In Website-Editoren lassen sich Inhalte, Themen oder Produkte mit Schlag­wor­ten ka­te­go­ri­sie­ren. Diese Tags sind besonders hilfreich für Nut­ze­rin­nen und Nutzer, die sich einen schnellen Überblick zu ähnlichen Themen auf der Website ver­schaf­fen und un­kom­pli­ziert zwischen diesen na­vi­gie­ren möchten. Es gibt noch viele weitere Tag-Formen wie Hashtags, Meta-Tags oder HTML-Tags.

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Was sind Tags?

Direkt aus dem Eng­li­schen übersetzt bedeutet „Tags“ „Schild­chen“ oder „Etiketten“. Wer Tags auf Websites, Blogs oder in On­line­ma­ga­zi­nen einsetzt, schafft mittels spe­zi­fi­scher Schlag­wor­te mehr Struktur und eine effektive Website-Suche für Nut­ze­rin­nen und Nutzer. Wenn Sie Artikel, Pro­dukt­sei­ten oder Ratgeber in Ihrem CMS (Content Ma­nage­ment System) mit themen-/in­halts­be­zo­ge­nen Tags versehen, können Sei­ten­be­su­che­rin­nen und -besucher ähnliche Inhalte mit einem Klick bzw. mit der Eingabe der ent­spre­chen­den Tags anzeigen lassen. Schwer­punkt bzw. Haupt­nut­zen der Tag-Funktion ist dem­entspre­chend die op­ti­mier­te Website-Usability (Be­nut­zer­freund­lich­keit einer Seite).

Welche Arten von Tags gibt es?

Es gibt viele weitere Tags, die beim Erstellen von Websites bzw. von Content oder im On­line­mar­ke­ting zur Verfügung stehen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wich­tigs­ten Arten vor:

Tags zur In­de­xie­rung

Wenn von Tags die Rede ist, denken die meisten an Cluster aus Schlag­wor­ten, die sich auf ver­schie­de­ne Themen einer Website oder eines Blogs beziehen. Ein Blog­ar­ti­kel zu veganem Kochen oder zu Elektro-Autos würde Begriffe wie „vegan“ oder „E-Auto“ als the­ma­ti­sche Tags setzen. Suchen Nut­ze­rin­nen und Nutzer in der Website-Such­funk­tio­nen nach diesen Schlag­wor­ten, tauchen the­ma­tisch verwandte und getaggte Artikel auf.

Auf diese Weise lässt sich bei­spiels­wei­se auch eine Tag-Cloud in die Website in­te­grie­ren, mit der Sie besonders beliebte Tags durch un­ter­schied­li­che Schrift­grö­ßen oder durch die Ge­samt­an­zahl an Artikeln her­vor­he­ben. Tags spielen somit für die Über­sicht­lich­keit, Nut­zer­freund­lich­keit und Ver­weil­dau­er von Be­su­che­rin­nen und Besuchern auf einer Website eine wichtige Rolle. Für Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist Tagging jedoch nicht so wichtig, da Tags zur Ka­te­go­ri­sie­rung vor allem das User-Ex­pe­ri­ence-Design sowie die grafische Be­nut­zer­flä­che inklusive Such­funk­ti­on op­ti­mie­ren.

Social Tagging

Social Tagging bezieht sich auf Tags, die Nut­ze­rin­nen und Nutzer einer Website, sozialer Medien, Blogs oder anderer Web­in­hal­te setzen, um der Ge­mein­schaft in­ter­es­san­ten oder ähnlichen Content zu­gäng­lich zu machen. Im Gegensatz zur Ver­schlag­wor­tung und In­de­xie­rung durch Content-Er­stel­len­de beziehen sich Social Tags somit auf ein ge­mein­schaft­li­ches Ver­schlag­wor­ten. Im Zu­sam­men­hang mit Social Tagging findet sich die Be­zeich­nung „Folk­so­no­mie“ als Ober­be­griff für die Sammlung be­stimm­ter Schlag­wor­te. Diese lässt sich u. a. als Tag-Cloud dar­stel­len.

Bekannte Beispiele für Social Tagging sind Instagram, Flickr und Pinterest, die es Nut­ze­rin­nen und Nutzern er­mög­li­chen, Bilder mittels Tags nach Themen und Ka­te­go­rien über­sicht­lich zu ordnen. Auch das Setzen von Le­se­zei­chen oder Hashtags fällt in diesen Bereich. Er­wäh­nens­wert ist, dass Social Tagging keinen festen In­de­xie­rungs­re­geln folgt und alle Nut­ze­rin­nen und Nutzer daran mitwirken, Inhalte zu ka­te­go­ri­sie­ren und zu­gäng­lich zu machen.

Hashtags

Hashtags stehen nicht un­mit­tel­bar für einen in­halt­li­chen oder the­ma­ti­schen Zu­sam­men­hang zwischen Website- oder In­ter­net­in­hal­ten. Obwohl Hashtags ebenfalls zur the­ma­ti­schen Struk­tu­rie­rung von Inhalten oder Social-Media-Posts dienen, handelt es sich hierbei nicht um ein lokales, web­sei­ten­spe­zi­fi­sches, sondern um ein sei­ten­über­grei­fen­des Tagging. Hashtags kommen vor allem auf Social Media zum Einsatz, z. B. für Social-Media-Marketing, Hashtag-Marketing oder als Be­stand­teil von Social-Media-Tools. Pri­vat­per­so­nen, Un­ter­neh­men oder On­line­shops können eigene Hashtags prägen und somit mehr Reich­wei­te erzielen, Ziel­grup­pen adres­sie­ren oder Kampagnen promoten.

Meta-Tags

Meta-Tags werden u. a. in den HTML-Kopf der be­tref­fen­den Webseite eingefügt und enthalten Angaben zum Inhalt der Seite, z. B. die Be­schrei­bung (De­scrip­ti­on) und Keywords. Im Gegensatz zu Tag-Wolken auf Blogs über­mit­teln sie den Such­ma­schi­nen wichtige In­for­ma­tio­nen zu einer Webseite. Daher sind Meta-Tags wichtig für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung und ein gutes Such­ma­schi­nen­ran­king durch SEO-Content.

Bei folgenden Meta-Tags handelt es sich um wichtige Ranking-Faktoren:

  • De­scrip­ti­on
  • Keywords
  • Content Type
  • Page Topic
  • Robots und Revisit – An­wei­sun­gen für Crawler
Hinweis

Der Sei­ten­ti­tel (Title-Tag) wird oft als „Meta-Title“ be­zeich­net, ist aber genau genommen kein Meta-Tag.

HTML-Tags

HTML-Befehle dienen dazu, ein Web­sei­ten­do­ku­ment zu struk­tu­rie­ren und Web­brow­sern genaue An­wei­sun­gen zur Dar­stel­lung zu geben. Diese HTML-Tags beziehen sich auf die Grund­struk­tur der Seite, auf in­te­grier­te Me­di­en­in­hal­te, ver­schie­de­ne Schrift­bil­der sowie auf Formulare, Links und Her­vor­he­bun­gen. Zum Einsatz kommen meist Anfangs- und End-Tags in Akkoladen.

Zur Ver­an­schau­li­chung finden Sie hier eine Liste mit wichtigen HTML-Tags:

  • <!DOCTYPE>: Bestimmt den Typ des HTML-Dokuments
  • <html>: Definiert Dokumente als HTML-Dokumente
  • <head>: Hin­ter­legt Metadaten für Such­ma­schi­nen im HTML-Kopf des Dokuments
  • <h1>…</h1>: Steht für eine H1-Über­schrift
  • <p>…</p>: Steht für den Anfang und das Ende eines Absatzes sowie einen au­to­ma­ti­schen Zei­len­um­bruch und einen neuen Absatz
  • <i>…</i>: Steht für ein kursives Schrift­bild
  • <a href="https://www.ionos.de/digitalguide/Link-URL">Ver­link­ter Begriff</a>: In­te­griert einen Link

On­line­mar­ke­ting-Tags

Tags kommen auch im On­line­mar­ke­ting und im E-Commerce zum Einsatz, und zwar in Form von Code­schnip­seln, die zur Analyse der Webseiten-Per­for­mance und des Erfolgs der Marketing-Strategie dienen. Mit ihnen lassen sich u. a. die Ak­ti­vi­tä­ten und das Verhalten von Sei­ten­be­su­chern, Sei­ten­auf­ru­fe und Con­ver­si­ons auswerten sowie Re­tar­ge­ting umsetzen.

Zu den häu­figs­ten Tags im On­line­mar­ke­ting zählen:

  • Counter-Tag: Zählt Sei­ten­auf­ru­fe einer Website
  • Con­ver­si­on-Tag: Zählt die Con­ver­si­ons einer Website und hilft dabei, den Erfolg einer Wer­be­maß­nah­me oder Kampagne zu ana­ly­sie­ren
  • Re­mar­ke­ting-/Re­tar­ge­ting-Tag: Er­mög­licht das gezielte An­spre­chen von Nut­ze­rin­nen und Nutzern, die bereits eine bestimmte Website besuchten, z. B. durch gezielte Wer­be­maß­nah­men und Wer­be­an­zei­gen auf Dritt­web­sites
  • E-Commerce-Tags für Universal Analytics: Die Da­ten­er­fas­sungs­tech­no­lo­gie Google Analytics liefert Berichte über Trans­ak­tio­nen und zum Kauf- und Nut­zer­ver­hal­ten

Da ver­schie­de­ne On­line­mar­ke­ting-Tags un­ter­schied­li­che Funk­tio­nen erfüllen, kommt es bei einer komplexen Seiten- oder Dritt­sei­ten-Ar­chi­tek­tur auf ein ef­fi­zi­en­tes Tag-Ma­nage­ment an. Das gilt vor allem bei An­bie­ter­wech­seln, neuen Kampagnen oder neuen Wer­be­maß­nah­men und Projekten.

Tipp

Für mehr Reich­wei­te und besseres Such­ma­schi­nen­ran­king braucht es gutes SEO. Nutzen Sie mit IONOS den kos­ten­lo­sen SEO-Check und op­ti­mie­ren Sie Ihre Website.

Welche Vorteile bieten Tags?

Die Vorteile von Tags sind je nach Art ver­schie­den. Im Folgenden kon­zen­trie­ren wir uns vorrangig auf den Nutzen, den Tagging auf Platt­for­men wie YouTube, auf Blogs oder im On­line­mar­ke­ting bietet.

YouTube

YouTube-Tags sind Such­be­grif­fe und Schlag­wor­te, die Sie Ihren Videos hin­zu­fü­gen können. Sie spielen eine wichtige Rolle, um den YouTube-Al­go­rith­mus für sich zu nutzen und das YouTube-SEO zu ver­bes­sern. Klug gesetzte Tags ver­bes­sern die Chance, vom YouTube-Al­go­rith­mus als relevant bewertet und somit höher im Ranking aus­ge­spielt zu werden. Auf diese Weise erhöhen Sie Ihre Reich­wei­te und Ihre Views und lotsen mehr Be­su­che­rin­nen und Besucher auf Ihren On­line­shop oder Ihre Fir­men­web­site. Das Setzen von Tags in YouTube sollte stets gezielt und nicht un­ver­hält­nis­mä­ßig erfolgen, damit es nicht als Spam bewertet wird. Um Tags hin­zu­zu­fü­gen, gehen Sie im YouTube Studio unter dem je­wei­li­gen Video auf „Inhalte“ bzw. bei neuen Uploads auf „Weitere Optionen“.

Blogs

Tags in Blogs bestehen aus be­stimm­ten Schlag­wor­ten, die sich auf die Themen und Inhalte von Blog­bei­trä­gen beziehen. Mit ihnen er­leich­tern Sie es Be­su­che­rin­nen und Besuchern, ähnliche Artikel zu be­stimm­ten Themen und Such­be­grif­fen über die Such­funk­ti­on oder Filter zu finden. Zudem können Sie mit einer Tag-Cloud besonders in­ter­es­san­te oder populäre Themen her­vor­he­ben, um die Ver­weil­dau­er und den Traffic auf Ihrer Website zu op­ti­mie­ren.

On­line­mar­ke­ting

Tags im On­line­mar­ke­ting bieten vor allem für Shop-Be­trei­ben­de Vorteile. Während Nut­ze­rin­nen und Nutzer Artikel, Un­ter­sei­ten oder Produkte anschauen oder kaufen, erfassen On­line­mar­ke­ting-Tags die Ak­ti­vi­tä­ten, ana­ly­sie­ren das Klick- bzw. Kauf­ver­hal­ten und helfen dabei, Mar­ke­ting­kam­pa­gnen und Wer­be­maß­nah­men zu op­ti­mie­ren. Dies steigert nicht nur Ihre Con­ver­si­ons, sondern schärft auch Ihre Un­ter­neh­mens­stra­te­gie.

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