen Kontakten zu vernetzen, muss man diese erstmal ken­nen­ler­nen. Ein gutes Umfeld, um neue Kontakte zu knüpfen, bilden Gruppen. In diesen themen- oder bran­chen­spe­zi­fi­schen Dis­kus­si­ons­fo­ren können Nutzer neue Kontakte finden, aber auch von der Expertise anderer Grup­pen­mit­glie­der pro­fi­tie­ren oder das eigene Fach­wis­sen ein­brin­gen.
  • Ak­ti­vi­tä­ten: Wie man es zum Beispiel auch von Facebook kennt, haben Nutzer die Mög­lich­keit, eigene Posts zu verfassen. Diese werden auf dem per­sön­li­chen Profil und in den News-Feeds der Kontakte angezeigt.

Wie funk­tio­niert LinkedIn für Un­ter­neh­men?

Neben einem per­sön­li­chen Profil können Nutzer auf LinkedIn auch ein Un­ter­neh­mens­pro­fil erstellen. In der Ba­sis­va­ri­an­te entstehen dabei für Un­ter­neh­men keine zu­sätz­li­chen Kosten. Als Un­ter­neh­men ist es gleich aus mehreren Gründen sinnvoll, auch auf dem Karriere-Netzwerk vertreten zu sein:

  • Vor­stel­lung des Un­ter­neh­mens: Das Un­ter­neh­mens­pro­fil ist für Kontakte über LinkedIn die erste An­lauf­stel­le. Mit Bild und Text in­for­mie­ren Sie über Ihren Betrieb.
  • Prä­sen­ta­ti­on als Ar­beit­ge­ber: Haben Sie neue Stel­len­aus­schrei­bun­gen, können Sie diese über Ihr Un­ter­neh­mens­pro­fil auf LinkedIn ver­öf­fent­li­chen. So erhalten Nutzer die Job-Anzeige sowohl über Ihr Profil als auch über das interne System. Zudem können Sie mit einem über­zeu­gen­den Un­ter­neh­mens­pro­fil Spit­zen­kräf­te auf sich auf­merk­sam machen.
  • Ver­brei­tung von Content: Als Un­ter­neh­mer haben Sie die Mög­lich­keit, Beiträge zu verfassen. Diesen können Sie entweder nutzen, um Artikel Ihres Blogs (zum Beispiel auf Ihrer Website) zu verlinken oder – noch besser – um für die spe­zi­fi­sche Ziel­grup­pe neue Inhalte zu erstellen. Ihr Content erscheint dann nicht nur auf Ihrem Profil, sondern auch im News-Feed ihrer Follower.
  • Werbung schalten: Als Betreiber einer Un­ter­neh­mens­sei­te haben Sie die Mög­lich­keit, Content besonders zu bewerben. Aufgrund der spe­zi­el­len B2B-Ziel­grup­pe ist LinkedIn fürs Marketing ein durchaus in­ter­es­san­ter Kanal.

Schritt für Schritt zum Un­ter­neh­mens­auf­tritt auf LinkedIn

Un­ter­neh­mens­pro­fi­le dienen im Business-Netzwerk praktisch als Aus­hän­ge­schild. LinkedIn erlaubt seinen Nutzern daher, Un­ter­neh­mens­pro­fi­le aus­sa­ge­kräf­tig zu gestalten, ziel­grup­pen­ge­rech­te Inhalte zu ver­brei­ten und auf diese Weise Social-Media-Marketing bei LinkedIn zu betreiben.

Un­ter­neh­mens­pro­fil anlegen und ausfüllen

Um ein Un­ter­neh­mens­pro­fil bei LinkedIn anzulegen, brauchen Sie zunächst ein per­sön­li­ches Profil: Ein solches ist kostenlos und schnell angelegt. Um im Anschluss ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Profil für Ihr Un­ter­neh­men ein­zu­rich­ten, muss Ihr per­sön­li­cher Account prin­zi­pi­ell keine eigenen Inhalte enthalten. Es empfiehlt sich aber, dass Sie beide Profile gründlich pflegen: Schließ­lich sind Sie An­sprech­part­ner und Mar­ken­bot­schaf­ter Ihrer Firma. Deshalb sollten Sie sich auch mit einem privaten Profil gut auf LinkedIn po­si­tio­nie­ren!

Von der Me­nü­leis­te kommen Sie über den Punkt „Apps“ zu „Un­ter­neh­mens­pro­fil erstellen“. Nun müssen Sie den Namen Ihres Un­ter­neh­mens eintragen, sowie sich für eine URL ent­schei­den, also linkedin.com/company/Mein­Un­ter­neh­men. Diese Adresse ist auch von außerhalb des Netzwerks zu erreichen und wird von Such­ma­schi­nen verwendet. Da die Adresse nur sehr um­ständ­lich und mithilfe der LinkedIn-Ad­mi­nis­tra­to­ren wieder geändert werden kann, überlegen Sie gut, für welche Adresse Sie sich ent­schei­den. Als Hürde kommt noch hinzu, dass selbst­ver­ständ­lich kein anderer die URL bereits nutzen sollte. Außerdem müssen Sie be­stä­ti­gen, dass Sie auch wirklich ein be­rech­tig­ter Vertreter des Un­ter­neh­mens sind, denn theo­re­tisch kann natürlich jeder ein Un­ter­neh­mens­pro­fil für jede beliebige Firma anlegen.

Nun stehen Sie vor einem völlig leeren Profil, das nur den Namen Ihres Un­ter­neh­mens enthält. Um Ihr Profil zu ver­öf­fent­li­chen, bedarf es also noch etwas Inhalt. Zunächst sollten Sie Ihr Firmen-Logo hochladen. Das muss min­des­tens 300 x 300 Pixel groß sein. Größere Bilder werden au­to­ma­tisch ver­klei­nert. Außerdem haben Sie die Mög­lich­keit, Ihr Profil durch ein Hin­ter­grund­fo­to (eine Art Header-Banner) auf­zu­wer­ten: Hierbei sollten Sie ein Bild in den Maßen 1536 x 768 Pixeln wählen. Im Anschluss können Sie das Bild noch so ver­schie­ben, dass es Ihren Vor­stel­lun­gen ent­spricht. Ihnen stehen die Formate JPEG und PNG zur Verfügung.

Tipp

Bevor andere LinkedIn-Nutzer die In­for­ma­tio­nen Ihres Profils lesen, nehmen Sie die Bilder wahr. Verwenden Sie also nur qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge und re­prä­sen­ta­ti­ve Grafiken und Fotos.

Nun müssen Sie Ihre Un­ter­neh­mens­be­schrei­bung eingeben: Dafür stehen Ihnen 2000 Zeichen zur Verfügung – und Sie müssen min­des­tens 200 davon verwenden. Be­schrei­ben Sie Ihr Un­ter­neh­men:

  • In welcher Branche sind Sie tätig?
  • Welche Dienst­leis­tun­gen bietet Ihr Un­ter­neh­men an?
  • Wie viele Mit­ar­bei­ter sind schät­zungs­wei­se bei Ihnen an­ge­stellt?
  • An welchen Orten sind Sie aktiv?
  • Wie lautet die Ge­schich­te Ihres Un­ter­neh­mens?
  • Was haben Sie für spezielle Leis­tun­gen für Kunden oder Ar­beit­neh­mer?

Achten Sie beim Verfassen Ihrer Be­schrei­bung darauf, dass Sie die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen zuerst liefern. Zum einen begrenzt LinkedIn die Vor­schau­an­sicht und erst auf ein weiterer Klick auf das Profil macht den kom­plet­ten Text sichtbar. Zum anderen bricht die Auf­merk­sam­keit der Leser ins­be­son­de­re im Internet schnell ab. Deshalb sollten Sie Ihre Texte nach dem Prinzip der um­ge­kehr­ten Pyramide gestalten – das Wich­tigs­te kommt also nach vorn. LinkedIn hat für Un­ter­neh­men noch weitere Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten parat: Mit der Auswahl von Spe­zi­al­ge­bie­ten machen Sie deutlich, was die USP Ihres Un­ter­neh­mens sind. Diese sind auch wichtig für die Such­ergeb­nis­se. Ver­pflich­tend ist die Angabe der Website, der un­ge­fäh­ren Mit­ar­bei­ter­zahl, der Branche und der Un­ter­neh­mens­art. Des Weiteren können Sie bis zu drei Gruppen vor­stel­len, in denen Sie bes­ten­falls aktiv sind. Dies lenkt Nutzer weiter auf Themen, die Ihnen als Un­ter­neh­mer wichtig sind. LinkedIn er­mög­licht Un­ter­neh­men zudem, ihr Profil auch für andere Sprachen an­zu­pas­sen. Wenn Ihr Markt nicht nur in Deutsch­land liegt, können Sie Ihre Un­ter­neh­mens­be­schrei­bung also auch in weiteren Sprachen eingeben.

Wechseln Sie dafür am oberen Rand der Be­ar­bei­tungs­sei­te auf die ge­wünsch­te Sprache. Nun können Sie einfach einen an das Zielland an­ge­pass­ten Text eingeben. Mit der Ein­stel­lung „Stan­dard­spra­che“ teilen Sie dem System mit, welches Ihre Aus­gangs­spra­che ist. Haben Sie alles aus­ge­füllt, bringen Sie die Seite mit einem Klick auf „Ver­öf­fent­li­chen“ (am oberen rechten Rand der Page) auf die Plattform. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre Seite für anderen Nutzer von LinkedIn aussieht, klicken Sie auf „Mit­glie­der­an­sicht“. Dann wird Ihnen gezeigt, wie Ihr Un­ter­neh­mens­pro­fil im Netzwerk aussieht.

Gemeinsam am Un­ter­neh­mens­auf­tritt arbeiten

Keine Sorge, Sie müssen sich nicht allein darum kümmern, dass Ihr Un­ter­neh­mens­pro­fil auf dem aktuellen Stand bleibt. Fügen Sie Ad­mi­nis­tra­to­ren hinzu, die sie un­ter­stüt­zen. Mit diesen müssen Sie bereits über Ihr per­sön­li­ches LinkedIn-Profil verbunden sein. Damit Sie nicht jedem die gleichen Rechte zuordnen müssen, stehen Ihnen ver­schie­de­ne Rollen zur Auswahl, die Sie vergeben können.

  • De­si­gnier­te Ad­mi­nis­tra­to­ren: Zu dieser Gruppe gehören auch Sie als Gründer des Un­ter­neh­mens­pro­fils. Diese Art der Ad­mi­nis­tra­to­ren darf Un­ter­neh­mens-Updates posten und weitere Admins hin­zu­fü­gen.
  • Recruiter-Ver­öf­fent­li­cher: Den Re­crui­tern steht es zu, Un­ter­neh­mens-Updates zu ver­öf­fent­li­chen.
  • Sponsored Content-Ver­öf­fent­li­cher: Diese Ad­mi­nis­tra­to­ren­grup­pe kann Content des Un­ter­neh­mens­pro­fils zum Sponsored-Content machen, der dann anderen Nutzern im Netzwerk angezeigt wird.
  • Ad­mi­nis­tra­tor für Formulare für die Lead-Ge­ne­rie­rung: Die Mit­glie­der dieser Gruppe, können Leads aus dem Kampagnen-Manager her­un­ter­la­den. Diese Ad­mi­nis­tra­to­ren sind damit für die Er­folgs­ana­ly­se zuständig.
  • Pipeline Builder-Ad­mi­nis­tra­to­ren: Nutzer mit diesen Rechten können spezielle Pipeline Builder-Ziel­sei­ten erstellen, mit denen vorher de­fi­nier­te Nut­zer­grup­pen gezielt an­ge­spro­chen werden können.

Darüber hinaus können alle Mit­ar­bei­ter Ihres Un­ter­neh­mens, sofern sie bei LinkedIn re­gis­triert sind, Ihren Un­ter­neh­mens­auf­tritt im sozialen Netzwerk un­ter­stüt­zen. Wenn diese Mit­ar­bei­ter in ihren Profilen angeben, dass sie bei Ihnen arbeiten, sollten sie darauf achten, dass die richtige Un­ter­neh­mens­sei­te angezeigt wird. Dazu müssen Ihre Mit­ar­bei­ter (und Sie selbst natürlich auch) in den Ein­stel­lun­gen zur Be­rufs­er­fah­rung den Vorschlag des Systems annehmen. Im Anschluss werden die Mit­ar­bei­ter auch im Un­ter­neh­mens­pro­fil verlinkt. Das macht einen guten Eindruck bei po­ten­zi­el­len neuen An­ge­stell­ten und Ge­schäfts­part­nern.

Erfolge messen

Un­ab­hän­gig davon, welche Strategie Sie für Ihr LinkedIn-Marketing nutzen, Sie sollten Ihre Mar­ke­ting­ak­tio­nen be­ob­ach­ten, messen und ana­ly­sie­ren. Dafür stellt das Netzwerk eigene Tools zur Verfügung. Im Un­ter­neh­mens­pro­fil wählen Sie dafür den Reiter „Analysen“ aus. Drei Mess-Per­spek­ti­ven stehen LinkedIn-Nutzern zur Auswahl: Besucher, Updates und Follower. Unter dem ersten Ana­ly­se­punkt wird der Traffic näher unter die Lupe genommen. Zu diesem Zweck stellt eine Grafik die all­ge­mei­nen Be­su­cher­zah­len dar – auf­ge­schlüs­selt nach Mobile-Besuchern und den Nutzern von Desktop-Rechnern. Des Weiteren liefert LinkedIn für Un­ter­neh­men wichtige de­mo­gra­fi­sche Daten zur Un­ter­tei­lung der Besucher nach lokalen Faktoren (Land/Region) und be­ruf­li­chen Ei­gen­schaf­ten wie Job-Position, Un­ter­neh­mens­grö­ße und Branche. Ähnliche Angaben erhält man nicht nur zu den Sei­ten­be­su­chern, sondern auch zu seinen Followern: Die Zahl Ihrer Abon­nen­ten und deren de­mo­gra­fi­schen Merkmale werden grafisch auf­be­rei­tet.

Nutzer erreichen: Die richtige Kun­den­an­spra­che

LinkedIn ist eine her­vor­ra­gen­de Plattform, um neue Kunden, Ge­schäfts­part­ner und Mit­ar­bei­ter zu finden. Dafür stellt das Netzwerk einige Mög­lich­kei­ten zur Verfügung. Wen können Sie bei LinkedIn erreichen und wie müssen Sie Ihre Ziel­grup­pe am besten an­spre­chen?

LinkedIn im Social-Media-Mix

Bei LinkedIn handelt es sich – wie bereits erwähnt – um ein Business-Netzwerk. Diese Tatsache kann man gar nicht oft genug wie­der­ho­len, denn dieses Wissen sollte auch all Ihre Be­mü­hun­gen auf der Plattform prägen. Zwar nutzen die meisten Nutzer von LinkedIn wahr­schein­lich ebenso Facebook und Twitter, aber deshalb an­zu­neh­men, man könne sie auch überall auf dieselbe Art an­spre­chen, ist ein Trug­schluss: Nutzer besuchen die ver­schie­de­nen sozialen Medien mit ganz un­ter­schied­li­chen In­ten­tio­nen. Während bei Facebook, Instagram oder Pinterest private In­ter­es­sen im Vor­der­grund stehen, ist das Nut­zer­ver­hal­ten bei LinkedIn aus­schließ­lich pro­fes­sio­nell motiviert. Deshalb lässt sich das Netzwerk für ganz andere Ziele einsetzen – solche die in anderen Social-Media-Kontexten ins Leere laufen würden: B2B-Marketing und Re­crui­ting funk­tio­nie­ren in einem Business-Netzwerk viel besser, da Nutzer hier nicht nach Un­ter­hal­tung, sondern nach be­ruf­li­chen Mehr­wer­ten Ausschau halten. Bedenken Sie dies bei der Ge­stal­tung Ihrer Inhalte: Sorgen Sie dafür, dass sich Nutzer über die für sie re­le­van­ten Themen in­for­mie­ren können. Punkten Sie durch Expertise und In­for­ma­ti­ons­ge­halt statt durch hu­mor­vol­le Beiträge.

Den richtigen Ton treffen

Das heißt aber kei­nes­falls, dass Ihre Inhalte auf LinkedIn lang­wei­lig sein müssen. Ori­en­tie­ren Sie sich an Ihrer Ziel­grup­pe und dem ge­ne­rel­len Auftritt Ihrer Marke. Kurz gesagt, bedeutet dies: Bleiben Sie sich treu, passen Sie Ihre Inhalte aber an den Kontext an. Auch bei LinkedIn ist für Un­ter­neh­men Content-Marketing, Sto­rytel­ling und Social Selling ent­schei­dend. Sollten Sie lieber auf das formelle Sie oder das kol­le­gia­le Du setzen? Um diese Frage zu be­ant­wor­ten, stellen Sie sich einfach eine weitere Frage: Wie sprechen Sie Ihnen un­be­kann­te Ge­schäfts­part­ner oder po­ten­zi­el­le Mit­ar­bei­ter denn nor­ma­ler­wei­se an? Sie kennen Ihr Un­ter­neh­men am besten!

Marketing-Mög­lich­kei­ten bei LinkedIn

An erster Stelle stehen bei LinkedIn die Updates (also Beiträge) als Marketing-Tool zur Verfügung. Diese können Sie für zwei Arten von Inhalten verwenden: Zum einen haben Sie hier Platz, um über Neue­run­gen in Ihrem Un­ter­neh­men (deshalb der Name „Updates“) zu in­for­mie­ren: Un­ter­neh­mens­er­fol­ge, neue Produkte oder Services sowie die Be­kannt­ga­be von zu­künf­ti­gen Part­ner­schaf­ten lassen sich über Updates auf­be­rei­ten. Zu­sätz­lich können Sie aber auch weiteren Content ver­brei­ten, immer mit dem Fokus „Business“ im Hin­ter­kopf. In­for­mie­ren Sie Ihre Follower über Bran­chen­ent­wick­lun­gen oder Ideen zur Stei­ge­rung von Pro­duk­ti­vi­tät. Solche Inhalte können auch durch eine gut ab­ge­stimm­te Content-Curation-Strategie be­reit­ge­stellt werden. Die Wirkung Ihrer Content-Strategie können Sie po­ten­zie­ren, indem Sie auch Ihre Mit­ar­bei­ter mit deren eigenen Profilen in­vol­vie­ren. Fragen Sie Ihre Mit­ar­bei­ter, ob Sie nicht Interesse haben, Ihre Inhalte zu ver­brei­ten oder eigene zu erstellen. Aber denken Sie daran, dass jeder für sein eigenes Profil ver­ant­wort­lich ist und Sie sich nicht allzu sehr ein­mi­schen sollten. Zu­sätz­lich zu Ihrem Un­ter­neh­mens­pro­fil können sie so­ge­nann­te Fo­kus­sei­ten erstellen. Diese sind prin­zi­pi­ell wie Un­ter­neh­mens­pro­fi­le aufgebaut und werden auch genauso erzeugt. Sie dienen dem Zweck, bestimmte Angebote von Ihnen besonders her­vor­zu­he­ben. So können Sie Ihrer Marke, einem Produkt oder einem spe­zi­el­len Service eine eigene Seite widmen. Mit LinkedIn Ads können Sie sogar noch mehr Nutzer erreichen. Dazu bietet Ihnen die Plattform drei Mög­lich­kei­ten:

  • Sponsored Content: Wenn Sie Ihre Beiträge zu­sätz­lich bewerben, werden Sie auch Nutzern angezeigt, die nicht zu den Abon­nen­ten Ihres Un­ter­neh­mens­pro­fils gehören. So können Sie die Reich­wei­te Ihres Contents immens erhöhen.
  • Wer­be­an­zei­gen: Bei LinkedIn haben Sie auch die Mög­lich­keit, klas­si­sche Werbung zu schalten. Diese erscheint am oberen oder rechten Rand der Website.
  • Sponsored InMail: Mit dieser Option können Sie ziel­grup­pen­ge­rech­te Nach­rich­ten ver­schi­cken. Die In­for­ma­ti­ons­post erscheint direkt im LinkedIn-Postfach der An­ge­schrie­be­nen.

Re­crui­ting: Die richtigen Mit­ar­bei­ter finden

Als Kar­rie­re­platt­form ist LinkedIn auch ein guter An­lauf­punkt, um neue Mit­ar­bei­ter zu finden. Mit einer Stel­len­aus­schrei­bung in dem Business-Network können Sie viele Fach­kräf­te erreichen: Ge­eig­ne­ten Nutzern wird Ihre Aus­schrei­bung vor­ge­schla­gen und die vakante Position in Ihrem Un­ter­neh­mens­pro­fil angezeigt.

Um einen Job aus­zu­schrei­ben, gehen Sie in der Na­vi­ga­ti­on Ihres privaten Profils unter „Sie“ auf „Job­an­ge­bo­te“. Auf der nächsten Seite hat LinkedIn für Sie bereits das Un­ter­neh­men und den Standort aus­ge­füllt. Sie müssen nur noch eintragen, wie die aus­zu­schrei­ben­de Stelle heißt. Dabei können Sie auch die Vor­schlä­ge des Systems be­rück­sich­ti­gen, um die Stelle richtig zu­zu­ord­nen. An­schlie­ßend füllen Sie die Stel­len­aus­schrei­bung aus: Mit der Angabe von bis zu drei Tä­tig­keits­be­rei­chen er­leich­tern Sie es LinkedIn, die Aus­schrei­bung an die richtigen Nutzer wei­ter­zu­lei­ten. Die Art der Be­schäf­ti­gung (Voll-/Teilzeit, Praktikum) und die Kar­rie­re­stu­fe müssen Sie ebenso angeben wie eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge Job­be­schrei­bung. Wählen Sie schließ­lich noch, wie Kan­di­da­ten Sie kon­tak­tie­ren sollen, und stellen Sie Ihre Aus­schrei­bung online.

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