Online-PR, Social Media, Affiliate-Marketing, News­let­ter-Kampagnen, Google AdWords – und das alles am besten alles im idealen Marketing-Mix. On­line­mar­ke­ting ist ein riesiges Feld, und so ist es am Anfang schwer, sich Überblick zu ver­schaf­fen und die richtige Her­an­ge­hens­wei­se für das eigene Un­ter­neh­men zu finden. Welche Kanäle relevant sind und welche Strategie die beste ist, muss man in­di­vi­du­ell ent­schei­den. Denn je nach Branche, Angebot, Ziel­grup­pe und Ziel­set­zung rücken natürlich manche Kanäle in den Vor­der­grund, während andere eher unwichtig sind. Doch trotz all der Variablen gibt es einige On­line­mar­ke­ting-Grund­la­gen, die jeder kennen und be­rück­sich­ti­gen sollte. Wir stellen Ihnen 7 es­sen­zi­el­le On­line­mar­ke­ting-Basics für einen er­folg­rei­chen Einstieg vor.

Die Website als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel nutzen

Die eigene Un­ter­neh­mens­web­site ist die Kern­prä­senz im Netz und damit die Grundlage für jede Form von On­line­mar­ke­ting. Auch wenn die Bedeutung von Un­ter­neh­mens-Websites mit der Dominanz von sozialen Netz­wer­ken etwas ab­ge­nom­men hat, bleibt sie nach wie vor Aus­hän­ge­schild und Vi­si­ten­kar­te des Un­ter­neh­mens. Hinter einem pro­fes­sio­nel­len Web­auf­tritt steckt viel Arbeit, doch mit dem Live-Gang ist diese nicht beendet. Man muss mit seiner Website arbeiten, sie pflegen und als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­in­stru­ment nutzen. Durch die re­ge­mä­ßi­ge Ak­tua­li­sie­rung und die Be­reit­stel­lung von ex­klu­si­ven Neu­ig­kei­ten schafft man nicht nur einen Anreiz für Nutzer, die Website zu besuchen – man sendet auch Google ein Zeichen, dass die Seite auf dem neusten Stand ist und die Inhalte aktuell und relevant sind.

Natürlich muss nicht jeder kleine Backshop eine auf­wen­di­ge Website mit CMS und großer Datenbank aufsetzen. Bei kleinen Un­ter­neh­men und ins­be­son­de­re Ein­rich­tun­gen in der Gas­tro­no­mie ist ein Blog oft eine gute Al­ter­na­ti­ve.

Inhalt ist Trumpf

Ein typischer On­line­mar­ke­ting-Fehler ist, bei Über­le­gun­gen zur Reich­wei­te der Mar­ke­ting­ak­tio­nen die Qualität des Inhalts aus den Augen zu verlieren. Dabei hat sich das in­halts­zen­trier­te Content-Marketing in den ver­gan­ge­nen Jahren im Vergleich zu klas­si­scher Werbung wie TV-Spots oder Wer­be­ban­nern als deutlich nach­hal­ti­ger erwiesen. Jeder Marketer sollte sich bewusst sein, dass man im On­line­mar­ke­ting immer mehr auf die so­ge­nann­ten Inbound-Methoden setzt. D. h. die Inhalte werden so attraktiv gestaltet, dass der User sie selbst sucht – und sie werden nicht – wie bei klas­si­scher Werbung – an den po­ten­zi­el­len Kunden gesendet. Daher sollte man den Fokus auf hoch­wer­ti­ge, in­ter­es­san­te und un­ter­hal­ten­de Inhalte setzen, die einen Mehrwert für den Leser bieten. Indem man sich selbst als Experte auf dem eigenen The­men­ge­biert po­si­tio­niert, weckt man das Vertrauen der Ziel­grup­pe.

Gute Inhalte bilden die Grundlage für den Erfolg im On­line­mar­ke­ting. Sie bilden die Basis für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung und be­ein­flus­sen als wichtiger Qua­li­täts­fak­tor auch viele andere Mar­ke­ting­dis­zi­pli­nen. Wichtig ist, dass die Inhalte immer ein­zig­ar­tig sind. So­ge­nann­ter Unique Content (ein­zig­ar­ti­ger Inhalt) ist ein Muss – man sollte kei­nes­wegs Inhalte kopieren oder leicht­fer­tig von anderen Markt­teil­neh­mern Content über­neh­men.

On­line­mar­ke­ting braucht Zeit und Expertise

Eine Social-Media-Kampagne oder eine Content-Marketing-Strategie entstehen nicht mal so nebenbei. On­line­mar­ke­ting ist ein Fulltime-Job. Die Betreuung der Social-Media-Profile sollte nicht Aufgabe der Prak­ti­kan­ten sein und die Offpage-Op­ti­mie­rung einer Seite sollte man nicht auf den Frei­tag­nach­mit­tag schieben. Die Umsetzung einer Marketing-Strategie, von der das Un­ter­neh­men auch lang­fris­tig pro­fi­tiert, geschieht nicht im Vor­über­ge­hen und ist keine Aufgabe, die ein Laie über­neh­men sollte.

Gerade Un­ter­neh­men, die erste Schritte im Bereich On­line­mar­ke­ting wagen, un­ter­schät­zen oft, wieviel Zeit man zu Beginn in­ves­tie­ren muss. Bis erste Kampagnen ge­winn­brin­gend optimiert sind und SEO-Maßnahmen fruchten, vergehen Wochen, häufiger Monate. Vor allem in Sachen Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist Geduld gefragt. Denn eine gute Google-Plat­zie­rung kommt nicht über Nacht – um erste Erfolge von Op­ti­mie­rungs­maß­nah­men verbuchen zu können, braucht man Ausdauer. Am Ende sind die Be­mü­hun­gen dafür dann von nach­hal­ti­ger Natur.

Wie oben schon erwähnt, sind neben zeit­li­chem Aufwand auch Know-how und Fach­ex­per­ti­se un­ter­schätz­te Faktoren – denn Accounts und Profile sollten Profis und kei­nes­falls Prak­ti­kan­ten aufsetzen und betreuen. Man muss Mit­ar­bei­ter ausbilden, ihnen die wich­tigs­ten On­line­mar­ke­ting-Basics na­he­brin­gen und das not­wen­di­ge Ex­per­ten­wis­sen unter Umständen von externen Dienst­leis­tern einholen. Ist das eigene Marketing-Team noch online-un­er­fah­ren, ist die Beratung durch eine pro­fes­sio­nel­le Agentur sinnvoll.

Das On­line­mar­ke­ting muss einer fest­ge­leg­ten Strategie folgen

Es gibt eine ge­fähr­li­che Kom­bi­na­ti­on beim On­line­mar­ke­ting: Keinerlei Erfahrung im Online-Bereich und trotzdem ein großes Budget zur Hand. Viele beginnen, spo­ra­disch mal hier und mal da zu in­ves­tie­ren und das Budget por­ti­ons­wei­se zu verteilen, um die ver­schie­dens­ten Marketing-Kanäle aus­zu­tes­ten. Was für einige viel­leicht ver­nünf­tig klingt, ist meist nicht die beste Idee – denn bei solch einer Methode geht unnötig Geld verloren. Besser ist es, von Beginn an eine sinnvolle Strategie zu verfolgen. Man muss seinen On­line­mar­ke­ting-Mix richtig planen, um die Kanäle und einzelnen Kampagnen ideal auf­ein­an­der ab­zu­stim­men. Dazu gehört, die richtigen Methoden und Werkzeuge für seine klar de­fi­nier­ten Ziele aus­zu­wäh­len. At­tri­bu­ti­ons­mo­del­le er­mög­li­chen bspw., die für das eigene Un­ter­neh­men re­le­van­ten und pro­fi­ta­blen Kanäle zu iden­ti­fi­zie­ren.

Die eigene Strategie muss man nicht nur de­fi­nie­ren, sondern auch innerhalb des Un­ter­neh­mens kom­mu­ni­zie­ren, damit die einzelnen Ab­tei­lun­gen ihr Vorgehen auf­ein­an­der abstimmen können. Denn wer einen er­folg­rei­chen Marketing-Mix schaffen will, sollte davon absehen, einzelne Maßnahmen isoliert zu be­trach­ten. Sieht man die Kanäle aus­schließ­lich als ei­gen­stän­di­ge Dis­zi­pli­nen, ohne den Marketing-Mix im Blick zu haben, ist das in vielerlei Hinsicht pro­ble­ma­tisch. Es besteht z. B. die Gefahr, doppelte Inhalte zu ver­brei­ten oder – noch schlimmer – auf ver­schie­de­nen Kanälen Inhalte zu ver­brei­ten, die sich wi­der­spre­chen.

Nut­zer­freund­lich­keit kommt vor Design

Natürlich ist der Design-Aspekt einer Website wichtig. Der Nutzer erwartet je nach Branche oder Dienst­leis­tung eine an­spre­chen­de Ge­stal­tung und eine moderne und kreative Umsetzung, wenn er die Website eines Un­ter­neh­mens besucht. So kann Design auch Al­lein­stel­lungs­merk­mal sein, wie z. B. Apple durch seine un­ver­wech­sel­ba­re Corporate Identity immer wieder beweist.

Doch auch andere er­folgs­re­le­van­te Faktoren darf man nicht außer Acht lassen – ins­be­son­de­re sollte man stets an die Nut­zer­freund­lich­keit denken. Eine klare und über­sicht­li­che Na­vi­ga­ti­on muss immer an erster Stelle stehen: Der Besucher muss die Seite intuitiv nutzen und sich schnell und pro­blem­los zu­recht­fin­den können. Eine Seite kann optisch noch so aus­ge­fal­len und innovativ sein – gibt es Defizite in Sachen Usability, wird kein Nutzer lange auf ihr verweilen. Der gleiche Grundsatz gilt auch für die mobile Op­ti­mie­rung: Man sollte besser Abstriche beim Design machen, unter Umständen die mobile Website schlanker gestalten und einfacher halten, dafür aber die optimale mobile Nutzung er­mög­li­chen.

In­for­ma­tio­nen über die Ziel­grup­pe einholen

Im klas­si­schen Ein­zel­han­del werden Kunden per­sön­lich beraten – sie sollen sich umworben, umsorgt und vor allem gut und umfassend in­for­miert fühlen. Der Kunde ist eben König. Im Grund besteht dies­be­züg­lich kein großer Un­ter­schied zum Online-Bereich – diese wichtige On­line­mar­ke­ting-Grundlage vergessen viele. Denn auch mit seinen On­line­mar­ke­ting-Maßnahmen sollten Un­ter­neh­men den konkreten Ver­brau­cher an­spre­chen und versuchen, ihn zu über­zeu­gen. Anders als im sta­tio­nä­ren Geschäft, bei dem die einzelnen La­den­be­su­cher schnell aus­ge­macht sind, steht man im Online-Bereich jedoch vor der Her­aus­for­de­rung, zunächst einmal die po­ten­zi­el­len Kunden überhaupt zu finden. Dafür ist wichtige Vor­aus­set­zung, dass man seine Ziel­grup­pe genau kennt und dann alle Wer­be­maß­nah­men best­mög­lich auf sie abstimmt. Die Web­ana­ly­se ist ein sehr wichtiges In­stru­ment, das jeder Marketer nutzen sollte, der seine Online-Erfolge messen, ana­ly­sie­ren und ma­xi­mie­ren möchte. Über Analyse-Tools wie Google Analytics erhält man auf­schluss­rei­che In­for­ma­tio­nen über die eigene Ziel­grup­pe und darüber, wie sie sich online verhält und wie man sie am besten umwirbt.

Den ROI im Blick behalten

Der letzte Grudnsatz unserer On­line­mar­ke­ting-Basics: den Return-on-In­vest­ment (ROI) niemals aus den Augen verlieren! Es gibt eine einfache Rechnung, möchte man ein er­folg­rei­ches Un­ter­neh­men führen: Der Nutzen einer Wer­be­maß­nah­me muss immer höher sein als die ent­stan­de­nen Kosten. Online-Marketer nutzen in diesem Zu­sam­men­hang eine spezielle Kennzahl – eben den so­ge­nann­ten Return-on-In­vest­ment. Mithilfe des ROI misst man die Rendite einer un­ter­neh­me­ri­schen Tätigkeit, indem man den Gewinn in Ver­hält­nis zum ein­ge­setz­ten Kapital setzt.

Besonders bei kost­spie­li­gen Dis­zi­pli­nen im On­line­mar­ke­ting, wie z. B. Google-AdWords-Kampagnen ist es wichtig, den ROI im Blick zu behalten. So lässt sich die Wirt­schaft­lich­keit von Wer­be­maß­nah­men kon­trol­lie­ren. Beim Paid Ad­ver­ti­se­ment, also den bezahlten Online-Anzeigen, muss man auch die vor­aus­sicht­li­chen Streu­ver­lus­te be­rück­sich­ti­gen. Denn plant man hier nicht sorg­fäl­tig, gibt man schnell unnötig viel Geld aus.

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