Steckt man als Website-Betreiber um­fang­rei­che Res­sour­cen – sowohl zeitliche als auch fi­nan­zi­el­le – in die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, lassen sich in aller Regel schon bald Erfolge fest­stel­len: Die eigene Seite taucht weit oben in den Er­geb­nis­lis­ten auf und die Be­su­cher­zah­len steigen. Doch was, wenn der Umsatz trotzdem ausbleibt? Denn viele Besucher auf der eigenen Website zu haben, ist nicht gleich­be­deu­tend mit vielen Be­stel­lun­gen, Downloads oder Anfragen. Erst wenn Besucher auch aktiv werden und sich für den an­ge­bo­te­nen News­let­ter anmelden, Artikel in den Warenkorb legen oder ein Kon­takt­for­mu­lar ausfüllen, bringt das Web­pro­jekt auch die ge­wünsch­ten Gewinne bzw. Leads ein. Man spricht in diesem Fall auch von Con­ver­si­ons, deren Op­ti­mie­rung und Analyse für viele On­line­mar­keter zu den wich­tigs­ten Aufgaben zählt.

Dabei geht es vor allem darum, das Ver­hält­nis von Traffic und Con­ver­si­ons – als Wert wie­der­ge­ge­ben in der Con­ver­si­on-Rate – lang­fris­tig mithilfe von Web­ana­ly­se-Tools wie Google Analytics zu messen und durch gezielte Ver­bes­se­run­gen von Usability, Content, Layout und Co. kon­ti­nu­ier­lich zu ver­bes­sern. Wie sehen die ver­schie­de­nen Schritte und Methoden der Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung genau aus?

De­fi­ni­ti­on: Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung

Bei der Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung bzw. Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung oder auch Con­ver­si­on Rate Op­ti­miza­ti­on (CRO) handelt es sich um eine der wich­tigs­ten Teil­dis­zi­pli­nen des On­line­mar­ke­tings. Sie be­schäf­tigt sich vorrangig mit der Be­ob­ach­tung, Analyse und Ver­bes­se­rung der Con­ver­si­on-Rate, die als eine von vielen KPIs (Key Per­for­mance In­di­ca­tors) der Er­folgs­mes­sung von Web­pro­jek­ten – ins­be­son­de­re im E-Commerce – dient. Ziel der Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung ist eine Um­satz­stei­ge­rung, die durch An­pas­sun­gen ver­schie­dens­ter Kom­po­nen­ten wie Usability, Layout oder Content erzielt wird.

Darum ist Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung so wichtig für den Erfolg im Web

Werbung ist zwar auch im World Wide Web eine lukrative und ge­schätz­te, für viele Website-Betreiber aber nur ne­ben­säch­li­che Ein­nah­me­quel­le. Heute ist eine Vielzahl der Web­an­ge­bo­te an ge­schäft­li­che In­ter­es­sen geknüpft, die den Verkauf von Produkten und Dienst­leis­tun­gen oder den Abschluss von Abon­ne­ments an erste Stelle rücken. Selbst die bloße Bindung von Nutzern über News­let­ter hat häufig einen höheren Stel­len­wert als der Verkauf von Wer­be­flä­chen.

Hinweis

Die Con­ver­si­on-Rate wird in Prozent angegeben und berechnet sich wie folgt:

Con­ver­si­on Rate (%) = Anzahl der Con­ver­si­ons*100 / Anzahl der Web­sei­ten­be­su­cher

Un­ab­hän­gig davon, welches Con­ver­si­on-Ziel man mit dem je­wei­li­gen Projekt auch verfolgt, ist es natürlich ent­schei­dend, wie viele Nutzer im Durch­schnitt erreicht werden. Ein On­line­shop mit 100.000 Besuchern im Monat ver­spricht lo­gi­scher­wei­se einen größeren Ver­kaufs­er­folg als ein Webshop, der im gleichen Zeitraum von nur 10.000 po­ten­zi­el­len Kunden auf­ge­sucht wird. Schafft es letzterer Shop al­ler­dings besser, die Nutzer zum Einkauf zu animieren, zahlt sich der ver­meint­li­che Vorteil des traf­ficstar­ken On­lin­ege­schäfts (der zwangs­läu­fig mit einem höheren Res­sour­cen­be­darf verknüpft ist) u. U. gar nicht aus. Gleiches gilt für aufwendig kon­zi­pier­te News­let­ter-Kampagnen, hoch­wer­ti­ge White­pa­per und Co. – erst mit einer gesunden Con­ver­si­on-Rate erzielt man den an­ge­streb­ten Erfolg.

Deutlich wird das Potenzial einer Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung, wenn man sich ein konkretes Beispiel vor Augen hält. So sehen die Rah­men­da­ten für einen ex­em­pla­ri­schen On­line­shop vor bzw. nach der Op­ti­mie­rung der Rate um 1 Prozent fol­gen­der­ma­ßen aus:

  Vor der Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung Nach der Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung
Ein­zig­ar­ti­ge Besucher pro Monat 100.000 100.000
Con­ver­si­on-Rate 2 % 3 %
Be­stel­lun­gen 2.000 3.000
Wa­ren­korb­wert pro Be­stel­lung 100 Euro 100 Euro
Umsatz 200.000 Euro 300.000 Euro
Marge 20 % 20 %
Ertrag 40.000 Euro 60.000 Euro

Die Op­ti­mie­rung der Con­ver­si­on-Rate um lediglich ein Prozent führt in diesem Beispiel also zu einer Er­trags­stei­ge­rung von 20.000 Euro im Monat bzw. 240.000 Euro im Jahr.

Die Grund­bau­stei­ne der Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung

Da sich Web­pro­jek­te in ihrem Aufbau und in ihrer Optik stark von­ein­an­der un­ter­schei­den, ist es nicht möglich, eine all­ge­mein­gül­ti­ge Lösung für die Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung zu for­mu­lie­ren. Während die eine Website ins­be­son­de­re in Sachen Na­vi­ga­ti­on Op­ti­mie­rungs­be­darf aufweisen kann, fehlt es einer anderen Seite mög­li­cher­wei­se an konkreten Hand­lungs­an­wei­sun­gen (Call-to-Actions), die Nutzer in Käufer, Abon­nen­ten und Co. umwandeln. Bei einer dritten Web­prä­senz sind erstere Kom­po­nen­ten gut gelöst, der bzw. die Buttons für das Con­ver­si­on-Ziel al­ler­dings nicht gut platziert. Es ist also wichtig, in­di­vi­du­ell zu ent­schei­den, welche Be­stand­tei­le des Web­pro­jekts es zu op­ti­mie­ren gilt, um die Con­ver­si­on-Rate am Ende auch tat­säch­lich zu ver­bes­sern. An­dern­falls über­ar­bei­tet man im un­güns­tigs­ten Fall gut funk­tio­nie­ren­de Elemente und eröffnet damit neue Bau­stel­len.

Um zu­frie­den­stel­len­de Resultate für das eigene Projekt zu erzielen ist es daher sinnvoll, den Prozess der Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung auf folgende fünf Grund­bau­stei­ne zu stützen:

1. Analyse des Status quo

  • Was ist das be­triebs­wirt­schaft­li­che Ziel der Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung?
  • Welche Website-Elemente sind für die ge­wünsch­te(n) Con­ver­si­on(s) relevant?
  • Was sind die Er­war­tun­gen und Motive der Besucher?
  • Wie ist die Ab­sprungra­te (Bounce-Rate) der Benutzer und wann verlassen diese die Seite?

2. Hypothese und Planung der Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung

  • Wo sind Schwach­stel­len im Con­ver­si­on-Prozess?
  • Welche Aus­wir­kun­gen haben die Schwach­stel­len auf die Hand­lungs­mo­ti­va­ti­on der Besucher?
  • Wie lässt sich die Nut­zer­inter­ak­ti­on ver­bes­sern?
  • Entwurf eines Ar­beits­plans für die Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung

3. Entwurf und Kreation von Al­ter­na­ti­ven

  • Rea­li­sie­rung der al­ter­na­ti­ven Seiten, in­ter­ak­ti­ven Elemente, Designs oder Inhalte
  • sowohl einfache An­pas­sun­gen als auch eine komplette Neu­ge­stal­tung sind möglich
  • Live-Version bleibt wäh­rend­des­sen un­ver­än­dert (Op­ti­mie­run­gen sind separat um­zu­set­zen)

4. Test der op­ti­mier­ten Kom­po­nen­ten

  • In welchem Zeitraum soll der Test aus­ge­führt werden (je länger, desto aus­sa­ge­kräf­ti­ger sind die ge­sam­mel­ten Daten)?
  • Im­ple­men­tie­rung der ge­wünsch­ten Test­kom­po­nen­ten nach ver­schie­de­nen Verfahren wie A/B-Testing oder Mul­ti­va­ria­te Testing
  • Be­ob­ach­tung der laufenden Tests mithilfe spe­zi­fi­scher Software bzw. mit Ana­ly­se­tools wie Google Analytics oder Matomo
  • In­ter­pre­ta­ti­on der Testdaten und Auswahl der er­folg­ver­spre­chends­ten Variante(n) für die Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung

5. Roll-out

  • Übernahme der op­ti­mier­ten Kom­po­nen­ten in die Live-Version
  • Be­ob­ach­tung der Per­for­mance der neuen Varianten, um notfalls (bei tech­ni­schen Problemen oder einer Ver­schlech­te­rung der Con­ver­si­on-Rate) zur Ori­gi­nal­ver­si­on zu­rück­zu­keh­ren
  • Do­ku­men­ta­ti­on der er­wor­be­nen Kennt­nis­se
  • Nutzung der gewonnen Daten über die Funk­tio­na­li­tät des eigenen Web­pro­jekts für künftige Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­run­gen

Welche Methoden zur Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung gibt es?

Abhängig vom Typ des Web­pro­jekts gibt es also ver­schie­de­ne Aspekte, die den Con­ver­si­on-Erfolg be­güns­ti­gen bzw. ver­hin­dern. Funk­tio­na­le Ei­gen­schaf­ten können ebenso einen Einfluss auf die Nut­zer­hand­lun­gen haben wie in­halt­li­che, optische oder struk­tu­rel­le. Wir haben die wich­tigs­ten Methoden zur Op­ti­mie­rung der Con­ver­si­on-Rate zu­sam­men­ge­tra­gen, die wahlweise für sich oder im Verbund für den ge­wünsch­ten Fort­schritt sorgen können.

Warenkorb-Op­ti­mie­rung

Die Warenkorb-Op­ti­mie­rung kommt selbst­re­dend aus­schließ­lich im E-Commerce zum Einsatz. Das Con­ver­si­on-Ziel ist hierbei die Kauf­ab­wick­lung, also der Check-out des Wa­ren­korbs, aber ent­schei­dend dafür ist zunächst der Moment, in dem ein Nutzer Artikel in den Warenkorb ver­schiebt. Machen nur wenige Nutzer von der Warenkorb-Mög­lich­keit Gebrauch, ist dies ebenso ein Grund für eine Op­ti­mie­rung wie eine hohe Ab­sprungra­te bei Benutzern, die bereits Ware zu Kauf aus­ge­wählt hatten. Ursache können u. a. ein zu kom­pli­zier­ter Be­stell­vor­gang, fehlende Be­zahl­op­tio­nen oder mangelnde Ver­trau­ens­wür­dig­keit sein. Mögliche Maßnahmen sind bei­spiels­wei­se folgende:

  • Einbau von Trust-Elementen (Trusted Shops, TÜV)
  • Ver­ein­fa­chung des Be­stell­pro­zes­ses, z. B. indem Besucher ohne Anmeldung bestellen können
  • Pop-up-Er­in­ne­rung, wenn Artikel bereits seit Längerem im Warenkorb liegen und der Kauf­ab­schluss ausbleibt

Usability-Op­ti­mie­rung

Die Be­nut­zer­freund­lich­keit, auch Usability genannt, ist nicht nur eines der wich­tigs­ten Kriterien für das Such­ma­schi­nen­ran­king, sondern auch von un­schätz­ba­rem Wert für die Con­ver­si­on-Rate. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei dem Web­pro­jekt um einen On­line­shop, ein News­por­tal oder eine Fir­men­home­page handelt. Grob zu­sam­men­ge­fasst geht es bei der Usability darum, wie intuitiv ein Besucher sich durch das Web­an­ge­bot bewegen und In­for­ma­tio­nen erfassen kann. Der struk­tu­rel­le Aufbau der Seiten, die Website-Hier­ar­chie sowie die ver­wen­de­ten in­ter­ak­ti­ven Elemente sollten bei der Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung daher unbedingt auf Schwach­stel­len un­ter­sucht werden.

Je har­mo­ni­scher die einzelnen Kom­po­nen­ten einer Web­prä­senz schließ­lich auf­ein­an­der ab­ge­stimmt werden, desto wahr­schein­li­cher ist es auch, dass man die ge­wünsch­ten Con­ver­si­ons erzielt. Kern­kom­po­nen­ten, die man bei der Usability-Analyse unbedingt über­prü­fen sollte, sind bei­spiels­wei­se:

  • das Na­vi­ga­ti­ons­me­nü, das Besuchern die ver­schie­de­nen The­men­be­rei­che der Website prä­sen­tiert und diese mit­ein­an­der verknüpft
  • in­ter­ak­ti­ve Elemente wie Buttons, Formulare etc., die der Besucher auf dem Weg zur de­fi­nier­ten Con­ver­si­on anklicken bzw. ausfüllen muss
  • die Le­ser­lich­keit der ein­ge­bun­de­nen Texte und Text­ele­men­te (Her­vor­he­bun­gen, Kontrast, Stil etc.)
  • die interne Such­funk­ti­on

Content-Op­ti­mie­rung

Auch der Content einer Seite bietet häufig Op­ti­mie­rungs­po­ten­zi­al. Das beginnt bereits bei der in­halt­li­chen Ge­stal­tung der Snippets (Meta-Tags): Natürlich ist es ein Leichtes, den Nutzer mit Schlag­wör­tern wie „kostenlos“ oder „Schnäpp­chen“ über die Google-Er­geb­nis­se auf die eigene Website zu locken. Al­ler­dings schafft man damit eine Er­war­tungs­hal­tung, die es auch zu erfüllen gilt. An­dern­falls ist der Nutzer schnell wieder weg und eine Con­ver­si­on weit entfernt.

Von zentraler Bedeutung ist die Qualität des Contents auf der Web­prä­senz. Hoch­wer­ti­ge Inhalte, die die Er­war­tungs­hal­tung der Besucher erfüllen, ver­spre­chen die größten Aus­sich­ten auf Con­ver­si­ons. Dabei ist es sinnvoll, auf ver­schie­de­ne In­halts­ty­pen (Text, Bilder, Video etc.) zu setzen, um Besuchern das optimale Maß an Ab­wechs­lungs­reich­tum zu bieten. Eine besondere Rolle nehmen auch die bereits auf­ge­grif­fe­nen Call-to-Actions (Hand­lungs­auf­for­de­run­gen) ein, deren For­mu­lie­rung und ge­schick­te Plat­zie­rung ebenfalls zu den wich­tigs­ten Aufgaben bei der Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung zählen. Beispiele für er­folg­ver­spre­chen­de Content-Op­ti­mie­rungs­maß­nah­men sind:

  • Im­ple­men­tie­rung per­so­na­li­sier­ter Inhalte, die an das Nut­zer­ver­hal­ten gekoppelt sind, z. B. Produkt- oder Ar­ti­kel­vor­schlä­ge
  • Fokus auf eine aus­ge­wo­ge­ne Keyword-Dichte, ins­be­son­de­re in Passagen, die für die ge­wünsch­te Con­ver­si­on von hoher Relevanz sind
  • Ein­bin­dung von Tutorial-Videos, die den Besuchern bei der Erkundung des Web­an­ge­bots helfen und bei­spiels­wei­se den Be­stell­pro­zess oder die interne Such­funk­ti­on erklären
  • Ver­wen­dung von Ge­stal­tungs­ele­men­ten wie Über­schrif­ten, Fettungen oder Auf­lis­tun­gen zur Auf­lo­cke­rung des Textbilds

Layout- und Design-Op­ti­mie­rung

Ebenso wichtig wie der Inhalt und die Nut­zer­freund­lich­keit ist das Er­schei­nungs­bild eines Web­pro­jekts. Layout und Design haben nach­weis­lich einen großen Einfluss auf das Verhalten der Nutzer, weshalb man diese im Rahmen einer Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung nicht außer Acht lassen sollte. In diesem Zu­sam­men­hang hat das so­ge­nann­te Neu­ro­mar­ke­ting, das sich mit dem Ablauf von Wahl- und Kauf­ent­schei­dun­gen im mensch­li­chen Gehirn aus­ein­an­der­setzt, in den ver­gan­ge­nen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Egal, ob es um die Auf­tei­lung und Plat­zie­rung oder die Farb­ge­bung von be­stimm­ten Elementen geht: Optische An­pas­sun­gen können dazu beitragen, die Menge an Con­ver­si­ons zu op­ti­mie­ren.

Mögliche Op­ti­mie­rungs­schrit­te für Layout und Design im Überblick:

  • Test und Einsatz ver­schie­de­ner Farb­mus­ter
  • Be­reit­stel­len mehrerer, aus­wähl­ba­rer Designs für das Web­pro­jekt
  • saisonale Design-Akzente, bei­spiels­wei­se zur Weih­nachts­zeit

Mobile-Op­ti­mie­rung

Da ein Großteil des heutigen Internet-Traffics auf mobile Geräte zu­rück­geht, gilt für die Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung das Gleiche wie für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung: Die mobile Ansicht der Website sollte ebenso viel Auf­merk­sam­keit erhalten wie das Desktop-Pendant. Die Mobile-Op­ti­mie­rung vereint dabei alle bisher vor­ge­stell­ten Methoden, von der Warenkorb-, über die Usability- bis hin zu Content- und Layout- bzw. Design-Op­ti­mie­rung.

Grund­sätz­lich muss es zwar keinen Un­ter­schied zwischen Desktop- und Mobile-Version geben, in be­stimm­ten Fällen ist dies jedoch zu empfehlen. Ins­be­son­de­re, wenn es um den Einsatz in­ter­ak­ti­ver und mul­ti­me­dia­ler Elemente geht, darf man nicht vergessen, dass Nutzer mobiler Geräte häufig von unterwegs auf das Web zugreifen und daher mit einer ein­ge­schränk­ten Band­brei­te operieren. Ein schlanker, schnell ladbarer Web­site­code ist für die mobile Aus­füh­rung also we­sent­lich wichtiger als für die Desktop-Variante. Für die Op­ti­mie­rung ergeben sich daher folgende mögliche Maßnahmen:

  • Menge mul­ti­me­dia­ler Elemente ein­schrän­ken
  • Auslagern von CSS- und Ja­va­Script-Code (kom­pri­miert) in separate Dateien
  • Ent­wick­lung mobiler Apps, die den Web­ser­vice passgenau für die je­wei­li­gen mobilen Geräte abbilden

Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung im Bereich SEA

Die Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung spielt auch bei der Such­ma­schi­nen­wer­bung (SEA) eine wichtige Rolle – denn wer Anzeigen bei in den Dis­play­netz­wer­ken von Google und Co. schaltet, will selbst­ver­ständ­lich, dass diese auch an­ge­klickt werden. Da man auf diese Weise Besucher für das eigene Web­pro­jekt gewinnen kann, die im späteren Verlauf viel­leicht für die ge­wünsch­ten Con­ver­si­ons sorgen, lohnt sich die Op­ti­mie­rung dieser Wer­be­ban­ner gleich doppelt. Dabei besteht das Ziel ei­ner­seits darin, den Werbetext möglichst in­ter­es­sant und emotional zu gestalten, ohne falsche Er­war­tun­gen zu wecken. An­de­rer­seits gilt es, die ge­eig­ne­ten Pla­ce­ments (Plat­zie­run­gen) im Dis­play­netz­werk ausfindig zu machen und als ge­wünsch­te Werbeorte für die eigene Kampagne aus­zu­wäh­len. Mögliche Op­ti­mie­rungs­schrit­te sehen fol­gen­der­ma­ßen aus:

  • Neu­ge­stal­tung der ver­wen­de­ten An­zei­gen­tex­te
  • Ver­än­de­rung der aktiven Ge­bots­stra­te­gie (Um­ver­tei­lung des ver­füg­ba­ren Kampagnen-Budgets)
  • in­di­vi­du­el­le Auswahl der Anzeigen-Pla­ce­ments anstelle der au­to­ma­ti­schen Zuteilung durch den je­wei­li­gen Such­ma­schi­nen­dienst
  • SEA-Anzeigen ins­be­son­de­re für die Haupt-Con­ver­si­on(s), etwa ver­kaufs­star­ke Produkte, op­ti­mie­ren
Hinweis

Die Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung sollte man als kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­bes­se­rungs­pro­zess verstehen, der erst mit dem Moment endet, in dem das be­tref­fen­de Projekt nicht mehr Teil des World Wide Webs ist. Ei­ner­seits verlieren einzelne Op­ti­mie­run­gen im Laufe der Zeit ihre Wirkung, an­de­rer­seits finden sich immer wieder Elemente, deren Über­ar­bei­tung die Con­ver­si­on-Rate positiv be­ein­flus­sen kann. Dabei muss es sich nicht zwangs­läu­fig um Kom­po­nen­ten der Website handeln: Auch Faktoren wie Print- und TV-Werbung, die Qualität an­ge­bo­te­ner Produkte bzw. Dienst­leis­tun­gen, das Image oder sonstige Marketing-Maßnahmen wie Social-Media-Arbeit tragen ihren Teil zu Con­ver­si­ons und zur Con­ver­si­on-Rate-Op­ti­mie­rung bei.

Zum Hauptmenü