Mit Instagram Shopping verkaufen Sie Ihre Produkte direkt über ein Instagram-Business- oder Creator-Konto. Für die Ein­rich­tung wird der Instagram-Account mit einer Facebook-Seite innerhalb eines Meta-Kontos verknüpft und ein Pro­dukt­ka­ta­log im Meta Commerce Manager hin­ter­legt. Verwaltet wird der Instagram-Shop samt Pro­dukt­ka­ta­lo­gen über den Commerce Manager.

Was ist Instagram Shopping?

Instagram Shopping ist eine kos­ten­lo­se Funktion von Meta, mit der Sie Ihre Produkte direkt auf Instagram prä­sen­tie­ren und verkaufen können. Im Kern handelt es sich um eine native Shop-In­te­gra­ti­on, bei der Produkte direkt im Instagram-Profil sowie in Beiträgen, Reels und Instagram Stories über Produkt-Tags und Sticker dar­ge­stellt werden.

Die Ein­rich­tung erfolgt über die Ver­knüp­fung mit einer Facebook-Seite innerhalb eines Meta-Kontos sowie einem Pro­dukt­ka­ta­log im Meta Commerce Manager. Dort lassen sich Pro­dukt­bil­der, Be­schrei­bun­gen, Preise und Ver­lin­kun­gen zentral verwalten. In der Regel erfolgen Käufe über den Checkout Ihres On­line­shops. Ob und welche nativen Checkout-Funk­tio­nen verfügbar sind, hängt von Land/Shop-Kon­fi­gu­ra­ti­on ab und kann sich ändern.

Instagram Shopping spielt damit eine zentrale Rolle im Social Commerce und ergänzt Stra­te­gien wie Social Selling und In­fluen­cer-Marketing, da Produkte un­mit­tel­bar im Nut­zungs­kon­text entdeckt und gekauft werden können.

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Instagram-Shop-Kosten: Was kostet Instagram Shopping?

Nutzung und Ein­rich­tung der Shopping-Funktion von Instagram sind grund­sätz­lich kostenlos. Mögliche Kosten fallen nur an, wenn Sie bei­spiels­wei­se Wer­be­an­zei­gen schalten, die po­ten­zi­el­le Kundinnen und Kunden auf Ihren Shop verweisen. Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren hängen vom jeweils genutzten Checkout-System ab und sollten in den aktuellen Meta-Zah­lungs­be­din­gun­gen geprüft werden.

In den seltenen Fällen, in denen der In-App-Checkout genutzt wird, behält Meta Plattform- und Zah­lungs­ab­wick­lungs­ge­büh­ren ein, die in den Fi­nanz­be­rich­ten im Commerce Manager einsehbar sind. Rück­bu­chungs- oder Zah­lungs­ge­büh­ren betreffen ebenfalls aus­schließ­lich Verkäufe, die direkt über Instagram ab­ge­wi­ckelt werden.

Instagram Shopping ak­ti­vie­ren: So geht’s

Gehen Sie wie folgt vor, wenn Sie Ihren eigenen Instagram-Shop erstellen und Ihren Produkten größere Reich­wei­te ver­schaf­fen wollen.

Schritt 1: Vor­aus­set­zun­gen für Händ­ler­qua­li­fi­ka­ti­on prüfen

Bevor Sie Ihren Instagram-Shop ein­rich­ten, über­prü­fen Sie Facebooks bzw. Metas Qua­li­fi­zie­rungs­kri­te­ri­en. Folgende Be­din­gun­gen sind zu erfüllen:

  1. Sie müssen die Meta-Richt­li­ni­en einhalten.
  2. Der Shop darf nur Produkte (keine Dienst­leis­tun­gen) enthalten, die mit Ihrem Un­ter­neh­men und Ihrer eigenen Website bzw. Ihrem On­line­shop verbunden sind.
  3. Produkte und der Un­ter­neh­mens­stand­ort müssen sich in einem von Facebook un­ter­stütz­ten Markt befinden.
  4. Ihr Instagram-Business-Account und Ihr On­line­shop müssen seriös, trans­pa­rent und kun­den­freund­lich sein.
Hinweis

Aufgrund der aktuellen Commerce-Eli­gi­bi­li­ty-Richt­li­ni­en von Meta ist Instagram Shopping nur für den Verkauf ge­eig­ne­ter phy­si­scher Produkte gedacht. Nicht zulässig sind unter anderem:

  • Dienst­leis­tun­gen und digitale Produkte
  • Alkohol, Tabak und ni­ko­tin­hal­ti­ge Produkte
  • Waffen, Munition und ge­fähr­li­che Ge­gen­stän­de
  • Ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Me­di­ka­men­te und un­zu­läs­si­ge Ge­sund­heits­pro­duk­te
  • Illegale, ge­fälsch­te oder nicht li­zen­zier­te Produkte

Schritt 2: Meta Business Manager ein­rich­ten

Der Meta Business Manager ist die zentrale Ver­wal­tungs­platt­form von Meta für Un­ter­neh­men. Er ist Vor­aus­set­zung, um Instagram Shopping, den Commerce Manager, Wer­be­kon­ten und Zu­griffs­rech­te pro­fes­sio­nell zu nutzen.

  1. Rufen Sie im Browser die Start­sei­te der Meta Business Suite auf.
  2. Melden Sie sich mit Ihrem Facebook-Konto an.
  3. Klicken Sie auf „Konto erstellen“ und geben Sie Ihre In­for­ma­tio­nen ein.
  4. Öffnen Sie die Un­ter­neh­mens­ein­stel­lun­gen.
  5. Erstellen Sie unter „Konto“ und „Seite“ eine neue Facebook-Seite.
Bild: Die Startseite der Meta Business Suite
Um Ihren Shop zu verwalten, benötigen Sie ein Business-Manager-Konto von Facebook. / Quelle: https://www.facebook.com/business/tools/meta-business-suite

Schritt 3: Instagram Business-Account anlegen

Falls Ihr Instagram-Konto noch kein Business-Konto ist, müssen Sie dieses zunächst umwandeln und mit Ihrer Facebook-Seite und dem Meta Business Manager ver­knüp­fen. Gehen Sie wie folgt vor:

Schritt 1: Gehen Sie auf das Drei-Striche-Symbol und tippen Sie auf „Ein­stel­lun­gen“.

Schritt 2: Gehen Sie auf „Konto“ und auf „Zu pro­fes­sio­nel­lem Konto wechseln“.

Schritt 3: Wählen Sie an­schlie­ßend eine passende Un­ter­neh­mens­ka­te­go­rie und be­stä­ti­gen Sie Ihre Kon­takt­in­for­ma­tio­nen.

Schritt 4: Verbinden Sie Ihren ak­ti­vier­ten Business-Account mit Ihrem Facebook-Konto und dem Meta Business Manager. Hierzu gehen Sie erneut auf „Ein­stel­lun­gen“ und auf „Konto“. Gehen Sie daraufhin auf „Ver­knüpf­te Konten“ und loggen Sie sich ein. Al­ter­na­tiv gehen Sie auf „Ein­stel­lun­gen“ > „Instagram“ > „Konto ver­knüp­fen“.

Schritt 4: On­boar­ding und Shop auf Instagram ein­rich­ten

Beginnen Sie mit der Ein­rich­tung des Shops im Commerce Manager bzw. im­por­tie­ren Sie ihn von Ihrer Shop-Plattform über Facebook. Der Vorteil: Sie syn­chro­ni­sie­ren Ihre Pro­dukt­lis­ten samt In­for­ma­tio­nen direkt mit Ihrem Instagram-Shop. Für den Produkt-Import werden u. a. folgende E-Commerce-Platt­for­men un­ter­stützt:

  1. Shopify
  2. Woo­Com­mer­ce
  3. Magento
  4. Big­Com­mer­ce
  5. Com­mer­ce­Hub
  6. Fee­do­no­mics
  7. OpenCart

Welche Partner-Platt­for­men aktuell un­ter­stützt werden, finden Sie im Meta Business Partner Ver­zeich­nis. Im Commerce Manager legen Sie die be­vor­zug­te Checkout-Methode für den Ver­kaufs­ab­schluss fest und wählen den Ver­kaufs­ka­nal aus. Sie bestimmen nun, ob der Shop nur für Instagram oder auch für Facebook genutzt wird. An­schlie­ßend ver­knüp­fen Sie entweder be­stehen­de Pro­dukt­ka­ta­lo­ge mit Ihrem Shop oder richten Sie einen neuen Katalog ein, indem Sie neue Produkte samt Preis und Be­schrei­bung hin­zu­fü­gen.

Bevor Instagram Ihren Shop und die Produkt-Tags freigibt, verlangt Meta häufig die Ve­ri­fi­zie­rung Ihrer Website-Domain. Dabei be­stä­ti­gen Sie, dass Sie recht­mä­ßig Ei­gen­tü­mer bzw. Ei­gen­tü­me­rin der Domain sind, auf die Sie in Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen und Checkout-Links verweisen. Ohne ve­ri­fi­zier­te Domain kann Meta den Shop-Setup-Prozess verzögern oder ablehnen.

Hinweis

Vergessen Sie nicht, in Ihrem Instagram-Shop ein voll­stän­di­ges Impressum sowie klare Angaben zu Rückgabe- und Wi­der­rufs­recht be­reit­zu­stel­len. Fehlende oder un­voll­stän­di­ge Pflicht­an­ga­ben können zur Ablehnung des Shops oder zu recht­li­chen Kon­se­quen­zen führen.

Schritt 5: Shop ak­ti­vie­ren und von Instagram über­prü­fen lassen

Wählen Sie als Kategorie für Ihren Shop „E-Commerce“ aus, um in Instagram-Posts ent­spre­chen­de Produkt-Tags und Produkt-Sticker hin­zu­fü­gen zu können. Öffnen Sie in Instagram die Kon­to­ein­stel­lun­gen Ihres pro­fes­sio­nel­len Kontos und reichen Sie den Shop zur Über­prü­fung ein (Men­übezeich­nun­gen können je nach App-Version variieren). Diese dauert in der Regel nur wenige Tage, wobei Sie den Prüf­sta­tus jederzeit im Manager einsehen können. Hat alles funk­tio­niert, können Sie nach der Be­stä­ti­gung Produkte über „Produkte markieren“ in Instagram-Posts taggen und Ihren Shop erweitern.

Hinweis

Mit Meta Verified gibt es außerdem ein kos­ten­pflich­ti­ges Ve­ri­fi­zie­rungs­pro­gramm, das Un­ter­neh­men auf Facebook und Instagram zu­sätz­li­che Premium-Funk­tio­nen bietet. Dazu gehören unter anderem ein sicht­ba­res Abzeichen, ver­bes­ser­ter Support, zu­sätz­li­che Sicht­bar­keit und in manchen Regionen er­wei­ter­te Shop-Tools.

Da­ten­schutz bei der Ver­wen­dung eines Instagram-Shops

Beim Verkauf über Instagram und Facebook müssen Un­ter­neh­men die eu­ro­päi­schen Da­ten­schutz- und Platt­form­vor­ga­ben beachten. Zentrale Grundlage ist die Da­ten­schutz-Grund­ver­ord­nung (DSGVO), die greift, sobald per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten ver­ar­bei­tet werden. Das ist etwa beim Tracking von Nut­zer­inter­ak­tio­nen, bei Wei­ter­lei­tun­gen in den On­line­shop oder bei der Nutzung von Meta Pixel und Con­ver­si­ons API der Fall. Un­ter­neh­men sind ver­pflich­tet, trans­pa­rent über Art, Umfang und Zweck der Da­ten­ver­ar­bei­tung zu in­for­mie­ren und Ein­wil­li­gun­gen ein­zu­ho­len. Dies betrifft ins­be­son­de­re per­so­na­li­sier­te Werbung, Re­tar­ge­ting-Maßnahmen und Analyse-Tools.

Hinweis

Stellen Sie sicher, dass Sie die Cookie-Richt­li­nie einhalten. Wenn Sie Tracking-/Marketing-Cookies oder ver­gleich­ba­re Tech­no­lo­gien einsetzen, benötigen Sie in der Regel eine wirksame Ein­wil­li­gung (Consent-Banner) und müssen trans­pa­rent in­for­mie­ren!

Ergänzend gilt der Digital Services Act (DSA), der seit dem 17. Februar 2024 voll­um­fäng­lich Anwendung findet. Er ver­pflich­tet Platt­for­men wie Meta zu mehr Trans­pa­renz, wirkt sich aber auch auf Händ­le­rin­nen und Händler aus. Un­ter­neh­men müssen si­cher­stel­len, dass Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen, Preise, An­bie­ter­kenn­zeich­nun­gen und Wer­b­e­inhal­te klar und nach­voll­zieh­bar dar­ge­stellt werden. Ir­re­füh­ren­de Werbung, unklare Kenn­zeich­nun­gen oder fehlende Pflicht­an­ga­ben können zu Ab­mah­nun­gen oder Sank­tio­nen führen.

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So nutzen Sie Instagram Shopping richtig: 4 Tipps

Instagram Shopping läuft nicht von allein und sollte mit zu­sätz­li­chen Mar­ke­ting­maß­nah­men ein­her­ge­hen, wenn Sie neue Instagram-Follower und -Fol­lo­we­rin­nen bekommen und Kundinnen und Kunden gewinnen möchten. Dazu zählen eine pro­fes­sio­nel­le Instagram-Bio, Instagram Ads und eine Er­folgs­mes­sung durch Tools für eine Instagram-Statistik.

Beachten Sie die folgenden Tipps, um Instagram Shopping optimal zu nutzen.

Tipp 1: Auf einen kon­sis­ten­ten Stil achten

Ganz gleich, ob Sie Hardware, Fashion oder Kunst verkaufen – passen Sie Shopping-Sticker und Shopping-Feed an Ihren Stil, Ihre Marke und Ihr Un­ter­neh­mens­pro­fil an. Seien Sie trans­pa­rent und sprechen Sie Ihre Ziel­grup­pe pro­fes­sio­nell an, z. B. durch Tes­ti­mo­ni­als, Reviews oder ein auf­ge­schlüs­sel­tes Preis-Leistungs-Ver­hält­nis.

Tipp 2: Instagram Ads nutzen

Instagram Ads lassen sich in­zwi­schen direkt mit Produkt-Tags aus Ihrem Instagram-Shop ver­knüp­fen. So können Sie Produkte in Feed-, Story- oder Reel-Anzeigen markieren und Nut­ze­rin­nen und Nutzer ohne Umwege zu den je­wei­li­gen Artikeln führen. Besonders effektiv sind Shopping-Anzeigen, um Reich­wei­te auf­zu­bau­en, neue Ziel­grup­pen an­zu­spre­chen und Kauf­im­pul­se zu setzen.

Tipp 3: Mit Bild­un­ter­schrif­ten den Al­go­rith­mus bedienen

Der Instagram-Al­go­rith­mus achtet darauf, wie viele Nut­ze­rin­nen und Nutzer Bild­un­ter­schrif­ten lesen und welche Hashtags er­folg­reich sind. Mit optimalen Bild­un­ter­schrif­ten ver­bes­sern sich auch Ranking und Sicht­bar­keit Ihres Profils auf der Instagram-Explore-Seite. Denken Sie an nützliche, er­klä­ren­de oder in­ter­es­san­te Un­ter­schrif­ten für Posts im Shopping-Feed und in­te­grie­ren Sie Hashtags.

Tipp 4: Hoch­wer­ti­ge Bilder und Designs verwenden

Traurig, aber wahr: Shopping-Posts werden viele User in­stink­tiv als Werbung abhaken und schlimms­ten­falls wei­ter­scrol­len. Sorgen Sie also für einen Blickfang durch hoch­wer­ti­ge Pro­dukt­fo­tos und eine ein­heit­li­che Ästhetik Ihres Shops. Vermeiden Sie auch unbedingt Fehler in Be­schrif­tun­gen, Pro­dukt­na­men und Preisen.

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