Ob Werbespot, Pla­kat­wer­bung, Zeit­schrif­ten­an­zei­ge oder On­line­wer­be­ban­ner – wer Werbung schaltet, möchte wissen, wie sie bei po­ten­zi­el­len Kunden ankommt. Im Bereich der On­line­wer­bung, der u. a. Social-Media-Werbung, die eigene Website oder auch E-Mail- und Affiliate-Marketing umfasst, begegnet man diesem Wunsch mit einer be­son­de­ren Strategie – dem Per­for­mance-Marketing. Bei dieser Disziplin des On­line­mar­ke­tings führen die an­ge­wand­ten Mar­ke­ting­maß­nah­men zu klar messbaren Re­ak­tio­nen der Wer­be­emp­fän­ger, wodurch sich wiederum der Wer­be­er­folg messen lässt. Wie genau funk­tio­niert das und welche Vorteile bietet Per­for­mance-Marketing Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­gen sonst noch?

Was ist Per­for­mance-Marketing?

Per­for­mance-Marketing, synonym auch „Per­for­mance-Ad­ver­ti­sing“ genannt, ist ein Teil­be­reich bzw. eine Strategie des On­line­mar­ke­tings, bei der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­maß­nah­men messbare Re­ak­tio­nen oder Trans­ak­tio­nen her­vor­ru­fen sollen. Wie der Begriff per­for­mance (engl. für „Leistung“) nahelegt, handelt es sich dabei um einen stark leis­tungs­ori­en­tier­ten Ansatz, der sich durch seine hohe Mess- und Steu­er­bar­keit aus­zeich­net. Beim Per­for­mance-Marketing geht es einfach aus­ge­drückt darum, die Wirkung von On­line­wer­bung zu messen, nach Bedarf an­zu­pas­sen und somit leis­tungs­fä­hi­ger zu machen. Zu diesem Zweck bedient sich Per­for­mance-Marketing un­ter­schied­li­cher In­stru­men­te wie Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO), Affiliate-Marketing oder Display-Ad­ver­ti­sing. Ab­ge­rech­net wird ebenfalls nach Leistung, mithilfe gängiger Ab­rech­nungs­mo­del­le:

Pay per Sale (PPS): Der Wer­be­trei­ben­de zahlt nur, wenn er durch die ent­spre­chen­den Wer­be­maß­nah­men ein Produkt er­folg­reich verkaufen kann.

Pay per Lead (PPL): Sobald ihn ein po­ten­zi­el­ler Kunde kon­tak­tiert – z. B. sich für einen News­let­ter re­gis­triert –, muss der Wer­be­trei­ben­de zahlen.

Pay per Click (PPC): Für jeden Klick auf die ge­schal­te­te On­line­wer­bung – z. B. Wer­be­ban­ner oder Text­an­zei­ge – zahlt der Wer­be­trei­ben­de einen vorher fest­ge­leg­ten Betrag.

Per­for­mance-Marketing ist dem Di­rekt­mar­ke­ting zu­zu­ord­nen und gehört damit der Gruppe der Below-the-line-Kom­mu­ni­ka­ti­on („nicht­klas­si­sche“ Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Wer­be­maß­nah­men) an.

De­fi­ni­ti­on: Per­for­mance-Marketing

Per­for­mance-Marketing ist eine Strategie bzw. Teil­dis­zi­plin des On­line­mar­ke­tings und wird ins­be­son­de­re im Bereich Neu­kun­den­ge­win­nung und Kun­den­bin­dung ein­ge­setzt. Sie hat das Ziel, messbare Nut­zer­re­ak­tio­nen und/oder -trans­ak­tio­nen aus­zu­lö­sen. Unter einer „messbaren Reaktion“ werden bei­spiels­wei­se Klicks auf On­line­wer­be­ban­ner oder die Re­gis­trie­rung für einen News­let­ter ver­stan­den.

Für Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­ge stellt Per­for­mance-Ad­ver­ti­sing eine kos­ten­ef­fi­zi­en­te Mög­lich­keit dar, Mar­ke­ting­maß­nah­men und das ein­ge­setz­te Budget während des gesamten Kam­pa­gnen­zeit­raums zu op­ti­mie­ren. Große Un­ter­neh­men wie expedia.de, eBay und Amazon vertrauen schon seit langem auf Per­for­mance-Ad­ver­ti­sing als Ergänzung zur klas­si­schen, mar­ken­bil­den­den Werbung.

Wichtige Merkmale des Per­for­mance-Mar­ke­tings

  • Mess­bar­keit
  • Op­ti­mier­bar­keit
  • Mo­du­la­ri­tät
  • Ver­net­zung

Mess­bar­keit

Die Mess­bar­keit spielt beim Per­for­mance-Marketing eine überaus wichtige Rolle. Während beim klas­si­schen Marketing der Erfolg häufig nur schwer zu messen ist, können Sie beim Per­for­mance-Marketing jegliche Re­ak­tio­nen und Trans­ak­tio­nen der Ziel­grup­pe eindeutig und zeitnah erfassen – die Palette ent­spre­chen­der Tools und Zu­satz­pro­gram­me ist in­zwi­schen sehr breit. So lassen sich bei­spiels­wei­se die Re­gis­trie­rung eines Nutzers, der Kauf eines Produkts, die Anmeldung zu einem News­let­ter oder die Klicks auf einen Wer­be­ban­ner genau be­ob­ach­ten, messen und ana­ly­sie­ren. Per­for­mance-Marketing kann al­ler­dings nur funk­tio­nie­ren, wenn das Verhalten des Sei­ten­be­su­chers während seines gesamten Auf­ent­halts lückenlos be­ob­ach­tet wird.

Op­ti­mier­bar­keit

Ob Wer­be­mit­tel­ge­stal­tung, An­zei­gen­tex­te, Umfelder oder Klick­ge­bo­te – beim Per­for­mance-Ad­ver­ti­sing können Sie ver­schie­de­ne Parameter jederzeit anpassen. Durch die ständige Anpassung und Op­ti­mie­rung kann die Effizienz der je­wei­li­gen Mar­ke­ting­kam­pa­gne während der gesamten Laufzeit be­ein­flusst und ver­bes­sert werden.

Mo­du­la­ri­tät

Um die Kampagne jederzeit anpassen zu können, muss eine Per­for­mance-Marketing-Strategie aus zahl­rei­chen kleinen Bud­get­mo­du­len bestehen. Der große Vorteil dabei: Jedes dieser Bud­get­mo­du­le lässt sich un­ab­hän­gig von den anderen ana­ly­sie­ren und be­ur­tei­len. So stellen Sie mühelos fest, in welches Modul sich eine In­ves­ti­ti­on besonders lohnt. Wenn Sie die einzelnen Module direkt mit­ein­an­der ver­glei­chen, erkennen Sie außerdem schnell, welche davon eine niedrige Effizienz haben und ent­spre­chend angepasst werden müssen.

Ver­net­zung

Zusammen ist man stärker und kann mehr erreichen – aus dem Per­for­mance-Marketing ist dieser Leitsatz nicht weg­zu­den­ken. Denn es ist mit anderen Mar­ke­ting­ele­men­ten auf viel­fäl­ti­ge Weise vernetzt. So ist bei­spiels­wei­se zwischen der Be­kannt­heit der Wer­be­platt­form und der je­wei­li­gen Klickrate eine starke Wech­sel­wir­kung zu be­ob­ach­ten. Per­for­mance-Marketing ist z. T. auf andere wichtige In­ter­ak­ti­ons­ele­men­te an­ge­wie­sen, lässt sich dafür aber auch selbst als Element mühelos in jede klas­si­sche Kampagne in­te­grie­ren.

Die vier Bereiche des Per­for­mance-Mar­ke­tings

Generell lässt sich Per­for­mance-Marketing in vier Bereiche un­ter­tei­len:

Ziel­set­zung

Wie bei jeder anderen Mar­ke­ting­dis­zi­plin spielt auch beim Per­for­mance-Ad­ver­ti­sing die konkrete Ziel­set­zung eine enorm wichtige Rolle.

  • Was genau will ich erreichen?
  • Wann bzw. in welchem Zeitraum will ich es erreichen?
  • Welches Budget möchte/kann ich dafür einsetzen?

Als Basis sollten in erster Linie über­ge­ord­ne­te Marketing- und Un­ter­neh­mens­zie­le (z. B. Con­ver­si­on-Ziele oder „Um­satz­stei­ge­rung um x Prozent zum Vorjahr“) dienen. Diese ergänzen sich teilweise, kon­kur­rie­ren aber auch mit­ein­an­der. Viele Per­for­mance-Marketing-Kampagnen sind sehr stark auf Umsatz und Vertrieb aus­ge­rich­tet, was den Blick auf die un­ter­schied­li­chen Ein­satz­be­rei­che dieser On­line­mar­ke­ting-Disziplin zu Unrecht verengt. Denn auch im Rahmen eines Pre-Sales, wenn der Kontakt zum Kunden gerade erst geknüpft wird, oder auch eines After-Sales (Ver­kaufs­fol­ge-Marketing) kann Per­for­mance-Marketing ein wir­kungs­vol­les In­stru­ment dar­stel­len.

Welche Ziele können Sie sich im Rahmen einer Per­for­mance-Marketing-Strategie setzen?

Mar­ke­ting­stra­te­gi­sche Ziele Un­ter­neh­mens­zie­le Kun­den­be­zo­ge­ne Ziele Bereichs-/Kam­pa­gnen­be­zo­ge­ne Ziele
Kun­den­struk­tur ver­bes­sern Um­satz­ren­ta­bi­li­tät erhöhen Kun­den­bin­dung ver­bes­sern Bestimmte Be­su­cher­an­zahl auf der eigenen Website erreichen
Un­ter­neh­mens- und Pro­dukt­be­kannt­heit steigern Einen Markt­an­teil erreichen oder halten Kun­den­zu­frie­den­heit messen Neu­pro­dukt­vor­stel­lung
Mar­ke­ting­kos­ten pro Kunde senken Zu­sätz­li­che De­ckungs­bei­trä­ge erzielen Wie­der­ho­lungs­ein­käu­fe auslösen/steigern De­fi­nier­te Um­satz­zah­len für ein Produkt erreichen

Quelle: Thomas Eisinger, Lars Rabe, Wolfgang Thomas (Hrsg.), „Per­for­mance Marketing – Er­folgs­ba­sier­tes Online-Marketing. Mehr Umsatz im Internet mit Such­ma­schi­nen, Bannern, E-Mails & Co.“. 3., über­ar­bei­te­te und er­wei­ter­te Auflage, Göttingen: Busi­ness­Vil­la­ge, 2009.

Je nachdem für welche Mar­ke­ting­ka­nä­le (s. u.) Sie sich im Rahmen Ihrer Kampagne ent­schei­den, leiten Sie ent­spre­chend in­di­vi­du­el­le Ziel-KPIs (Key Per­for­mance In­di­ca­tors oder „Leis­tungs­kenn­zah­len“) ab. Anhand dieser können Sie dann über­prü­fen, bis zu welchem Grad ein Ziel bereits erreicht ist. Diese einfachen Beispiele ver­deut­li­chen, wie un­ter­schied­li­che Per­for­mance-Marketing-Ziele aus­for­mu­liert werden können:

Generelle Mar­ke­ting­auf­ga­be Bei­spiel­haf­tes Per­for­mance-Marketing-Ziel
Be­kannt­heit und Reich­wei­te steigern In zwei Monaten 20.000 Besucher für die eigene Website ge­ne­rie­ren und 1.000 In­for­ma­ti­ons­an­fra­gen erzeugen
Be­kannt­heit und Neu­kun­den­ge­win­nung ver­bes­sern 5.000 neue Abon­nen­ten für den un­ter­neh­mens­in­ter­nen News­let­ter gewinnen
Ab­satz­zah­len steigern 500 Be­stel­lun­gen für die eigene Website ge­ne­rie­ren und gleich­zei­tig die Kosten pro Be­stel­lung um 30 Prozent senken

Mar­ke­ting­maß­nah­men

Um die fest­ge­leg­ten Ziele zu erreichen, bedient sich Per­for­mance-Marketing un­ter­schied­li­cher In­stru­men­te. Jeder einzelne dieser Per­for­mance-Marketing-Kanäle ist wichtig für die Er­folgs­mes­sung der Mar­ke­ting­kam­pa­gne.

Such­ma­schi­nen­wer­bung (kurz: SEA): Such­ma­schi­nen­wer­bung (SEA), auch als Such­ma­schi­nen-Ad­ver­ti­sing bekannt, umfasst bezahlte Anzeigen, die in erster Linie auf den Er­geb­nis­sei­ten von Google oder anderen Such­ma­schi­nen er­schei­nen. Der Web­sei­ten­be­trei­ber er­stei­gert sich hierbei eine bessere Plat­zie­rung: Seine Website wird bei be­stimm­ten Keywords von der Such­ma­schi­ne (als Anzeige ge­kenn­zeich­net) über, neben oder unter den or­ga­ni­schen Such­ergeb­nis­sen aus­ge­spielt.

Hinweis

Der Begriff Such­ma­schi­nen-Ad­ver­ti­sing wird häufig nicht nur synonym zu Such­ma­schi­nen­wer­bung, sondern auch im All­ge­mei­nen zu Such­ma­schi­nen-Marketing (kurz: SEM) verwendet. SEM wiederum umfasst sowohl SEA- als auch SEO-Maßnahmen.

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (kurz: SEO): Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (Search Engine Op­ti­miza­ti­on) vereint alle Maßnahmen, die dazu führen, dass eine Website in den or­ga­ni­schen Such­ergeb­nis­sen einer Such­ma­schi­ne (ins­be­son­de­re Google) möglichst weit oben angezeigt wird. Dabei wird die Website bei­spiels­wei­se so aufgebaut, dass Such­ma­schi­nen sie besser lesen und ana­ly­sie­ren können. Ist das der Fall, bekommt die Seite in der Regel ein besseres Ranking und wird von Usern ent­spre­chend schneller gefunden und häufiger besucht.

Affiliate-Marketing: Wenn Web­sei­ten­be­trei­ber Links von Dritten auf ihrer Website plat­zie­ren, spricht man von Affiliate-Marketing. Der Betreiber (auch als Publisher oder Affiliate bekannt) stellt dem Wer­be­trei­ben­den (Ad­ver­ti­ser/Merchant) freie Wer­be­flä­che und damit die Reich­wei­te seiner Website zur Verfügung. Bezahlen muss der Ad­ver­ti­ser nur dann, wenn der gesetzte Link zum Erfolg führt – sprich: an­ge­klickt wird bzw. zur Kon­takt­auf­nah­me oder zum Verkauf des an­ge­bo­te­nen Produkts geführt hat.

News­let­ter- und E-Mail-Marketing: Diese beiden On­line­mar­ke­ting-Kanäle gelten all­ge­mein­hin als sehr wir­kungs­vol­le In­stru­men­te zur Erhöhung des Website-Traffics sowie zur Stärkung der Kun­den­bin­dung. Beim E-Mail-Marketing spricht man entweder gezielt eine einzelne Person (One-to-one-Kom­mu­ni­ka­ti­on) oder beliebig viele Personen gleich­zei­tig (One-to-many-Kom­mu­ni­ka­ti­on) an. Ein News­let­ter dagegen richtet sich meist an zahl­rei­che In­ter­es­sen­ten, die sich dafür bewusst re­gis­triert haben.

Display-Werbung: Wer Display-Werbung betreibt, nutzt Wer­be­flä­chen außerhalb seiner eigenen Website. Während bei­spiel­wei­se beim SEO über­wie­gend Text­in­hal­te im Vor­der­grund stehen, kommen beim Display-Ad­ver­ti­sing vor­wie­gend grafische Wer­be­mit­tel zum Einsatz – etwa bei Wer­be­ban­nern.

Social-Media-Marketing: Diese On­line­mar­ke­ting-Disziplin hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. In­zwi­schen ist das Werben in sozialen Netz­wer­ken wie Facebook, XING, Twitter, Pinterest oder Instagram für viele Un­ter­neh­men fester Be­stand­teil ihres Mar­ke­ting­kon­zepts. Einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Marketing (DIM) zufolge nutzen derzeit nahezu 80 Prozent der deutschen Un­ter­neh­men die Social Media zu Mar­ke­ting­zwe­cken.

Couponing: Ob Wasch­mit­tel, Scho­ko­la­de, Handseife oder Nudeln – wer bei seinem Einkauf an der Kasse Spar-Coupons vorlegt, bekommt Rabatt. Für Un­ter­neh­men wiederum stellen sie ein zu­ver­läs­si­ges Mar­ke­ting­in­stru­ment dar. Auch wenn Kunden im Vergleich zum US-ame­ri­ka­ni­schen Couponing-Modell hier­zu­lan­de beim Einkauf etwas weniger Geld sparen, ist der deutsche Coupon-Markt im ver­gan­ge­nen Jahr stark gewachsen. In­zwi­schen gibt es auch Websites wie cou­pon­platz.de, die Coupons und Gut­schei­ne aller Art zum Selbst­aus­dru­cken anbieten.

Guerilla-Marketing: Guerilla-Marketing kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein Wer­be­trei­ben­der die Sicht­bar­keit bzw. Be­kannt­heit seiner Marke erhöhen möchte, ohne dabei zu auf­dring­lich zu sein. In der Regel wird das durch Wer­be­ak­tio­nen erreicht, die große Auf­merk­sam­keit auf sich ziehen.

Con­trol­ling

Mit Per­for­mance-Marketing wird Wer­be­wir­kung messbar, doch wie genau wird ei­gent­lich gemessen? Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie die Ziel­vor­ga­ben nicht nur nach der Durch­füh­rung der Kampagne, sondern auch wäh­rend­des­sen kon­trol­lie­ren. Hierbei können ver­schie­de­ne Ana­ly­se­tools wie Google Analytics, GoAccess, Google Ads o. ä. zum Einsatz kommen. Damit ermitteln Sie bei­spiels­wei­se, wie viele In­ter­net­nut­zer eine Werbung gesehen haben, wie viele von ihnen darauf geklickt haben und wie viele im Anschluss tat­säch­lich eine Be­stel­lung getätigt haben. Nach einer aus­führ­li­chen Aus­wer­tung dieser Daten wird deutlich, ob und in welchem Maß das ein­ge­setz­te Budget zu einer Um­satz­er­hö­hung geführt hat – einfacher gesagt: wie er­folg­reich die jeweilige Werbung war.

Op­ti­mie­rung

Die Maßnahmen, die Sie im Rahmen des Per­for­mance-Mar­ke­tings einsetzen, lassen sich also kon­ti­nu­ier­lich be­ob­ach­ten und kon­trol­lie­ren. Dadurch können Sie die je­wei­li­gen Wer­be­mit­tel jederzeit anpassen und so die Kampagne noch vor ihrem Ablauf ver­bes­sern.

Die Vorteile des Per­for­mance-Mar­ke­tings

Die ent­schei­den­den Vorteile einer gut durch­dach­ten Per­for­mance-Marketing Strategie sind:

  • Die Ab­rech­nung erfolgt auf Leis­tungs­ba­sis – als Wer­be­trei­ben­der wissen Sie also genau, was Sie für Ihr Geld bekommen.
  • Der Erfolg lässt sich exakt messen – und das nicht erst nachdem die Kampagne aus­ge­lau­fen ist, sondern während der gesamten Laufzeit. So können die ein­ge­setz­ten Wer­be­mit­tel recht­zei­tig angepasst und die Kampagne insgesamt optimiert werden.
  • Per­for­mance-Marketing lässt sich ohne weiteres in eine klas­si­sche Mar­ke­ting­kam­pa­gne in­te­grie­ren.

Eine Per­for­mance-Marketing-Strategie umsetzen – Pra­xis­bei­spiel

In der Theorie ist Per­for­mance-Ad­ver­ti­sing klar definiert, doch wie gehen Sie bei der prak­ti­schen Umsetzung am besten vor? Schauen wir uns folgendes Per­for­mance-Marketing-Beispiel an:

An­ge­nom­men, Sie betreiben seit knapp einem Jahr einen On­line­shop für Vintage- und Rocka­bil­ly-Kleidung und möchten mithilfe von Per­for­mance-Marketing Ihre Be­kannt­heit, die Be­su­cher­zah­len und letztlich den Umsatz steigern.

Ihre Per­for­mance-Marketing-Strategie sollte mit einem kri­ti­schen Blick auf Ihren On­line­shop beginnen. Alle Inhalte – und damit sind nicht nur Pro­dukt­be­schrei­bun­gen, Preise, Son­der­ak­tio­nen usw. gemeint, sondern auch In­for­ma­tio­nen zum Un­ter­neh­men oder Än­de­run­gen der Zahlungs- oder Ver­sand­in­for­ma­tio­nen – müssen stets auf dem aktuellen Stand sein. Des Weiteren sollten Sie prüfen, ob Sie das Design und die Funk­tio­na­li­tät Ihrer Seite noch weiter ver­bes­sern können – Re­spon­si­vi­tät, Über­sicht­lich­keit und Über­wach­bar­keit sind Vor­aus­set­zun­gen für eine er­folg­rei­che Per­for­mance-Marketing-Kampagne.

Bei der Op­ti­mie­rung über­prü­fen Sie auch weitere wichtige Bereiche wie Produkt und Preis und passen diese nach Bedarf an. Können Sie preislich mit Ihren größten Kon­kur­ren­ten mithalten? Bieten Ihre Produkte ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal (Unique Selling Pro­po­si­ti­on, USP)? Heben Sie sich genug von Ihren Kon­kur­ren­ten ab?

Diese Fragen zu klären, ist ent­schei­dend für den Erfolg Ihres On­line­shops. An­schlie­ßend kann es an die Op­ti­mie­rung des User-Interface gehen. Damit sich die Besucher in Ihrem Shop wohl­füh­len und sich ent­spre­chend länger darin aufhalten, muss die Seite intuitiv bedienbar sein, schnell laden und eine gute Such­funk­ti­on enthalten – weitere Tipps zum Thema „Grafische Be­nut­zer­ober­flä­che“ in unserem Ratgeber. Diese Faktoren haben einen großen Einfluss auf die Con­ver­si­on der neuen Besucher zu Kunden. Usability- und Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung spielen für den Erfolg einer jeden On­line­mar­ke­ting-Kampagne eine nicht zu ver­nach­läs­si­gen­de Rolle.

Wenn Sie beim Aufbau Ihres On­line­shops die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO) außer Acht gelassen haben, sollten Sie diese im Rahmen Ihrer Per­for­mance-Marketing-Kampagne unbedingt nachholen. Ent­spre­chen­de Maßnahmen (Onpage- und Offpage-Op­ti­mie­rung) verhelfen Ihrem Shop zu einem besseren Ranking, was Sie auf Such­ma­schi­nen wie Google für neue Besucher und somit po­ten­zi­el­le Kunden schneller auf­find­bar macht. Ergänzend dazu können Sie eine Anzeige auf Google (SEA-Maßnahmen) oder einen Wer­be­ban­ner (Display-Werbung) für Ihren On­line­shop sprechen lassen und somit die Be­kannt­heit Ihres Shops steigern – im E-Commerce ist der Wett­be­werb besonders hoch.

Bevor Sie diese Maßnahmen im Rahmen einer Per­for­mance-Marketing-Kampagne für Ihre Zwecke nutzen, sollten Sie al­ler­dings noch wichtige Vorarbeit leisten und folgende Punkte für eine effektive Er­folgs­mes­sung ver­in­ner­li­chen:

De­fi­nie­ren Sie Ihre Un­ter­zie­le möglichst genau

Nur so wird es Ihnen gelingen, wichtige Un­ter­zie­le für Ihre Mar­ke­ting­kam­pa­gne ab­zu­lei­ten. Wenn Ihr Ziel bei­spiels­wei­se „Umsatz steigern“ lautet, wäre das Unterziel „Con­ver­si­on-Rate steigern“ oder „mehr Produkte verkaufen“ bzw. „Produkte mit einer größeren Ge­winn­span­ne verkaufen“.

Wählen Sie Ihre KPIs bewusst aus

Nicht weniger wichtig für eine er­folg­rei­che Per­for­mance-Marketing-Kampagne sind Kenn­zah­len und KPIs, die Ihnen dabei helfen, den Er­fül­lungs­grad Ihrer Ziele zu messen. Die Begriffe „KPI“ und „Kennzahl“ werden häufig ver­wech­selt, meinen aber un­ter­schied­li­che Dinge: Eine Kennzahl ist ein messbarer Wert, etwa die Anzahl der Sei­ten­auf­ru­fe oder die der Website-Besucher.

Ein KPI dagegen ist nicht direkt messbar, sondern zeigt, inwieweit bestimmte Ziele bereits erreicht wurden – daher ist eine exakte Ziel­set­zung auch so wichtig. Ist das Ziel bei­spiels­wei­se „in zwei Monaten durch­schnitt­lich 100 Neukunden pro Tag über Kanal xy gewinnen“, zeigt der KPI die Ab­wei­chung zum Zielwert an. Liegt der Wert nach einem Monat bei­spiels­wei­se nur bei einem Drittel, wissen Sie, dass in diesem Bereich noch Op­ti­mie­rungs­be­darf besteht.

Behalten Sie die Kosten im Auge

Bei einer Per­for­mance-Marketing-Kampagne haben Sie den großen Vorteil, dass Sie Ihr Budget in einzelne Module aufteilen können und die Kosten somit viel besser im Auge behalten. Damit die Kampagne zum Erfolg wird, sollten Sie die Kosten während der gesamten Kam­pa­gnen­lauf­zeit kon­trol­lie­ren und bei Bedarf Än­de­run­gen im Maß­nah­men­ka­ta­log vornehmen.

Über­prü­fen Sie re­gel­mä­ßig Ihre gesetzten Ziele

Doch nicht nur die Kosten, sondern auch die gesetzten Ziele sowie ent­spre­chen­de KPIs sollten Sie während der gesamten Kampagne genau be­ob­ach­ten. Um einen guten Überblick zu bekommen, können Sie bei­spiels­wei­se Google Analytics nutzen, das Ihre Daten in einem über­sicht­li­chen Dashboard darstellt und ana­ly­siert.

Die Ent­schei­dung für oder gegen bestimmte Mar­ke­ting­ka­nä­le hängt im hohen Maße von Ihren Zielen ab. Wenn Sie die Be­kannt­heit Ihrer Marke steigern möchten, kommen Sie heut­zu­ta­ge kaum noch am Google Display Network (GDN) vorbei – einer kos­ten­güns­ti­gen Ergänzung zur klas­si­schen AdWords/Ads-Anzeige in der Google-Suche.

Das GDN ist ein Netzwerk, das aus mehreren Millionen von In­ter­net­sei­ten besteht, die freie Wer­be­flä­chen zur Verfügung haben und diese vermieten möchten. Ähnlich wie bei der Auktion im Google-Such­netz­werk werden die an­ge­bo­te­nen Wer­be­flä­chen über die Ads-Plattform ver­stei­gert. Statt mit exakt aus­ge­steu­er­ten Keywords arbeitet das GDN al­ler­dings mit the­ma­tisch aus­ge­steu­er­ten Anzeigen. Außerdem können Sie im Display-Netzwerk nicht nur klas­si­sche Text­an­zei­gen, sondern auch Video-, Image- und Rich-Media-Anzeigen ein­stel­len.

Hinweis

Mit „Rich Media“ werden Anzeigen be­zeich­net, die nicht nur aus Text- und Bild­ele­men­ten bestehen, sondern zu­sätz­lich Be­wegt­bild-, Video- oder Au­dio­in­hal­te sowie Ani­ma­tio­nen enthalten. Die in­ter­ak­ti­ven bzw. ani­mier­ten Elemente sollen die Auf­merk­sam­keit der po­ten­zi­el­len Kunden auf sich lenken und dabei helfen, die In­ter­ak­ti­ons­ra­te bzw. die Con­ver­si­on-Rate zu erhöhen. Rich-Media-Anzeigen sollten immer sparsam ein­ge­setzt werden; an­dern­falls könnten sich In­ter­net­nut­zer dadurch gestört fühlen und die jeweilige Website schnell wieder verlassen wollen.

Geht es um die effektive Ver­mark­tung einer Marke, hat sich in­zwi­schen auch das In­fluen­cer-Marketing zu einem sehr beliebten In­stru­ment ent­wi­ckelt. Ob Lena Meyer-Landrut, Stefanie Giesinger oder Dagi Bee – sie gehören zu den modernen Mei­nungs­ma­chern und sind Trend­set­ter des digitalen Zeit­al­ters. Viele ins­be­son­de­re junge Menschen ori­en­tie­ren sich an Vor­bil­dern aus dem Netz, was diese wiederum zu perfekten Mar­ken­bot­schaf­tern macht. Wer eine Mar­ken­ko­ope­ra­ti­on mit einem YouTube- oder Instagram-Star eingeht, sollte al­ler­dings seine Wahl genau abwägen.

Der aktuellen Studie „In­fluen­cer 2.0“ der Agentur Wavemaker zufolge empfindet nämlich ein großer Teil der In­ter­net­nut­zer, die re­gel­mä­ßig soziale Netzwerke nutzen, In­fluen­cer als un­glaub­wür­dig. Wenn Ihre Mar­ken­bot­schaf­te­rin ei­ner­seits auf einem Instagram-Bild in einem Ihrer Rocka­bil­ly-Kleider posiert und an­de­rer­seits im Interview schon einmal erwähnt hat, „überhaupt kein Kleider-Typ zu sein“, wird die Wer­be­bot­schaft bei Ihren po­ten­zi­el­len Kunden kaum richtig ankommen. Auch wenn die Ko­ope­ra­tio­nen meist ent­spre­chend ge­kenn­zeich­net werden, möchten die Follower sich darauf verlassen können, dass ihre Stars von den vor­ge­führ­ten Produkten nicht nur des Honorars wegen überzeugt sind. Daher: So wie Ihr Produkt zum aus­er­wähl­ten In­fluen­cer passen muss, muss auch der aus­er­wähl­te In­fluen­cer zu Ihrem Produkt passen.

Tipp

Unser Ratgeber zum Thema In­fluen­cer werden enthält zahl­rei­che Hinweise und Beispiele, worauf es beim In­fluen­cer-Marketing ankommt.

Fazit

Wir haben Ihnen nur einige wenige der Maßnahmen vor­ge­stellt, die Sie im Rahmen Ihrer Per­for­mance-Marketing-Kampagne nutzen können. Wichtig ist, dass die aus­ge­wähl­ten Kanäle immer Ihren Zielen, Ihrem Budget und nicht zuletzt Ihrer Ziel­grup­pe ent­spre­chen. Am Ende einer jeden Per­for­mance-Marketing-Kampagne sollte eine um­fang­rei­che Analyse und Aus­wer­tung der ein­ge­setz­ten Mar­ke­ting­ka­nä­le sowie der Er­geb­nis­se der Kampagne erfolgen. Auf diese Weise gewinnen Sie wertvolle Er­kennt­nis­se für Ihre zu­künf­ti­gen Kampagnen und haben eine bessere Vor­stel­lung davon, mit welchem Budget bereits positive Er­geb­nis­se zu erzielen sind.

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