WordPress hat als Blog-Engine begonnen und sich über die Jahre zum weitaus am häu­figs­ten ein­ge­setz­ten Content-Ma­nage­ment-System ent­wi­ckelt. Mit WordPress werden heut­zu­ta­ge Websites jeglicher Größe und Kom­ple­xi­tät umgesetzt. Jeder kann die freie Software auf einem eigenen Server in­stal­lie­ren. Damit man mit der eigenen WordPress-Website aber auch er­folg­reich ist, sollte man ein paar Tipps befolgen – von der Kon­fi­gu­ra­ti­on bis zum Be­kannt­ma­chen der Homepage.

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WordPress: von der Blog-Engine zum „Be­triebs­sys­tem für das offene Web“

Die Po­pu­la­ri­tät von WordPress spiegelt sich wieder im ge­flü­gel­ten Wort, es handele sich bei WordPress um ein „Operating System for the Open Web“ („Be­triebs­sys­tem für das offene Web“). So hat sich rund um WordPress ein flo­rie­ren­des Ökosystem ent­wi­ckelt. Dazu gehört zum einen Software, wie Plugins, Themes und Online-Diensten von Dritt­an­bie­tern. Zum anderen zählen dazu die Ent­wick­ler, Berater und Agenturen, welche mit WordPress arbeiten.

Für Selbst­stän­di­ge und Startups ist vor allem die Fülle an frei ver­füg­ba­ren Plugins und Themes ver­lo­ckend. Dabei ist das Ver­spre­chen, jeder könne sich ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se eine eigene Site zu­sam­men­kli­cken, ein zwei­schnei­di­ges Schwert. Ja, es kommt eine Website dabei heraus. Aber ohne Fach­kennt­nis­se, Hin­ter­grund­wis­sen und Erfahrung genügt eine WordPress-basierte Website oft nicht pro­fes­sio­nel­len An­sprü­chen. Es­sen­zi­ell beim Einsatz von WordPress ist, die richtigen Tipps zu kennen. Unser Artikel richtet sich an Web-Pro­fes­sio­nals, Designer und Kreative, die Websites auf Grundlage von WordPress erstellen.

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Die wich­tigs­ten WordPress-Tipps:

Damit eine WordPress-Website auch wirklich er­folg­reich ist, sollte man diesen 11 Tipps folgen:

  1. Den richtigen Website-Typ wählen
  2. Das passende Web­hos­ting wählen
  3. Mit dem richtigen Theme starten
  4. Die User Ex­pe­ri­ence op­ti­mie­ren
  5. Relevante Inhalte erstellen und re­gel­mä­ßig ver­öf­fent­li­chen
  6. Bilder auswählen, be­ar­bei­ten und op­ti­mie­ren
  7. Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung im Auge behalten
  8. Updates re­gel­mä­ßig ein­spie­len
  9. La­de­zei­ten mi­ni­mie­ren
  10. Google Web Vitals beachten
  11. Recht­li­che An­for­de­run­gen be­rück­sich­ti­gen

Tipp 1: Ein klares Ziel setzen und den richtigen Website-Typ wählen

Für den Aufbau einer er­folg­rei­chen WordPress-Website gilt zunächst, klare Ziele fest­zu­le­gen. Aus den Zielen ergibt sich, welchen An­for­de­run­gen die Website genügen muss. Auf Basis der Ziele und An­for­de­run­gen wird der optimale Website-Typ gewählt.

Beim wohl sim­pels­ten Website-Typ handelt es sich um die Landing­pa­ge. Diese ist auf ein einzelnes Produkt oder eine Dienst­leis­tung bezogen und mit op­ti­mier­ten Keywords versehen. Such­ma­schi­nen lenken Besucher auf die Site; ein fo­kus­sier­tes Design und minimale Na­vi­ga­ti­on zielen darauf ab, Besucher nicht ab­zu­len­ken und erhöhen damit die Kon­ver­si­ons­ra­te.

Ein Klassiker unter den Website-Typen ist die One-Page-Site. Sie umfasst nur eine Seite, welche in mehrere Sektionen un­ter­teilt ist. Oft bietet sich die folgende Struktur an:

  1. Dienst­leis­tung / Produkt
  2. Über uns
  3. Kontakt

Alle In­for­ma­tio­nen sind auf einer einzelnen Seite un­ter­ge­bracht. Die Links in der minimalen Na­vi­ga­ti­on scrollen beim Klick zu den einzelnen Sektionen. Eine One-Page-Site ist einfach kon­zep­tio­niert und schnell ent­wi­ckelt und für den Besucher sofort zu verstehen. Gerade für kleine Un­ter­neh­men oder Projekte ist diese der beste Aus­gangs­punkt für die eigene Präsenz im Web.

Bei der Microsite handelt es sich quasi um die Aus­wei­tung der One-Page-Site. Die Sektionen auf der Homepage verlinken auf Un­ter­sei­ten mit wei­ter­füh­ren­den In­for­ma­tio­nen. Ge­ge­be­nen­falls werden zu­sätz­li­che Landing­pa­ges erstellt, welche über Such­be­grif­fe auf­find­bar sind. Prak­ti­scher­wei­se lässt sich eine One-Page-Site zu einem späteren Zeitpunkt un­kom­pli­ziert zur Microsite erweitern.

Mit wei­ter­füh­ren­den An­for­de­run­gen steigt die Kom­ple­xi­tät der Website an. Möchte man einen Online-Shop, eine Community-Site oder eine mehr­spra­chi­ge Website mit WordPress rea­li­sie­ren, greift man auf geeignete Plugins zurück. Diese fügen grund­le­gen­de Funk­tio­na­li­tät hinzu, welche über den normalen Umfang einer WordPress-Site hin­aus­ge­hen.

Tipp 2: Das passende Web­hos­ting wählen

Beim Web­hos­ting handelt es sich um die grund­le­gen­de In­fra­struk­tur für den Betrieb einer Website. Die Wahl des Web­hos­ting-Pakets be­ein­flusst, mit welchen Methoden die Site betrieben und gewartet wird. Dies ist ent­schei­dend für Per­for­mance, Si­cher­heit und Pflege. Oft bietet sich an, ein spe­zi­el­les Managed-Hosting für WordPress-Sites ein­zu­set­zen. Dies lohnt sich bereits bei mit­tel­gro­ßen Web­pro­jek­ten und ist Vor­aus­set­zung für den ef­fek­ti­ven Betrieb größerer WordPress-Sites:

Umfang Mo­nat­li­che Zugriffe Be­nö­tig­tes WordPress Hosting
kleine Site bis einige tausend Shared Hosting oder Managed Hosting
mit­tel­gro­ße Site zehn­tau­send bis hun­der­tau­sen­de Managed Hosting
große Site Millionen En­ter­pri­se Managed Hosting

Zum einen müssen funk­tio­na­le Kriterien bedacht werden:

  • Be­last­bar­keit der Site – in Hinsicht auf gleich­zei­ti­gen Zugriff durch Nutzer
  • Band­brei­te der monatlich aus­ge­lie­fer­ten Daten
  • Spei­cher­platz auf dem Server – für Bilder und andere statische Dateien
  • Da­ten­bank­grö­ße – für Beiträge
  • geo­gra­fi­sche Ver­füg­bar­keit – für schnellen Zugriff un­ab­hän­gig vom Ort des Besuchers

Zum anderen spielen ad­mi­nis­tra­ti­ve Kriterien eine wichtige Rolle: Die auf dem Host-Level ver­füg­ba­ren Features ent­schei­den maß­geb­lich darüber, wie effizient sich die Site betreiben und warten lässt. Die folgenden Kriterien sollten bei der Wahl eines Managed-Hosting Pakets für WordPress-Sites bedacht werden:

  • au­to­ma­ti­sche Server-Updates
  • aus­ge­reif­te Si­cher­heits­fea­tures
  • au­to­ma­ti­sche Backups
  • schnelle Caching-Features
  • SSH-Zugriff
  • um­fang­rei­ches Content Delivery Network (CDN)
Tipp

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Tipp 3: Mit dem richtigen Theme starten

Ein WordPress-Theme legt Look-and-Feel der Website fest. Die interne Or­ga­ni­sa­ti­on des Themes be­ein­flusst maß­geb­lich, wie gut sich zu­künf­ti­ge An­pas­sun­gen vornehmen lassen. Die Theme-Wahl ist daher eine wichtige stra­te­gi­sche Ent­schei­dung. Dabei gibt es viele ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten mit jeweils eigenen Vor- und Nach­tei­len. Man kann ein Theme selbst ent­wi­ckeln, es einkaufen, oder ein frei ver­füg­ba­res Theme einsetzen.

Frei ver­füg­ba­re Themes sind attraktiv, da sie kostenlos und in großer Variation verfügbar sind. Jedoch gibt es viele unsauber pro­gram­mier­te Themes. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man die of­fi­zi­el­len WordPress-Themes be­vor­zu­gen. Diese sind Standard-konform ent­wi­ckelt und eignen sich für spätere An­pas­sun­gen. In jedem Fall lohnt es sich, das eigene Theme als Child-Theme zu rea­li­sie­ren. Dies schafft Update-Si­cher­heit und beugt Problemen im weiteren Verlauf vor.

Vor allem bei Startups beliebt sind WordPress-Themes mit in­te­grier­tem Page-Builder, wie Divi oder Elementor. Diese sind ohne Code-Kennt­nis­se nutzbar und erlauben das Erstellen komplexer Designs. Die schein­ba­re Ein­fach­heit geht für ge­wöhn­lich zu Lasten der Effizienz bei Pflege und Wei­ter­ent­wick­lung. Je nach Page-Builder sind auch Per­for­mance-Einbußen möglich.

Sollen an­spruchs­vol­le An­for­de­run­gen erfüllt werden, bietet sich der Einsatz eines spe­zi­el­len Developer-Themes an. Beliebt ist bei­spiels­wei­se das Sage-Theme, welches Teil der Roots-Umgebung für pro­fes­sio­nel­le WordPress-Ent­wick­lung ist. Ein Developer-Theme schafft die Grundlage für ef­fi­zi­en­te Theme-Ent­wick­lung und eröffnet das Potential für kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­ent­wick­lung und optimale Per­for­mance. Da zur Nutzung Code von Ent­wick­lern ge­schrie­ben wird, muss ein ent­spre­chen­des Budget zur Verfügung stehen.

Mit Headless-WordPress als neueste Ent­wick­lung gibt es heut­zu­ta­ge WordPress „ohne Theme“. Der Zugriff auf die WordPress-Inhalte läuft über de­fi­nier­te Schnitt­stel­len wie GraphQL. Zum Einsatz kommen oft Tools wie Gatsby. Prak­ti­scher­wei­se bleibt dabei das gewohnte Backend für das Content-Team bestehen. Heraus kommt im Idealfall eine „best of both worlds“-Lösung.

Tipp 4: User Ex­pe­ri­ence op­ti­mie­ren

Die Nut­zer­er­fah­rung, auf Englisch User Ex­pe­ri­ence (UX), ist es­sen­zi­ell für Kon­ver­sio­nen: Menschen werden durch den Besuch der Site zu Kunden. Als zentrales Konzept gilt „weniger ist mehr“. Man möchte den Besucher in den Mit­tel­punk stellen, Klarheit und Kon­sis­tenz schaffen. Der Besucher soll die Struktur der Site intuitiv verstehen und sich beim Besuch wohl fühlen.

Die Na­vi­ga­ti­ons­struk­tur wird für die Web Usabilty ver­schlankt, um es den Besuchern leicht zu machen, sich auf der Site zu­recht­zu­fin­den. Denn es gilt das Aus­wahl­pa­ra­dox: bei zu vielen ver­füg­ba­ren Links kann der Nutzer sich nicht ent­schei­den und klickt auf keinen. Zudem werden ziel­ge­rich­tet Buttons und weitere Call-to-action-Elemente ein­ge­setzt, um den Besucher durch den Web­auf­tritt zu leiten.

Wichtig ist, die Sei­ten­tex­te mit Über­schrif­ten zu un­ter­tei­len – denn die Auf­merk­sam­keit der Besucher ist begrenzt. Ein Besucher sollte auf einen Blick erkennen, ob sich das Gesuchte auf der Seite befindet. Sonst droht ein „Bounce“ – der Besucher schließt das Fenster und verlässt die Site. Auch Such­ma­schi­nen ori­en­tie­ren sich an der korrekt gesetzten Über­schrif­ten-Struktur.

Für eine optimale Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on sollte man klare und na­tür­li­che Sprache verwenden. Ver­zich­ten Sie auf unnötigen Jargon und versuchen Sie, den Besucher auf der emo­tio­na­len Ebene an­zu­spre­chen. Dabei hilft die Wahl eines passenden Farb­sche­mas und einer un­ter­stüt­zen­den Schrift­art. Beide Elemente tragen zur Bindung des Besuchers an die Marke bei.

Tipp 5: Relevante Inhalte erstellen und re­gel­mä­ßig ver­öf­fent­li­chen

Im Web gilt seit jeher „content is king“. Soll heißen, das Web lebt von Inhalten. Eine Website, die sich nie ändert, erscheint für Such­ma­schi­nen wie tot. Erst die Inhalte bringen Besucher auf eine Homepage. Um relevante Inhalte zu erstellen, sollte man zunächst ein paar Fragen be­ant­wor­ten:

  • An wen richtet sich die Website?
  • Welche Inhalte sind für po­ten­zi­el­le Kunden in­ter­es­sant?
  • Mit welchen Such­be­grif­fen können Besucher auf die Website gebracht werden?

Anders aus­ge­drückt: um Besucher in Kunden zu kon­ver­tie­ren, muss man die Inhalte mit Blick auf die ge­wünsch­te Ziel­grup­pe planen.

Re­gel­mä­ßi­ge Ver­öf­fent­li­chun­gen neuer Inhalte werden von Such­ma­schi­nen positiv bewertet. Daher bietet es sich an, im Rahmen der Content-Strategie einen Ver­öf­fent­li­chungs­ka­len­der zu erstellen. Die ei­gent­li­chen Inhalte werden weit vor der Ver­öf­fent­li­chung vor­be­rei­tet. Das Pu­blik­ma­chen erfolgt zu fest­ge­leg­ten Zeit­punk­ten. Prak­ti­scher­wei­se lässt sich die vorab ter­mi­nier­te Ver­öf­fent­li­chung neuer Inhalte mit WordPress au­to­ma­ti­sie­ren.

Tipp 6: Bilder auswählen, be­ar­bei­ten und op­ti­mie­ren

Bilder sind es­sen­zi­ell, um Besucher auf der emo­tio­na­len Ebene an­zu­spre­chen. Es gibt zwei grund­le­gen­de Wege, Bilder für eine Website zu erlangen. Zum einen kann man Bilder selbst erstellen: man schießt Fotos und baut Grafiken, bzw. gibt dies in Auftrag. Dieser Ansatz bietet das größte Potential, eine eigene Per­sön­lich­keit aus­zu­drü­cken. Dem­ge­gen­über steht der damit ver­bun­de­ne hohe Aufwand mit ent­spre­chen­den Kosten.

Ver­lo­ckend ist, Stock-Fotos und -Grafiken ein­zu­set­zen. Diese sind sofort verfügbar, da bereits vorhanden, und liegen meist in passenden Größen und Formaten vor. Hier bietet sich die Wahl: benötigt man Bilder, welche der Besucher nicht bereits anderswo gesehen hat, kauft man Stock-Fotos ein. Ist die Ein­ma­lig­keit nicht so wichtig, findet sich eine große Menge kostenlos ver­füg­ba­ren Materials auf ein­schlä­gi­gen Portalen.

Egal auf welchem Weg man das Bild­ma­te­ri­al erlangt: für den pro­fes­sio­nel­len Einsatz auf Websites lohnt es sich, einen Online-Service zur Bild­op­ti­mie­rung einsetzen. Meist mit zu­sätz­li­chen Kosten verbunden, werden Short­Pi­xel, Kraken.io & Co. per Plugin in eine WordPress-Site in­te­griert. Diese Tools erzeugen hoch­op­ti­mier­te Bild­da­tei­en und eröffnen durch den Einsatz moderner Gra­fik­for­ma­te brach­lie­gen­de Per­for­mance-Po­ten­tia­le aus.

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Tipp 7: Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO) im Auge behalten

Eine Website kann die besten Inhalte enthalten. Dies bringt nur dann etwas, wenn die Inhalte von Such­ma­schi­nen gefunden und ver­stan­den werden. Solides SEO ist es­sen­zi­ell für den Erfolg einer Website und steht auf einer Ebene mit einer guten Nut­zer­er­fah­rung.

Zunächst ist es wichtig, die richtigen Keywords zu setzen. Dabei sollte man die Such­in­ten­ti­on der Nutzer be­rück­sich­ti­gen. Keywords sollten mit dem Ziel gewählt werden, eine Nische zu besetzen und sich von der Kon­kur­renz abzuheben. Ansonsten droht das Un­ter­ge­hen in der breiten Masse.

Auch Bilder-SEO spielt eine wichtige Rolle. Jedem Bild sollte ein be­schrei­ben­der Alt-Text zu­ge­ord­net werden. Damit werden Bild­in­hal­te für Such­ma­schi­nen-Bots lesbar und für Menschen mit visuellen Ein­schrän­kun­gen ver­ständ­lich. Darüber hinaus sind auch die Da­tei­na­men der Bild­da­tei­en SEO-relevant.

Eine WordPress-In­stal­la­ti­on im Grund­zu­stand erfüllt nicht die grund­le­gen­den SEO-An­for­de­run­gen. Als erster wichtiger Schritt sollte man die Permalink-Struktur optimal kon­fi­gu­rie­ren. Anstelle nicht-aus­sa­ge­kräf­ti­ger Zahlen in den URLs verwendet man aus den Sei­ten­ti­teln erzeugte Slugs. Darüber hinaus erfordert eine WordPress-Site spezielle An­pas­sun­gen am Theme oder den Einsatz eines spe­zi­el­len SEO-Plugins. Letztere haben für ge­wöhn­lich Social-Media Tags und die Ge­ne­rie­rung von XML-Sitemaps an Bord.

Tipp 8: Updates re­gel­mä­ßig ein­spie­len

WordPress ist das zah­len­mä­ßig am häu­figs­ten ein­ge­setz­te CMS. Damit bietet die Plattform jedoch auch die größte An­griffs­flä­che für Cy­ber­kri­mi­nel­le. Generell wird empfohlen, ver­füg­ba­re Updates sofort ein­zu­spie­len. In der Praxis ist dies nicht immer umsetzbar. Eine normale WordPress-Website kann mehrere Dutzend Plugins umfassen. Für jedes davon gilt: bei Updates kann etwas schief gehen. Dann droht im schlimms­ten Fall der be­rüch­tig­te white screen of death“ – die Site ist nicht mehr er­reich­bar.

Um die Er­reich­bar­keit einer WordPress-Website si­cher­zu­stel­len, geht man als Admin proaktiv vor. Es­sen­zi­ell ist dabei vor allem eine solide Backup-Strategie. Geht beim Update etwas ka­ta­stro­phal schief, spielt man ein Backup ein und stellt den Aus­gangs­zu­stand wieder her. So sollte man:

  1. Au­to­ma­ti­sche Backups auf dem Hosting-Level nutzen.
  2. Vor dem Ein­spie­len jeglicher Updates ein Backup anlegen.
  3. Bei komplexen Sites die Updates zunächst im WordPress-Staging Site testen.

Anstatt Updates für jedes Plugin einzeln ein­zu­spie­len, bietet es sich an, einen Patch Day fest­zu­le­gen: das ist ein fester Tag pro Woche oder Monat, an dem sämtliche ver­füg­ba­re Updates ein­ge­spielt werden. Der Dienstag hat sich als Standard für Patch-Days etabliert.

Das WordPress-Core System zeigt nor­ma­ler­wei­se ein stabiles Update-Verhalten. Für optimalen Schutz vor aktuellen Be­dro­hun­gen sollte man au­to­ma­ti­sche Si­cher­heits­up­dates ak­ti­vie­ren. Größere Ver­si­ons­up­dates spielt man besser manuell ein. Einfache Themes stellen beim Update für ge­wöhn­lich ein niedriges Risiko für Kom­pli­ka­tio­nen dar. Am besten entfernt man nicht genutzte Themes, um die An­griffs­flä­che zu mi­ni­mie­ren.

Beim Updaten von WordPress-Plugins ist generell Vorsicht geboten. Hier liegt ein hohes Risiko für Kom­pli­ka­tio­nen vor. Bei allen Plugins, welche tief in das System ein­grei­fen, macht sich eine Prise Paranoia bezahlt. Dazu gehören bei­spiels­wei­se Plugins für Caching, Si­cher­heit, Mehr­spra­chig­keit, Online-Shop-Funk­tio­na­li­tät, und Page-Builder. Updates an diesen sollte man immer zunächst auf einer Staging-Site testen.

Tipp 9: La­de­zei­ten mi­ni­mie­ren

Die Web-Per­for­mance ist ein ent­schei­den­des Kriterium, sowohl für die User Ex­pe­ri­ence als auch für SEO. Nutzer verlassen die Site, wenn diese nicht schnell genug lädt, und Such­ma­schi­nen strafen Sites mit schlech­ter Per­for­mance ab. Es ist nicht einfach, mit WordPress per­for­man­te Sites zu rea­li­sie­ren. Ins­be­son­de­re, wenn erst nach Aufbau der Site auf Per­for­mance geachtet wird.

Der Einsatz eines Caching-Plugin bietet ein hohes Potential zur Per­for­mance-Op­ti­mie­rung. Leider ergibt sich dabei ggf. ein hoher Zuwachs an Kom­ple­xi­tät. Je nach Hosting-Umgebung, Inhalten der Site und ver­wen­de­ten Plugins kommen ver­schie­de­ne Caching-Methoden zum Einsatz. Es gilt, die Kon­fi­gu­ra­ti­on des Caching-Plugin ausgiebig auf einer Staging Site zu testen.

Um die per­for­man­te Aus­lie­fe­rung sta­ti­scher Inhalte, ins­be­son­de­re Bilder, zu ge­währ­leis­ten, sollte man ein Content Delivery Network (CDN) verwenden. Die Nutzung eines CDN bietet ein hohes Potential für Per­for­mance-Op­ti­mie­rung und stellt die globale Ver­füg­bar­keit der Inhalte sicher. Dabei ist für ge­wöhn­lich ein geringer bis mit­tel­gro­ßer Zuwachs an Kom­ple­xi­tät zu erwarten. Dennoch gilt: vor dem Live-Schalten ausgiebig testen!

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Tipp 10: Google Core Web Vitals beachten

Bei Googles Core Web Vitals handelt es sich um drei Leis­tungs­kenn­zah­len (KPIs) zur Bewertung der Nut­zer­er­fah­rung einer Website:

  • Largest Con­tentful Paint (LCP): Zeit, die beim Besuch einer Seite vergeht, bis der Haupt­in­halt geladen ist. Die LCP sollte eine Zeit von 2,5 Sekunden nicht über­schrei­ten.
  • First Input Delay (FID): Zeit, die beim Besuch einer Seite vergeht, bis der Browser auf Nut­zer­ein­ga­ben reagieren kann. Die FID sollte eine Zeit von 100 Mil­li­se­kun­den nicht über­schrei­ten.
  • Cu­mu­la­ti­ve Layout Shift (CLS): Maß der visuellen Sta­bi­li­tät einer Seite. Ein Wert größer als 0,1 deutet auf störende Ver­schie­bun­gen von visuellen Elementen während des La­de­vor­gangs hin.

Die Core Web Vitals werden von Google beim In­di­zie­ren einer Website berechnet und fließen maß­geb­lich in das Ranking der Site mit ein. Mit ge­eig­ne­ten Tools wie Google Light­house und Google PageSpeed Insights lassen sich die er­mit­tel­ten Werte einsehen und als Basis für Op­ti­mie­rung nutzen.

Tipp 11: Recht­li­che An­for­de­run­gen be­rück­sich­ti­gen

Neben den tech­ni­schen und in­halt­li­chen Aspekten einer Website kommt die re­gu­la­to­ri­sche Dimension hinzu. Es gilt, sämtliche recht­li­chen An­for­de­run­gen penibel genau um­zu­set­zen. Bei Miss­ach­tung drohen hohen Kosten auf Seiten der Website-Be­trei­bers. Unter Umständen können davon auch die am Aufbau der Site be­tei­lig­ten Personen betroffen sein. Aufgrund der hohen re­gu­la­to­ri­schen Kom­ple­xi­tät ist es ratsam, ju­ris­ti­sche Spe­zia­lis­ten zu in­vol­vie­ren oder einen spe­zi­el­len Service ein­zu­kau­fen.

Zunächst benötigt jede in Deutsch­land gehostete Website ein Impressum. Dieses lässt man von einem Anwalt erstellen oder kauft es als Teil eines spe­zi­el­len Pakets ein. Derartige Pakete enthalten neben dem Impressum oft auch eine all­ge­mei­ne Da­ten­schutz­er­klä­rung. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass diese mit den tat­säch­li­chen tech­ni­schen Ge­ge­ben­hei­ten der Site über­ein­stim­men muss. Erfolgt eine Wei­ter­ent­wick­lung der Seite, oder werden neue Dienste ein­ge­bun­den, muss die Erklärung ggf. angepasst werden.

Bei Impressum und Da­ten­schutz­er­klä­rung handelt es sich lediglich um in­for­ma­ti­ve Dokumente. Anders ist dies bei der vom Nutzer ein­zu­ho­len­den Zu­stim­mung zu Cookie-Nutzung. Auch wenn Sie WordPress und Google Analytics kom­bi­nie­ren, müssen Sie auf eine da­ten­schutz­kon­for­me Kon­fi­gu­ra­ti­on achten. Um diese zu rea­li­sie­ren, muss eine tech­ni­sche Lösung in die Site in­te­griert werden. Aus­schlag­ge­bend ist, zu testen, dass diese Lösung auch tat­säch­lich funk­tio­niert.

Fazit

Wenn man ein paar WordPress-Tipps befolgt, eignet sich das CMS auch für das Erstellen von pro­fes­sio­nel­len Websites. Neben den nütz­li­chen Rat­schlä­gen sollte man aber auch die häu­figs­ten WordPress-Fehler beachten.

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