Social-Media-Advertising einfach erklärt
Werbung auf Social Media funktioniert je nach Plattform etwas unterschiedlich: Formate, Zielgruppen und Mechaniken variieren. Gleichzeitig ähneln sich viele Grundprinzipien, sodass Kampagnen über verschiedene Netzwerke hinweg oft nach vergleichbaren Logiken geplant, umgesetzt und gesteuert werden können.
Zusammenfassung
Social-Media-Advertising umfasst bezahlte Werbemaßnahmen (Social Ads) in sozialen Medien.
- Kampagnen bieten hohe Reichweite, volle Kostenkontrolle und reduzieren Streuverluste.
Targetingadressiert Zielgruppen gezielt nach Interessen, Alter, Geschlecht und Ort.Tracking-Technologien erfassen Nutzerinteraktionen für Analysen imAds Manager.- Datenschutz (DSGVO, DSA) erfordert Werbekennzeichnung und ein sauberes
Consent-Management.
Was ist Social-Media-Advertising?
Bei Social-Media-Advertising bzw. Social Advertising handelt es sich um bezahlte Werbemaßnahmen in sozialen Medien. Die Werbemittel werden deshalb auch als gesponserte Inhalte bzw. Paid Content bezeichnet. Social-Media-Werbung ist dabei ein wichtiger Teilbereich des Social-Media-Marketings. Werbung in sozialen Netzwerken steht somit im Kontrast zu den organischen Inhalten der User (wie Posts oder Kommentare) und muss dementsprechend auch stets als werbliche Maßnahme gekennzeichnet werden. Eine Anzeige selbst wird Social Ad (Kurzform von „Social Advertisement“) genannt.
Das Format der Anzeige kann ganz unterschiedlich aussehen und ist abhängig von der Social-Media-Plattform. Außer klassischem Display-Marketing mit Bild- oder Videoinhalten erlauben einige Dienste auch das Schalten von interaktiver und ausgefallenerer Werbung. Neben Unternehmen, Marken, Produkten und Dienstleistungen lassen sich über Social-Media-Werbung auch gut redaktionelle Inhalte bewerben – auch Content-Marketing über Social Ads ist keine Seltenheit.
Was kosten Werbeplätze im Social Advertising?
Advertiser schalten Social Ads meist über die Werbemanagement-Tools der jeweiligen Plattform. In Einzelfällen (z. B. bei größeren Sonderplatzierungen oder Reservierungen) erfolgt die Buchung über den direkten Kontakt mit dem Sales-Team. Über Targeting-Kriterien lässt sich festlegen, welche User grundsätzlich für die Ausspielung infrage kommen. Da mehrere Kampagnen oft dieselben Zielgruppen adressieren, entscheidet die Plattform bei jeder verfügbaren Anzeigenfläche in Echtzeit, welche Anzeige ausgespielt wird.
Dabei zählt nicht nur das Gebot, sondern meistens auch Faktoren wie die erwartete Nutzerreaktion oder Qualitäts- und Relevanzsignale. Der tatsächlich berechnete Preis ergibt sich aus der jeweiligen Auktions- und Bietlogik und kann von Plattform zu Plattform variieren. Dabei wird aber grundsätzlich nicht mehr als das hinterlegte Gebots- bzw. Kostenlimit berechnet.
Warum ist Social-Media-Werbung sinnvoll?
Social-Media-Advertising bietet gegenüber klassischen Werbeformaten wie Print, Radio oder TV und anderen Onlinewerbeformen wie Suchmaschinenwerbung, Banner oder Pop-ups diverse Vorteile:
- hohe Reichweite aufgrund einer Vielzahl von aktiven Social-Media-Usern
- sehr gute Adressierung der Zielgruppe mit diversen Targeting-Möglichkeiten
- automatische Erfassung der Nutzerinteraktion mit den Social Ads (Klicks, Views etc.) dank verschiedener Tracking-Technologien
- präzise Analyse und Erfolgsmessung von Social-Media-Werbung
- vielversprechende Werbemöglichkeiten mit voller Kostenkontrolle – auch für kleine Budgets
Vor allem das Targeting, Tracking und die Auswertung von Werbekampagnen beim Social Advertising stellen einen großen Vorteil gegenüber anderen Werbeplattformen dar.
Targeting beim Social-Media-Advertising
Unter Targeting versteht man bei Social-Media-Werbung das gezielte Ausspielen von Anzeigen in solchen Nutzer-Accounts, die zu einer vorher festgelegten Zielgruppe gehören. Der Umfang der Targeting-Möglichkeiten variiert hierbei von Plattform zu Plattform. Jedoch gibt es bei allen großen Social-Media-Diensten einige grundlegende Merkmale, nach denen Sie die Zielgruppe Ihrer Werbekampagne eingrenzen können:
- Interessen der User (werden aus deren Interaktionen und dem Content-Konsum innerhalb der Social-Media-Plattform abgeleitet)
- Alter
- Geschlecht
- Ort
Aber auch über Techniken wie Retargeting und dank anderer, externer Quellen liegen den Betreibenden von Social-Media-Plattformen unter Umständen viele weitere Signale ihrer User vor. Informationen über den Familienstand, den Beruf, das ungefähre Haushaltseinkommen und vieles mehr sind je nach Plattform und verfügbarer Datenbasis keine Seltenheit; selbst wenn die Nutzerinnen und Nutzer in dem sozialen Netzwerk keinerlei Angaben hierüber gemacht haben.
In der Praxis arbeiten viele Advertiser außerdem mit Custom Audiences. Dazu zählen zum Beispiel Website- oder App-Besucherinnen und Besucher sowie Kundenlisten. Je nach Plattform lassen sich daraus auch ähnliche Zielgruppen ableiten, sogenannte Lookalikes. Zusätzlich bieten viele Netzwerke automatische Zielgruppenerweiterungen an. Diese Datenbasis ist ein klarer Vorteil für Werbetreibende. Sie ermöglicht viele Targeting-Optionen, mit denen Social-Media-Werbung Streuverluste häufig stärker reduziert als klassische Werbeformen wie TV, Radio oder Print.
Tracking und Erfolgsmessung von Social Ads
Das große Wissen, insbesondere über das Verhalten der User, beruht u. a. darauf, dass viele Klicks und Interaktionen mit einer Social Ad von dem jeweiligen Dienst im Rahmen der Plattformmessung automatisch aufgezeichnet werden. Diese Daten stellen viele soziale Netzwerke ihren Werbepartnerinnen und Werbepartnern für die Auswertung ihrer Kampagnen zur Verfügung. So lässt sich nicht nur nachvollziehen, ob eine Werbekampagne grundsätzlich erfolgreich gelaufen ist oder nicht, sondern es kommen auch viel kleinere Faktoren zum Vorschein, die den Verlauf einer Kampagne beeinflussen.
Einige Social-Media-Dienste erlauben außerdem A/B-Tests für Werbeanzeigen. Hierbei werden beispielsweise zwei geringfügig verschiedene Anzeigen, Placements oder Zielgruppenvarianten kontrolliert gegeneinander getestet. Das passiert häufig parallel innerhalb eines definierten Test-Setups. Durch das Tracking kann ein Advertiser anschließend nachvollziehen, welche Variante besser performt und für die Kampagne bevorzugt eingesetzt werden sollte.
Besonders nützlich ist, dass soziale Netzwerke die erhobenen Daten für die Werbetreibenden automatisch aufbereiten. So gut wie alle Plattformen verfügen über eine Anwendung (meist Ads Manager genannt), die Werbetreibenden diverse Statistiken zum Verlauf ihrer Kampagnen bereitstellt. Dort lassen sich Kennzahlen und Diagramme nach unterschiedlichen Gesichtspunkten wie Zielgruppen, Placements oder Geräten filtern, segmentieren und auswerten.
Social-Media-Advertising: Die wichtigsten Plattformen im Überblick
Im Folgenden stellen wir die für Werbetreibende relevantesten Social-Media-Plattformen in der D-A-CH-Region vor. Wir geben einen Überblick darüber, welche Anzeigenformate existieren und welche Optionen Ihnen für die Einrichtung, Verwaltung und Auswertung von Werbekampagnen zur Verfügung stehen.
Der größte Vorteil von Facebook ist, dass sich dort enorm viele potenzielle Kundinnen und Kunden aus unterschiedlichsten Zielgruppen aufhalten. Darum eignet sich Facebook für Werbekampagnen für viele Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig ist Facebook als Social-Advertising-Plattform seit vielen Jahren etabliert, weshalb dort entsprechend viele Advertiser aktiv sind. Das hat auch eine Kehrseite: Die Konkurrenz um verfügbare Anzeigenplätze ist hoch.
Mit zunehmendem Wettbewerb ist es naheliegend, dass die Kosten für Facebook-Werbung je nach Branche, Zielgruppe und Saison steigen oder stark schwanken können. Das sollte Sie aber nicht grundsätzlich davon abhalten, Facebook zu nutzen: Sie können exakt festlegen, wie viel Geld Sie für Ihre Werbekampagne ausgeben möchten, und behalten so die Kontrolle über Ihr Anzeigenbudget. Beachten Sie jedoch, dass ein fixes Budget nicht automatisch einen festen Preis pro Ergebnis garantiert – die tatsächlichen Kosten hängen immer auch von Auktion, Zielgruppe, Platzierungen und Anzeigenqualität ab.
Wenn Sie auf Facebook Werbung schalten möchten, brauchen Sie neben einem eigenen Account auch ein Business Portfolio in der Meta Business Suite. Dort verwalten Sie unter anderem Ihr Werbekonto, Zugriffsrechte, Zahlungsmethoden sowie die wichtigsten Werbe-Assets – und steuern Ihre Kampagnen anschließend im Ads Manager.
Instagram gehört, genau wie Facebook, zum Konzern Meta und wird über denselben Werbekosmos (Meta Ads Manager) mitgesteuert. Für die organische Reichweite auf Instagram ist heute vor allem entscheidend, was der Algorithmus als relevant einstuft: Inhalte werden nicht nur Followerinnen und Followern gezeigt, sondern auch über Empfehlungen an neue Zielgruppen ausgespielt. Dabei sind Reels inzwischen der wichtigste Hebel, weil sie besonders stark zum Ausbau der Followerschaft beitragen.
Bei Instagram sind die Werbeformate weitgehend identisch mit denen auf Facebook und werden im gleichen Meta-Werbesystem bereitgestellt. Die Erstellung, Ausspielung und Auswertung von Instagram Ads läuft daher parallel über den Meta Ads Manager: Sie bauen Kampagnen einmal auf, wählen Instagram als Platzierung (oder nutzen automatische Platzierungen) und können die Performance anschließend gemeinsam oder getrennt nach Plattform auswerten.
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TikTok
TikTok unterscheidet sich von Facebook und Instagram vor allem dadurch, dass Reichweite viel stärker über den „For You“-Feed und damit über den Algorithmus entsteht. Inhalte werden schnell auch an Nicht-Followerinnen und -Follower ausgespielt, wenn sie gut performen. Für TikTok Ads heißt das: Am wichtigsten sind meist In-Feed-Video-Ads, weil sie sich am natürlichsten in den „For You“-Feed einfügen und sowohl für Reichweite als auch für Performance genutzt werden können. In der Praxis sind außerdem Spark Ads besonders relevant, weil sie bestehende organische TikTok-Posts als Anzeigen „boosten“ und Interaktionen wie Likes, Kommentare, Shares und neue Follows dem organischen Post zugerechnet werden. Zusätzlich dazu bietet die Plattform:
- TopView: Premium-Platzierung, die sehr prominent erscheint, wenn Nutzerinnen und Nutzer die App öffnen, und dadurch schnell hohe Aufmerksamkeit erzeugt.
- Branded Hashtag Challenge: Kampagnenformat, bei dem Nutzerinnen und Nutzer mit einem Hashtag zur Teilnahme motiviert werden und selbst Inhalte zum Thema erstellen.
- Branded Effects: Interaktive AR-Elemente wie Filter, Sticker oder Effekte, die Nutzerinnen und Nutzer in ihren eigenen Videos verwenden können.
Im TikTok Ads Manager bauen Sie Kampagnen ähnlich wie bei Meta in einer klaren Drei-Stufen-Struktur auf: Campaign, Ad Group und Ad. Auf Kampagnenebene legen Sie vor allem das Ziel fest (zum Beispiel Reichweite, Video Views, Traffic oder Conversions). In der Ad Group definieren Sie dann die wichtigsten Einstellungen für die Ausspielung, also Zielgruppe, Placements und Zeitplan, und entscheiden, wie TikTok auf Ergebnisse optimieren soll.
Beim Budget haben Sie zwei Grundoptionen: Daily Budget oder Lifetime Budget. Budgets können sowohl auf Kampagnen- als auch auf Ad-Group-Ebene gesetzt werden, und TikTok arbeitet dabei mit Mindestbudgets, damit die Auslieferung stabil laufen kann. Wenn Sie mehrere Ad Groups in einer Kampagne haben, können Sie außerdem Campaign Budget Optimization (CBO) nutzen. Dann legen Sie ein Kampagnenbudget fest und TikTok verteilt es automatisch auf die Ad Groups, die voraussichtlich die besten Ergebnisse liefern.
X
X (ehemals Twitter) unterscheidet sich funktional deutlich von Facebook und Instagram: Statt eines stark „social-graph“- und bildgetriebenen Feeds steht bei X die Echtzeit-Kommunikation im Vordergrund – Themen, News, Diskussionen und Keywords/Trends bestimmen, was Nutzerinnen und Nutzer sehen und womit sie interagieren. Entsprechend ähneln X-Ads meist normalen Posts und sind auf Reichweite, Aufmerksamkeit und Reaktionen in der Timeline ausgelegt.
Werbung auf X fügt sich optisch in den organischen Content ein: Promoted Ads sehen aus wie normale Posts und sind durch einen kleinen Hinweis wie „Ad“ oder „Promoted“ als Anzeige gekennzeichnet. Typische Ausspielungsorte sind vor allem der Feed, aber je nach Kampagne auch weitere Flächen wie die Suche oder Profile. Wichtige Platzierungs- und Formatfamilien sind:
- Promoted Ads (Feed Ads): Standard-Posts, die als Text-, Bild-, Video- oder Carousel-Anzeige ausgespielt werden können und wie normale Posts gelikt, kommentiert und repostet werden.
- Follower und Account Growth Ads: Anzeigen, die darauf ausgelegt sind, Profilbesuche und Follows zu erhöhen.
- Takeover- und Trend-Formate: Das sind „Premium-Werbeplätze“ auf X, die besonders sichtbar sind, weil sie direkt im Explore-/Trends-Bereich auftauchen, statt zwischen normalen Posts im Feed zu erscheinen.
- Video-Umfelder: Hier läuft Ihre Werbung vor, während oder neben professionellen Videos auf X. Also nicht nur als normales Video im Feed, sondern in einem Video-Programm mit Publisher-Inhalten (z. B. Nachrichten-, Sport- oder Creator-Clips).
Ähnlich wie bei Facebook und Instagram starten Sie auch auf X jede Kampagne mit einem klaren Ziel. Dieses Ziel bestimmt, worauf das System optimiert. Also ob Ihre Anzeige vor allem möglichst vielen Menschen gezeigt werden soll (Reach/Awareness), ob sie Interaktionen auslösen soll (Engagement), ob ein Video möglichst oft angesehen werden soll (Video Views) oder ob Nutzerinnen und Nutzer auf eine Website bzw. in einen Shop klicken und dort idealerweise etwas tun (Website Traffic/Sales). Für App-Anbieter gibt es außerdem Ziele wie Installationen.
Die Steuerung und Erfolgsmessung laufen, ähnlich wie im Meta Ads Manager, zentral im X Ads Manager. Dort legen Sie Ihr Budget als Tages- oder Gesamtbudget fest, definieren die Laufzeit, wählen Ihre Zielgruppe aus und bestimmen die Gebotsstrategie, die über ein Auktionsmodell funktioniert. In den Reports sehen Sie anschließend die wichtigsten Kennzahlen wie Impressions und Reichweite, Interaktionen, Video-Views und Link-Klicks sowie die jeweiligen Kosten pro Ergebnis wie CPM, CPC oder Kosten pro Interaktion.
Snapchat
Snapchat setzt noch stärker auf schnelle, vertikale Vollbild-Inhalte und „kameranahe“ Nutzung. Statt eines klassischen Feed-Erlebnisses wie bei Facebook steht bei Snapchat das Wischen durch kurze Vollbild-Clips im Mittelpunkt. Am relevantesten ist deshalb in der Praxis das Format Single Image / Video Ad (Snap Ads), weil es als „Standardformat“ am häufigsten eingesetzt wird und in der User Experience am natürlichsten wirkt. Snapchat bietet darüber hinaus auch weitere Werbeformate wie Story Ads, Collection Ads, Commercials bzw. Video-Placements und AR Ads/Linsen für interaktive Effekte.
Gemanagt wird Snapchat-Werbung zentral im Snapchat Ads Manager. Zuerst wählen Sie ein Kampagnenziel aus. Snapchat ordnet diese Ziele zum Beispiel den Bereichen Awareness & Engagement, Traffic, Leads, App Promotion und Sales zu. Danach erstellen Sie Ihre Kampagne in drei Schritten: Kampagne, Anzeigengruppe und Anzeige. Beim Budget legen Sie ein Tagesbudget oder ein Laufzeitbudget fest. Außerdem können Sie Budgets auf Kampagnenebene oder auf Ebene der Anzeigengruppe verwalten und jederzeit anpassen.
Bei Pinterest Advertising geht es weniger um laufende „Social“-Konversationen, sondern mehr um visuelle Suche und Inspiration mit konkreter Kauf- und Planungsabsicht. Anzeigen wirken deshalb wie normale Pins und erscheinen dort, wo Nutzerinnen und Nutzer aktiv stöbern oder suchen, also im Homefeed/Kategorie-Feeds und in relevanten Suchergebnissen.
Das wichtigste und meistgenutzte Format ist in der Praxis der Standard-Pin als Anzeige (ein einzelnes Bild mit Titel/Text und Link), weil er am natürlichsten in den Pinterest-Flow passt und sowohl beim Browsen als auch in der Suche funktionieren kann. Als Werbeformate stehen Ihnen daneben unter anderem Video Ads, Carousel- bzw. Multi-Asset-Formate sowie Collection-Formate zur Verfügung.
Gesteuert wird alles zentral im Pinterest Ads Manager in einer klaren Struktur aus Kampagne, Anzeigengruppe und Anzeige. In der Anzeigengruppe legen Sie fest, ob Ihre Anzeigen eher beim Browsing oder in der Suche erscheinen sollen (oder in beiden Bereichen). Beim Budget können Sie je nach Setup auf Kampagnenebene ein Limit setzen und Budgets so verwalten, dass Pinterest das Budget automatisch auf die Anzeigengruppen mit der besten Leistung verteilt. Für stärker automatisierte Performance-Setups gibt es außerdem Pinterest Performance+, das die Kampagnenerstellung vereinfacht und je nach Ziel auch Shopping- und Collection-Varianten aus einem Produktkatalog automatisiert ableiten kann.
XING-Werbung ist stark dadurch geprägt, dass es sich bei der Plattform um ein Karriere- und Business-Netzwerk handelt. Nutzerinnen und Nutzer sind dort typischerweise in einem professionellen Kontext unterwegs, weshalb XING für B2B, Employer Branding und Recruiting besonders relevant ist. Am wichtigsten ist in der Praxis meist das native XING Ad-Format „Website“, weil es wie ein normaler Beitrag im XING-Umfeld wirkt und Mitglieder direkt auf Ihre Unternehmenswebsite oder eine Landingpage führt.
XING bietet unter anderem folgende Werbeformate an:
- Website Ads: Leiten Mitglieder per Klick auf Ihre Website oder Landingpage weiter und eignen sich besonders für Traffic- und Conversion-Ziele.
- Lead-Formular Ads: Sammeln Kontakte direkt in XING über ein integriertes Formular, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer die Plattform verlassen müssen.
- Video Ads: Spielen Bewegtbild im XING-Umfeld aus und sind vor allem für Reichweite, Aufmerksamkeit und Employer-Branding geeignet.
- XING-Seite Ads: Bewerben Ihre Unternehmensseite, um mehr Follower zu gewinnen und Ihre Präsenz auf XING aufzubauen.
- Neuigkeit Ads: Heben eine konkrete Neuigkeit oder ein Update Ihrer XING-Seite besonders hervor, damit mehr Mitglieder den Beitrag sehen und darauf reagieren.
Gesteuert werden Anzeigen zentral im XING AdManager über einen Schritt-für-Schritt-Prozess: Ziel festlegen, Zielgruppe definieren (z. B. nach Region, Branche oder Karrierestufe) und anschließend Budget bestimmen. Beim Budget haben Sie volle Kostenkontrolle und können ein tägliches Budget oder ein Gesamtbudget festlegen und Kampagnen entsprechend anpassen.
LinkedIn ist so wie XING ein berufliches Netzwerk. Nutzerinnen und Nutzer sind dort im „Business Mindset“ unterwegs, und das Targeting ist stark auf berufliche Merkmale wie Jobtitel, Branche, Unternehmensgröße oder Skills ausgerichtet. Am relevantesten ist in der Praxis meist Sponsored Content im Feed (vor allem als Single-Image-Ad oder Video), weil diese Anzeigen am natürlichsten zwischen organischen Beiträgen erscheinen und sich für Reichweite, Traffic und Leadziele eignen. Als Werbeformate bietet LinkedIn neben Sponsored Content auch:
- Video Ads: Videoanzeigen im Feed, die auf Aufmerksamkeit und Video-Views optimiert werden können.
- Carousel Ads: Anzeigen mit mehreren Cards, durch die Mitglieder horizontal swipen können.
- Document Ads: Dokumente wie PDFs werden direkt im Feed beworben, sodass Nutzerinnen und Nutzer sie ansehen oder herunterladen können, ohne LinkedIn zu verlassen.
- Event Ads: Format, um LinkedIn-Events direkt im Feed zu bewerben, zum Beispiel vor, während oder nach dem Event.
- Text Ads: Schlichte Textanzeigen, die auf der rechten Seite oder im oberen Bereich von LinkedIn auf Desktop ausgespielt werden.
- Dynamic Ads: Personalisierte Anzeigen, die automatisch Profildaten wie Profilfoto einbinden, z. B. als Follower Ads, Spotlight Ads oder Job Ads.
- Sponsored Messaging (Message Ads): Werbenachrichten, die im LinkedIn-Messaging als Anzeige im Posteingang ankommen und einen klaren CTA enthalten können.
- Sponsored Messaging (Conversation Ads): Chatartige Anzeigen im Messaging, bei denen Nutzerinnen und Nutzer sich per vorgegebenen Antworten durch eine „Unterhaltung“ klicken.
- Lead Gen Forms: Vorgefüllte Lead-Formulare, die sich an bestimmte Anzeigenformate (z. B. Sponsored Messaging) anhängen lassen, damit Leads direkt in LinkedIn erfasst werden.
Gemanagt werden LinkedIn-Ads zentral im Campaign Manager. Dort arbeiten Sie mit einer klaren Struktur und legen Ziel, Zielgruppe, Placements und Creatives fest. Budgets können Sie als Tagesbudget, Laufzeitbudget oder als Kombination aus beiden steuern, um sowohl die tägliche Ausgabenhöhe als auch den Gesamtrahmen im Griff zu behalten. Für die Erfolgsmessung nutzen Sie die Reports im Campaign Manager und, wenn Sie Website-Ergebnisse messen wollen, zusätzlich das LinkedIn Insight Tag für Conversion-Tracking und Retargeting.
- Kostengünstig: Google-Ranking verbessern ohne teure Agentur
- Effizient: Rezensionen beantworten, Posts für Social Media erstellen
- Einfach: Keine SEO- oder Marketing-Kenntnisse nötig
Social-Media-Advertising und Datenschutz
Beim Social-Media-Advertising spielt Datenschutz eine zentrale Rolle, weil Targeting, Retargeting und Erfolgsmessung häufig auf Daten beruhen, die in der EU als personenbezogen gelten. Relevant ist dabei nicht nur die DSGVO, sondern auch die ePrivacy-Regel zu Tracking-Technologien: Sie betrifft nicht nur klassische Cookies, sondern grundsätzlich auch andere Verfahren wie Pixel oder vergleichbare Identifier, wenn Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden.
In der Praxis heißt das, dass viele Tracking-Setups ein sauberes Consent-Management benötigen, damit Tags, Pixel und Conversion-Events erst nach einer gültigen Einwilligung aktiv werden. Zusätzlich bringt der Digital Services Act (DSA) mehr Transparenzpflichten für Online-Werbung mit sich: Anzeigen müssen klar als Werbung erkennbar sein, und Nutzerinnen und Nutzer sollen nachvollziehen können, wer hinter einer Anzeige steht und warum sie sie sehen.
Tracking wird oft „cookieless“ umgesetzt. Damit ist gemeint, dass Unternehmen sich weniger auf Third-Party-Cookies verlassen, also auf Cookies von Drittanbietern, die Nutzerinnen und Nutzer über verschiedene Websites hinweg tracken. Stattdessen arbeitet man stärker mit Signalen aus der eigenen Website oder App, mit serverseitiger Messung und mit modellierten Conversions. Fehlende Conversions werden dabei statistisch geschätzt, wenn nicht alle Signale verfügbar sind.

