Ist eine auf­ge­ru­fe­ne Website nicht er­reich­bar bzw. verfügbar spielt der Browser häufig die Zu­satz­mel­dung DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN aus. Was es mit diesem Fehler auf sich hat und wie Sie ihn beheben können, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Was steckt hinter der Meldung „DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN“?

Wenn Google Chrome ver­geb­lich versucht, eine Website auf­zu­ru­fen und in der Folge die Feh­ler­mel­dung DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN anzeigt, weist dies auf ein Problem bei der Na­mens­auf­lö­sung durch den ein­ge­tra­ge­nen DNS-Server hin. Konkret besagt die Nachricht, dass die „DNS-Über­prü­fung ab­ge­schlos­sen“ ist (engl. dns probe finished), wobei für die auf­zu­lö­sen­de Domain keine passende IP-Adresse gefunden werden konnte. Deshalb stuft Chrome bzw. der Name­ser­ver sie als „nicht­exis­tie­rend“ (engl. non-existent (nx) domain) ein.

Bild: Google Chrome: DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN
Die Feh­ler­mel­dung DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN wird im Chrome-Browser angezeigt, wenn die Na­mens­auf­lö­sung per DNS nicht funk­tio­niert.
Hinweis

Das Ver­bin­dungs­pro­blem ist kei­nes­wegs eine exklusive Eigenheit des Google-Browsers, al­ler­dings gibt es den DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN-Zu­satz­hin­weis nur in Chrome, während Firefox und Co. es bei der Be­nach­rich­ti­gung belassen, dass die Seite bzw. der Server nicht gefunden werden konnte. Auch mobile Browser zeigen häufig nur eine all­ge­mei­ne Ver­bin­dungs­mel­dung, die weniger technisch ist. Un­ter­schie­de ergeben sich vor allem dadurch, wie jeder Browser DNS-Caches verwaltet und wie sie Anfragen zwi­schen­spei­chern.

Mögliche Ursachen von „DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN“

Der Fehler DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN tritt auf, wenn der Browser die IP-Adresse einer Domain nicht auflösen kann. Meist bedeutet dies, dass entweder auf Seiten der Web­site­be­trei­ben­den oder der User etwas mit den DNS-Ein­stel­lun­gen oder der Ver­bin­dung nicht stimmt.

Aus Sicht von Web­site­be­trei­ben­den können folgende Ursachen den Fehler ver­ur­sa­chen:

  • Falsche DNS-Ein­stel­lun­gen, wodurch die Domain nicht korrekt auf die Server-IP verweist.
  • Ab­ge­lau­fe­ne oder nicht korrekt re­gis­trier­te Domain, sodass die DNS-Name­ser­ver keine gültige Antwort liefern.
  • Feh­ler­haf­te Name­ser­ver-Kon­fi­gu­ra­ti­on oder un­zu­rei­chen­de Pro­pa­ga­ti­on nach Än­de­run­gen, wodurch neue DNS-Records noch nicht weltweit verfügbar sind.

Auch aus Sicht der Nut­ze­rin­nen und Nutzer können Probleme auftreten, die die DNS-Auflösung ver­hin­dern. Sie un­ter­schei­den sich von den Problemen auf Seiten des Web­site­be­trei­ben­den:

  • DNS-Server funk­tio­niert nicht ord­nungs­ge­mäß oder reagiert nicht auf Anfragen.
  • DNS-Client auf dem Gerät arbeitet feh­ler­haft oder ist de­ak­ti­viert.
  • Falsche DNS-Ein­stel­lun­gen im Be­triebs­sys­tem, Browser oder Router, z. B. durch manuell ein­ge­tra­ge­ne Server, die nicht er­reich­bar sind.
  • Falsche Chrome-Ein­stel­lun­gen, ins­be­son­de­re ex­pe­ri­men­tel­le Features, die DNS-Auflösung be­ein­flus­sen oder blo­ckie­ren können.
  • Veraltete Einträge im DNS-Cache des Be­triebs­sys­tems oder Browsers, die alte IP-Adressen liefern und Konflikte erzeugen.
  • VPN- oder An­ti­vi­ren­soft­ware bzw. Firewall blo­ckie­ren DNS-Anfragen oder ver­hin­dern den Ver­bin­dungs­auf­bau.
  • Tipp­feh­ler in der URL oder ver­se­hent­lich falsche Do­main­na­men, die der DNS-Server nicht kennt.
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DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN-Fehler ana­ly­sie­ren – Tools und Check­diens­te

Wenn Sie den Fehler DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN ana­ly­sie­ren möchten, können ver­schie­de­ne Tools und Online-Check­diens­te sehr hilfreich sein. Mit diesen lassen sich DNS-Probleme schnell ein­gren­zen, ohne dass Sie aufwendig Ein­stel­lun­gen am eigenen Gerät prüfen müssen. Dienste wie IntoDNS, MXToolbox oder DN­SChe­cker prüfen bei­spiels­wei­se, ob die DNS-Einträge einer Domain korrekt gesetzt sind, ob Name­ser­ver antworten und ob die Pro­pa­ga­ti­on weltweit funk­tio­niert. Auch einfache Online-Ping- oder Tra­ce­rou­te-Dienste können aufzeigen, ob die Domain grund­sätz­lich er­reich­bar ist oder ob Pa­ket­ver­lus­te bzw. Routing-Probleme bestehen.

Für lokale Prüfungen können Sie Tools wie nslookup, dig oder die Windows-Ein­ga­be­auf­for­de­rung mit ping und tracert nutzen, um direkt die Na­mens­auf­lö­sung zu testen. Viele Browser-Er­wei­te­run­gen oder Desktop-Apps bieten ebenfalls DNS-Checks in Echtzeit an und zeigen, welcher Server die Anfrage be­ant­wor­tet.

Hinweis

Für eine er­wei­ter­te Feh­ler­dia­gno­se bei DNS-Problemen wie DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN bieten Kom­man­do­zei­len-Tools wie dig und nslookup wertvolle Einblicke. Sie er­mög­li­chen es, gezielt zu prüfen, ob ein DNS-Server die korrekte IP-Adresse einer Domain zu­rück­lie­fert, und helfen so, die Feh­ler­quel­le ein­zu­gren­zen.

  1. Öffnen Sie die Ein­ga­be­auf­for­de­rung.
  2. Geben Sie einen Befehl ein, um die DNS-Auflösung zu testen: nslookup beispiel.de zeigt die IP-Adresse der Domain über den Standard-DNS-Server und dig beispiel.de liefert de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen über die Domain, ein­schließ­lich der ant­wor­ten­den Name­ser­ver und TTL-Werte.
  3. Optional können Sie einen spe­zi­fi­schen DNS-Server abfragen. Nutzen Sie hierzu nslookup beispiel.de 8.8.8.8 oder dig @8.8.8.8 beispiel.de.

DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN-Fehler beheben: So funk­tio­niert’s

Um die Ursache des Fehlers sys­te­ma­tisch ein­zu­gren­zen und zu beheben, empfiehlt es sich, die folgenden Schritte der Reihe nach durch­zu­ge­hen. Die Tabelle gibt einen kompakten Überblick:

Schritt Aktion Ziel/Erklärung
1 URL prüfen Kon­trol­lie­ren Sie, ob die ein­ge­ge­be­ne Domain korrekt ge­schrie­ben ist (keine Tipp­feh­ler, keine Leer­zei­chen, richtige Top-Level-Domain).
2 Andere Websites testen Prüfen Sie, ob nur diese Domain betroffen ist oder alle Seiten, um zwischen Geräte-/Netz­werk­pro­blem oder Web­site­pro­blem zu un­ter­schei­den.
3 Browser-Cache und DNS-Cache leeren Leeren Sie den Cache Ihres Browsers und den DNS-Cache des Be­triebs­sys­tems, um veraltete Einträge zu entfernen.
4 DNS-Client neu starten Starten Sie den DNS-Client-Dienst neu, um die Na­mens­auf­lö­sung zu re­pa­rie­ren.
5 DNS-Server prüfen/ändern Über­prü­fen Sie Ihre DNS-Ein­stel­lun­gen und testen Sie öf­fent­li­che DNS-Server wie Google DNS (8.8.8.8 / 8.8.4.4) oder Cloud­fla­re (1.1.1.1).
6 Netz­werk­ein­stel­lun­gen prüfen Stellen Sie sicher, dass Ihr Gerät korrekt verbunden ist. Prüfen Sie Proxy-Ein­stel­lun­gen und ex­pe­ri­men­tel­le Browser-Funk­tio­nen, die die DNS-Auflösung blo­ckie­ren könnten.
7 VPN, Firewall und An­ti­vi­ren­pro­gram­me prüfen De­ak­ti­vie­ren Sie vor­über­ge­hend VPN, Firewall oder An­ti­vi­ren­pro­gram­me, um zu prüfen, ob sie DNS-Anfragen blo­ckie­ren oder umleiten.
8 Hosts-Datei prüfen Über­prü­fen Sie die Hosts-Datei auf Ihrem System. Falsche Einträge können Domains blo­ckie­ren oder umleiten.
9 Chrome-Flags auf „Standard“ zu­rück­set­zen Setzen Sie ex­pe­ri­men­tel­le Funk­tio­nen im Chrome-Browser auf ihre Stan­dard­wer­te zurück, um mögliche DNS-Probleme zu beheben, die durch feh­ler­haf­te Browser-Flags ver­ur­sacht werden könnten.
10 Web­site­be­trei­ber kon­tak­tie­ren Wenn nur eine Domain betroffen ist, liegt das Problem wahr­schein­lich bei der Do­main­re­gis­trie­rung oder den Name­ser­vern. Hier müssen Be­trei­be­rin­nen und Betreiber von Websites aktiv werden

Schritt 1: URL prüfen

Oft passiert es, dass der Fehler einfach durch Tipp­feh­ler in der URL ver­ur­sacht wird. Über­prü­fen Sie daher sorg­fäl­tig, ob die Adresse korrekt ein­ge­ge­ben wurde, keine Leer­zei­chen oder Son­der­zei­chen enthalten sind und die richtige Top-Level-Domain (.de, .com, .net etc.) genutzt wird. Schon kleine Schreib­feh­ler können dazu führen, dass der DNS-Server die Domain nicht findet.

Schritt 2: Andere Websites testen

Öffnen Sie zu­sätz­lich einige andere Websites, um her­aus­zu­fin­den, ob das Problem nur eine Domain betrifft oder generell die In­ter­net­ver­bin­dung. Wenn alle Seiten funk­tio­nie­ren, liegt der Fehler wahr­schein­lich auf Seiten der Web­site­be­trei­ben­den. Wenn mehrere Seiten betroffen sind, liegt die Ursache meist beim lokalen Gerät oder Netzwerk.

Schritt 3: DNS-Cache leeren

Auch der so­ge­nann­te DNS-Cache kann für den Fehler ver­ant­wort­lich sein. Dieser Cache, den auch andere Be­triebs­sys­te­me wie Linux oder macOS au­to­ma­tisch anlegen, enthält Einträge über Web­adres­sen, die im Lauf der Zeit er­folg­reich aufgelöst wurden. Browser machen sich diesen Speicher zunutze, um Seiten möglichst schnell aus­lie­fern zu können, was jedoch zu Problemen wie dem DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN-Fehler führen kann, wenn die ab­ge­ru­fe­nen Einträge nicht mehr aktuell sind. Die Lösung liegt in diesem Fall darin, einen DNS-Flush aus­zu­füh­ren, der den Inhalt des Caches löscht. Unter Windows bei­spiels­wei­se funk­tio­niert dies wie folgt:

  1. Rufen Sie die Ein­ga­be­auf­for­de­rung auf.
  2. Tippen Sie den Befehl ipconfig /flushdns ein und be­stä­ti­gen Sie den Befehl mit der Ein­ga­be­tas­te.
  3. Eine Meldung in­for­miert Sie über den Erfolg des Lösch­pro­zes­ses.

Schritt 4: DNS-Client neu starten

Für Windows-Nutzende, die es mit dem DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN-Error zu tun bekommen, kann die Lösung des Ver­bin­dungs­pro­blems in einem Neustart des sys­tem­ei­ge­nen DNS-Clients liegen. Als Bin­de­glied zwischen Browser und DNS-Server spielt dieser Service eine wichtige Rolle bei der Na­mens­auf­lö­sung – auch wenn diese in der Theorie auch dann funk­tio­nie­ren sollte, wenn der DNS-Client ab­ge­stürzt oder aus­ge­schal­tet ist. Dennoch besteht immer die Mög­lich­keit, dass ein Problem mit dem Client sich negativ auf die Funk­tio­na­li­tät von Browsern wie Chrome auswirkt. Gehen Sie also fol­gen­der­ma­ßen vor, um den Status des DNS-Dienstes zu über­prü­fen und diesen ggf. neu zu starten:

  1. Öffnen Sie das Startmenü und rufen Sie hierüber den „Ausführen“-Dialog auf.
  2. Tippen Sie services.msc ein und be­stä­ti­gen Sie die Eingabe über „OK“.
  3. Suchen Sie nach dem Punkt „DNS-Client“ und über­prü­fen Sie den Eintrag in der Zeile „Status“.
  4. Wird der Dienst nicht aus­ge­führt, wählen Sie den DNS-Client-Eintrag per Rechts­klick an und drücken auf „Neu starten“.
Hinweis

Der selbst in­iti­ier­te Neustart des Windows-DNS-Clients funk­tio­niert nur, wenn für den Service der Starttyp „Manuell“ ein­ge­stellt ist. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie das Be­triebs­sys­tem rebooten, um den Client neu zu starten.

Bild: Windows 11: Menü: „Dienste (Lokal)”
Das Windows-11-Ver­wal­tungs­tool für alle wichtigen Sys­tem­diens­te zeigt u. a. den Starttyp und den aktuellen Status der ver­schie­de­nen Dienste an.

Schritt 5: DNS-Server prüfen/wechseln

Gleich zwei Gründe kann es haben, wenn der Austausch Ihres Geräts mit dem gewählten bzw. dem von Ihrem Provider vor­ge­se­he­nen DNS-Server nicht funk­tio­niert: Zum einen ist es möglich, dass die ein­ge­tra­ge­nen IP-Adressen nicht korrekt bzw. nicht mehr gültig sind. Zum anderen besteht die Mög­lich­keit, dass der Server vor­über­ge­hend nicht er­reich­bar ist. In beiden Fällen kann Chrome die Feh­ler­mel­dung DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN anzeigen, um Sie über das Problem zu in­for­mie­ren. Eine weitere Lö­sungs­op­ti­on ist daher, die DNS-Ein­stel­lun­gen zu über­prü­fen bzw. den DNS-Server zu ändern. Als Nutzer von Windows erledigen Sie dies wie folgt:

  1. Klicken Sie per Rechts­klick auf das Windows-Logo und wählen Sie den Punkt „Netz­werk­ver­bin­dun­gen“ aus.
  2. Klicken Sie auf „Ad­ap­ter­op­tio­nen ändern“ und wählen Sie danach die Netz­werk­ver­bin­dung, für die Sie den DNS-Server-Wechsel vornehmen möchten, per Rechts­klick an.
  3. Drücken Sie auf „Ei­gen­schaf­ten“ und an­schlie­ßend auf den Eintrag „In­ter­net­pro­to­koll, Version 4 (TCP/IPv4)“.
  4. Über­prü­fen Sie die ein­ge­tra­ge­nen Adressen unter „Be­vor­zug­ter DNS-Server“ und „Al­ter­na­ti­ver DNS-Server“.
  5. Tragen Sie die korrekten IP-Adressen der ge­wünsch­ten Server ein oder die Adressen neuer Server wie der Google-DNS-Server (8.8.8.8 und 8.8.4.4).
Hinweis

Ist die Option „DNS-Server au­to­ma­tisch beziehen“ aktiviert, greift Ihr Browser für die Na­mens­auf­lö­sung von selbst auf die vom Provider vor­ge­ge­be­nen DNS-Server zurück. In diesem Fall müssen Sie zunächst die Option „Folgende DNS-Ser­ver­adres­sen verwenden“ ak­ti­vie­ren, um eine in­di­vi­du­el­le Ser­ver­wahl eintragen zu können.

Schritt 6: Netz­werk­ein­stel­lun­gen prüfen

Prüfen Sie, ob Ihr Gerät ord­nungs­ge­mäß mit dem Internet verbunden ist und eine stabile Netz­werk­ver­bin­dung besteht. Achten Sie darauf, dass keine feh­ler­haf­ten Proxy-Ein­stel­lun­gen oder ex­pe­ri­men­tel­len Browser-Funk­tio­nen aktiv sind, die die DNS-Auflösung be­ein­träch­ti­gen könnten. Über­prü­fen Sie außerdem Ihre Netz­werk­kon­fi­gu­ra­ti­on, ins­be­son­de­re ob IP-Adresse und DNS-Server au­to­ma­tisch bezogen werden. In vielen Fällen kann es auch helfen, den Router neu zu starten, um temporäre Netz­werk­stö­run­gen oder zwi­schen­ge­spei­cher­te Fehler zu be­sei­ti­gen.

Schritt 7: VPN-Tools und andere Si­cher­heits­soft­ware vor­über­ge­hend de­ak­ti­vie­ren

Wenn Sie VPN-Software nutzen, um über virtuelle Netzwerke anonym und sicher im Netz zu surfen bzw. Daten zu über­tra­gen, kann diese durchaus für den DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN-Error ver­ant­wort­lich sein. Das gilt sowohl für externe Tools als auch für VPN-Ex­ten­si­ons, die Sie in Chrome in­stal­liert haben. Gleiches gilt für ver­wen­de­te Si­cher­heits­soft­ware wie An­ti­vi­ren­pro­gram­me oder Firewalls. Diese An­wen­dun­gen sind zwar elementar für den Schutz Ihres Systems, aber auch dafür bekannt, den Ver­bin­dungs­auf­bau in der ein oder anderen Situation ohne triftigen Grund zu blo­ckie­ren.

Versuchen Sie beim Auftreten des Na­mens­auf­lö­sungs­pro­blems also zunächst einmal, genannte Software vor­über­ge­hend zu de­ak­ti­vie­ren. Funk­tio­niert daraufhin der Aufbau der ge­wünsch­ten Zielseite, haben Sie die Feh­ler­quel­le gefunden und können im Anschluss nach einer möglichen Lösung suchen, mit der Sie die Blockade durch das ver­ant­wort­li­che Tool beheben. Al­ter­na­tiv können Sie natürlich einen Software-Wechsel in Erwägung ziehen.

Hinweis

Rufen Sie die Webseite, für die die DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN-Meldung angezeigt wird, nur dann nach der De­ak­ti­vie­rung Ihrer Si­cher­heits­soft­ware auf, wenn Sie sich sicher sind, dass es sich um eine ver­trau­ens­wür­di­ge Seite handelt. Es ist möglich, dass Ihr Programm die Website bisher zurecht blockiert hat. Sind Sie sich unsicher, können Blacklist-Tools wie der Blacklist-Check von mxtoolbox.com helfen. Dort können Sie über­prü­fen, ob und warum eine Domain in den schwarzen Listen von Si­cher­heits­tools geführt wird.

Schritt 8: Hosts-Datei prüfen

In der Hosts-Datei Ihres Systems können manuell IP-Adressen be­stimm­ten Domains zu­ge­wie­sen werden. Falsche oder veraltete Einträge können ver­hin­dern, dass eine Domain korrekt aufgelöst wird, auch wenn sie ei­gent­lich existiert. Prüfen Sie die Datei sorg­fäl­tig auf Ihrem System. Unter Windows finden Sie sie in der Regel unter C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Entfernen oder kor­ri­gie­ren Sie ge­ge­be­nen­falls Einträge, die die ge­wünsch­te Domain blo­ckie­ren oder auf die falsche IP verweisen. Speichern Sie die Datei an­schlie­ßend und starten Sie den Browser oder den DNS-Client neu, um die Än­de­run­gen wirksam werden zu lassen.

Schritt 9: Chrome-Flags auf „Standard“ zu­rück­set­zen

Chrome ist ins­be­son­de­re aufgrund seiner fort­schritt­li­chen Features so beliebt. Um diese bereits vor der of­fi­zi­el­len Ver­öf­fent­li­chung zu testen, bietet Google in­ter­es­sier­ten Nut­ze­rin­nen und Nutzern viele po­ten­zi­el­le neue Funk­tio­nen und Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten als „Flags“ in einem ex­pe­ri­men­tel­len Status an. Einige werden bei einer Ak­tua­li­sie­rung des Browsers au­to­ma­tisch aktiviert, andere sind wiederum manuell an- und aus­zu­schal­ten. Da es sich um Features in der Testphase handelt, können diese auch immer wieder für Ver­bin­dungs­pro­ble­me wie den DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN-Fehler sorgen. Wenn die bis­he­ri­gen Lö­sungs­an­sät­ze nicht zum Erfolg geführt haben, sollten Sie deshalb aus­pro­bie­ren, den Stan­dard­sta­tus aller Flags wie­der­her­zu­stel­len (aktiviert/de­ak­ti­viert):

  1. Starten Sie Google Chrome.
  2. Tippen Sie chrome://flags in die Adress­zei­le ein und drücken Sie danach die Ein­ga­be­tas­te.
  3. Klicken Sie auf die Schalt­flä­che „Alle zu­rück­set­zen“.
  4. An­schlie­ßend drücken Sie auf den ein­ge­blen­de­ten Button „Neu starten“, um den Browser neu zu starten und die Än­de­run­gen zu speichern.
Bild: Chrome Flags
Ex­pe­ri­men­tel­le Funk­tio­nen in Chrome Flags.
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Schritt 10: Web­site­be­trei­ben­de kon­tak­tie­ren

Wenn der Fehler weiterhin besteht und nur eine bestimmte Domain betroffen ist, liegt die Ursache sehr wahr­schein­lich auf Seiten des bzw. der Web­site­be­trei­ben­den. Dies kann zum Beispiel an feh­ler­haf­ten Name­ser­vern, nicht korrekt gesetzten DNS-Einträgen oder einer ab­ge­lau­fe­nen Domain liegen.

Be­trei­be­rin­nen und Betreiber einer Website sollten in diesen Fällen prüfen, ob die DNS-Kon­fi­gu­ra­ti­on korrekt ist, und die nötigen An­pas­sun­gen vornehmen, damit die Domain wieder er­reich­bar wird. Eventuell muss dafür der Hosting-Anbieter oder Do­main­re­gis­trar kon­tak­tiert werden.

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