Mit der Be­zeich­nung „Twitter“ – also „Ge­zwit­scher“ – wählte der 2006 ge­grün­de­te Social-Media-Dienst einen spre­chen­den Namen, der bereits vieles über seine Nutzung verrät. Denn so wie Vo­gel­ge­zwit­scher über weite Ent­fer­nun­gen von allen in Hörweite bemerkt wird, sollen auch die kurzen Twitter-Beiträge (mit ihrem Umfang von nicht mehr als 140 Zeichen) von möglichst vielen Leuten bemerkt werden und nicht nur von Ein­zel­per­so­nen. Anders als etwa bei Facebook dient die Kom­mu­ni­ka­ti­on über Twitter weniger der Pflege sozialer Kontakte oder dem Teilen von Inhalten mit Freunden. Statt­des­sen steht eine schnelle Ver­brei­tung von In­for­ma­tio­nen im Vor­der­grund – die eigene Nachricht soll in möglichst kurzer Zeit von möglichst vielen Menschen gelesen werden. Nicht die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit aus­ge­such­ten Personen, sondern die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit einer großen Gruppe ist ent­schei­dend bei Twitter-Beiträgen (so­ge­nann­ten Tweets). Ein Tweet ist eine Meldung oder eine Sta­tus­än­de­rung, die man über Twitter ver­brei­tet. Da viele dieser kurzen Nach­rich­ten die postende Person selbst betreffen, wird Twitter auch als öf­fent­li­ches On­line­ta­ge­buch oder als Micro-Blogging-Dienst be­zeich­net. Mit Tweets kann man durchaus eine globale Reich­wei­te erlangen. Wie aber lässt sich Twitter für Un­ter­neh­men nutzen? Viele Pro­mi­nen­te machen es vor: Sie verwenden Twitter zur di­rek­te­ren Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ihrer „Fan­ge­mein­de“. So ver­wun­dert es nicht, dass die 10 Twitter-Accounts mit den meisten Followern (Januar 2017) über­wie­gend von Personen aus der Musik, Film- und Fern­seh­bran­che stammen – Un­ter­neh­men, die es in die Top 10 schaffen, sind lediglich YouTube und Twitter selbst. Das ist ver­wun­der­lich, da man Twitter auch als Un­ter­neh­men nutzen kann – es greifen hierbei die üblichen Stra­te­gien des Social-Media-Mar­ke­tings.

Die 10 deutschen Marken, die 2016 am er­folg­reichs­ten auf Twitter vertreten waren, sind über­wie­gend News-Outlets. Und generell eignet sich der News-Charakter eines Tweets auch her­vor­ra­gend, um po­ten­zi­el­le Kunden über aktuelle Un­ter­neh­mens­ent­wick­lun­gen auf dem Laufenden zu halten. Twitter erhöht die digitale Präsenz einer Marke, was wiederum die Kun­den­bin­dung fördert. Dies erfordert aber eine sinnvolle Strategie. Wie genau Twitter für Un­ter­neh­men funk­tio­niert und welche Twitter-Stra­te­gien es gibt, erläutern wir in diesem Leitfaden.

Twitters Funk­tio­nen in der Übersicht

Twitters Funk­tio­nen umfassen weit mehr, als die nur 140 Zeichen eines Tweets zunächst vermuten lassen. Die Funk­ti­ons­wei­se von Twitter zu verstehen, ist un­ab­ding­bar, um den Nutzen von Twitter für Un­ter­neh­men ein­zu­schät­zen.

Der Tweet

Das zentrale Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel bei Twitter ist der Tweet, eine öf­fent­li­che Mit­tei­lung, die nur wenige Zeilen umfasst. Der Tweet wird den Followern des Ver­fas­sers zum Lesen angezeigt. Doch Tweets sind stan­dard­mä­ßig öf­fent­lich, weshalb sie grund­sätz­lich auch für un­an­ge­mel­de­te Leser sichtbar sind. Der Verfasser kann die Sicht­bar­keit seiner Beiträge jedoch ein­schrän­ken, sodass sie nur noch für zu­ge­las­se­ne Follower er­schei­nen.

Nutzer können mittels Twitter ei­ner­seits Tweets verfassen und darüber eine Gruppe von Followern aufbauen – sie werden dann zu Mi­cro­blog­gern. An­de­rer­seits können sie selbst zu Followern anderer Accounts werden – in diesem Fall sind sie Leser und Dis­kus­si­ons­teil­neh­mer. Twitter bietet außerdem die Mög­lich­keit, Personen direkt und privat an­zu­schrei­ben. Diese so­ge­nann­ten Direct Messages werden al­ler­dings ver­hält­nis­mä­ßig selten genutzt.

Ein Tweet ist be­schränkt auf 140 Unicode-Zeichen, jedes weitere Zeichen wird au­to­ma­tisch ab­ge­schnit­ten. Dieses Merkmal des Dienstes sorgte von Anfang an für Dis­kus­si­ons­stoff: Pläne für eine Aus­wei­tung des Zei­chen­vo­lu­mens stießen bei Nutzern zunächst auf großen Wi­der­stand. Dennoch entschied sich Twitter 2016, die Regelung auf­zu­wei­chen. Fortan fallen an­ge­häng­te Fotos oder Videos, zitierte Tweets oder erwähnte Nut­zer­na­men aus der Zei­chen­zäh­lung heraus. Mit Ausnahme von Weblinks, deren Zeichen noch immer voll­stän­dig mit­ge­zählt werden, hat der Twitter-Nutzer nun die 140 Zeichen komplett für den Nach­rich­ten­text zur Verfügung. Wer Twitter selbst nutzt, weiß um die Bedeutung jedes zu­sätz­lich ver­füg­ba­ren Zeichens.

Verweise und Anhänge

Neben dem Text kann ein Tweet noch ver­schie­de­ne andere Verweise enthalten. Dies können Hashtags (an deren Anfang steht ein #), Links (als URL) oder Verweise auf andere Nut­zer­pro­fi­le (mit einem ein­lei­ten­den @) sein. Durch Hashtags und Verweise erhält ein Tweet nor­ma­ler­wei­se eine höhere Reich­wei­te. Sie gehören zu Twitters wich­tigs­ten Funk­tio­nen, um eine große Fol­lo­wer­schaft auf­zu­bau­en. Darüber hinaus kann man dem Tweet Anhänge hin­zu­fü­gen, etwa Fotos, Videos oder zitierte Tweets. Auch wenn Bilder und Videos bei Twitter nicht dieselbe Relevanz haben wie bei­spiels­wei­se bei Facebook, lassen sie sich dennoch gezielt für das Social-Media-Marketing mit Twitter nutzen.

Die Timeline

Erscheint einem Twitter-User ein Account in­ter­es­sant, so wird er ihn adden. Die abon­nier­ten Tweets werden dann in der Timeline dar­ge­stellt und treffen mitunter im Se­kun­den­takt ein. Die Timeline bildet dann sozusagen das Ak­ti­ons­feld des Twitter-Nutzers: Dort kann man lesen, antworten, retweeten und fa­vo­ri­sie­ren.

Die Re­ak­ti­ons­mög­lich­kei­ten: Antwort, Retweet und Fa­vo­ri­sie­rung

Auf einen Tweet kann man über Twitter auf drei ver­schie­de­ne Arten reagieren. Diese Re­ak­ti­ons­mög­lich­kei­ten werden durch drei Symbole unterhalb eines Tweets dar­ge­stellt: Man kann öf­fent­lich auf einen Tweet antworten (Pfeil nach rechts), man kann ihn retweeten (zwei kreisende Pfeile) oder ihn fa­vo­ri­sie­ren (Herz). Durch öf­fent­li­che Antworten können rege Kon­ver­sa­tio­nen entstehen. Die Fa­vo­ri­sie­rung (ver­gleich­bar mit dem „Like“ auf Facebook) zeigt vor allem an, wie er­folg­reich ein Tweet bei den Lesern war und wie viele Menschen er erreicht hat.

Möchte man einen Tweet mit den eigenen Followern teilen, so kann man ihn retweeten. Seit den Än­de­run­gen von 2016 ist es auch möglich, die eigenen Beiträge zu retweeten. Die Funktion des Retweets trägt maß­geb­lich zur hohen Reich­wei­te von Twitter-Themen bei, da sich über sie in­ter­es­san­te Tweets in Se­kun­den­schnel­le über das Netz aus­brei­ten können.

Phänomen Hashtag

Das Phänomen Hashtag bedarf einer eigenen Erklärung, denn neben dem Retweet ist es das Hashtag, das Twitter zu einem Phänomen großer Reich­wei­te macht. Das Hashtag ist eine Art Schlag­wort. Mit dem Rau­te­sym­bol wird der Inhalt bzw. das Thema eines Tweets durch ein Hashtag kurz und knapp in einem Wort an­ge­ris­sen. Diese Hashtags sind gleich­zei­tig Links, die dann zu be­tref­fen­den Tweet führen. Zu den er­folg­reichs­ten (also meist­ge­klick­ten) Hashtags im Jahr 2016 gehörten an­ge­sichts der US-Wahlen #Election2016 oder be­zug­neh­mend auf den Tod zahl­rei­cher Pop-Ikonen im be­tref­fen­den Jahr auch schlicht #RIP.

Vorteile des Social-Media-Mar­ke­tings über Twitter

Twitter hat die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwischen Un­ter­neh­men und Publikum grund­le­gend verändert: Sie verläuft nun schneller und direkter. Jeder Klein­un­ter­neh­mer und jede Ich-AG kann nun mit geringen Kosten in­ter­na­tio­nal Auf­merk­sam­keit für sein Un­ter­neh­men wecken und po­ten­zi­el­le Kunden erreichen. Auf seiner Website bietet Twitter in einer ge­son­der­ten Rubrik um­fang­rei­che In­for­ma­tio­nen zur Nutzung des Dienstes durch Un­ter­neh­men. Außerdem unterhält Twitter die Rubrik „Marketing“ sowie einen Blog für Klein­un­ter­neh­mer. Vier Aspekte machen Twitter dabei so in­ter­es­sant für Un­ter­neh­men: Man kann über Twitter

  • aktuelle Ent­wick­lun­gen und Trends in Echtzeit verfolgen,
  • die Mar­ken­be­kannt­heit steigern,
  • einen direkten Kun­den­ser­vice bieten und
  • Ver­bin­dun­gen zu po­ten­zi­el­len Kunden oder In­fluen­cern aufbauen.

Twitter wirbt folglich mit der besonders großen Nähe zwischen Un­ter­neh­men und Kunden – darüber hinaus kann man über Twitter sehr leicht aktuelle Stim­mun­gen und Kun­den­be­dürf­nis­se mit­be­kom­men. Vorteile bietet Twitter somit auch als Test­por­tal und Stim­mungs­mes­ser. Gerade für kleinere, im On­line­mar­ke­ting noch un­er­fah­re­ne Un­ter­neh­men gilt: Zwar „vergisst Twitter nie“ – weshalb ein Tweet trotz seiner Kürze wohl­über­legt sein sollte –, aber dennoch ist Twitter ein optimaler Ort, um aus kleineren Fehlern zu lernen. Denn ebenso schnell wie diese re­gis­triert werden, sind sie aufgrund des hohen Outputs an Tweets wieder vergessen. Twitter eignet sich daher gut, um erste Er­fah­run­gen im Social-Media-Marketing zu sammeln. Die direkten Re­ak­tio­nen der Nutzer sind aber auch für erfahrene Marketer nützlich: Via Twitter lassen sich her­vor­ra­gend neue Marketing-Bot­schaf­ten ver­brei­ten. Mit dem Puls­mes­ser Twitter können In­no­va­tio­nen und neue Konzepte zunächst getestet und später wei­ter­ent­wi­ckelt werden.

So richtet man einen Twitter-Un­ter­neh­mens­ac­count ein

Auch bei Twitter gilt: Der erste Eindruck zählt. Un­ter­neh­men sollten sich daher bei der Er­stel­lung eines Twitter-Accounts keine Nach­läs­sig­kei­ten erlauben. Der folgende Twitter-Leitfaden erläutert Schritt für Schritt, wie Sie einen über­zeu­gen­den Twitter-Account erstellen.

Re­gis­trie­ren und kon­fi­gu­rie­ren

Ein Twitter-Account ist schnell und einfach ein­ge­rich­tet: Man braucht eine Mail­adres­se und ein Passwort, an­schlie­ßend wählt man einen Nut­zer­na­men (der später noch geändert werden kann), und schon kann es losgehen. Den Nut­zer­na­men sollten Sie al­ler­dings mit Bedacht wählen: Er sollte ein­präg­sam und nicht zu lang sein und einen klaren Bezug zum Un­ter­neh­men bzw. zur Marke haben.

Möchte man das Twitter-Un­ter­neh­mens­pro­fil nicht unter seinem per­sön­li­chen Namen führen, so können sowohl der ein­zu­ge­ben­de Name (Mus­ter­Busi­ness2) als auch der Nut­zer­na­me (@Mus­ter­Busi­ness2) mit dem Un­ter­neh­mens­na­men (Mus­ter­busi­ness2) identisch sein.

Auf Wunsch leitet Twitter den neuen Nutzer an­schlie­ßend durch mehrere Etappen, um das neue Profil zu ver­voll­stän­di­gen und bekannter zu machen: Bei­spiels­wei­se, indem man passende Accounts addet, die Timeline erstellt und Kontakte aus den E-Mails im­por­tiert.

Die Ba­sis­be­stand­tei­le eines Twitter-Accounts

Ein Twitter-Account besteht aus sechs grund­le­gen­den Be­stand­tei­len: dem Pro­fil­bild, dem Header-Bild, der De­sign­far­be, der Biografie, einer Stand­ort­an­ga­be und der Ver­lin­kung zur Un­ter­neh­mens-Website.

Ent­schei­den­des De­sign­ele­ment ist das Pro­fil­bild des Accounts. Es sollte das Un­ter­neh­men auf kleiner Fläche prägnant dar­stel­len. Hierfür eignet sich meist am besten das Fir­men­lo­go. Aber auch das Foto des Fir­men­lei­ters oder eines Mit­ar­bei­ters kommt dafür infrage – schließ­lich ist Twitter ein per­sön­li­ches Medium, und viele Nutzer kom­mu­ni­zie­ren lieber mit einer Person als mit einem Logo.

Das Header-Bild wiederum füllt den Hin­ter­grund des Twitter-Accounts und kann zu­sätz­li­che Stim­mun­gen oder In­for­ma­tio­nen ver­mit­teln. Es hat sich bewährt, ein Bild zu verwenden, das weniger Details als eine durch­schnitt­lich komplexe Fo­to­gra­fie aufweist. Die gewählte De­sign­far­be sollte zu den Bildern passen und das Profil optisch abrunden.

Die Infobox links neben der Timeline ist eine er­wei­ter­te „Vi­si­ten­kar­te“ des Un­ter­neh­mens. Im Textfeld „Biografie“ sollte man kurz und knapp (nur 160 Zeichen stehen zur Verfügung) die wich­tigs­ten Infos zu den eigenen Produkten oder Dienst­leis­tun­gen angeben. Nutzt man für das Un­ter­neh­men spezielle Hashtags oder weitere Accounts, kann man diese hier ebenfalls vermerken. Ein Beispiel für eine prägnante Biografie liefert der Twitter-Account des IONOS Hosting-Support-Teams:

„Hier twittern Martin (ma) und Michael (mi) vom Social Media Support und helfen bei Fragen rund um IONOS Hosting. @IO­NOS­ser­vice hilft bei DSL/Mobilfunk weiter.“ (Quelle: https://twitter.com/ionos_hilft)

Auch die es­sen­zi­el­le Wer­be­bot­schaft oder besondere Er­run­gen­schaf­ten des Un­ter­neh­mens können in der Biografie erwähnt werden – ebenso In­for­ma­tio­nen, welche Art von Tweets Follower von dem Account erwarten können.

Ein voll­stän­di­ger Un­ter­neh­mens­ac­count sollte außerdem Angaben zum Fir­men­stand­ort und zur Website enthalten. Dadurch wirkt das Un­ter­neh­men zum einen seriöser und zum anderen wissen in­ter­es­sier­te Follower direkt, wo sie wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen zum Un­ter­neh­men finden.

Weitere Ein­stel­lun­gen und erste Ak­ti­vi­tä­ten

Klickt man rechts oben in der Task­leis­te auf das eigene Pro­fil­bild, so gelangt man zu den weiteren Ein­stel­lun­gen des Accounts. Hier verwaltet man u. a. Ver­sand­in­for­ma­tio­nen, Be­stell­pro­to­kol­le, Optionen über E-Mail- und Web-Mit­tei­lun­gen und ändert seine Da­ten­schutz­ein­stel­lun­gen.

Nun kann es losgehen: Tweets werden mit einem Klick auf das Feder-Symbol verfasst, das sich ebenfalls rechts oben in der Task­leis­te befindet. Besonders wichtige Tweets kann man oben in der Timeline anheften, damit sie von Usern als erstes gelesen werden. Bei den „Optionen“ des be­trof­fe­nen Tweets lässt sich diese Funktion unter „Mehr“ auswählen.

Wie funk­tio­niert Twitter für Un­ter­neh­men? Stra­te­gien und Methoden

Ein Pa­ra­de­bei­spiel für optimales Social-Media-Marketing über Twitter liefert die Firma DELL. Der Konzern konnte mit seiner Twitter-Strategie im Jahre 2007 ca. 57 Mil­li­ar­den US-Dollar Umsatz nur über die Social-Media-Plattform verbuchen. DELL operiert mit mehreren in­ter­na­tio­na­len Twitter-Accounts, allein der Kanal „Dell­Out­let“ ver­zeich­net aktuell 1,38 Millionen Follower. In Deutsch­land betreibt das Un­ter­neh­men u. a. „DellHilft“ für tech­ni­schen Support und „Dell­Deutsch­land“ für News rund um Produkte, Firma und Branche.

Möchte man Twitter als Un­ter­neh­men nutzen, so bedarf es weit mehr als nur die Ein­rich­tung eines Accounts und das Absenden einiger Tweets. Ziele, Stra­te­gien und Methoden sollten wohl­über­legt sein, damit das Social-Media-Marketing mit Twitter zum Erfolg wird. Wir haben einen Leitfaden mit den wich­tigs­ten Tipps für ein er­folg­rei­ches Twitter-Un­ter­neh­mens­pro­fil erstellt.

Klare Ziel­set­zung

Grundlage eines jeden ge­lun­ge­nen Social-Media-Mar­ke­tings via Twitter ist die Ent­wick­lung einer Strategie. Dafür muss man sich zunächst darüber im Klaren sein, welches Image das Un­ter­neh­men mit Twitter promoten möchte. Nur dann können Ac­count­ge­stal­tung, Twitter-Ak­ti­vi­tä­ten und Inhalte der Tweets sinnvoll auf­ein­an­der ab­ge­stimmt werden.

Ent­schei­den­der Be­stand­teil einer ef­fek­ti­ven Twitter-Strategie ist die konkrete Ziel­set­zung. Sie variiert von Un­ter­neh­men zu Un­ter­neh­men: Das eine möchte primär Produkte verkaufen, das andere Neukunden gewinnen, einige wiederum vor­wie­gend Nutzer auf dem Laufenden halten, die Kund­schaft besser kennen lernen, Trends testen, das Image ver­bes­sern oder die Mar­ken­prä­senz steigern. Jeder Un­ter­neh­mer sollte sich zunächst über die konkreten Ziele klar werden, die er mit dem Twitter-Account erreichen will.

Zur Stra­te­gie­ent­wick­lung gehört neben der De­fi­ni­ti­on der Ziel­grup­pe, die mit dem Twitter-Un­ter­neh­mens­pro­fil an­ge­spro­chen werden soll, auch ein Konzept, mit welchen Angeboten man dies erreichen möchte. Neben dem „Warum?“ (Ziel) ist also auch das „Für wen?“ (po­ten­zi­el­le Le­ser­schaft) und das „Wie?“ (an­ge­bo­te­ner Mehrwert) wichtig. Wenn man die Grund­aus­rich­tung seiner Strategie vorab schrift­lich festhält, bleibt man mit seinem Un­ter­neh­mens­ac­count später leichter „auf Kurs“.

Tipp

Je nach Un­ter­neh­men und Strategie kann es sinnvoll sein, mehrere Accounts zu erstellen. Denn be­inhal­tet ein Account zu viele un­ter­schied­li­che Angebote und deckt zu viele The­men­be­rei­che ab, wird das auch negativ von den Followern wahr­ge­nom­men, die sich ein klares Konzept wünschen.

Eine Fol­lo­wer­schaft aufbauen

Das Ziel des Social-Media-Mar­ke­tings mit Twitter ist es, das eigene Profil möglichst vielen re­le­van­ten Personen bekannt zu machen. Wichtig ist also nicht die bloße Zahl an Nutzern, die die eigenen Tweets re­gis­trie­ren (also die Ge­samt­reich­wei­te), sondern darüber hinaus auch Aktivität der Follower (antworten die Follower auf Tweets oder retweeten sie selbige sogar?) und die „Qualität“ der Follower – damit ist die Relevanz der Follower für Ihre Branche gemeint. Für einen Anbieter von Da­men­kos­me­tik ist bei­spiels­wei­se eine Bloggerin, die online Sty­ling­tipps gibt, ein wert­vol­le­rer Follower als ein männ­li­cher Fußball-Fan. Um Twitter er­folg­reich als Marketing-In­stru­ment nutzen zu können, braucht man eine möglichst große und gute Fol­lo­wer­schaft.

Tipp

Bevor Sie beginnen, den ersten Accounts zu folgen, sollten Sie unbedingt einige eigene Tweets absenden. Denn wenn eine geaddete Person den Account ihres neuen Followers besucht, möchte sie möglichst dessen Inhalte lesen können, damit sie etwas über ihn erfährt. Wenn sie dann in­ter­es­san­te Tweets findet, ent­schei­det sie sich mit hoher Wahr­schein­lich­keit, diesem Account im Gegenzug ebenfalls zu folgen. Ein leerer Account wird dagegen meist ignoriert.

Die wich­tigs­te und ein­fachs­te Maßnahme für eine große Fol­lo­wer­schaft ist einfach: selbst möglichst vielen Accounts zu folgen. Fügt man bei privaten Twitter-Accounts ge­wöhn­lich als erstes Freunde und Freun­des­freun­de hinzu, so empfiehlt es sich beim Twitter-Un­ter­neh­mens­ac­count, be­stehen­de Busi­ness­kon­tak­te und deren Followern zu adden. Wichtige Grundlage ist auch hier das per­sön­li­che Net­wor­king. Aber auf­ge­passt: Auch hierbei sollten Sie nicht nur auf Quantität, sondern auch auf Qualität achten! Das ist insofern wichtig, als zum eigenen Un­ter­neh­men passende Kontakte einem später mit höherer Wahr­schein­lich­keit auch selbst folgen – im Gegensatz zu will­kür­lich gewählten Kontakten.

Fakt

Twitter achtet auf ein aus­ge­wo­ge­nes Following-Follower-Ver­hält­nis und ver­hin­dert, dass man Tausenden von Accounts folgt, ohne selbst einige Follower zu haben. Möchte man mehr als 5.000 Accounts folgen, so ist dies nur mit dem richtigen Follower-Following-Ver­hält­nis möglich. Twitter hierzu:

„Wenn Du 5.000 Nutzern gefolgt bist, gibt es Limits für die Anzahl der zu­sätz­li­chen Nutzer, denen Du folgen kannst. Diese Anzahl un­ter­schei­det sich für jeden Account und basiert auf Deinem Ver­hält­nis aus Followern zu Gefolgten. Dieses Ver­hält­nis wird nicht ver­öf­fent­licht. Folge-Limits können nicht von Twitter auf­ge­ho­ben werden, und jeder un­ter­liegt Limits, ein­schließ­lich pro­mi­nen­te Accounts und API-Accounts.“

Damit ver­hin­dert Twitter, dass Accounts für reine Publicity-Zwecke erstellt werden. Der Geist eines in­ter­ak­ti­ven Social-Media-Dienstes bleibt so erhalten, da man selbst auch mit anderen in­ter­agie­ren muss, wenn man Twitter in vollem Umfang nutzen möchte. Mehr In­for­ma­tio­nen zu Twitters Richt­li­ni­en bietet dessen Sup­port­be­reich.

Wer mit seinem Twitter-Un­ter­neh­mens­pro­fil möglichst viele wertvolle Follower gewinnen will, der muss Zeit und Mühe in­ves­tie­ren: Er muss sich in die Richt­li­ni­en einlesen, stöbern, antworten, tweeten und nach in­ter­es­san­ten Personen aus der Branche Ausschau halten. Ein er­folg­rei­cher Twitter-Account entsteht nicht auf die Schnelle durch ein paar Klicks, sondern vielmehr durch die aktive Nutzung des Dienstes. Damit verbunden ist der positive Ne­ben­ef­fekt, dass man über aktuelle Trends und The­men­ge­bie­te der Branche auf dem Laufenden bleibt. Twitter ist für Un­ter­neh­men immer auch ein Stim­mungs­mes­ser, welche Fragen und Themen po­ten­zi­el­le Kunden gerade be­schäf­ti­gen.

Ent­schei­dend für eine schnell und organisch wachsende Follower-Zahl ist eine große Reich­wei­te – online und offline. Für Tweets bedeutet das: Nutzen Sie Hashtags und Links! Um die Be­kannt­heit weiter zu steigern, sollten Sie auch den Kontakt zu In­fluen­cern und Mul­ti­pli­ka­to­ren suchen, die Ihren Beiträgen über Retweets zu mehr Auf­merk­sam­keit verhelfen können. Denken Sie auch daran, den eigenen Twitter-Account außerhalb Twitters zu promoten: auf Websites und anderen Social-Media-Seiten, in E-Mail-Si­gna­tu­ren, Vi­si­ten­kar­ten oder In­fo­bro­schü­ren.

Es dauert einige Zeit, bis sich ein neuer Twitterer eine treue Fol­lo­wer­schaft aufgebaut hat. Doch die Mühe lohnt sich, denn qua­li­ta­ti­ve Follower sind die Bedingung für er­folg­rei­ches Social-Media-Marketing über Twitter. Ist erst einmal eine aktive Fol­lo­wer­schaft etabliert, wird der Aufwand geringer und die zuvor in­ves­tier­te Zeit zahlt sich aus.

Tipp

Weitere Tipps für den Aufbau einer großen Fol­lo­wer­schaft finden Sie im Artikel "So bekommen Sie bei Twitter mehr Follower".

Grund­sätz­li­che Tipps für er­folg­rei­ches Twittern

Der beste Tipp, um mehr Follower zu gewinnen, ist immer noch: gutes Twittern. All­ge­mei­ne Aussagen über „gute“ Ak­ti­vi­tä­ten oder den „richtigen“ Ton bei Twitter lassen sich für Un­ter­neh­men al­ler­dings kaum treffen – denn es kommt ganz darauf an, welches Ziel Sie mit Ihrem Un­ter­neh­mens­pro­fil verfolgen. Dabei muss der Account zur Marke und zur Twitter-Strategie passen. Mit welchen Inhalten man überzeugt, hängt dabei nicht zuletzt auch vom Un­ter­neh­men ab: Für einige bieten sich eher un­ter­halt­sa­me Tweets an, während andere eher auf Neu­ig­kei­ten und in­ter­es­san­te In­for­ma­tio­nen setzen sollten. Al­ler­dings gibt es einige grund­sätz­li­che Dinge, die man stets beim Twittern be­rück­sich­ti­gen sollte:

Twitter ist in­ter­ak­tiv

Da man über Tweets her­vor­ra­gend Un­ter­neh­mens­neu­ig­kei­ten melden kann, ver­nach­läs­si­gen einige Anwender, dass Twitter auch ein Dienst ist, über den man sich mit der eigenen Kund­schaft aus­tau­schen kann. Doch nutzt man Twitter als Un­ter­neh­men, so ist die In­ter­ak­ti­on mit den Followern das A und O: Scheuen Sie sich also nicht, auf Fragen zu antworten, Kon­ver­sa­tio­nen zu in­iti­ie­ren oder sich in Dis­kus­sio­nen auf anderen Accounts be­tei­li­gen. Antworten Sie auf in­ter­es­san­te Beiträge nicht ein­falls­los mit „Guter Kommentar!“, sondern teilen Sie statt­des­sen the­men­re­le­van­te Links, geben Sie weitere Anreize („Wussten Sie schon …“) oder stellen Sie Follow-up-Fragen („Mich würde in­ter­es­sie­ren …“). Dabei sollte man nie vergessen, an­ge­spro­che­ne Personen zu verlinken (mit dem @-Zeichen). Gut twittern heißt also, immer im Dialog zu bleiben.

Twitter ist proaktiv

Es gibt ver­schie­de­ne Aktionen, mit denen man die Follower aktiviert. Man kann Frage-und-Antwort-Chat­sit­zun­gen ein­rich­ten, einen Gast­bei­trag verfassen, einen eigenen Hashtag kreieren oder einen Wett­be­werb ver­an­stal­ten. Besonders effizient sind eigene Umfragen, da sie Ihre Follower zum Mitmachen einladen und für den Initiator mit ver­hält­nis­mä­ßig wenig Aufwand verbunden sind. Je nach Un­ter­neh­men wendet man diese Methoden un­ter­schied­lich häufig an. Für eine gelungene Twitter-Strategie gilt jedoch immer: Gut twittern heißt, seine Follower mit guten Ideen zu ak­ti­vie­ren.

Tipp

Gelingt es einem Un­ter­neh­men, ein eigenes und wirksames Hashtag zu erstellen und dieses kreativ in eine Marketing-Kampagne zu in­te­grie­ren, sorgen die Follower oft für eine rasend schnelle, virale Ver­brei­tung. Ein Beispiel dafür ist die Twit­ter­kam­pa­gne von Evian: Zum Va­len­tins­tag kreierten sie den Hashtag #IL­oveY­ouLike mit dem Aufruf, unter diesem Hashtag dem Partner seine Liebe mit­zu­tei­len. Zahl­rei­che kreative Tweets ent­stan­den, und ins­be­son­de­re in Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en und den USA ver­brei­te­te sich die Kampagne schnell auch auf anderen sozialen Netz­wer­ken wie Facebook, Instagram und Pinterest.

Twitter ist per­sön­lich

Menschen merken sich, wenn jemand sym­pa­thisch wirkt. Die an­ge­mes­se­ne Kun­den­an­spra­che muss selbst­ver­ständ­lich stets zum Image des Un­ter­neh­mens passen, doch zum guten Twitter-Ton gehört es, freund­schaft­lich, zu­gäng­lich und hilfs­be­reit zu sein. Statt allzu steifer Antworten empfiehlt sich eher ein lockerer, per­sön­li­cher Ton. Auch das eine oder andere Kom­pli­ment oder re­spekt­vol­le Retweets sorgen für eine per­sön­li­che­re Beziehung zu den Followern. Nutzt man Twitter als Un­ter­neh­men, so kann man sich ge­le­gent­lich sogar als „Kuppler“ betätigen und zwei Twit­ter­freu­de einander vor­stel­len. Alles, was Followern ein gutes Gefühl gibt oder ihnen wei­ter­hilft, trägt zur ge­lun­ge­nen Twitter-Kom­mu­ni­ka­ti­on bei. Gut twittern heißt also auch, per­sön­lich und sym­pa­thisch zu in­ter­agie­ren.

Twitters Funk­ti­ons­um­fang ist eher mi­ni­ma­lis­tisch

Umso wichtiger ist es, seine Funk­tio­nen optimal zu nutzen. Das bedeutet: antworten, retweeten und beliebte Hashtags nutzen. Der Retweet ist immer eine kleine Ver­nei­gung vor dem Verfasser und hat die positive Ne­ben­wir­kung, dass man in dessen Stream auftaucht. Die passenden Hashtags eignen sich dafür, den Twitter-Un­ter­neh­mens­ac­count mit Trends und heiß dis­ku­tier­ten Schlag­wor­ten zu ver­knüp­fen und das Un­ter­neh­men dadurch in einem aktuellen Kontext zu prä­sen­tie­ren. Außerdem lassen sich Twitter-Trends nutzen – wie etwa das Follow Friday Ritual (#ff), bei dem man anderen Twitter-Usern die eigenen Lieb­lings­ac­counts empfiehlt. Gut twittern heißt also, die be­grenz­ten Twitter-Funk­tio­nen optimal zu nutzen.

Twitter kann auch Bilder

Obwohl Twitter ein text­las­ti­ger Dienst ist, sollte man beim Social-Media-Marketing via Twitter auch Bilder und Videos nutzen. So lassen sich mehrere Bilder in einem Tweet hochladen, durch die die Follower stöbern können. Und auch Videos können angehängt werden, ohne dass sie auf das Zei­chen­vo­lu­men des Tweets an­ge­rech­net werden. Gut twittern heißt also auch, visuelles Marketing zu betreiben.

Richtiges Timing

Da es sich bei Twitter um einen Echt­zeit­dienst handelt, ist der Zeitpunkt der Tweets von ent­schei­den­der Bedeutung. Schließ­lich möchte man nicht an seinen Followern „vor­beit­wit­tern“.

Die grund­sätz­li­che Regel lautet: Damit ein Tweet nicht in der Timeline untergeht, tweetet man idea­ler­wei­se zu einer Zeit, in der die Ziel­grup­pe üb­li­cher­wei­se online ist. Al­ler­dings exis­tie­ren nur wenige Studien zu diesem Thema, und je nach Ziel­grup­pe kann der Traffic-Höhepunkt stark variieren. Im Ge­schäfts­be­reich zeigt jedoch die Erfahrung, dass Account-Inhaber besonders während der Mit­tags­pau­se auf Twitter aktiv sind. In­ter­na­tio­nal agierende Un­ter­neh­men müssen außerdem Zeit­ver­schie­bun­gen und andere lokale Faktoren (etwa Schul­schluss bei Halb- oder Ganz­tags­schu­len) be­rück­sich­ti­gen.

Wenn Un­ter­neh­men zeitnah auf Kom­men­ta­re reagieren, wissen die Follower dies zu schätzen. Kann man für das Social-Media-Marketing mit Twitter al­ler­dings nicht auf eine eigene Marketing-Abteilung zu­rück­grei­fen, ist dies ist im Un­ter­neh­mens­all­tag nur begrenzt zu leisten. Es gibt jedoch zahl­rei­che Tools zur Account-Or­ga­ni­sa­ti­on, die diese Arbeit er­leich­tern. Auch eine gewisse Häu­fig­keit, mit der man neue Inhalte postet, ist von Vorteil. Denn bei einer zu geringen Frequenz wird man nur von wenigen Followern wahr­ge­nom­men. Al­ler­dings sollten Sie es mit der Häu­fig­keit auch nicht über­trei­ben, sondern nur solche Inhalte ver­öf­fent­li­chen, die auch einen Mehrwert bieten. Denn mit einem sehr hohen Output un­in­ter­es­san­ter Tweets ver­schre­cken Sie Ihre Abon­nen­ten eher, als dass Sie positiv in Er­in­ne­rung bleiben.

Der optimale Tweet – in der Kürze liegt die Würze

Die grund­sätz­li­che Merk­for­mel für einen guten Tweet: Je kürzer, desto besser. Es geht nicht darum, die 140 Zeichen aus­zu­fül­len, sondern einen möglichst prä­gnan­ten und poin­tier­ten Kurztext zu verfassen. Eine präzise Botschaft ist er­folg­ver­spre­chen­der für das Social-Media-Marketing mit Twitter, als mehrere Dinge gleich­zei­tig kom­mu­ni­zie­ren zu wollen. Möchte man wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen bieten, kann man dies auf der eigenen Website oder einem Blog tun und im Tweet einfach darauf verlinken.

Hashtags, Bilder und Videos werten einen Tweet zu­sätz­lich auf. Das Einbinden von Umfragen, Sta­tis­ti­ken und Links sorgt für einen in­for­ma­ti­ven Wert. Ein per­sön­li­cher Ton aktiviert die Follower und schafft eine positive Beziehung zu ihnen. Schließ­lich ist es das Timing, das den letzten Ausschlag über Erfolg oder Miss­erfolg eines Tweets geben kann.

Doch was soll man überhaupt twittern? Bei den Inhalten eines Tweets ist vor allem Viel­sei­tig­keit und Ein­falls­reich­tum gefragt: Ins­be­son­de­re sollte immer der Mehrwert für die Follower im Vor­der­grund stehen. Möchte man durch In­for­ma­tio­nen über­zeu­gen, twittert man News aus der Branche, aktuelle Un­ter­neh­men­sin­fos, Pres­se­mit­tei­lun­gen, Fach­bei­trä­ge oder verweist auf bran­chen­re­le­van­te Stu­di­en­ergeb­nis­se. Auch Umfragen zu aktuellen Themen sind bei den Nutzern beliebt.

Möchte man eine per­sön­li­che­re Beziehung zu den Followern aufbauen oder sie eher un­ter­hal­ten statt in­for­mie­ren, kann man auch Anekdoten aus der eigenen Arbeit oder dem Alltag der Mit­ar­bei­ter teilen oder den Followern Fragen zu Ihrem Alltag stellen. Möchte man Twitter als Un­ter­neh­men nutzen und eine Dis­kus­si­on anregen, so hilft oft auch ein Call-to-Action (wie etwa „Schreibt mir, was ihr davon haltet.“) dabei, einen Austausch anzuregen.

In­for­mie­ren Sie sich über die Prä­fe­ren­zen Ihrer Ziel­grup­pe

Dieser Aspekt ist besonders wichtig für die eigene Twitter-Strategie, denn damit man seine Tweets auf die Ziel­grup­pe abstimmen kann, muss man zunächst einmal wissen, für welche Themen diese sich in­ter­es­siert und wie man sie am besten erreicht. Um die Follower besser ein­schät­zen zu können, sollte man daher auch Umfragen nutzen oder die Ak­ti­vi­tä­ten und Prä­fe­ren­zen der eigenen Follower über­prü­fen. Twitter-Aus­wer­tungs­tools, wie Twitter Analytics, sind dabei eine große Un­ter­stüt­zung. Diese stellen wir im zweiten Teil der Serie „Twitter für Un­ter­neh­men“ vor. Schließ­lich be­schäf­ti­gen wir uns im dritten Teil dieser Reihe mit dem Thema Werbung auf Twitter mit Twitter-Ads.

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