Wer sich im Internet aufhält, kommt an Google kaum noch vorbei: Selbst wenn man die populäre Such­ma­schi­ne nicht verwendet, landet man dennoch schnell bei YouTube (seit 2006 Teil von Google), dem Chrome-Browser (2008 er­schie­nen) oder dem mobilen Be­triebs­sys­tem Android (wird seit 2008 ver­öf­fent­licht). Dass Google und seine Toch­ter­fir­men so all­ge­gen­wär­tig beim Surfen im Internet sind, macht die Platt­for­men und An­wen­dun­gen des Un­ter­neh­mens auch sehr wertvoll für Wer­be­trei­ben­de. Genaue Zahlen ver­öf­fent­licht Google nur sehr selten, aber man geht davon aus, dass min­des­tens 64.000 Such­an­fra­gen pro Sekunde beim In­ter­net­rie­sen eingehen. Und bei vielen dieser Anfragen wird den Nutzern in den Such­ergeb­nis­sen Werbung angezeigt. Diese Google Ads (von „Ad­ver­ti­sing“ = Werbung) werden über das haus­ei­ge­ne Wer­be­sys­tem gesteuert. Daher ist die Plattform Google AdWords einer der wich­tigs­ten Mar­ke­ting­ka­nä­le weltweit. Hinzu kommen Anzeigen, die über das Google Display-Netzwerk auch auf vielen anderen Webseiten dar­ge­stellt werden. Dennoch sollte man andere Platt­for­men und Such­ma­schi­nen nicht außer Acht lassen. Mehrere Gründe sprechen dafür: Zum einen erreichen Sie auf be­stimm­ten Platt­for­men (z. B. beim Social-Media-Riesen Facebook) Nutzer durch ver­schie­de­ne Verfahren noch gezielter; zum anderen stellen Nutzer, die sich gegen Google ent­schei­den, ebenso ein kauf­kräf­ti­ges Publikum dar. Daher ist es sinnvoll, auch die Al­ter­na­ti­ven zu Google AdWords im Auge zu behalten.

Fakt

Werbung innerhalb von Such­ma­schi­nen – also das Kern­ge­biet des Search Engine Ad­ver­ti­sin­gs (SEA) – funk­tio­niert über das Bieten auf aus­ge­wähl­te Such­be­grif­fe. Erhält man als Wer­be­trei­ben­der den Zuschlag, wird die be­tref­fen­de Anzeige den Nutzern als ein Ergebnis zur ent­spre­chen­den Such­an­fra­ge aus­ge­spielt.

Die besten Google-AdWords-Al­ter­na­ti­ven

Es gibt viele ver­schie­de­ne Arten, wie Sie Ihre Marke und Ihre Produkte im Internet anpreisen können. Neben bezahlten Plätzen in den Such­ergeb­nis­sen anderer Search-Anbieter finden Sie unter den AdWords-Al­ter­na­ti­ven auch in­ter­es­san­te Kom­bi­na­tio­nen mit Social-Media-Marketing oder Content-Marketing sowie die reich­wei­ten­star­ke Ver­brei­tung von klas­si­schen Display Ads.

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Bing Ads

Die Such­ma­schi­ne von Microsoft ist der größte Kon­kur­rent von Google – wenn man denn hierbei von ernst­haf­ter Kon­kur­renz sprechen möchte. Der Markt­an­teil von Bing ist zwar eher klein, aber im Vergleich zu anderen Google-Al­ter­na­ti­ven be­trächt­lich. Das gibt Wer­be­trei­ben­den eine sehr in­ter­es­san­te Per­spek­ti­ve: Sie erreichen eine relativ große Ziel­grup­pe (Bing hat in Deutsch­land einen Markt­an­teil von ca. 4 Prozent), darunter auch viele Nutzer, die mobile Geräte von Microsoft verwenden. Gleich­zei­tig gibt es deutlich weniger Kon­kur­renz als bei Google.

Wie bei Google bietet man auch bei Bing Ads auf Keywords: Statt also eine Anzeige in der Such­ma­schi­ne zu buchen, gibt man ein Gebot auf einen An­zei­gen­platz zu einem be­stimm­ten Such­be­griff ab. Jedes Mal, wenn ein Nutzer eine ent­spre­chen­de Suche durch­führt, findet eine au­to­ma­ti­sche Auktion auf die An­zei­gen­plät­ze statt. Man nennt diese Form der Wer­be­platz­auk­tio­nen „Real-time Bidding“ (RTB), da das System die Ent­schei­dung, wer gewonnen hat, innerhalb von Mil­li­se­kun­den – und damit quasi in Echtzeit – trifft.

Da bei Bing aber ten­den­zi­ell sehr viel weniger Wer­be­trei­ben­de auf einen Platz bieten, fallen auch die Gebote geringer aus. Das ist besonders für kleinere Un­ter­neh­men in­ter­es­sant, die zu hoch­po­pu­lä­ren Such­be­grif­fen Werbung schalten möchten. Zahlen müssen Sie als Werbender nur dann, wenn jemand tat­säch­lich auf die Anzeige klickt – dieses Prinzip nennt man „Pay per click“ (PPC). Hinzu kommt, dass Bing über ein in­ter­es­san­tes Ver­tei­ler­netz verfügt: Da die Such­ma­schi­ne Teil des Yahoo! Bing Network ist, werden Anzeigen auch in der Such­ma­schi­ne von Yahoo angezeigt.

Bezüglich der An­zei­gen­for­ma­te un­ter­schei­det sich Bing wenig vom großen Kon­kur­ren­ten: Außer den gewohnten Text­an­zei­gen in Form von (ab­ge­setz­ten) Such­ergeb­nis­sen direkt in der Liste er­schei­nen weitere Texte mit Links neben den ei­gent­li­chen Er­geb­nis­sen. Dies sind be­bil­der­te Anzeigen in Form von Shop-Angeboten, in denen Bing zu­sätz­lich den Preis des Produkts anzeigt.

Fazit

Bing wird immer der Zwerg neben dem Google-Riesen bleiben. Aber dies ist Vor- und Nachteil zugleich. Auch wenn Sie bei dieser Such­ma­schi­ne – selbst in Kom­bi­na­ti­on mit Yahoo! Search – niemals so viele Nutzer erreichen werden wie bei Google: Die Preise sind eben auch sehr viel geringer und das Ver­hält­nis von Aufwand und Nutzen ist mög­li­cher­wei­se ein anderes. Da die Bedienung nahezu identisch ist und Sie Kampagnen komplett von Google zu Bing über­tra­gen können, lässt sich diese Al­ter­na­ti­ve sehr gut als zu­sätz­li­cher Output einsetzen.

Vorteile Nachteile
Wenig Kon­kur­renz Ver­gleichs­wei­se geringe Reich­wei­te
Kleinere Preise
Zu­sätz­li­che Ziel­grup­pen
Tipp

Erfahren Sie in unserer Ein­füh­rung zu Bing Ads, wie Sie sich bei dem Wer­be­dienst von Microsoft anmelden, welche Mög­lich­kei­ten Ihnen dort of­fen­ste­hen und wie Sie eine Wer­be­kam­pa­gne in der Such­ma­schi­ne erstellen.

Yahoo! Gemini

Die dienst­äl­tes­te unter den Such­ma­schi­nen hat ebenfalls ein eigenes An­zei­gen­pro­gramm. Yahoo! Gemini gibt es jedoch erst seit 2014. Ein be­son­de­rer Fokus liegt dabei auf der mobilen Such­ma­schi­nen­wer­bung. Wie Bing liegt Yahoo! bei den Nut­zer­zah­len weit hinter Google zurück. Beide AdWords-Al­ter­na­ti­ven bieten daher einen einfachen Service an, mit dem Sie Daten von Google über­tra­gen können. Aber auch neue Anzeigen und Kampagnen sind einfach erstellt, da dies zum größten Teil analog zu den As­sis­ten­ten der großen Kon­kur­ren­ten funk­tio­niert. Es ist möglich, Ziel­grup­pen relativ genau fest­zu­le­gen: Standort, Ge­schlecht, Al­ters­grup­pe und In­ter­es­sen­ge­bie­te lassen sich auswählen. Zudem können Sie zwischen der Standard-Anzeige und einem Vi­deo­for­mat wählen. Dies ist bei Google nur möglich in Kom­bi­na­ti­on mit dem Toch­ter­un­ter­neh­men YouTube. Anzeigen mit Video- oder Bild­ma­te­ri­al zeigt Yahoo! Gemini auf der eigenen und Part­ner­sei­ten an. Außer mit der besonders guten Dar­stell­bar­keit aller An­zei­gen­for­ma­te auf mobilen End­ge­rä­ten punktet Yahoo! Gemini mit den Native Ads und kann hier das haus­ei­ge­ne Content-Netzwerk aus­spie­len. Native Ads werden als Content in den News­streams ver­schie­de­ner Platt­for­men aus­ge­spielt. Yahoo! selbst wird in­zwi­schen weniger als Such­ma­schi­ne wahr­ge­nom­men denn als Nach­rich­ten­platt­form. Hinzu kommt, dass Flickr (Fo­to­com­mu­ni­ty) und Tumblr (Blogging-Plattform) zu Yahoo! gehören und somit zum Netzwerk, in dem Gemini Anzeigen verteilt. Seit 2017 ist Yahoo! zudem Teil von Oath, einer Ko­ope­ra­ti­on des Such­ma­schi­nen­an­bie­ters mit AOL unter der Leitung der Mut­ter­ge­sell­schaft Verizon. Da auch AOL sich von einem In­ter­net­an­bie­ter zum Content-Lie­fe­ran­ten ent­wi­ckelt hat, dem zum Beispiel die On­line­me­di­en Huf­fing­ton Post und Tech­Crunch angehören, hat sich das Anzeigen-Netzwerk massiv erweitert. Anders sieht es übrigens mit der Zu­sam­men­ar­beit mit Bing aus: Zwar werden Bing Ads auch in den Such­ergeb­nis­sen von Yahoo! Search angezeigt, umgekehrt funk­tio­niert dies al­ler­dings nicht. Anzeigen, die Sie mit Yahoo! Gemini erstellen, tauchen also nicht in den Such­ergeb­nis­sen von Bing auf. Das Be­zahl­mo­dell bleibt gleich: Sie bieten auf An­zei­gen­plät­ze und bezahlen nur dann, wenn ein Nutzer auf die Anzeige geklickt hat (PPC). Die Kosten sind, ähnlich wie bei Bing, sehr viel geringer als beim Such­ma­schi­nen­rie­sen, weshalb Yahoo! eine echte Al­ter­na­ti­ve zu Google AdWords darstellt. Ob der Return on In­vest­ment sich al­ler­dings besser gestaltet, ist schwer vor­her­zu­sa­gen. Denn aufgrund der ge­rin­ge­ren Nut­zer­zah­len dürften auch sehr viel weniger Leads zu ge­ne­rie­ren sein (In­ter­es­sen­ten, die mit hoher Wahr­schein­lich­keit zu Kunden werden). Zudem sollte man – egal auf welcher Plattform, die mit PPC arbeitet – das Problem von Click Fraud nicht un­ter­schät­zen.

Fazit

Yahoo! Gemini ist weniger für tat­säch­li­ches Search Engine Ad­ver­ti­sing in­ter­es­sant als vielmehr für Native Ads. Das große Me­di­en­netz­werk, über das Yahoo! in­zwi­schen verfügt, eröffnet Mög­lich­kei­ten des On­line­mar­ke­tings, die man bei Google ver­geb­lich sucht.

Vorteile Nachteile
Großes Content-Netzwerk Geringer Nutzen für SEA
Viele Mög­lich­kei­ten für Native Ads

Amazon

Amazon wird immer wichtiger im Marketing-Mix von Un­ter­neh­men. Dadurch, dass das Wa­ren­an­ge­bot auf der Plattform (inklusive des Amazon Mar­ket­place) immer um­fang­rei­cher wird, wächst auch die Bedeutung der dortigen Such­funk­ti­on: Um Produkte zu finden, nutzen die meisten Kunden auf die Suchmaske und erhalten sortierte Such­ergeb­nis­se. Überdies greifen in­zwi­schen viele zur Angebots- und Preis­re­cher­che auf Amazon zurück. Deshalb ist in­zwi­schen Amazon für SEO als auch für SEA ein wichtiges Ar­beits­feld. Da es auf der E-Commerce-Plattform in­zwi­schen zu so gut wie jedem Produkt einen Markt mit zahl­rei­chen Kon­kur­ren­ten gibt, ist es umso wichtiger, dort für Kunden sichtbar zu sein.

Auch bei Amazon können Anzeigen un­ter­schied­li­cher Art er­schei­nen: Während Sponsored Products und Headline Search Ads abhängig von Keywords sind, werden die Product Display Ads je nach In­ter­es­sen des je­wei­li­gen Nutzers oder bei be­stimm­ten anderen Produkten angezeigt. Das bedeutet, Sie können po­ten­zi­el­le Kunden auf Ihre Pro­dukt­sei­te lenken, indem Sie entweder ein be­stimm­tes In­ter­es­sens­ge­biet festlegen oder Ihre Anzeige als ge­spon­ser­ten Eintrag auf einer anderen Pro­dukt­sei­te anzeigen lassen. Die beiden An­zei­gen­for­ma­te auf Basis von Such­be­grif­fen er­schei­nen in den Such­ergeb­nis­sen entweder ganz oben (Headline Search Ads) oder unten (Sponsored Products). Die Sponsored Products können zudem auf den Ar­ti­kel­sei­ten zu anderen Produkten auf­tau­chen.

Die Amazon Marketing Services (AMS) stehen allen Nutzern zur Verfügung, die in der Vendor Central, der Advantage Central oder bei Vendor Express an­ge­mel­det sind. Darüber hinaus ist es möglich, einen Zugang zu erhalten, wenn Sie ein Mar­ke­ting­spe­zia­list sind, der einen Verkäufer bei Amazon vertritt. Dies bedeutet al­ler­dings auch, dass es notwendig ist, Partner von Amazon zu werden, um den Marketing Service in Anspruch zu nehmen. Als so­ge­nann­ter Seller – also als Dritt­an­bie­ter, der seine Waren ei­gen­ver­ant­wort­lich über den Mar­ket­place vertreibt – kann man die um­fang­rei­chen Mar­ke­ting­mög­lich­kei­ten nicht nutzen. In diesem Fall kann man nur Seller Central Sponsored Products und Headline Search Ads buchen.

Bei den Marketing Services von Amazon werden wie bei anderen AdWords-Al­ter­na­ti­ven Wer­be­plät­ze über Auktionen vergeben – das höchste Gebot erhält den Zuschlag, doch auch hier zahlen Sie als Werbender nur, wenn auch jemand den Link anklickt. Ob der Kunde tat­säch­lich Ihr be­wor­be­nes Produkt kauft, ist hierfür al­ler­dings un­er­heb­lich – zahlen müssen Sie trotzdem. Daher ist es nicht sinnvoll, das Wer­be­bud­get in Produkte zu in­ves­tie­ren, die eine schlechte Bewertung durch die Käufer erhalten haben. Diese Artikel werden zwar angesehen, aber dann doch nicht gekauft.

Darüber hinaus stellt Amazon noch ein weiteres Marketing-Programm zur Verfügung: Mit der Amazon Ad­ver­ti­sing Platform (AAP), die wiederum von der Amazon Media Group (AMG) geleitet wird, hält der On­line­händ­ler eher klas­si­sche On­line­mar­ke­ting-Mög­lich­kei­ten für seine Partner bereit. In Form von Display-Anzeigen (z. B. Wer­be­ban­nern) arbeiten Sie in erster Linie an der Brand Awareness. Dabei können Sie Kampagnen entweder selbst or­ga­ni­sie­ren oder die Hilfe von AMG in Anspruch nehmen – dann sollten Sie aber über ein Jah­res­bud­get von min­des­tens 10.000 Euro für Ihr Marketing verfügen. Der Vorteil für Händler, die die AAP nutzen, ist auf jeden Fall die große Da­ten­samm­lung, die der Konzern über seine Nutzer besitzt.

Deshalb sind die Targeting-Maßnahmen bei Amazon besonders wir­kungs­voll. Der On­line­händ­ler kennt seine Nutzer sehr genau und weiß, für welche Produkte sie sich jeweils in­ter­es­sie­ren. Was hat sich der Nutzer angesehen, aber nicht gekauft? Was hat er zuletzt gekauft? Welche Pro­dukt­ar­ten in­ter­es­sie­ren ihn vor allem? Dank des Amazon-Sprach­as­sis­ten­ten Echo dürften sich in Zukunft noch weitere Optionen für Wer­be­maß­nah­men ergeben.

Fazit

Amazon ist die un­an­ge­foch­te­ne Nummer 1 unter den Online-Markt­plät­zen. Wenn Sie als Händler ohnehin auf der Plattform vertreten sind, ist es sinnvoll, die Wer­be­mög­lich­kei­ten aus­zu­nut­zen, um sich von der reich­li­chen Kon­kur­renz ab­zu­set­zen. Da Amazon immer weitere Wege findet, un­ver­zicht­bar zu werden, lohnt es sich, die dortigen Mar­ke­ting­maß­nah­men aus­zu­wei­ten.

Vorteile Nachteile
Hohe Reich­wei­te Nur für On­line­händ­ler in­ter­es­sant
Un­ter­schied­li­che Formate Nur in Kom­bi­na­ti­on mit dem Verkauf über Amazon möglich
Sehr gutes Targeting Sehr viel Kon­kur­renz

Facebook

Bei Facebook ist nicht nur Social-Media-Marketing möglich, der Spit­zen­rei­ter unter den sozialen Medien verdient den größten Teil seines Umsatzes durch den Verkauf von Wer­be­plät­zen. Im Gegensatz zu den viralen Mar­ke­ting­kam­pa­gnen, die prin­zi­pi­ell kostenlos sind, ist die Plat­zie­rung von Werbung kos­ten­pflich­tig. Die Social-Media-Plattform bietet sowohl Misch­for­men als auch eher klas­si­sche Display Ads an. Ersteres erhalten Sie, wenn Sie von Ihnen er­stell­ten Content sponsern: Durch den kos­ten­pflich­ti­gen Boost verteilt Facebook den Post, den Sie bewerben möchten, an mehr Nutzer als nur an die­je­ni­gen, die Ihrem Un­ter­neh­mens­pro­fil folgen. Wer­be­an­zei­gen hingegen geben Ihnen mehr Mög­lich­kei­ten an die Hand: Sie können ganz ge­wöhn­lich Text, Fotos oder Videos nutzen, oder die kom­ple­xe­ren Optionen Carousel oder Slideshow wählen. Das Carousel zeigt in einer Wer­be­an­zei­ge gleich mehrere Fotos oder Videos an. Die Slideshow hingegen ist eine Animation von Fotos und Text, die bei schlech­te­ren In­ter­net­ver­bin­dun­gen (z. B. in der mobilen Nutzung) bessere Er­geb­nis­se erzielt als eine normale Video-Anzeige. Für Smart­phones bietet Facebook zudem Canvas an. Dabei handelt es sich um ein Format, das bei Berührung eine scroll­ba­re Anzeige im Vollbild des Smart­phones öffnet. Bei Facebook nutzen Sie Wer­be­kam­pa­gnen, um Leads zu ge­ne­rie­ren, die Mar­ken­be­kannt­heit zu steigern oder Nutzer zu be­stimm­ten In­ter­ak­tio­nen zu animieren. Dafür können Sie Ihre Ziel­grup­pe sehr genau festlegen: Ähnlich wie Google und Amazon kennt Facebook seine Nutzer sehr genau. Das Surf­ver­hal­ten innerhalb der Community, Hobbys, Freunde und all­ge­mei­ne In­ter­es­sen sind dem Social-Media-Konzern prin­zi­pi­ell bekannt. Darüber hinaus steht Facebook nicht allein dar: Zum Konzern (und somit zum Wer­be­netz­werk) gehören in­zwi­schen auch die Foto-Community Instagram, der haus­ei­ge­ne Instant-Messenger und das Facebook Audience Network. Bei letzterem handelt es sich um ein Netzwerk von mobilen Apps, die mit Facebook ko­ope­rie­ren und Wer­be­an­zei­gen ein­blen­den. Bei Facebook ent­schei­den ebenfalls Auktionen darüber, welche Werbung angezeigt wird. Wie allgemein üblich ist nicht allein das höchste Gebot ent­schei­dend für den Zuschlag. Zu­sätz­lich lässt Facebook die vor­aus­sicht­li­che Wirk­sam­keit der Anzeige sowie Qualität und Relevanz der Werbung in die Ent­schei­dung ein­flie­ßen. Es ist also nicht möglich, allein durch ein hohes Wer­be­bud­get Auktionen zu gewinnen. Wichtig ist ebenso, dass Ihre Anzeigen in der Ver­gan­gen­heit schon bewiesen haben, dass sie gute Er­geb­nis­se erzielen. Während Sie Ihre An­zei­gen­kam­pa­gne erstellen, können Sie – je nachdem, welches Ziel Sie verfolgen – wählen, wofür Sie zahlen: Gilt Ihr Gebot pro Klick (CPC), pro tausend Im­pres­sio­nen (CPM) oder für Likes be­zie­hungs­wei­se Aktionen oder Con­ver­si­ons (CPA)? So können Sie Ihre Gebote gezielt an die eigene Mar­ke­ting­stra­te­gie anpassen. Selbst­ver­ständ­lich erlaubt es auch Facebook, den Erfolg einer An­zei­gen­kam­pa­gne zu messen.

Fazit

Schon lange kommt man auch in puncto Marketing nicht mehr an Facebook vorbei. Getreu dem Motto, man solle die Kunden dort abholen, wo sie ohnehin schon sind, ist in­zwi­schen so gut wie jedes Un­ter­neh­men auf Facebook vertreten – vom kleinen Imbiss bis zum bör­sen­no­tier­ten Konzern. Dies sorgt aber auch dafür, dass es schwierig geworden ist, im großen Rauschen der Werbung Auf­merk­sam­keit zu bekommen, besonders als kleiner Mit­spie­ler im Mar­ke­ting­be­reich.

Vorteile Nachteile
Hohe Reich­wei­te Sehr viel Kon­kur­renz
In­no­va­ti­ve An­zei­gen­for­ma­te
Kom­bi­na­ti­on mit Social-Media-Marketing
Hinweis

Nicht nur bei Facebook kann man effektiv Wer­be­an­zei­gen un­ter­brin­gen, auch alle anderen großen sozialen Netzwerke bieten Marketing-Mög­lich­kei­ten. LinkedIn Ads ist zum Beispiel besonders in­ter­es­sant für B2B-Stra­te­gien.

Outbrain

Auch wenn soziale Medien bei der Be­schaf­fung von In­for­ma­tio­nen immer wichtiger werden, entsteht viel Content immer noch auf klas­si­schen Websites. So sind z. B. die On­line­ma­ga­zi­ne zahl­rei­cher deutscher Zeitungen und Zeit­schrif­ten sehr beliebt beim In­ter­net­pu­bli­kum. Surfende sind in­zwi­schen daran gewöhnt, dass sie – nachdem sie einen Artikel fertig gelesen haben – Vor­schlä­ge für weitere Beiträge erhalten. Dies macht sich Outbrain zunutze. Bei Outbrain handelt es sich um ein Content Dis­tri­bu­ti­on Network und damit um eine in­ter­es­san­te Al­ter­na­ti­ve zu Google AdWords. Als solches möchte das Un­ter­neh­men zwischen Un­ter­neh­men und Pu­blishern ver­mit­teln. Die Idee: Statt tra­di­tio­nel­ler Wer­be­an­zei­gen (Display Ads) erstellen Un­ter­neh­men re­dak­tio­nel­len Content, der für Leser in­ter­es­sant sein könnte. Aus­ge­wähl­te Beiträge lassen sie auch auf anderen – meist be­lieb­te­ren Seiten – ein­blen­den. Dafür verlangt der Betreiber der Seite selbst­ver­ständ­lich eine Gebühr. Damit nicht jeder einzelne Wer­be­trei­ben­de mit jedem Publisher einen Vertrag ab­schlie­ßen muss, haben sich Netzwerke wie Outbrain etabliert. Outbrain stellt ein Widget bereit, das Website-Betreiber auf ihrer Seite einbauen können. Dadurch bekommen Besucher der Website auch Artikel vor­ge­schla­gen, die nicht auf derselben Website zu finden sind, sondern auf den Seiten der Wer­be­trei­ben­den liegen. Ein Klick auf das Thumbnail-Bild oder die Über­schrift leitet den Nutzer weiter. Für Werbende entstehen erst dann Kosten, wenn Nutzer auch tat­säch­lich auf die Links klicken (CPC). Dafür legt man ein Budget fest: Ist dies auf­ge­braucht, werden die Artikel nicht mehr ver­brei­tet. Ein weiterer Vorteil, wenn Sie sich für Outbrain ent­schei­den: Laut Ei­gen­aus­sa­ge helfen 50 Al­go­rith­men dabei, den Nutzern Content an­zu­zei­gen, der ihnen auch wirklich gefällt. Dazu achten die Al­go­rith­men auf den Kontext des aktuellen Artikels, das Verhalten der Nut­zer­grup­pe und auf das Surf­ver­hal­ten des tat­säch­li­chen Nutzers. Für letzteres verwendet Outbrain Cookies, was Nutzer al­ler­dings via Opt-out un­ter­bin­den können. Zu­sätz­lich versucht Outbrain zu verstehen, wann die Relevanz eines Artikels nicht mehr gegeben ist, weil dieser z. B. nicht mehr aktuell ist. Solche Artikel sollen dann nicht mehr in den Widgets auf­tau­chen. Beim Erstellen einer Kampagne wählen Sie Titel und Vor­schau­bild aus. Das bedeutet, dass der Titel des Links, wie er durch das Widget aus­ge­spielt wird, nicht mit der Über­schrift des ver­link­ten Artikels über­ein­stim­men muss. Das ist besonders wichtig, wenn Sie mit Ihrem Content gleich­zei­tig SEO-In­ter­es­sen verfolgen. Das Keyword, das in der Über­schrift auftaucht, funk­tio­niert viel­leicht gut für Such­ma­schi­nen, muss aber nicht zum Klicken einladen – im Gegensatz zu einer Wer­be­an­zei­ge. Im zweiten Schritt ent­schei­den Sie sich dann für ein Budget und den CPC, mit dem Sie in der Auktion (auch Outbrain ver­stei­gert die Wer­be­plät­ze) antreten. Außerdem legen Sie den Zeitraum fest (falls Sie die Kampagne nicht bis zum Ende des Budgets laufen lassen möchten) und bestimmen die Ziel­grup­pe. Hierfür geben Sie die Standorte an, an denen Ihr Content aus­ge­spielt werden soll, sowie die ver­wen­de­ten Geräte der Nutzer. Eine Anzeige neben der Auswahl gibt die erwartete Reich­wei­te wieder. Mit diesen wenigen Ein­stel­lun­gen kann Ihre Kampagne bereits online gehen. Der Erfolg lässt sich mühelos über­wa­chen. Mithilfe von A/B-Tests loten Sie zudem die beste Strategie aus. Sie können innerhalb einer Kampagne auch nur einen Artikel promoten, diesen jedoch mit un­ter­schied­li­chen Bildern und Über­schrif­ten versehen und so aus­pro­bie­ren, welche Varianten funk­tio­nie­ren und welche keine Klicks ge­ne­rie­ren. Diese Op­ti­mie­rung der Links führt al­ler­dings zu einem der größten Probleme von Outbrain und ähnlichen Anbietern: Clickbait. Statt wirklich relevante Inhalte aus­zu­spie­len, werden Leser mit viel­ver­spre­chen­den Links zu Klicks angeregt, gelangen dann aber auf Seiten, die mehr oder weniger aus­schließ­lich Werbung enthalten. Mit klaren Richt­li­ni­en versucht Outbrain dagegen vor­zu­ge­hen: So sind außer sexuellen oder illegalen Inhalten auch solche Links verboten, die rein werblich sind oder ir­re­füh­ren­de Titel haben. Diese Regeln durch­zu­set­zen, scheint jedoch schwierig zu sein. Dass nicht en­er­gi­scher gegen Clickbait vor­ge­gan­gen wird, mag si­cher­lich auch an den Pu­blishern liegen. On­line­me­di­en fi­nan­zie­ren sich zu großen Teilen über Outbrain oder dessen Kon­kur­ren­ten.

Fazit

Mit einem Content Dis­tri­bu­ti­on Network wie Outbrain erreichen Sie eine große Zahl an Nutzern auf sehr bekannten Websites, etwa Bild.de, Spiegel Online oder Focus Online. Klas­si­sche Werbung ist über den Dienst nicht gestattet – was kein Nachteil für Ihre Marketing-Strategie sein muss. Schlimmer ist, dass aufgrund zahl­rei­cher schwarzer Schafe, die über Outbrain Clickbait-Artikel und Fake News ver­brei­ten, ge­spon­ser­te Content-Links generell in Verruf geraten sind.

Vorteile Nachteile
Hohe Reich­wei­te Nur Content-Marketing möglich
Plat­zie­rung bei re­nom­mier­ten Websites Dienst ist be­rüch­tigt für Clickbait und Fake News

Taboola

Taboola ist wie Outbrain ein Netzwerk, das Content verteilt, und damit eine weitere in­ter­es­san­te Al­ter­na­ti­ve zu Google AdWords. Taboola un­ter­schei­det sich vom Prinzip her kaum vom Kon­kur­ren­ten Outbrain. So funk­tio­niert das Erstellen einer Kampagne genau wie beim Kon­kur­ren­ten: Innerhalb von drei Schritten (Auswahl & Anpassen des Inhalts, Reich­wei­te & Budget, Eingabe der Kon­to­in­for­ma­tio­nen) bringen Sie Ihre Content-Marketing-Kampagne online. Un­ter­schied­lich ist al­ler­dings die Wahl der Inhalte. Während Outbrain nur tat­säch­li­che Artikel zulässt, können Sie über Taboola auch Landing­pa­ges und ganze Websites promoten. Laut Richt­li­ni­en sind al­ler­dings die Start­sei­te einer Website, ein Web­sei­ten­ver­zeich­nis und Fo­ren­bei­trä­ge nicht erlaubt. Selbst­ver­ständ­lich sind bei Taboola ebenso Inhalte verboten, die be­trü­ge­risch, be­lei­di­gend oder illegal sind.

Hin­sicht­lich des Netzwerks der beiden Anbieter gibt es weder quan­ti­ta­tiv noch qua­li­ta­tiv eine nen­nens­wer­te Differenz. Um al­ler­dings in allen großen On­line­me­di­en vertreten zu sein, müssen Sie beide Anbieter gleich­zei­tig verwenden, da manche Seiten mit Outbrain, andere mit Taboola ko­ope­rie­ren.

Die Ein­gren­zung der Ziel­grup­pe kommt bei Taboola (und auch Outbrain) schnell an ein Limit – ganz im Gegensatz zu Google, Facebook oder Amazon. Der Grund dafür liegt darin, dass die Content-Dis­tri­bu­ti­on-Netzwerke nur Zwi­schen­händ­ler sind. Deshalb können Sie bei weitem nicht so viele Nut­zer­da­ten sammeln wie die großen In­ter­net­un­ter­neh­men, bei denen Nutzer zahl­rei­che In­for­ma­tio­nen von sich preis­ge­ben (müssen).

Laut eigener Aussage kümmern sich bei Taboola 30 Mit­ar­bei­ter darum, Fake News und Clickbait zu ver­hin­dern. Auf der anderen Seite hebt der Gründer von Taboola, Adam Singolda, die Mei­nungs­frei­heit sehr hoch und recht­fer­tigt damit vieles, was doch über den Dienst ver­brei­tet wird. Zwar ist das Konzept heute noch relativ er­folg­reich, einige Publisher haben aber in­zwi­schen ver­stan­den, dass ihr Ansehen durch die Clickbait-Artikel negativ be­ein­flusst wird und setzen daher auf eigene Lösungen. Das macht auch diese AdWords-Al­ter­na­ti­ve nur bedingt in­ter­es­sant für seriöse Wer­be­bot­schaf­ten.

Fazit

Taboola ist noch mehr als Outbrain dafür bekannt, wenig ge­halt­vol­le Artikel zu verteilen. Deshalb kann die Ver­brei­tung des eigenen Contents über den Dienst riskant sein. Dennoch darf die große Reich­wei­te, die man auch in­ter­na­tio­nal mit diesen Anbietern erreicht, nicht un­ter­schätzt werden.

Vorteile Nachteile
Hohe Reich­wei­te Dienst ist be­rüch­tigt für Clickbait und Fake News
Plat­zie­rung bei re­nom­mier­ten Websites
Hinweis

Neben Taboola und Outbrain gibt es noch die beiden deutschen Anbieter Plista und Ligatus, die beide ganz ähnlich wie die in­ter­na­tio­na­le Kon­kur­renz funk­tio­nie­ren und die gleichen Vor- und Nachteile aufweisen.

Quantcast

Bei Quantcast handelt es sich in erster Linie um einen Anbieter, der Big Data für die Wer­be­indus­trie auswertet. Deshalb ist die AdWords-Al­ter­na­ti­ve aus den USA in erster Linie ein Tracking-Dienst­leis­ter, der ähnlich wie Google Analytics Daten von teil­neh­men­den Websites sammelt und daraus Sta­tis­ti­ken erstellt. Dabei liefert Quantcast nicht nur de­mo­gra­fi­sche Analysen für Daten auf einer be­stimm­ten Website, sondern hat auch die Mög­lich­keit, Nutzer über mehrere In­ter­net­sei­ten zu verfolgen und so sehr de­tail­lier­te Profile zu erstellen. Den Nutzern von Quantcast Measure (so der Titel des Ana­ly­se­tools) gefällt vor allem, dass man seine eigene Seite mit denen der Kon­kur­renz ver­glei­chen kann – ein Feature, das man bei Google Analytics ver­geb­lich sucht.

Mit diesem Wissen über Nut­zer­grup­pen wird Quantcast auch zu einem Partner bei der Ver­tei­lung von Display Ads. Quantcast bietet genau wie Google AdWords und die anderen Al­ter­na­ti­ven Real-time Ad­ver­ti­sing (RTA). Das bedeutet: Sobald ein Nutzer eine Website aufruft, auf der Wer­be­an­zei­gen von Quantcast aus­ge­spielt werden, findet innerhalb von kürzester Zeit eine Auktion statt. Abhängig vom Gebot auf eine bestimmte Ziel­grup­pe und weiteren Faktoren bestimmt das System, welche Anzeige in dem Moment für den Nutzer angezeigt wird.

Fazit

Quantcast hat einen um­fas­sen­den Einblick in das Surf­ver­hal­ten und die In­ter­es­sen der Nutzer, was für Wer­be­trei­ben­de sehr in­ter­es­sant ist. So können Sie Ihre Ziel­grup­pe exakt erreichen und haben weniger Streu­ver­lus­te. Es handelt sich al­ler­dings um sehr klas­si­sche On­line­wer­bung: Viele In­ter­net­user nehmen diese gar nicht mehr wahr – falls AdBlocker die Anzeigen nicht ohnehin schon au­to­ma­ti­siert aus­blen­den.

Vorteile Nachteile
Sehr gutes Targeting Nur klas­si­sche Display Ads
Hohe Reich­wei­te

Welche Google-AdWords-Al­ter­na­ti­ven gibt es? Ein Überblick!

Dienst Mög­lich­kei­ten Zweck Reich­wei­te Bemerkung
Bing Ads SEA Brand Awareness Con­ver­si­on Lead­ge­ne­rie­rung geringNummer 2 der Such­ma­schi­nen
Yahoo! Gemini SEA Native Ads Brand Awareness Con­ver­si­on Lead­ge­ne­rie­rung mittel Im Verbund mit AOL
Amazon SEA Display Ads Con­ver­si­on hoch Nur für On­line­händ­ler
Facebook Social-Media-Marketing Display Ads Brand Awareness Kun­den­bin­dung Lead­ge­ne­rie­rung hoch Wich­tigs­tes soziales Netzwerk
Outbrain Content-Marketing Brand Awareness Kun­den­bin­dung Lead­ge­ne­rie­rung hoch Vor allem für Clickbait und Fake News bekannt
Taboola Content-Marketing Brand Awareness Kun­den­bin­dung Lead­ge­ne­rie­rung hoch Vor allem für Clickbait und Fake News bekannt
Quantcast Display Ads Brand Awareness Kun­den­bin­dung Lead­ge­ne­rie­rung hoch Sehr gutes Targeting
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