Das so­ge­nann­te Local SEO – die lokale Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung – rückt immer weiter in den Vor­der­grund. Ob Re­stau­rants in Berlin, Anwälte in Hamburg oder der nächst­ge­le­ge­ne Spiel­wa­ren­la­den in München: Lokale Such­an­fra­gen sind längst im Alltag vieler Menschen etabliert. Wer sich online gut po­si­tio­niert, steigert die eigene Reich­wei­te und kurbelt so au­to­ma­tisch das Geschäft an.

Local SEO – Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung für regionale Un­ter­neh­men

Lokales On­line­mar­ke­ting ist ein wichtiges In­stru­ment für regional agierende Firmen. Denn immer mehr Menschen suchen gezielt nach Dienst­leis­tun­gen und Produkten in Kom­bi­na­ti­on mit einer Region oder Stadt. Und regional aktive Un­ter­neh­men wollen natürlich von Nut­ze­rin­nen und Nutzern in ihrer Region gefunden werden. In lokalen Such­an­fra­gen wie „Re­stau­rants in Berlin“ steckt schließ­lich viel Potenzial, vor allem wenn es um Neu­kun­den­ge­win­nung geht.

Dafür muss man sich für die Ziel­grup­pe best­mög­lich auf­find­bar machen. Beim Local SEO steht die Op­ti­mie­rung der Web­prä­senz für die lokale Suche im Mit­tel­punkt – und damit die Auf­find­bar­keit in den lokalen Such­ergeb­nis­sen. Local SEO ist ein Teil der klas­si­schen Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung und nimmt einen immer wich­ti­ge­ren Stel­len­wert ein.

Die drei Haupt­fak­to­ren für eine gute Plat­zie­rung in den Er­geb­nis­sen der lokalen Suche sind:

  1. Relevanz (Wie gut passt das Un­ter­neh­men zur Such­an­fra­ge?)
  2. Distanz (Wie nah ist das Un­ter­neh­men an der Nutzerin bzw. dem Nutzer?)
  3. Be­kannt­heit (Wie populär ist das Un­ter­neh­men online?)
Hinweis

Es gibt ein­deu­ti­ge lokale Such­an­fra­gen (z. B. „Webdesign Berlin“), bei denen der User konkret Dienst­leis­tun­gen/Produkte und Stadt/Region in die Suche eingibt. Doch auch bei der Eingabe von ge­ne­ri­schen Such­be­grif­fen („Webdesign“) gibt Google anhand der lo­ka­li­sier­ten IP-Adresse oder eines ein­ge­logg­ten Google-Accounts lokale Such­ergeb­nis­se aus.

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Ziele von Local SEO

Bei lokalen Such­an­fra­gen platziert Google die be­kann­tes­ten Bran­chen­ein­trä­ge prominent auf der Er­geb­nis­sei­te. Das zentrale Ziel von Local SEO ist ein Platz im so­ge­nann­ten 3-Pack, also den drei Such­ergeb­nis­sen, die zusammen mit dem Google-Maps-Aus­schnitt angezeigt werden.

Bild: Lokales Suchresultat für „Friseur Berlin“
Bei­spiel­haf­tes Such­ergeb­nis einer lokalen Suche nach „Friseur Berlin“

Die ersten lokalen Such­ergeb­nis­se findet man immer zusammen mit einer Ver­knüp­fung zu dem Google-Maps-Kar­ten­aus­schnitt für die Region. Neben der Lage sind auch Öff­nungs­zei­ten, Kon­takt­de­tails und Be­wer­tun­gen sofort er­sicht­lich. Über den Button „Website“ gelangen Nut­ze­rin­nen und Nutzer mit einem Klick auf die Homepage des Un­ter­neh­mens. Über die Option „Route“ berechnet Google Maps die schnells­te Ver­bin­dung zum Standort.

Tipp

In einem separaten Artikel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie für Ihr Un­ter­neh­men einen Google-Maps-Eintrag erstellen.

Ver­schmel­zung von Online und Offline

Google ver­bes­sert die lokale Suche seit Jahren kon­ti­nu­ier­lich. Und das nicht ohne Grund: Online gezielt nach lokalen Shopping-Mög­lich­kei­ten zu suchen, zählt zu den be­lieb­tes­ten Nut­zungs­fel­der der Such­ma­schi­ne. Ein Großteil der Menschen wird im Anschluss an die lokale Suche direkt aktiv. Entweder nehmen sie zunächst Kontakt auf oder besuchen gleich das Geschäft. Eine strikte Trennung zwischen Online und Offline funk­tio­niert schon lange nicht mehr. Dieses Muster, bei dem Nut­ze­rin­nen und Nutzer von der On­line­su­che zum Off­line­kauf kommen, nennt man den ROPO-Effekt („Research online, purchase offline“).

Auch bei lokalen Such­an­fra­gen überwiegt außerdem die Nutzung von mobilen End­ge­rä­ten – passend zur all­ge­mei­nen Tendenz. Eng verbunden mit dem Thema Local SEO ist deshalb die Mobile-Op­ti­mie­rung (Mobile SEO).

Die drei ele­men­ta­ren Schritte zur lokalen Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung

Einer ef­fek­ti­ven Local-SEO-Strategie liegen drei Schritte zugrunde. Im Idealfall ist die Top-Plat­zie­rung in den SERPs das Ergebnis eines er­folg­rei­chen Zu­sam­men­spiels von drei we­sent­li­chen Bau­stei­nen: dem Google Un­ter­neh­mens­pro­fil, der Onpage-Op­ti­mie­rung und der so­ge­nann­ten Local Citation.

Schritt 1: Google Un­ter­neh­mens­pro­fil

Ein voll­stän­di­ges Google Un­ter­neh­mens­pro­fil (früher: Google My Business) ist die Grund­vor­aus­set­zung dafür, es mit dem eigenen Eintrag in das „3-Pack“ zu schaffen und auch über Google Maps optimal auf­find­bar zu sein. Ohne das Profil können Sie an dieser Stelle nicht auf­ge­lis­tet werden. Außerdem zählen die Signale, die das Google Un­ter­neh­mens­pro­fil sendet, zu den wich­tigs­ten lokalen Ran­king­fak­to­ren.

Alle hin­ter­leg­ten In­for­ma­tio­nen nutzt Google für das Ranking bei lokalen Suchen. Je voll­stän­di­ger das Profil ist, desto höher ist die Chance auf eine gute Plat­zie­rung. Un­ter­neh­men sollten nicht nur die korrekten Kon­takt­in­for­ma­tio­nen, sondern auch eine prägnante Be­schrei­bung hin­ter­le­gen und eine zu­tref­fen­de Kategorie angeben. Auch das Hochladen von Fotos, bei­spiels­wei­se von der La­den­front, bietet sich an – Fotos, Öff­nungs­zei­ten oder Be­wer­tun­gen werden direkt neben den lokalen Treffern angezeigt.

Schritt 2: Onpage-Op­ti­mie­rung

Die gleichen Regeln wie im klas­si­schen SEO gelten auch im Local SEO – man sollte also jede Website hin­sicht­lich tech­ni­scher und in­halt­li­cher Qua­li­täts­fak­to­ren op­ti­mie­ren. Zu den wich­tigs­ten Faktoren zählen:

Auch die Inhalte müssen über­zeu­gen: Op­ti­mier­te Metadaten sind ebenso relevant wie Unique Content mit über­sicht­li­cher Struktur. Bei den Inhalten sollte man unbedingt auf Kon­sis­tenz in der Schreib­wei­se achten. Ein­deu­ti­ge Fir­mie­rung und korrekte Kon­takt­da­ten sind ein Muss. Auch hier gilt: Je mehr (mehr­wer­ti­ge) In­for­ma­tio­nen, desto besser. Die Onpage-Op­ti­mie­rung ist nur eine von zwei Haupt­dis­zi­pli­nen im SEO. Die Offpage-Op­ti­mie­rung ist im Local-SEO-Kontext zwar weniger relevant. Durch das Ergänzen des Backlink-Profils mit Links von lokal re­le­van­ten Seiten wie Blogs, Ta­ges­zei­tun­gen oder Stadt­por­ta­len können Sie Ihre Er­folgs­chan­cen dennoch deutlich steigern.

Tipp

Immer mehr lokale Such­an­fra­gen erfolgen über Sprach­as­sis­ten­ten wie Google Assistant oder Siri. Um die Chancen zu erhöhen, in diesen Er­geb­nis­sen be­rück­sich­tigt zu werden, sollten Un­ter­neh­men struk­tu­rier­te Daten nutzen. Das passende Schema.org-Markup für lokale Un­ter­neh­men („Lo­cal­Busi­ness“-Markup) ver­bes­sert nicht nur das Ranking in der lokalen Suche, sondern auch die Dar­stel­lung in Rich Snippets und Sprach­su­chen.

Schritt 3: Local Citation

Local Citation baut auf dem letzt­ge­nann­ten Punkt auf und kann als Teil der Offpage-Op­ti­mie­rung gewertet werden. Genau wie in der klas­si­schen Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, bei der Google Backlinks als Emp­feh­lung wertet, zählt beim Local SEO die Erwähnung der NAP-Daten (engl. name, address, phone number) als Emp­feh­lung. Ver­öf­fent­li­chen Sie Ihre NAP-Daten kon­sis­tent und auf ver­trau­ens­wür­di­gen Platt­for­men, um das Ranking positiv zu be­ein­flus­sen.

Local Citations finden sich in den un­ter­schied­lichs­ten Kontexten und auf ver­schie­de­nen Platt­for­men auf: Blogs, Foren, News-Artikel, Pres­se­be­rich­te, Be­wer­tungs­por­ta­le und Bran­chen­ver­zeich­nis­se. In letztere kann man sich als Un­ter­neh­men selbst eintragen. Wichtig ist auch hier die absolute Kon­sis­tenz der Einträge. Die ein­heit­li­che Fir­mie­rung, korrekte Adresse, gleiche Schreib­wei­se, auch bei der Te­le­fon­num­mer ((030) XX, +4930 XXX oder 030 XXX), sind er­folgs­kri­tisch. Weitere Kriterien für Local Citation sind die richtige Zuordnung von Ka­te­go­rien, Fotos und Öff­nungs­zei­ten, Voll­stän­dig­keit und Umfang des Profils sowie Kun­den­be­wer­tun­gen über Portale oder Google Places.

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