Möbel online verkaufen: So starten Sie Ihr eigenes Business

Um mit dem Online-Verkauf von Möbeln Geld zu verdienen, kommt es auf das richtige Sortiment und eine gut durchdachte Vermarktungsstrategie an. Ein Businessplan hilft noch vor dem ersten Verkauf, Stärken und Schwächen der eigenen Idee aufzudecken. Als Vertriebskanal bieten sich nicht nur klassische Onlineshops an.

Hart umkämpft und doch voller Potenzial: Der Möbelmarkt

Wer online nach Möbeln sucht, stößt schnell auf einige große Platzhirsche, die den kompletten Markt zu dominieren scheinen. Neben einer breiten Online-Präsenz verfügen viele dieser Möbelhäuser über ein großes Filialnetz, sodass interessierte Kunden das Sofa oder Bett vor dem Kauf anschauen, fühlen und zur Probe sitzen oder liegen können. Die gute Nachricht: Der Markt ist zwar hart umkämpft, aber nicht voll besetzt. Wenn Sie mitmischen wollen, kommt es auf die richtige Nische und perfekten (Online-)Service an. Was das im Detail bedeutet, erfahren Sie im Folgenden und unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

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Der eigene Möbel-Shop: Vorteile des Online-Verkaufs

Wenn Sie Möbel online verkaufen wollen, hat das einige Vorteile gegenüber einer Offline-Gründung:

  • Sie können klein(er) starten und müssen nicht von Anfang an eine bestimmte Fläche füllen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.
  • Sie erreichen geografisch eine größere Zielgruppe, als wenn Sie nur mit einem Laden in einer bestimmten Region vertreten wären.
  • Sie können Neues einfacher ausprobieren. Das gilt sowohl für die Einführung eines neuen Produkts als auch Marketing-Maßnahmen oder Serviceleistungen.
  • Sie sind frei(er) darin, wie viel Zeit Sie in Ihr Business investieren und von wo aus Sie arbeiten – beides sind grundlegende Vorteile eines Online-Geschäfts.
Tipp

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Möbel online verkaufen: Wichtige Voraussetzungen

Wie bei jeder Gründung müssen Sie auch beim Online-Verkauf von Möbeln einige Formalien beachten. So sollten Sie vorab beispielsweise ein Gewerbe anmelden und sich für eine Rechtsform für Ihren Onlineshop entscheiden. Im Zuge der Gründung ist es außerdem angebracht, sich über sinnvolle Gewerbeversicherungen für Gründer sowie die Themen Buchhaltung und Steuern zu informieren.

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Anleitung: Möbel online verkaufen – Schritt für Schritt

Wie können Sie erfolgreich ins Möbel-Business starten? Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie es geht. Die einzelnen Punkte müssen nicht in der vorgegebenen Reihenfolge bearbeitet werden, sondern bedingen sich oftmals gegenseitig. Haben Sie sich mit allen Punkten beschäftigt, sollten Sie einen Businessplan erstellen. Dieser dient nicht nur zur Vorlage bei Investoren und möglichen Handelspartnern, sondern ist in erster Linie Ihr Masterplan, um Ihre Idee mit der Wirklichkeit abzugleichen, Chancen und Risiken zu erkennen und zu nutzen bzw. zu vermeiden.

Schritt 1: Sortimentsplanung

Noch bevor es an die eigentliche Gründung geht, sollten Sie sich mit Ihrem Sortiment beschäftigen. Um nicht in Konkurrenz mit den bekannten Möbelhäusern zu treten, finden Sie idealerweise eine Nische, beispielsweise gebrauchte Möbel, selbst gefertigte Unikate oder besonders elegante oder originelle Sitzmöbel, Tische usw.

Bedenken Sie dabei auch, woher diese Möbel kommen: Fertigen Sie selbst oder kaufen Sie die Möbelstücke ein? Das hat nicht nur Auswirkungen auf die spätere Preisgestaltung, sondern auch auf Lieferzeiten, die Notwendigkeit eines Lagers, die Art des Versands und das Marketing.

Schritt 2: Markt- und Zielgruppenanalyse

Schauen Sie sich den gesamten Möbelmarkt und insbesondere Ihre Nische an: Welche Anbieter gibt es online und offline? Wie kommunizieren diese? Wie ist die Preisgestaltung? Auf Basis einer ausführlichen Marktanalyse können Sie ableiten, wo es noch ungenutzte Potenziale gibt und wo Sie besser als Ihre Konkurrenz sein können.

Eng verknüpft mit dem Markt ist die Zielgruppe. Erarbeiten Sie, welches Publikum Sie ansprechen wollen. Wichtige Merkmale sind beispielsweise das Alter, die finanzielle Situation und Werte.

Schritt 3: Ihr Unternehmensprofil

Wenn Sie wissen, an wen Sie welche Möbel online verkaufen wollen, beschäftigen Sie sich mit Ihrem eigentlichen Unternehmen. Zum einen ist damit die Struktur gemeint, also ob Sie zum Beispiel allein arbeiten, ob Sie Personal einstellen oder sich (Handels-)Partner suchen müssen. Beschäftigen Sie sich dabei auch mit Ihren eigenen Kompetenzen, Stärken und Schwächen. Zum anderen sollten Sie über die Art der Kommunikation, möglichen (Online-)Service und Ihren Außenauftritt nachdenken.

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Schritt 4: Vermarktung und Marketing

Wenn Sie Möbel online verkaufen möchten, ist ein eigener Onlineshop eine naheliegende Idee. Es gibt allerdings auch Alternativen bzw. sinnvolle Ergänzungen zu dieser Idee – beispielsweise der Verkauf über Instagram und andere soziale Netzwerke oder bereits etablierte Online-Marktplätze. Auf die Vor- und Nachteile dieser Vertriebskanäle gehen wir weiter unten ausführlich ein.

Überlegen Sie sich nicht nur, wo Sie Ihre Produkte online verkaufen, sondern auch wie. Zum einen müssen Sie Ihre eigene Website bekannt machen, zum anderen lohnt sich gezieltes Online-Marketing. Schalten Sie zum Beispiel Werbeanzeigen auf Google, versenden Sie Newsletter oder buchen Sie Kampagnen auf Facebook und Instagram.

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Möbel online ganz einfach verkaufen: Erstellen Sie einen Onlineshop mit unserem Onlineshop-Baukasten und nutzen Sie den Social Buy Button für Ihre Social-Media-Kanäle.

Schritt 5: Logistik

Da es sich bei Möbeln meist um große Produkte handelt, sollten Sie den Punkt Logistik nicht unterschätzen. Wollen Sie die Möbel selbst lagern und versenden, brauchen Sie viel Platz, Know-how und Manpower. Einfacher ist oft der Einsatz von sogenannten Dropshipping-Anbietern. Diese übernehmen die Lagerung und den Versand der Ware für Sie.

Schritt 6: Kosten und Finanzierung

Damit Ihre Idee, Möbel online zu verkaufen, überhaupt in die Tat umgesetzt werden kann, kommt es auf die richtige Kalkulation an. Dabei gibt es verschiedene Kostenarten:

Die initialen Kosten berücksichtigen alles, was für die Gründung an sich wichtig ist – von den Gebühren für die Anmeldung Ihres Unternehmens bis zu den Ausgaben für die Umsetzung Ihres Onlineshops mit WordPress oder eines anderen Systems. Die laufenden Kosten berücksichtigen alle Ausgaben rund um den Betrieb des Shops. Das können Hosting-Gebühren, aber auch Ausgaben für die Produktfotografie und die Einpflege neuer Produkte ins System sein.

Den Ausgaben gegenüber stehen die Einnahmen: Kalkulieren Sie Preise für einzelne Artikel und treffen Sie Annahmen über Verkäufe. In einer Rentabilitätsvorschau wird ersichtlich, unter welchen Umständen und zu welchem Zeitpunkt Sie mit Ihrem Möbel-Shop Gewinne erwirtschaften.

Je nach Kapitalbedarf und vorhandenem Eigenkapital ergibt sich eventuell ein Finanzierungsbedarf – dass Sie also entweder einen Investor benötigen oder einen Kredit bei einer Bank aufnehmen müssen. Spätestens dann wird der Businessplan auch für Außenstehende interessant.

Shop oder Social: Wo können Sie Ihre Möbel online verkaufen?

Grundsätzlich existieren drei Möglichkeiten, Ihre Möbel online zu verkaufen. Dabei gibt es kein Entweder-oder – oftmals ist es die Mischung mehrerer Kanäle, die zum Erfolg führt.

In Ihrem eigenen Onlineshop haben Sie die größte Flexibilität, wie Sie Ihre Möbel präsentieren und verkaufen wollen. Gleichzeitig steigt aber auch der Aufwand und die Fehleranfälligkeit, wenn Sie nicht über ausreichend technisches und gestalterisches Verständnis verfügen.

Online-Verkaufsplattformen bieten eine gute Alternative, denn die Infrastruktur ist vorgegeben und bei Problemen aller Art gibt es Profis, die Sie unterstützen können. Allerdings sind Ihnen gestalterische Grenzen gesetzt und Sie zahlen eine Provision für jeden Verkauf. Zu den größten Online-Verkaufsplattformen in Deutschland gehören Amazon und eBay.

Die dritte Möglichkeit, Möbel online zu verkaufen, ist Social Selling. Dabei verkaufen Sie direkt über Facebook, Instagram und Co. Auch hierbei sind gestalterische Grenzen gesetzt, der Austausch mit der Zielgruppe und somit die Markenbildung und -bindung sind hingegen leichter.

Tipp

Im eigenen Shop oder über Facebook und Co.: Wie Sie Schmuck online verkaufen und was beim Online-Verkauf von Kunst besonders wichtig ist, erfahren Sie in passenden Anleitungen.

Vor- und Nachteile der Verkaufskanäle

Vorteile Nachteile
Onlineshop

  • Maximale Flexibilität bei Darstellung und Umfang des Sortiments

  • Lässt sich jederzeit skalieren

  • Einfache Verknüpfung mit weiteren Kanälen

  • Daten liegen ausschließlich bei Ihnen bzw. auf einem sicheren Server



  • Initialer Aufwand vergleichsweise hoch

  • Setzt grundlegendes Wissen im E-Commerce voraus


Online-Marktplätze

  • Vorhandene Infrastruktur und Reichweite

  • Geringer(er) zeitlicher Aufwand

  • Logistik und teilweise auch Marketing-Maßnahmen vorhanden

  • Kein technisches Know-how nötig

  • Ansprechpartner bei Problemen



  • Daten liegen auf fremden Servern

  • Vom Betreiber gesetzte (technische) Grenzen

  • Für Verkäufe werden Provisionen fällig

  • Oftmals hohe Konkurrenz


Social Selling

  • Vorhandene Infrastruktur und Reichweite

  • Geringer(er) zeitlicher Aufwand

  • Kein technisches Know-how nötig

  • Auf Online-Marketing spezialisiert

  • Sehr genaue Zielgruppenansprache möglich



  • Nicht für alle Zielgruppen geeignet

  • Daten liegen auf fremden Servern

  • Vom Betreiber gesetzte (technische) Grenzen

  • Oftmals hohe Konkurrenz


Möbel online verkaufen: Content ist King

Beim Verkauf von Möbeln geht es nicht nur um nackte Fakten, sondern auch um einen Lifestyle und ein Gefühl. Da online nicht die Möglichkeit besteht, den Tisch anzufassen oder sich zur Probe aufs Sofa zu legen, sind hochwertige Bilder und aussagekräftige Texte elementare Bestandteile für Ihren Erfolg.

Setzen Sie bei der Produktfotografie nicht nur auf klar zu erkennende Bilder, sondern auch auf Ambiente – also wie ein Tisch dekoriert oder ein Bett bezogen aussieht. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Bilder für Google zu optimieren.

Auch für die Texte gilt: Fakten sind wichtig – am besten in Form von Auflistungen –, Stimmung und ein Gefühl sollten aber auch transportiert werden. In Ihrem eigenen Onlineshop können Sie nicht nur die Produktbeschreibungen für Informationen nutzen, sondern beispielsweise auch Kategorieseiten. Diese Inhalte eignen sich ebenfalls für gezielte Suchmaschinenoptimierung.

Tipp

Wenn Sie passionierter (Hobby-)Fotograf bzw. Fotografin sind, können Sie mit wenig Aufwand Ihre Fotos online verkaufen.

Fazit: Möbel online verkaufen – so gelingt’s

Um am Online-Markt für Möbel erfolgreich zu sein, kommt es zuerst auf das richtige Produkt an: Spezialisieren Sie sich lieber auf eine Nische bzw. ein Produkt, da Sie gegen das breite Angebot der Möbelgiganten kaum ankommen werden. Ein sorgfältig erstellter Businessplan zeigt, wo Chancen am Markt sind, welche Zielgruppe sich eignet und wie Sie Ihr Möbel-Business konkret gestalten sollten. Zentrale Themen sind dabei die Logistik, aber auch der Vertrieb und das Marketing. Für maximale Freiheit eignet sich ein Onlineshop für den Verkauf. Dank Baukästen und anderer Tools können auch Einsteiger und Einsteigerinnen auf diesem Weg Möbel online verkaufen. Social Selling und der Verkauf über Online-Marktplätze können eine sinnvolle Ergänzung sein.