File­sha­ring, also das Teilen von Dateien im Internet bzw. in anderen Netz­wer­ken, ist sehr praktisch und grund­sätz­lich auch legal. Wichtig ist, dass Sie sichere Tools verwenden, die Person kennen, mit der Sie teilen, und nur Dateien tauschen, die nicht ur­he­ber­recht­lich geschützt sind.

De­fi­ni­ti­on: Was ist File­sha­ring und wie funk­tio­niert es?

Von File­sha­ring spricht man, wenn Nutzer Dateien über ein Netzwerk mit­ein­an­der teilen. Dieses ist in den meisten Fällen in­ter­net­ba­siert, wobei sich die Dateien entweder auf den Computern der einzelnen Teil­neh­mer oder auf de­di­zier­ten Servern befinden, von wo sie an die je­wei­li­gen in­ter­es­sier­ten User verteilt werden. In puncto Da­tei­grö­ße sind dabei keine Grenzen gesetzt, weshalb die Platt­for­men auch vorrangig dazu genutzt werden, große Dateien zu versenden. Ty­pi­scher­wei­se stellt man her­un­ter­ge­la­de­ne Dateien bereits während des Downloads für weitere Nutzer zur Verfügung, um die Leis­tungs­fä­hig­keit des Netzwerks zu ma­xi­mie­ren.

Je nach zu­grun­de­lie­gen­der Technik der je­wei­li­gen File­sha­ring-Plattform benötigen Nutzer in der Regel eine spe­zi­fi­sche Software, um die Dateien wei­ter­zu­ge­ben bzw. zu beziehen. Immer häufiger finden sich jedoch auch Varianten, die das File­sha­ring über den Browser er­mög­li­chen. Zudem wird der Begriff heute auch verwendet, wenn kleinere Dateien via Messenger, E-Mail und ähnliche Wege aus­ge­tauscht werden.

Hinweis

File­sha­ring über das weltweit ver­füg­ba­re Internet ist heute die gängige Form des Da­tei­aus­tauschs und ty­pi­scher­wei­se auch die erste As­so­zia­ti­on mit dem Begriff. Prin­zi­pi­ell handelt es sich aber auch bei der Da­tei­über­tra­gung zwischen Geräten in einem lokalen Netzwerk oder via VPN (Virtual Private Network) um File­sha­ring.

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Welche File­sha­ring-Methoden gibt es?

File­sha­ring über das Internet ist die ver­brei­tets­te Form, um digitale Dateien aus­zu­tau­schen. Im Laufe der Zeit haben sich dabei al­ler­dings ganz ver­schie­de­ne in­ter­net­ba­sier­te Methoden ent­wi­ckelt. Die wich­tigs­ten haben wir in der nach­fol­gen­den Auf­lis­tung zu­sam­men­ge­fasst:

  • Client-Server-Prinzip: Das klas­si­sche Client-Server-Modell bietet die ein­fachs­te Form des in­ter­net­ba­sier­ten File­sha­rings. So kann bei­spiels­wei­se ein FTP-Server auf­ge­setzt werden, auf dem User Dateien zur ge­mein­sa­men Nutzung speichern und jederzeit per FTP-Client anfordern und her­un­ter­la­den können.
     
  • Ser­ver­ba­sier­tes Peer-to-Peer-Netzwerk: Peer-to-Peer (engl. für „Gleich­ge­stell­ter“) mit einem (zentrales P2P) oder mehreren Ko­or­di­na­ti­ons­ser­vern (teilweise de­zen­tra­les P2P) für die Ver­bin­dung zwischen den einzelnen Nutzern war lange Zeit das vor­herr­schen­de File­sha­ring-Modell, um Band­brei­te beim Da­tei­aus­tausch zu sparen.
     
  • De­zen­tra­les Peer-to-Peer-Netzwerk: In voll­stän­dig de­zen­tra­len P2P-Netz­wer­ken erledigen die teil­neh­men­den Peers (also die einzelnen Nutzer) alle an­fal­len­den Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Ver­wal­tungs­auf­ga­ben (Be­ant­wor­tung von Such­an­fra­gen, Ver­bin­dungs­auf­bau etc.) selbst.
     
  • Share­hos­ter/Fi­le­hos­ter: Share­hos­ter, die man auch als One-Click-Hoster oder Fi­le­hos­ter be­zeich­net, er­mög­li­chen es Nutzern, Dateien hoch­zu­la­den und anderen Nutzern über einen in­di­vi­du­el­len Link zu­gäng­lich zu machen. Die Daten liegen dabei immer auf Servern des Anbieters.
     
  • Cloud-Speicher: Auch Cloud-Speicher-Dienste können zu File­sha­ring-Zwecken verwendet werden, indem man hoch­ge­la­de­ne Dateien für andere Nutzer zur Verfügung stellt.
Tipp

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Ist File­sha­ring legal?

File­sha­ring ist grund­sätz­lich legal – al­ler­dings kommt es immer ganz darauf an, welche Inhalte Sie über ein File­sha­ring-Netzwerk mit anderen Nutzern teilen bzw. dort her­un­ter­la­den. Handelt es sich nämlich um Werke wie Musik, Filme oder Com­pu­ter­spie­le, die dem Ur­he­ber­recht un­ter­lie­gen, sind schnell Gesetze und Vor­schrif­ten verletzt, sodass ju­ris­ti­sche Kon­se­quen­zen drohen können. Falls Sie also nicht selbst Urheber sind, sollten Sie derartige Inhalte niemals von einem File­sha­ring-Service beziehen, wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen.

Ab­mah­nun­gen infolge von Ur­he­ber­rechts­ver­let­zun­gen bei der Wei­ter­ga­be von Dateien im Internet erfolgen meistens aufgrund von Datei-Uploads. Das liegt zum einen daran, dass der Schaden durch das weltweite Zur­ver­fü­gung­stel­len deutlich höher gewichtet wird als der Schaden, der aus einem einzelnen Download re­sul­tiert. Zum anderen sind Uploads für die Inhaber der Rechte deutlich leichter nach­zu­wei­sen. Da Up- und Download beim File­sha­ring al­ler­dings häufig eng verknüpft sind, haben alle User einen nach­weis­ba­ren Anteil an der Ver­viel­fäl­ti­gung, der vor Gericht ebenfalls zu Lasten gelegt werden kann.

Hinweis

Viele Be­für­wor­ter illegaler Downloads vertreten die Meinung, dass kein Schaden für die Urheber der ver­brei­te­ten Werke entstünde. Die Be­grün­dung: Der Download geschieht in den meisten Fällen nur deshalb, weil das File­sha­ring kostenlos ist – gekauft hätte man den Film oder die Musik sowieso nicht. Für die Be­ur­tei­lung vor Gericht spielt diese Ar­gu­men­ta­ti­on al­ler­dings keine Rolle.

Gefahren und Risiken des File­sha­rings

Der Austausch von Dateien über das Internet ist zwar sehr praktisch, aber auch nicht gänzlich ohne Risiken: In den ver­schie­de­nen File­sha­ring-Netz­wer­ken und -Services werden unzählige Dateien ohne Kon­troll­in­stanz angeboten und kopiert. Vor dem Empfang einer Datei haben Nutzer dabei für ge­wöhn­lich nur einige Me­ta­in­for­ma­tio­nen wie den Da­tei­na­men oder die Länge einer Datei (Video/Audio) zur Verfügung und müssen quasi blind darauf vertrauen, dass es sich auch tat­säch­lich um den an­ge­prie­se­nen Inhalt handelt.

Das hat zur Folge, dass Nutzer von File­sha­ring-Services in be­son­de­rem Maße durch Schad­soft­ware gefährdet sind, die wahlweise anstelle des ei­gent­li­chen Contents oder zu­sätz­lich zu dem an­ge­frag­ten Dateien her­un­ter­ge­la­den wird. Je anonymer der Austausch ist, desto vor­sich­ti­ger sollten Sie daher agieren. Dies gilt auch in puncto Ur­he­ber­recht, denn beim File­sha­ring-Download aus un­be­kann­ter Quelle besteht immer das Risiko, un­wis­sent­lich Inhalte zu erhalten, deren Ver­brei­tung auf diesem Wege nicht recht­mä­ßig ist.

Eine weitere Gefahr: Bei File­sha­ring-Methoden wie P2P kann es schnell passieren, dass Daten im Netzwerk frei­ge­ge­ben werden, die ei­gent­lich privater Natur und nicht für andere Nutzer bestimmt sind. Dies ist zwar in nahezu allen Fällen auf eine falsche Kon­fi­gu­ra­ti­on des Clients zu­rück­zu­füh­ren, aber dennoch schneller passiert, als es einem lieb ist.

Wie lassen sich Daten möglichst sicher teilen?

Große File­sha­ring-Netzwerke und der Bezug von Inhalten aus anonymen Quellen bieten ein ver­gleichs­wei­se hohes Si­cher­heits­ri­si­ko. Wollen Sie Daten mit anderen Nutzern teilen, gibt es dennoch einige Lösungen, die ein hohes Maß an Si­cher­heit bieten.

File­sha­ring per E-Mail

Kleine Dokumente wie Text­da­tei­en, Bilder oder PDFs lassen sich sehr sicher per E-Mail aus­tau­schen. Der große Vorteil ist, dass Sie den Absender von Inhalten anhand der Adresse eindeutig iden­ti­fi­zie­ren können. Wer zu­sätz­lich auf E-Mail-Ver­schlüs­se­lung mit TLS/SSL setzt, kann sich auf eine abfang- und ma­ni­pu­la­ti­ons­si­che­re Variante für die Da­tei­über­tra­gung verlassen – ob via Outlook, Gmail, Gmx oder Thun­der­bird.

File­sha­ring per Cloud-Speicher

Cloud-Speicher wie der Klassiker Dropbox oder Dropbox-Al­ter­na­ti­ven wie Box, Google Drive oder HiDrive Cloud Speicher werden als Lösung für die sichere Spei­che­rung und den sicheren Austausch von Dateien immer beliebter. Da­ten­schutz und Da­ten­si­cher­heit spielen für die Provider dieser Dienste eine wichtige Rolle, weshalb Maßnahmen wie Ver­schlüs­se­lung, re­gel­mä­ßi­ge Backups und leis­tungs­star­ker Anti-Malware-Schutz zum Standard zählen. Über Be­nut­zer­pro­fi­le und teilbare Links bestimmen Nutzer, wer Daten hochladen und beziehen kann.

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File­sha­ring per Browser

Dateien per Browser zu teilen, hört sich zunächst nicht nach der si­chers­ten Methode für die Wei­ter­ga­be von Daten an. Die Si­cher­heits­stan­dards von Drag-and-Drop-Fi­le­hos­tern sind in den ver­gan­ge­nen Jahren jedoch kon­ti­nu­ier­lich gestiegen. Mit Lösungen wie We­Trans­fer, HiDrive Share oder Terashare laden Sie Dateien mit einer Größe von bis zu zwei oder sogar zehn Gigabyte hoch und teilen dem Empfänger im Anschluss einfach den passenden Download-Link. Hier gilt natürlich die bereits an­ge­spro­che­ne Pro­ble­ma­tik: Kennen Sie den Uploader nicht, birgt der Download immer ein gewisses Risiko.

Tipp

Mit HiDrive Share von IONOS teilen Sie kostenlos Dateien mit einer Ge­samt­grö­ße von bis zu zwei Gigabyte. Jeder Transfer-Link besitzt dabei eine Gül­tig­keit von sieben Tagen.

File­sha­ring per VPN

Virtual Private Networks bieten nicht nur die perfekte Grundlage, um auch im Ho­me­of­fice bzw. Mobile Office auf private Netzwerke wie Fir­men­netz­wer­ke zu­zu­grei­fen, sondern eignen sich auch für das sichere File­sha­ring. Auf Dateien, die im VPN geteilt werden, können nur au­to­ri­sier­te Nutzer zugreifen. Gerade für Un­ter­neh­men, die mit sehr sensiblen Do­ku­men­ten arbeiten, ist diese Art des File­sha­rings zu empfehlen.

Fazit: Was ist beim File­sha­ring zu beachten?

File­sha­ring ist grund­sätz­lich legal, und viele Netzwerke und Services bieten ein hohes Si­cher­heits­le­vel. Sobald Sie Inhalte aus anonymen Quellen beziehen oder Werke teilen bzw. her­un­ter­la­den, für die Sie nicht die Ur­he­ber­rech­te besitzen, sieht die Situation anders aus: In diesem Fall sind Sie weder vor Malware und Da­ten­ver­lust noch vor recht­li­chen Kon­se­quen­zen sicher. Für einen möglichst sicheren Austausch von Dateien ist es also emp­feh­lens­wert, dass Empfänger und Sender sich kennen und sich durch ein­deu­ti­ge Iden­ti­fi­zie­rungs­merk­ma­le wie eine E-Mail-Adresse oder einen Download-Link aus­zeich­nen können.

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