Eine Ver­eins­web­site macht den Verein bekannt, sorgt dafür, mit den Mit­glie­dern in Kontakt zu bleiben und neue zu gewinnen. Welche Inhalte gehören auf die Webseite für einen Verein, was sollte im Fokus stehen? Welche Rah­men­be­din­gun­gen müssen beim Erstellen einer Ver­eins­home­page beachtet werden? Unser Ratgeber fasst die wich­tigs­ten Tipps zusammen.

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Was ist der beste Do­main­na­me für eine Ver­eins­web­site?

Eine Domain ist die ein­deu­ti­ge In­ter­net­adres­se unter der die Ver­eins­web­site im Internet auf­ge­ru­fen wird. Der Do­main­na­me sollte gleich zum Ziel führen und möglichst auf in­halt­li­che und/oder regionale Schwer­punk­te des Vereins verweisen. Stichwort SEO bei der Do­main­aus­wahl: Die Website eines Vereins wird besser gefunden, wenn die Such­be­grif­fe po­ten­zi­el­ler In­ter­es­sen­ten mit dem Do­main­na­men kor­re­spon­die­ren. Darauf sollten Sie achten:

  • Das Be­tä­ti­gungs­feld des Vereins sollte sich im Do­main­na­men wie­der­fin­den, zum Beispiel „tisch­ler­treff …“, „gemeinsam-singen …“ oder „schach­freun­de …“.
  • Zur geo­gra­fi­schen Ori­en­tie­rung sind Ort- oder Regions-Namen gut geeignet. Auch Kfz-Kenn­zei­chen bieten Iden­ti­fi­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten, wie „handball-club-shk …“, „blasmusik-mel…“. Aber Vorsicht. Die Abkürzung SHK ist bei­spiels­wei­se nicht nur das Kfz-Kenn­zei­chen für den Saale-Holzland-Kreis, sondern auch die Bran­chen­ab­kür­zung für Sanitär-, Heizungs- und Kli­ma­tech­nik. Gehen Sie bei der Wahl des Do­main­na­mens mit Bedacht vor.
  • Mit aktuell ver­füg­ba­ren Do­main­endun­gen kann der Do­main­na­me auch in­halt­lich oder regional angepasst werden. So stehen nicht nur .bayern oder .berlin zur Verfügung, sondern auch .football, .pet oder .run – nur einige Beispiele aus mehr als 1.300 ver­füg­ba­ren Do­main­endun­gen.
  • Werden mehrere Do­main­na­men benutzt, leiten Sie alle Zu­satz­do­mains auf die Haupt­do­main für die Ver­eins­home­page um.

Wenn der Do­main­na­me gefunden wurde, frei verfügbar war und gebucht wurde, sollten Sie auch eine Vereins-E-Mail-Adressen ein­rich­ten, also zum Beispiel „vorstand@mus­ter­ver­ein. tld“ oder „post@mus­ter­ver­ein. tld“ für All­ge­mei­nes oder „lauf­trai­ning@mus­ter­ver­ein. tld“, je nach Ab­tei­lun­gen oder Themen.

Tipp

Was kostet eine Domain ei­gent­lich? In unserem wei­ter­füh­ren­den Artikel zu diesem Thema gehen wir genauer auf diese Frage ein.

Einen Baukasten zum Erstellen der Ver­eins­home­page nutzen?

Für das Erstellen der Website eines Vereins bietet sich die Nutzung eines Homepage-Bau­kas­tens an. Das hat den großen Vorteil, dass Sie ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se direkt loslegen und die Kosten sehr genau planen können. Machen Sie sich im Vorhinein Gedanken, was Sie auf der Ver­eins­web­site prä­sen­tie­ren möchten. Sichten Sie bereits vor­han­de­ne Fotos und Texte, die das Anliegen des Vereins richtig wi­der­spie­geln.

Hinweis

Kos­ten­lo­se Homepage-Baukästen werden in der Regel durch Werbung fi­nan­ziert. Das könnte po­ten­zi­el­le Sponsoren für Ihren Verein unter Umständen ab­schre­cken.

Vorteile von Baukästen zum Erstellen einer Ver­eins­web­site sind unter anderem, dass man auch für die Sicht­bar­keit auf Mo­bil­ge­rä­ten gut auf­ge­stellt ist und zwingend er­for­der­li­che Inhalte wie Impressum oder Da­ten­schutz­re­ge­lung dank vor­ge­fer­tig­ter Vorlagen nicht vergessen kann. Al­ler­dings sind Sie bei einem Baukasten in puncto Design und In­di­vi­dua­li­tät ein­ge­schränkt.

Vorteile von IONOS MyWebsite

Der Homepage-Baukasten IONOS MyWebsite er­mög­licht es, ohne Kennt­nis­se im Bereich Webdesign an­spre­chen­de Websites zu erstellen. Das intuitiv und einfach zu be­die­nen­de Drag-and-Drop-Interface hilft Ihnen dabei, Ihre Ver­eins­web­site nach in­di­vi­du­el­len Wünschen und Be­dürf­nis­sen auf­zu­bau­en. Wenn Ihnen doch mal die In­spi­ra­ti­on ausgehen sollte, ist auch das kein Problem. Der Baukasten enthält zahl­rei­che extra auf Vereine ab­ge­stimm­te Design-Vorlagen. Dazu erhalten Sie Un­ter­stüt­zung bei der Tex­terstel­lung und eine um­fang­rei­che Fo­to­bi­blio­thek. Features wie Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, Website-Si­cher­heit, Ihre eigene Domain und eine pro­fes­sio­nel­le E-Mail-Adresse sind natürlich auch vorhanden.

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Ver­eins­web­site von einem Dienst­leis­ter erstellen lassen

Be­auf­tragt man einen pro­fes­sio­nel­len Dienst­leis­ter, die Website für den Verein zu erstellen, sind die Frei­heits­gra­de in der Ge­stal­tung größer – in der Regel jedoch auch die Kosten. Dafür muss man sich um (fast) gar nichts mehr kümmern, vor­aus­ge­setzt, man hat den Dienst­leis­ter umfassend gebrieft. Auch bei IONOS kann man eine Ver­eins­web­site von haus­ei­ge­nen Profis pro­du­zie­ren lassen – inklusive einer um­fas­sen­den Beratung, SEO-Kompetenz und fort­lau­fen­der Betreuung.

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Al­ter­na­tiv können Sie für das Erstellen Ihrer Ver­eins­home­page ein Content-Ma­nage­ment-System wählen und Ihre Website mit WordPress erstellen oder einen anderen Vertreter aus unserem CMS-Vergleich für Ihr Projekt wählen.

Tipp

Einen Überblick über Mög­lich­kei­ten und Kosten ver­schie­de­ner Anbieter finden Sie im Ratgeber Homepage erstellen: 9 Anbieter im Vergleich. Weitere Details zu Aufwand und Nutzen haben wir im Artikel Was kostet eine Website? über­sicht­lich zu­sam­men­ge­stellt.

Der Content für die Ver­eins­web­site – was gehört rein?

Die Inhalte für die Website eines Vereins sind genauso viel­fäl­tig wie die Ver­eins­land­schaft. Wer im Internet nach der Website für einen be­stimm­ten Verein sucht, hat mit großer Wahr­schein­lich­keit ein the­ma­ti­sches Interesse. So sollten die Bild­spra­che und Text­ge­stal­tung der Website Ihres Vereins mit dem Anliegen des Vereins über­ein­stim­men. Achten Sie auf technisch gute Fotos und deren positive Aus­strah­lung. Das kann die Mit­glie­der­ge­win­nung sehr un­ter­stüt­zen.

Wenn Ihre Ver­eins­home­page gerade erstellt oder in größerem Umfang daran ge­ar­bei­tet wird, teilen Sie das den Besuchern mit einer so genannten Coming-soon-Site mit. Denken Sie daran, auch dafür ein the­ma­tisch gutes Bild des Vereins zu verwenden und die we­sent­li­chen Kon­takt­in­for­ma­tio­nen an­zu­bie­ten.

Die nach­fol­gend prä­sen­tier­ten Inhalte sollten auf jeden Fall präsent sein:

Home bzw. „Der Verein“

Die Start­sei­te der Website ist die zentrale An­lauf­stel­le. Sie erläutert Ziel und Zweck des Vereins. Ein the­ma­tisch passendes Foto oder eine gute Il­lus­tra­ti­on un­ter­stüt­zen die Aussage. In erster Linie geht es darum, Besucher und Be­su­che­rin­nen der Ver­eins­web­site so zu fesseln, dass sie sich mit den Inhalten weiter aus­ein­an­der­set­zen. Zitate von zu­frie­de­nen Mit­glie­dern oder her­aus­ra­gen­de Er­geb­nis­se eines Wett­kamp­fes, ein Zucht­er­folg oder ein ge­won­ne­ner Preis un­ter­stüt­zen dieses Anliegen. Es geht gar nicht so sehr darum, sich selbst zu schmei­cheln, sondern po­ten­zi­el­le Mit­glie­der geschickt an­zu­spre­chen. Der Ratgeber „Über-mich-Texte: Tipps & Beispiele“ hält einige Tipps und Tricks bereit.

Zur Trans­pa­renz gehört auch, Mit­glieds­bei­trä­ge und Pflichten der Ver­eins­mit­glie­der zu auf der Website kom­mu­ni­zie­ren. Dazu kann man auch eine separate Un­ter­sei­te „Mit­glied­schaft” ein­rich­ten, auf der das An­trags­for­mu­lar für die Mit­glied­schaft, die Ver­eins­sat­zung und weitere of­fi­zi­el­le Dokumente als PDF zum Download angeboten werden.

Aktuelles

Unter diesem Menüpunkt wird das Ver­eins­le­ben dar­ge­stellt. Wer hat wann und wo etwas für und/oder mit dem Verein voll­bracht, wurde ein Wettkampf gewonnen, ein neues Gerät an­ge­schafft, ist eine bestimmte Anzahl an Personen Mitglied im Verein? Ty­pi­scher­wei­se ordnet man diese In­for­ma­tio­nen nach ihrer Ak­tua­li­tät und prä­sen­tiert nur die letzten davon als Teaser zum Beispiel in einer Sidebar auf der Start­sei­te.

So eine News-Sektion erhöht aber natürlich den Aufwand zur Pflege der Ver­eins­web­site: „Nichts ist älter als die Zeitung von gestern” – das Sprich­wort gilt auch für Websites von Vereinen. Eine Un­ter­sei­te „Aktuelles” mit letzten Meldungen von vor einem Jahr lässt beim User schnell Zweifel aufkommen, ob es den Verein überhaupt noch gibt.

Ver­an­stal­tungs­ka­len­der

Vereine leben vom re­gel­mä­ßi­gen Treffen der Ver­eins­mit­glie­der. Egal, ob feste, sich wie­der­ho­len­de Termine oder spezielle, einmalige Events: Ein gut befüllter Ver­an­stal­tungs­ka­len­der auf der Website eines Vereins ist stets ein Indiz für ein reges Ver­eins­le­ben. Um in WordPress einen Kalender hin­zu­zu­fü­gen, gibt es zum Beispiel ver­schie­de­ne Plugins. Auch der Kalender von Google lässt sich mit wenigen Klicks anpassen und als iFrame auf der Website eines Vereins plat­zie­ren. Es empfiehlt sich, dafür bei Google einen separaten Ver­einska­len­der anzulegen und das Einbinden nach Maßgabe der DSGVO zu gestalten.

Unser Team

Die Dar­stel­lung von ver­ant­wort­li­chen Ver­eins­mit­glie­dern schafft Vertrauen und Trans­pa­renz für die Ver­eins­web­site. Der Ver­eins­vor­stand, Ab­tei­lungs­lei­ter und -lei­te­rin­nen, Trainer und Trai­ne­rin­nen oder fachliche Betreuer und Be­treue­rin­nen sollten mit Porträt verfügbar sein. Po­ten­zi­el­le In­ter­es­sen­ten wissen so früh­zei­tig, wem sie im Verein ge­gen­über­ste­hen werden. Die ab­ge­bil­de­ten Personen sollten ihr schrift­li­ches Ein­ver­ständ­nis zur Ver­öf­fent­li­chung ihres Fotos geben. Die DSGVO, Art. 6 Abs. 1, setzt enge Grenzen für die Ver­öf­fent­li­chung von Fotos von Personen.

Mit­glie­der­ver­wal­tung

Für die Mit­glie­der­ver­wal­tung oder für Ver­an­stal­tun­gen mit Anmeldung oder Gebühren sorgt ein separater Bereich der Ver­eins­web­site, der über einen Login be­zie­hungs­wei­se eine vorherige Re­gis­trie­rung er­reich­bar ist. Das setzt voraus, dass dafür eine Datenbank verfügbar ist. Da hier mit per­sön­li­chen Daten um­ge­gan­gen wird, steht die Si­cher­heit eines solchen Website-Bereiches an erster Stelle, um Da­ten­leaks zu ver­hin­dern. Die Übergabe von per­sön­li­chen User-Daten der Ver­eins­web­site per Web-Formular sollte immer mit einem an­klick­ba­rem Ein­ver­ständ­nis zur Ver­ar­bei­tung von per­sön­li­chen Daten laut DSGVO ein­her­ge­hen. Dazu richtet man vor dem „Absenden”-Button eine Checkbox als Pflicht­feld ein.

News­let­ter

Mit einem News­let­ter werden Ver­eins­mit­glie­der re­gel­mä­ßig in­for­miert. Ein solches Tool bietet aber auch die Mög­lich­keit, po­ten­zi­el­le In­ter­es­sen­ten an­zu­spre­chen. Einen guten News­let­ter zu erstellen, stellt hohe Ansprüche an Ge­stal­tung und Inhalte, damit er auch gelesen wird. Daher hat sich eine ganze Reihe von pro­fes­sio­nel­len (kos­ten­pflich­ti­gen) Anbietern für einen solchen Service auf dem Markt etabliert.

Plat­zie­ren Sie ein An­mel­de­for­mu­lar auf der Website Ihres Vereins, um die Le­ser­schaft zu ver­grö­ßern. Dabei fordert die DSGVO, die E-Mail-Adressen der User als per­sön­li­che Daten zu ver­ar­bei­ten. Um die Daten zu schützen, ist das so genannte Double-Opt-in-Verfahren für News­let­ter gemäß DSGVO Standard. Denken Sie daran, auch eine Ab­mel­de­mög­lich­keit zu in­te­grie­ren. Für den Umgang mit den Daten des Ver­tei­lers gilt die gleiche Sorg­falts­pflicht wie für Mit­glie­der­da­ten.

Recht­li­ches

Die Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung (DSGVO) hat die Be­stim­mun­gen für den Umgang mit Daten auf ein neues Level gehoben und damit auch ein Plus an Nut­zer­ver­trau­en ge­schaf­fen. Es gibt Anbieter von kos­ten­lo­sen Rechts­tex­ten, kos­ten­pflich­ti­ge Angebote zum Beispiel für Web-Agenturen, und es gibt auch die in­te­grier­ten Rechts­tex­te in Homepage-Baukästen. Auch für einen Verein und seine Website gelten die gleichen strengen Richt­li­ni­en. Eine Ver­eins­web­site muss folgende recht­li­che In­for­ma­tio­nen vorhalten, die den For­de­run­gen der DSGVO genügen:

  • Impressum: Das Impressum einer Website ist es­sen­zi­ell. Neben dem voll­stän­di­gen Namen des Vereins sind die ver­tre­tungs­be­rech­tig­ten Personen auf­zu­füh­ren. Dazu kommt die Angabe einer E-Mail-Adresse und weiterer Kon­takt­mög­lich­kei­ten auch auf nicht elek­tro­ni­schem Wege (Post­adres­se). Handelt es sich um einen ein­ge­tra­ge­nen Verein, gehört auch die Angabe des Ver­eins­re­gis­ters mit Re­gis­ter­ge­richt und Re­gis­ter­num­mer ins Impressum.
  • Da­ten­schutz­er­klä­rung: Die Da­ten­schutz­er­klä­rung be­schreibt, wie Betreiber und Be­trei­be­rin­nen der Ver­eins­web­site die Si­cher­heit aller erfassten Daten ge­währ­leis­ten, und welche Daten gesammelt und wie auf­be­wahrt werden. Das ist ein rechtlich sehr sensibler Bereich der Website eines Vereins, der ein hohes Maß an Sorgfalt erfordert.
  • Cookies: Bei der Website eines Vereins müssen Sie das vorherige Ein­ver­ständ­nis des Website-Besuchers einholen, wenn Sie Cookies benutzen sollten. Unser Ratgeber „Was sind Cookies“ erklärt die weiteren Zu­sam­men­hän­ge.

Vorteile und Nachteile einer Ver­eins­web­site

Ob Sport, Musik oder ge­mein­nüt­zi­ges En­ga­ge­ment: Mit einer Website ist ein Verein in vielen Belangen gut auf­ge­stellt. Natürlich ist ein solcher Auftritt aber nicht nur an Vorteile geknüpft, sondern auch – je nach gewähltem Website-Typ – mit Nach­tei­len verbunden.

Vorteile einer Webseite für einen Verein

Die Ver­eins­web­site sorgt für Sicht­bar­keit und Sicht­bar­keit sorgt für Reich­wei­te. In­for­ma­tio­nen über den Verein, seine Ak­ti­vi­tä­ten sowie or­ga­ni­sier­te oder besuchte Ver­an­stal­tun­gen werden erst über die erstellte Ver­eins­home­page für ein breites Publikum sichtbar.

Auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwischen den Ver­eins­mit­glie­dern wird we­sent­lich ver­ein­facht, gerade wenn große räumliche Abstände zwischen ihnen bestehen. Die In­for­ma­ti­on über Ziele, Projekte, Termine und Kontakte sind trans­pa­rent und öf­fent­lich zu­gäng­lich, ebenso wie die Satzung und Pro­to­kol­le. Das stärkt die Mit­glie­der­bin­dung und das Interesse po­ten­zi­el­ler Mit­glie­der.

Mit einer Ver­eins­web­site steht eine Plattform zur Verfügung, um – je nach Zweck des Vereins – Spenden ein­zu­wer­ben oder Sponsoren zu gewinnen.

Nachteile einer Ver­eins­web­site

Die einmal erstellte Ver­eins­home­page bindet Kosten und Res­sour­cen: Dazu gehören Zeit, Fach­kennt­nis­se und mög­li­cher­wei­se fi­nan­zi­el­le Mittel für die Pflege. Ein Verein mit be­grenz­ten Mitteln und per­so­nel­len Ka­pa­zi­tä­ten, kann schnell an seine Grenzen stoßen, eine pro­fes­sio­nel­le Website zu un­ter­hal­ten.

Eine Ver­eins­web­site kann Risiken beim Da­ten­schutz und bei der Si­cher­heit mit sich bringen. Es gehört auch zur bereits genannten Pflege, dass sensible In­for­ma­tio­nen (Mit­glie­der­da­ten) geschützt bleiben. Die Website eines Vereins muss wie jede andere Website vor Malware oder anderen Be­dro­hun­gen sicher sein – eine echte Her­aus­for­de­rung.

In Zeiten der mas­sen­haf­ten Nutzung von Social-Media-Platt­for­men ist die Reich­wei­te einer Website begrenzt. Nicht alle Menschen besuchen re­gel­mä­ßig Websites. Einige Ziel­grup­pen, sowohl ältere, aber auch ganz junge Menschen, könnten mög­li­cher­wei­se besser über andere Kanäle erreicht werden.

An­spre­chen­de Ver­eins­web­sites – so kann es aussehen

Mehr als 35 Prozent aller Menschen in Deutsch­land sind Mitglied in einem der mehr als 600.000 Vereine, davon rund 34 Prozent Sport- und Frei­zeit­ver­ei­ne. (Quelle: Lmnop group GmbH, Stand: Juni 2023). Die oftmals be­schränk­ten fi­nan­zi­el­len Mittel gerade von kleinen Vereinen haben dazu geführt, dass es immer noch eine ganze Reihe von Vereinen gibt, die gar keine bzw. keine mobil op­ti­mier­te Website haben. Nach­fol­gend prä­sen­tie­ren wir drei Beispiele für gelungene Ver­eins­home­pages, die sich auch durch gute Sicht­bar­keit auf mobilen End­ge­rä­ten aus­zeich­nen.

Sachlich, in­for­ma­tiv und bar­rie­re­frei

Bild: Screenshot der Webseite des Museumsverbandes des Landes Brandenburg e. V.
Sachlich in­for­ma­ti­ve, über­sicht­li­che und bar­rie­re­freie Website; Quelle: https://www.museen-bran­den­burg.de/de/start­sei­te/

Die Website des Mu­se­ums­ver­ban­des des Landes Bran­den­burg e.V setzt auf ein sach­li­ches Er­schei­nungs­bild, das alle wichtigen In­for­ma­tio­nen auf einen Blick anbietet. Darüber hinaus ist die Ge­stal­tung bar­rie­re­frei und bietet we­sent­li­che In­for­ma­ti­on in Deutscher Ge­bär­den­spra­che an. Eine gute Idee ist die the­ma­ti­sche Aus­wahl­mög­lich­keit von Museen per Icons (unter dem Sprach­um­schal­ter).

Technisch ori­en­tiert und trotzdem nahbar

Bild: Screenshot der Website des VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.
Die Start­sei­te der Website des VDI Ziel­grup­pen­ge­rech­te ist über­sicht­lich und strahlt Kompetenz aus; Quelle: https://www.vdi.de/

Der Verein Deutscher In­ge­nieu­re e. V. mit zirka 135.000 Mit­glie­dern setzt auf ein sachlich-sym­pa­thi­sches Er­schei­nungs­bild, das ver­schie­de­ne Al­ters­grup­pen und Ethnien anspricht. Das erzeugt ein Bild von Offenheit und Ver­trau­ens­wür­dig­keit. Alle we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen und Bereiche lassen sich über das Kopfmenü aufrufen. Trotz großer In­for­ma­ti­ons­fül­le ist die Website dieses Vereins gut ge­glie­dert.

Emotional und an den Fans ori­en­tiert

Bild: Screenshot der Webseite des 1. FC Union Berlin e. V.
Die Website des 1. FC Union Berlin bietet eine gute Mischung aus Emotion und In­for­ma­ti­on

Hier steht die Emotion im Vor­der­grund: Die Website des 1. FC Union Berlin e. V. lebt von Bildern, die die Aktivität des Vereins wi­der­spie­geln. Wenige Schlag­wor­te auf der linken Seite setzen Akzente auf das, was dem Verein wichtig ist. Die ganze Website bleibt trotz vieler In­for­ma­ti­on über­sicht­lich und auf das We­sent­li­che fo­kus­siert.

Social Media: Das Reich­wei­ten-Extra für die Website des Vereins

Je nach The­men­stel­lung und Ziel­grup­pe eines Vereins, kann Aktivität auf Social Media einen Booster für die Website dar­stel­len. In unserem Ratgeber „Die wich­tigs­ten Social-Media-Platt­for­men im Überblick“ erfahren Sie, welche Plattform für Ihren Verein am ehesten infrage kommt. Al­ler­dings verändern sich die Trends bei der Social-Media-Nutzung und damit das Nut­zer­ver­hal­ten ziemlich schnell. Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Wie kann ein Verein Social Media nutzen, um die Be­kannt­heit der er­stell­ten Homepage zu steigern? Ein „Trick” besteht darin, nicht die Nachricht selbst zu ver­brei­ten, sondern nur eine Über­schrift zu liefern („an­zu­teasern”) und darin zur voll­stän­di­gen In­for­ma­ti­on auf die Website des Vereins zu verlinken. Das eröffnet die Chance, dass auch andere In­for­ma­tio­nen über den Verein wahr­ge­nom­men werden – wichtig für po­ten­zi­el­le Mit­glie­der. Die Wahr­schein­lich­keit der Wahr­neh­mung hängt unter anderem vom klugen Einsatz beliebter bzw. an­ge­sag­ter Hashtags ab. Zudem sollte ein Kanal re­gel­mä­ßig bedient werden, min­des­tens einmal monatlich.

Kurz und knapp: Welche Platt­for­men passen wann?

  • ein Instagram-Account des Vereins zum Teilen von Bildern und kurzen Videos. In Instagram-Stories kann man auch Ver­lin­kun­gen plat­zie­ren
  • ein Facebook-Account oder – je nach Art des Vereins – eine Ver­an­stal­tungs­sei­te auf Facebook
  • ein YouTube-Kanal des Vereins, wenn sich die Ak­ti­vi­tä­ten des Vereins gut in Videos dar­stel­len lassen
  • TikTok hat ein nicht zu un­ter­schät­zen­des Potenzial bei jungen Ziel­grup­pen
  • WhatsApp-Gruppen, um Mit­glie­der schnell und bequem zu erreichen
Fazit

Eine Website ist ein Muss für jeden Verein. Vor dem Erstellen einer Ver­eins­home­page sollten die Vor- und Nachteile gründlich ge­gen­ein­an­der abgewogen werden. Erst dann ist eine fundierte Ent­schei­dung zu treffen, in welchem Umfang eine Website für die spe­zi­fi­schen Ansprüche, Be­dürf­nis­se und Res­sour­cen des Vereins wichtig ist. In vielen Fällen ist es sinnvoll, die Homepage mit al­ter­na­ti­ven Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­len oder sozialen Medien zu kom­bi­nie­ren.

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