Auf einem Webserver speichert man Web­in­hal­te und stellt hierdurch ihre ständige Er­reich­bar­keit sicher. Wenn Sie also eine In­ter­net­adres­se in Ihrem Web­brow­ser aufrufen, ist es stets ein solcher Server, der die einzelnen Website-Be­stand­tei­le an Ihren Rechner schickt. Damit die Website zu jeder Zeit er­reich­bar ist, muss der be­tref­fen­de Webserver permanent online sein.

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Webserver: De­fi­ni­ti­on und Ge­schich­te

Als Webserver (englische Schreib­wei­se: „web server“; auch „HTTP-Server“ genannt) be­zeich­net man jene Server, die zur Ver­brei­tung von Web­in­hal­ten im Inter- oder Intranet dienen (englisch: „to serve“ = dienen/bedienen). Als Teil eines Rech­ner­netz­werks über­tra­gen sie Dokumente an so­ge­nann­te Clients („Kunden“) – bei­spiels­wei­se eine Webseite an einen Web­brow­ser.

Der Begriff kann sich generell auf zwei ver­schie­de­ne Dinge beziehen: Entweder auf die Software eines Web­ser­vers (also das Programm an sich) oder den Computer, auf dem die Webserver-Software aus­ge­führt wird. Wenn es sich um den letzt­ge­nann­ten Webserver-Rechner handelt, wird dieser auch Host genannt (dabei kann ein Host auch mehrere Server-Programme be­hei­ma­ten). Im Folgenden wird deshalb von Webserver-Software/HTTP-Server-Software (bzw. -Programm) oder aber von einem Host ge­spro­chen, wenn explizit eine der beiden Be­deu­tun­gen gemeint ist.

Die Ent­wick­lung des HTTP-Servers ist eng mit dem bri­ti­schen Physiker und In­for­ma­ti­ker Tim Berners-Lee verknüpft. 1989 regte dieser an, den In­for­ma­ti­ons­aus­tausch des CERN (der Eu­ro­päi­schen Or­ga­ni­sa­ti­on für Kern­for­schung) über ein Hypertext-System einfacher und schneller zu gestalten. Zusammen mit Robert Cailliau legte er 1990 einen Pro­jekt­plan vor, aus dem im Laufe der Zeit neben dem ersten Webserver namens „CERN httpd“ auch der erste Web­brow­ser und einige weitere Grund­la­gen des Webs (wie HTML und HTTP) her­vor­gin­gen. Berners-Lee gilt daher heute als Begründer des World Wide Web.

Die Webserver-Technik

Die Software eines HTTP-Servers dient in erster Linie dazu, Daten für die Dar­stel­lung von Web­in­hal­ten an­zu­bie­ten. Das Programm kom­mu­ni­ziert hierfür mit einem Webclient (in der Regel ein Web­brow­ser oder ein Such­ma­schi­nen-Crawler).

Wenn Sie eine Homepage aufrufen möchten, geben Sie in Ihrem Web­brow­ser die ent­spre­chen­de In­ter­net­adres­se ein. Der Browser sendet eine Anfrage an den Webserver, der als Antwort zum Beispiel eine HTML-Seite zu­rück­schickt. Diese kann als sta­ti­sches Dokument auf dem Host ge­spei­chert sein oder dynamisch erzeugt werden – das heißt, der Webserver muss vor der Antwort Pro­gramm­code (etwa in PHP oder Java) ausführen. Der Browser in­ter­pre­tiert die Antwort, was oft weitere Anfragen an den Server nach sich zieht, zum Beispiel nach ein­ge­bun­de­nen Bildern oder CSS-Dateien.

Für die Über­mitt­lung wird das Über­tra­gungs­pro­to­koll HTTP genutzt (bzw. dessen ver­schlüs­sel­te Variante HTTPS), das auf den Netz­werk­pro­to­kol­len IP und TCP (seltener UDP) beruht. Ein Webserver kann die Inhalte einer Website gleich­zei­tig an viele ver­schie­de­ne Rechner bzw. deren Browser aus­lie­fern. Wie viele Nut­zer­an­fra­gen (Requests) wie schnell be­ar­bei­tet werden können, hängt u. a. von der Hardware und Aus­las­tung des Hosts ab. Aber auch die Kom­ple­xi­tät der Web­in­hal­te spielt eine Rolle: Dy­na­mi­sche Web­in­hal­te benötigen bei­spiels­wei­se mehr Res­sour­cen als statische Inhalte.

Die Wahl des passenden Server-Rechners (und somit auch die Ent­schei­dung, ob dieser virtuell, dediziert oder cloud­ba­siert ist) beugt einer Webserver-Über­las­tung vor. Doch selbst wenn Sie einen Server nutzen, der ideal auf Ihre An­for­de­run­gen ab­ge­stimmt ist, kann es trotzdem noch zu einem Server-Ausfall kommen. Gründe dafür können Hardware-Schäden oder Strom­aus­fäl­le im Re­chen­zen­trum sein, in dem sich Ihr Host befindet. Auch wenn es selten vorkommt: Bei einer solchen Aus­fall­zeit (Downtime) des Servers ist eine Website dann komplett vom Netz – zumindest wenn die Website nur auf einem Gerät ohne Anbindung an ein Content Delivery Network (CDN) läuft (was bei kleineren Web­auf­trit­ten die Regel ist).

Zu­sätz­li­che Aufgaben eines Web­ser­vers

Auch wenn die Über­tra­gung der Web­in­hal­te ihre primäre Aufgabe ist, bieten viele HTTP-Server-Programme noch weitere Funk­tio­nen:

Zu­sätz­li­che Webserver-Aufgabe
Si­cher­heit Ver­schlüs­se­lung der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwischen Webserver und Webclient via HTTPS
Be­nut­zer­au­then­ti­fi­zie­rung HTTP-Au­then­ti­fi­zie­rung für bestimmte Bereiche einer Web­an­wen­dung
Wei­ter­lei­tung Umleitung eines Do­ku­ment­auf­rufs per Rewrite-Engine
Caching Zwi­schen­spei­che­rung von dy­na­mi­schen Do­ku­men­ten, um auf Anfragen schneller zu antworten und um einer Webserver-Über­las­tung vor­zu­beu­gen
Zuweisung von Cookies Senden und Ver­ar­bei­ten von HTTP-Cookies

Ein Host kann neben der Webserver-Software auch noch andere Server-Programme be­inhal­ten – bei­spiels­wei­se einen FTP-Server für den Datei-Upload oder einen Da­ten­bank­ser­ver für dy­na­mi­sche Inhalte (wobei ein pro­fes­sio­nel­ler In­ter­net­dienst­an­bie­ter in aller Regel ver­schie­de­ne Hardware dafür be­reit­stel­len würde). Generell kann man viele ver­schie­de­ne Server-Formen für ganz un­ter­schied­li­che Zwecke nutzen – neben den genannten sind auch Mail­ser­ver, Game­ser­ver oder Proxy-Server ver­brei­tet.

Be­griffs­be­stim­mung: Webserver vs. Web­hos­ting

Welche Rolle spielen Webserver innerhalb des Web­hos­tings? Und was genau ist Web­hos­ting überhaupt? Grund­sätz­lich stellen Webserver immer einen fun­da­men­ta­len Be­stand­teil des Web­hos­tings dar. Vor allem Laien fällt die Un­ter­schei­dung zwischen den zwei Be­zeich­nun­gen aber nicht immer leicht. Wir grenzen die beiden Begriffe im Folgenden von­ein­an­der ab.

Als Web­hos­ting (häufig genutzte Kurzform: Hosting) wird die Spei­che­rung und Ver­füg­bar­ma­chung von Web­in­hal­ten be­zeich­net. Die Dateien einer Website werden hierbei auf einem Webspace (Online-Spei­cher­platz für Web­pro­jek­te) hin­ter­legt. Der Webspace ist sozusagen die Fest­plat­te, auf der die Web­in­hal­te ge­spei­chert werden – und dieser Spei­cher­platz muss mit einem Webserver verbunden sein, damit die Inhalte (bei­spiels­wei­se einer Website) online abrufbar sind.

Einen Host (Webserver-Rechner) und den daran an­ge­schlos­se­nen Webspace erhält man von einem so­ge­nann­ten (Web-)Hoster. Viele In­ter­net­dienst­an­bie­ter – auch (Internet-)Provider genannt – wie bei­spiels­wei­se IONOS treten als Webhoster auf. Falls Sie sich bei einem Web­hos­ting-Dienst­leis­ter für einen selbst­ver­wal­te­ten Host ent­schie­den haben, müssen Sie diesen selbst ein­rich­ten. Hierfür benötigen Sie ein Webserver-Programm.

Gängige (kos­ten­lo­se) Webserver-Software

Es exis­tie­ren zahl­rei­che Programme, über die Sie einen eigenen Webserver betreiben können. Viele von ihnen erhalten Sie gratis im Internet. Die ver­wen­de­te HTTP-Server-Software muss selbst­ver­ständ­lich mit dem Be­triebs­sys­tem des Hosts kom­pa­ti­bel sein. Die meisten Server-Programme für Web­in­hal­te fußen auf Unix bzw. Linux (Apache, NGINX, Tomcat etc.), laufen aber auch auf Windows. Die Ausnahme stellt der Microsoft IIS dar, der nur auf Windows-Server-Systemen läuft.

Einige der meist­ge­nutz­ten Webserver-Programme sind nach­fol­gend auf­ge­lis­tet.

Apache HTTP Server

Der Apache HTTP Server (oder einfach Apache-Webserver) ist kostenlos und wird permanent auf Open-Source-Basis wei­ter­ent­wi­ckelt. Das modular auf­ge­bau­te Programm läuft auf so gut wie jedem Be­triebs­sys­tem und ist der am meisten genutzte HTTP-Server. Er eignet sich gut für dy­na­mi­sche Web­in­hal­te: Skript­spra­chen wie PHP lassen sich pro­blem­los in­te­grie­ren, über die CGI-Schnitt­stel­le kann Apache andere Programme ausführen.

Die recht komplexe In­te­gra­ti­on von Software wie PHP und MySQL (die man für dy­na­mi­sche Inhalte benötigt) in einen Apache-Webserver lässt sich ver­ein­fa­chen, indem man Software-Pakete wie XAMPP nutzt – solche Pro­gramm­zu­sam­men­stel­lun­gen ver­ein­fa­chen die Ein­rich­tung stark. Sie be­inhal­ten neben Apache außerdem noch passende Software für Datenbank und diverse Skript­spra­chen.

Apache Tomcat

Hierbei handelt es sich um eine quell­of­fe­ne, kos­ten­lo­se Webserver-Software aus dem Java-Umfeld. Wer mit Java ser­ver­sei­ti­ge Web­in­hal­te erzeugen möchte, findet mit Apache Tomcat einen ent­spre­chen­den Web­con­tai­ner. Außerdem kann er via AJP-Connector in einen anderen Webserver ein­ge­glie­dert werden (z. B. in den Apache HTTP Server oder Microsoft IIS).

NGINX

Auch diese Software ist kos­ten­frei und gleich­zei­tig mehr als ein ge­wöhn­li­cher Webserver – NGINX bietet u. a. einen Reverse Proxy, wodurch der HTTP-Server deutlich entlastet wird und somit schneller arbeiten kann. In der Ver­gan­gen­heit gewann NGINX mehr und mehr an Po­pu­la­ri­tät.

Microsoft IIS

Bei Microsoft Internet In­for­ma­ti­on Services (IIS) handelt es sich um ein Server-Software-Paket, zu dem auch ein Webserver gehört. Früher war IIS ein fester Be­stand­teil der Windows-Server-Systeme – mitt­ler­wei­le kann bei einigen Windows-Be­triebs­sys­te­men das Programm bei Bedarf nach­in­stal­liert werden. Wenig über­ra­schend ist die Tatsache, dass man Microsoft IIS nur auf Windows-Servern einsetzen kann.

LiteSpeed Web Server

Hierbei handelt es sich um eine HTTP-Server-Software für Linux und Unix, bei der Sie die Wahl zwischen einer Open-Source-Version, einer kos­ten­frei­en Standard- sowie einer En­ter­pri­se-Variante haben. Der LiteSpeed Web Server besticht vor allem durch seine Schnel­lig­keit in der Da­ten­über­tra­gung, die wie zu erwarten in der kos­ten­pflich­ti­gen En­ter­pri­se-Version am höchsten ist.

Hinweis

Die Ad­mi­nis­tra­ti­on der HTTP-Server-Programme erfolgt in der Regel über den Fern­zu­griff von einem anderen Computer. Besonders kom­for­ta­bel geht das über eine Fern­war­tungs-Software. Mit Plesk – einem der be­kann­tes­ten Programme für den Fern­zu­griff – können Sie ein Webserver-Programm sowohl von einem Linux- und Unix- als auch von einem Windows-Rechner aus verwalten. Folglich können Sie z. B. über einen Windows-Heim­rech­ner einen Linux-Server steuern und an­ders­her­um.

Passenden Server finden und einen Webserver ein­rich­ten

Wenn Sie für Ihre On­line­prä­senz einen Webserver erstellen möchten, benötigen Sie zuerst einmal einen Host mit aus­rei­chend Webspace. Eine der gän­gigs­ten Varianten stellt das Anmieten von Server-Res­sour­cen bei einem Provider dar. Vor allem wer kaum oder gar keine Kennt­nis­se der Server-Ad­mi­nis­tra­ti­on besitzt, kann auf Angebote wie Shared Hosting oder Managed Cloud-Hosting zu­rück­grei­fen und so seinen per­sön­li­chen Webserver ein­rich­ten.

Im Gegensatz zu einem Server mit Root-Zugriff – bei dem Sie alle Zu­griffs­rech­te, aber auch die komplette Ver­ant­wor­tung für die Server-Si­cher­heit haben – übernimmt bei einem Managed Server der Hoster einen Großteil der grund­le­gen­den Ad­mi­nis­tra­ti­on. Hier werden Ihnen Dinge wie Si­cher­heits- und Software-Updates weit­ge­hend ab­ge­nom­men; und dennoch können Sie den Server nach Belieben mit Software aus­stat­ten. Bei Shared Hosting müssen Sie sich überhaupt nicht um die Software-Updates kümmern, haben aber aus­schließ­lich Zugriff auf den Webspace und die vom Anbieter zur Verfügung ge­stell­ten Kon­fi­gu­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten.

Einen Server mieten Sie in der Regel für eine mo­nat­li­che Gebühr. Wie hoch diese Kosten sind, hängt von der Per­for­mance und dem Umfang der einzelnen Kom­po­nen­ten ab – etwa der Leis­tungs­fä­hig­keit des Rechners (CPU und RAM), dem Webspace und der Art des Fest­plat­ten­spei­chers (SSD oder HDD). Wer die Kapazität des Web­ser­vers beim Hosting flexibel halten möchte, sollte zum Cloud-Hosting greifen. Hier kann zu jedem be­lie­bi­gen Zeitpunkt die Leistung vieler Kom­po­nen­ten an die aktuellen An­for­de­run­gen eines Web­pro­jekts angepasst werden.

Welche Leistung die je­wei­li­gen Host-Kom­po­nen­ten benötigen, ist wiederum von den An­for­de­run­gen des Web­an­ge­bots abhängig: Web­pro­jek­te wie ein kleiner Blog oder eine Online-Vi­si­ten­kar­te kommen auch mit günstigen bzw. weniger leis­tungs­star­ken Hosting-Paketen bestens aus. Große On­line­por­ta­le oder In­ter­net­an­ge­bo­te mit vielen re­chen­auf­wen­di­gen Web­in­hal­ten hingegen be­an­spru­chen bestimmte Kom­po­nen­ten sehr viel stärker. Des Weiteren benötigen manche Web­an­wen­dun­gen ein höheres Da­ten­trans­fer­vo­lu­men als andere. Um sich hier ab­zu­si­chern, können Sie bei den meisten Providern ein Paket mit einer Traffic-Flatrate buchen. Dieses ga­ran­tiert, dass dem Da­ten­ver­kehr stets genügend Ka­pa­zi­tä­ten zur Verfügung stehen.

Wenn Sie den passenden Server gefunden haben, können Sie auf diesem Ihre fa­vo­ri­sier­te HTTP-Server-Software ein­rich­ten. Al­ler­dings gibt es selbst bei der Nutzung eines Managed Servers einige Si­cher­heits­aspek­te, die man beim Web­hos­ting beachten muss.

Webserver-Si­cher­heit

Wenn der Webserver erstellt und ein­ge­rich­tet ist, sollten Sie fortan stets darauf achten, dass auf diesem immer alle aktuellen Updates ein­ge­spielt sind. Veraltete Versionen bieten Kri­mi­nel­len und Hackenden An­griffs­flä­chen, die es ihnen im schlimms­ten Fall er­mög­li­chen, die Kontrolle über Ihren Server zu erlangen. Beim Shared und Managed Hosting kümmert sich in der Regel der In­ter­net­pro­vi­der um alle Si­cher­heits­vor­keh­run­gen – ansonsten ist dies jedoch Ihre Aufgabe.

Neben der ständigen Ak­tua­li­sie­rung bietet vor allem eine Firewall Schutz vor Über­grif­fen. Auch die Ein­rich­tung einer de­mi­li­ta­ri­sier­ten Zone (DMZ) ist sinnvoll. Außerdem gibt es mit Fail2ban ein Framework, das ebenfalls vor un­au­to­ri­sier­ten Zugriffen schützen kann.

Ein weiterer Grundsatz der Webserver-Si­cher­heit lautet: Erlauben Sie als Ad­mi­nis­tra­tor nur das, was für Ihren Server unbedingt nötig ist. Schließen Sie ansonsten alle Ports und beenden Sie jegliche nicht er­for­der­li­chen Dienste. Ebenfalls gehört die Vergabe sicherer Pass­wör­ter zu den grund­le­gen­den Si­cher­heits­vor­keh­run­gen bei der Betreuung eines Servers. Bei Fragen und in Notfällen ist eine zu­ver­läs­si­ge und qua­li­fi­zier­te Kun­den­be­treu­ung sehr viel wert – vor allem weniger erfahrene Ad­mi­nis­tra­to­ren eines Servers können hiervon pro­fi­tie­ren.

Wenn Ihr Hoster nicht voll­stän­dig für den Schutz Ihres Servers Sorge trägt, sollten Sie ein gewisses Know-how für die Server-Wartung und ein grund­le­gen­des Ver­ständ­nis für die Funk­ti­ons­wei­se eines Hosts besitzen. Si­cher­lich können Sie sich dieses auch aneignen – dazu bietet sich das Aus­pro­bie­ren und Lernen mit einem Server in einem ge­schlos­se­nen Netzwerk an, in dem Sie keine Angriffe von Cy­ber­kri­mi­nel­len zu be­fürch­ten haben.

Ex­em­pla­ri­scher Vorgang einer Webserver-Operation

Sobald Ihr HTTP-Server ein­ge­rich­tet und die Inhalte Ihrer Website darauf über­tra­gen wurden, kann er den Betrieb aufnehmen. Er arbeitet dabei nach dem Client-Server-Modell. Ein Beispiel: Wenn Sie die IONOS-Homepage besuchen möchten und hierfür in Ihrem Browser (dem Client) die Domain www.ionos.de aufrufen, leiten Sie damit die folgenden Abläufe ein:

  1. Sobald Sie die Eingabe starten, über­mit­telt Ihr Browser die In­ter­net­adres­se zu­al­ler­erst an einen Name­ser­ver (auch DNS-Server genannt). Als Be­stand­teil des Domain-Name-Systems (DNS) – dem Ver­zeich­nis­dienst des Internets – hat ein Name­ser­ver sozusagen Zugriff auf das komplette Adress­buch des Internets. Der al­pha­nu­me­ri­sche Domain-Name (www.ionos.de) wird daraufhin in eine nu­me­ri­sche IP-Adresse (217.160.72.6) um­ge­wan­delt und diese zum Browser zu­rück­ge­schickt. Nun stellt der Browser eine Anfrage bezüglich der Web­sei­ten­in­hal­te. Dies geschieht, indem der Web­brow­ser die URL der an­ge­for­der­ten Webseite an die erhaltene IP-Adresse sendet – also den­je­ni­gen Webserver kon­tak­tiert, der die Inhalte der Webseite enthält.
  2. Der Webserver be­ant­wor­tet die Anfrage, indem er ein Dokument der ver­lang­ten Webseite zurück an den Browser schickt. Daraufhin sendet der Browser erneut einen Request an den Webserver – diesmal für ein anderes Dokument, das Teil der an­ge­for­der­ten Webpage ist (bei­spiels­wei­se ein ein­ge­bun­de­nes Bild). Dieser Vorgang wie­der­holt sich so lange, bis alle Ein­zel­tei­le der Seite über­tra­gen wurden und nun die Webseite in Ihrem Brow­ser­fens­ter dar­ge­stellt wird. Wenn Sie nun auf einen Link der IONOS-Homepage klicken, wird eine andere Webseite vom Webserver an­ge­for­dert. Somit geht der grund­sätz­li­che Prozess – abgesehen von der nun ge­spei­cher­ten DNS-Anfrage – wieder von vorne los.
Tipp

Bei IONOS können Sie zu günstigen Kon­di­tio­nen für eine Vielzahl von Projekten (Webserver, Mail-Server oder Ihre ganz per­sön­li­che in­di­vi­du­el­le Anwendung) Ihren eigenen Server mieten.

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