Wie die meisten Be­triebs­sys­te­me stellt Ihnen auch Linux eine Shell zur Verfügung, über die Sie Ihr System mithilfe von Kom­man­do­zei­len­be­feh­len steuern können. Alle Ein­stel­lun­gen über das Graphical User Interface, GUI (grafische Be­nut­zer­ober­flä­che) lassen sich auch über die Shell vornehmen. Wir zeigen Ihnen die wich­tigs­ten Linux-Commands und erläutern ihre Funktion und Anwendung.

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Liste der 50 wich­tigs­ten Linux-Befehle

Befehl Be­schrei­bung
sudo Befehle mit Rechten anderer Be­nut­ze­rin­nen bzw. Benutzer ausführen
ls Ver­zeich­nis­in­hal­te auflisten
cd Na­vi­ga­ti­on im Ver­zeich­nis­baum
touch Neue Datei erstellen
mkdir Neues Ver­zeich­nis erstellen
rm Datei entfernen
rmdir Ver­zeich­nis entfernen
mv Datei oder Ver­zeich­nis ver­schie­ben oder um­be­nen­nen
cp Datei oder Ver­zeich­nis kopieren
pwd Aktuelle Position im Ver­zeich­nis­baum ausgeben
zip Dateien in Zip-Archiven schreiben
unzip Dateien aus Zip-Archiven ex­tra­hie­ren
ln Sym­bo­li­sche Ver­lin­kung erstellen
cat Datei-Inhalte zu­sam­men­füh­ren
grep Text­da­tei­en durch­su­chen
diff Un­ter­schie­de zwischen Text-Dateien finden
cmp Un­ter­schie­de zwischen Dateien auf Byte-Ebene finden
tar Dateien in Tar-Archive schreiben und ex­tra­hie­ren
echo String auf der Stan­dard­an­ga­be ausgeben
clear Terminal leeren
ssh Über eine Secure Shell mit einem anderen Rechner verbinden
wget Datei direkt aus dem Internet her­un­ter­la­den
ping Server anfragen und Latenz messen
ftp, sftp Dateien via (S)FTP über­tra­gen
ip Netz­werk­schnitt­stel­len abfragen und kon­fi­gu­rie­ren
apt/pacman/yum Software-Pakete her­un­ter­la­den und verwalten
netstat Status der Netz­werk­schnitt­stel­le ausgeben
tra­ce­rou­te Da­ten­pa­ke­te verfolgen
route IP-Routing-Tabellen anzeigen und be­ar­bei­ten
dig DNS-In­for­ma­tio­nen abfragen
mount/unmount Da­tei­sys­te­me einbinden (aufsetzen/einhängen/mounten)
dd Bit-genaues Kopieren von Dateien, Par­ti­tio­nen oder Da­ten­trä­gern
chmod Zu­griffs­rech­te verwalten
chown Be­sitz­rech­te verwalten
adduser Nut­zer­kon­to hin­zu­fü­gen/mo­di­fi­zie­ren
passwd Pass­wör­ter für Nut­zer­kon­ten anlegen/be­ar­bei­ten
groupadd Be­nut­zer­grup­pen anlegen
chattr Datei-Attribute verwalten
lsattr Datei-Attribute anzeigen
chgrp Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit von Dateien und Ver­zeich­nis­sen verwalten
man Be­nut­zer­hand­buch aufrufen
shutdown, reboot Das System her­un­ter­fah­ren/neu starten
top Dy­na­mi­sche Pro­zess­über­sicht
lscpu Pro­zes­sor­in­for­ma­tio­nen ausgeben
lshw Hard­ware­infor­ma­tio­nen ausgeben
kill Prozess via PID stoppen und beenden
killall Prozesse via Namen stoppen und beenden
nice Pro­zess­prio­ri­tä­ten de­fi­nie­ren
pgrep PID via Such­be­griff ermitteln
ps Liste aller laufenden Prozesse anzeigen

sudo-Befehl in Linux

Der Linux sudo-Befehl (sub­sti­tu­te user do) kann Pro­gramm­auf­ru­fen vor­an­ge­stellt werden, um diese mit den Rechten eines anderen Nutzers bzw. einer anderen Nutzerin aus­zu­füh­ren. In der Regel ist dafür eine Pass­wort­ein­ga­be notwendig. Der Befehl sudo fragt dabei immer nach dem Passwort des auf­ru­fen­den Be­nut­zer­kon­tos.

Wird der Befehl ohne Be­nut­zer­na­men übergeben, wird der Superuser root als Ziel-Be­nut­zer­kon­to verwendet.

sudo -u BENUTZERNAME PROGRAMMAUFRUF
bash

ls-Befehl in Linux

Der Linux ls-Befehl steht für list und wird verwendet, um den Inhalt eines Ver­zeich­nis­ses (die Namen aller Dateien und Ordner, die sich im an­ge­ge­be­nen Ver­zeich­nis befinden) an­zu­zei­gen. Die Syntax des Befehls lautet:

ls [OPTIONEN] VERZEICHNIS
bash

Wird ls ohne Ver­zeich­nis-Angabe benutzt, listet der Befehl den Inhalt des aktuellen Ver­zeich­nis­ses auf. Mithilfe zu­sätz­li­cher Optionen de­fi­nie­ren Sie, welche In­for­ma­tio­nen angezeigt und wie diese dar­ge­stellt werden.

cd-Befehl in Linux

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl Linux cd-Befehl steht für change directory und dient der Na­vi­ga­ti­on im Ver­zeich­nis­baum. Die Syntax des Befehls lautet:

cd [OPTION] VERZEICHNIS
bash

Wird kein Ziel­ver­zeich­nis angegeben, wechselt cd au­to­ma­tisch in das Home-Ver­zeich­nis des Be­nut­zer­kon­tos. Wird cd mit einem nach­ge­stell­ten Minus-Zeichen (-) verwendet, erfolgt ein Wechsel ins vorherige Ver­zeich­nis.

touch-Befehl in Linux

Der Linux touch-Befehl wird verwendet, um Zugriffs- und Änderungs-Zeit­stem­pel von Dateien zu verändern. Wird touch auf eine nicht-existente Datei an­ge­wen­det, wird diese au­to­ma­tisch angelegt. Der Befehl eignet sich daher auch dazu, leere Dateien zu erstellen. Nutzen Sie touch nach diesem Muster:

touch [OPTIONEN] DATEI
bash

Um den Zeit­stem­pel einer Datei auf ein ge­wünsch­tes Datum zu setzten, verwenden Sie die OPTION -t inklusive Zeit­an­ga­be im Format [JJ]MMTThhmm[.ss].

Beispiel:

touch -t 1703231037 datei.txt
bash

Zugriffs- und Än­de­rungs­zeit­stem­pel werden auf den 23. März 2017, 10:37 gesetzt. Die Mo­di­fi­ka­ti­on lässt sich über die Optionen -a und -m auf Zugriffs- bzw. Än­de­rungs­zeit­stem­pel ein­gren­zen. Wird der Befehl touch ohne Option -t verwendet, kommt der aktuelle Zeit­stem­pel zum Einsatz.

mkdir-Befehl in Linux

Der Linux mkdir-Befehl steht für make directory und er­mög­licht es, neue Ver­zeich­nis­se anzulegen. Verwenden Sie folgende Syntax, um ein neues Ver­zeich­nis im aktuellen Ver­zeich­nis zu erstellen:

mkdir [OPTION] VERZEICHNISNAME
bash

Soll ein Ver­zeich­nis in einem be­stimm­ten Ziel­ver­zeich­nis erstellt werden, geben Sie den absoluten oder relativen Pfad zum Ver­zeich­nis an.

rm-Befehl in Linux

Der Linux rm-Befehl (remove) löscht Dateien oder ganze Ver­zeich­nis­se un­wie­der­bring­lich. Dem Pro­gramm­auf­ruf liegt folgendes Schema zugrunde:

rm [OPTIONEN] DATEI/VERZEICHNIS
bash

Soll ein Ver­zeich­nis inklusive aller Un­ter­ver­zeich­nis­se gelöscht werden, verwenden Sie rm mit der OPTION -R (–recursive).

rmdir-Befehl in Linux

Möchten Sie ein be­stimm­tes Ver­zeich­nis löschen, nutzen Sie den Kom­man­do­zei­len­be­fehl rmdir (remove directory) gemäß folgender Syntax:

rmdir [OPTION] VERZEICHNIS
bash

Mit rmdir lassen sich lediglich leere Ver­zeich­nis löschen. Um ein Ver­zeich­nis inklusive aller ent­hal­te­nen Dateien und Un­ter­ord­ner zu löschen, verwenden Sie den Befehl rm (remove) mit der Option -r.

In anderen Artikel finden Sie weitere Methoden, wie sie eine Linux-Datei löschen oder ein Linux-Ver­zeich­nis löschen.

mv-Befehl in Linux

Der Linux mv-Befehl (move) kopiert eine Datei oder ein Ver­zeich­nis und löscht das Ur­sprungs­ele­ment. Erfolgt dies innerhalb desselben Ver­zeich­nis­ses, kann mv zum Um­be­nen­nen von Dateien verwendet werden.

Dem Pro­gramm­auf­ruf liegt folgendes Schema zugrunde:

mv [OPTION] QUELLE ZIEL
bash

cp-Befehl in Linux

Der Linux cp-Befehl (copy) kommt zur Anwendung, um Dateien und Ver­zeich­nis­se zu kopieren. Die grund­le­gen­de Syntax des Befehls lautet:

cp [OPTIONEN] QUELLE ZIEL
bash

Bei der QUELLE handelt es sich um das Element, das kopiert werden soll. Als ZIEL des Ko­pier­vor­gangs wird entweder eine Datei oder ein Ver­zeich­nis definiert. De­fi­nie­ren Sie eine bereits vor­han­de­ne Datei als Zieldatei, wird deren Inhalt mit dem Inhalt der Quell­da­tei über­schrie­ben. Al­ter­na­tiv haben Sie die Mög­lich­keit, die Zieldatei als neue Datei mit ge­wünsch­tem Namen zu erstellen.

pwd-Befehl in Linux

Nutzen Sie den Linux pwd-Befehl (kurz für print working directory), um sich den Namen des aktuellen Ar­beits­ver­zeich­nis­ses aus­zu­ge­ben zu lassen.

Die Syntax des Befehls lautet:

pwd [OPTIONEN]
bash

zip-Befehl in Linux

Nutzen Sie den zip-Befehl, um mehrere Dateien in eine Zip-Archive zu kom­pri­mie­ren. Die Syntax des Befehls lautet:

zip ZIEL DATEIEN
bash

Beim ZIEL handelt es sich um den Namen bzw. Pfad der ent­ste­hen­den Zip-Datei. DATEIEN be­zeich­net die Da­tei­na­men bzw. Pfade der zu kom­pri­mie­ren­den Dateien (durch Leer­zei­chen getrennt).

unzip-Befehl in Linux

Mit unzip können Sie Dateien aus Zip-Archiven ex­tra­hie­ren. Die Syntax lautet:

unzip DATEI.zip -d ZIEL
bash

Hier be­zeich­net DATEI die Zip-Archive, aus der die Dateien zu ex­tra­hie­ren sind. Optional können Sie mit der Option -d ZIEL ein Ziel­ver­zeich­nis angeben, wo die ent­ste­hen­den Dateien abgelegt werden. Sonst werden die Dateien im aktuellen Ver­zeich­nis abgelegt.

ln-Befehl in Linux

Der Linux ln-Befehl (kurz für link) erzeugt eine Ver­knüp­fung zu einer Datei oder einem Ver­zeich­nis. Dadurch wird ein weiterer Ver­zeich­nis-Eintrag für diese Datei erzeugt, der es Ihnen er­mög­licht, über einen weiteren Datei-Pfad auf die ent­spre­chen­de Datei zu­zu­grei­fen. Der Aufruf von ln muss immer min­des­tens den Pfad zur Quell­da­tei enthalten.

ln [OPTIONEN] pfad/zur/quelldatei
bash

Die Ver­lin­kung wird in diesem Fall im aktuellen Ar­beits­ver­zeich­nis unter demselben Namen erstellt. Al­ter­na­tiv haben Sie die Mög­lich­keit, einen Zielpfad anzugeben und die Ver­knüp­fung beliebig zu benennen:

ln [OPTIONEN] pfad/zur/quelldatei pfad/zur/verknüpfung
bash

cat-Befehl in Linux

Der Linux cat-Befehl (kurz für: con­ca­te­na­te) wurde als Werkzeug für das Zu­sam­men­füh­ren von Datei-Inhalten ent­wi­ckelt und kann als Pager zum Anzeigen von Datei-Inhalten im Terminal ein­ge­setzt werden.

Rufen Sie cat mit folgender Syntax im Terminal auf, um eine Datei ein­zu­le­sen und auf stdout (der Stan­dard­aus­ga­be) aus­zu­ge­ben:

cat OPTIONEN DATEI
bash

Mehrere Dateien werden durch Leer­zei­chen getrennt:

cat OPTIONEN DATEI1 DATEI
bash

grep-Befehl in Linux

Mit dem Linux grep-Befehl lassen sich Text­da­tei­en durch­su­chen. Als Such­mus­ter können beliebige Zei­chen­fol­gen oder reguläre Ausdrücke zum Einsatz kommen. Nutzen Sie grep gemäß folgender Syntax:

grep [OPTIONEN] SUCHMUSTER [DATEI(EN)]
bash

Stößt grep auf einen String, der dem Such­mus­ter ent­spricht, wird die Zei­len­num­mer unter Angabe des Da­tei­na­mens im Terminal aus­ge­ge­ben. In der Regel wird grep auf alle Dateien im aktuellen Ver­zeich­nis an­ge­wen­det. Die Option -r er­mög­licht eine rekursive Suche in Un­ter­ver­zeich­nis­sen.

diff-Befehl in Linux

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm diff dient dem Vergleich zweier Dateien. Al­ter­na­tiv lässt sich via diff ermitteln, ob zwei Ver­zeich­nis­se gleiche Dateien be­inhal­ten.

Der Aufruf im Terminal Erfolg gemäß folgender Syntax:

diff [OPTIONEN] DATEI1 DATEI2
bash

cmp-Befehl in Linux

Anders als bei diff erfolgt der Abgleich bei cmp auf Byte-Ebene und eignet sich somit speziell für Bi­när­da­tei­en. Nutzen Sie cmp gemäß folgender Syntax:

cmp [OPTIONEN] DATEI1 DATEI2
bash

Findet cmp Un­ter­schie­de, gibt das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm Byte- und Zei­len­num­mer der ersten Ab­wei­chung im Terminal aus.

tar-Befehl in Linux

Der Befehl tar er­mög­licht es, ver­schie­de­ne Dateien und Ver­zeich­nis­se se­quen­zi­ell in eine tar-Datei zu schreiben und aus dieser bei Bedarf wie­der­her­zu­stel­len. Anders als bei dem unter Windows ge­bräuch­li­chen Zip-Format bleiben dabei alle Be­nut­zer­rech­te der ar­chi­vier­ten Datei auch nach dem Entpacken erhalten. Verwenden Sie folgende Syntax:

tar [OPTIONEN] DATEIEN
bash

Möchten Sie ein neues Archiv erstellen, verwenden Sie tar mit den Optionen -c (neues Archiv erzeugen) und -f (Archiv in an­ge­ge­be­ne Datei schreiben oder aus dieser auslesen). Erfahren Sie mehr in unserem Artikel Backup mit tar: So erstellen Sie Archive unter Linux.

echo-Befehl in Linux

Nutzen Sie den Linux echo-Befehl, um sich Zei­chen­ket­ten zei­len­wei­se auf der Stan­dard­aus­ga­be (in der Regel das Terminal) ausgeben zu lassen.

Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

echo [OPTIONEN] STRING
bash

clear-Befehl in Linux

Nutzen Sie den Kom­man­do­zei­len­be­fehl clear, um den Bild­schirm­in­halt zu löschen.

clear
bash

Sie erhalten ein leeres Terminal mit Ein­ga­be­auf­for­de­rung (Prompt). Ältere Eingaben bleiben im Scroll­back-Buffer erhalten. Statt über diesen Befehl lässt sich das Terminal auch über die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [STRG] + [L] leeren.

ssh-Befehl in Linux

Mit ssh können Sie Ihren Rechner mit einem externen Rechner über das SSH-Protokoll verbinden. Sie befinden sich dann in der Shell des anderen Rechners. Die Syntax lautet:

ssh BENUTZERNAME@HOSTNAME
bash

Hier be­zeich­nen BE­NUT­ZER­NA­ME und HOSTNAME jeweils den Be­nut­zer­na­me, unter dem Sie sich anmelden möchten, und die Adresse des externen Rechners.

wget-Befehl in Linux

Mit dem Linux wget-Befehl können Sie Dateien aus dem Internet her­un­ter­la­den. Nutzen Sie hierfür folgende Syntax:

wget [OPTION] LINK
bash

Hier be­zeich­net LINK die URL, unter der die Datei zu finden ist. Optional können Sie die das optionale Argument -c nutzen, um einen un­ter­bro­che­nen Download fort­zu­set­zen.

ping-Befehl in Linux

Nutzen Sie den Linux ping-Befehl, um die Er­reich­bar­keit anderer Rechner im Netzwerk zu über­prü­fen. Dem Befehl liegt folgende Syntax zugrunde:

ping [OPTIONEN] ZIEL
bash

Zusammen mit der Pa­ket­um­lauf­zeit (Round trip time, RTT) – die Zeit­span­ne zwischen dem Aussenden des Da­ten­pa­kets und dem Empfang der Antwort – schreibt ping auch die IP-Adresse des Ziel­sys­tems ins Terminal. Sie können mit op­tio­na­len Ar­gu­men­ten ein­stel­len, nach wie vielen Paketen oder Sekunden ping sich selbst beendet.

ftp- oder sftp-Befehl in Linux

Dieses bietet Ihnen die Mög­lich­keit, Dateien zwischen dem lokalen System und einem anderen Rechner im Netzwerk aus­zu­tau­schen. Dafür wird FTP (File Transfer Protocol) benutzt. Nutzen Sie ftp nach dem folgenden Muster, um eine Ver­bin­dung zum FTP-Server des Ziel­rech­ners auf­zu­bau­en.

ftp [OPTIONEN] [HOST[PORT]]
bash

Die Adres­sie­rung erfolgt via Hostname oder IP-Adresse. Die Angabe einer Port­num­mer ist optional. Verwenden Sie FTP nur in Netz­wer­ken, denen sie vertrauen, denn dieses Protokoll ist nicht gesichert. Aus Si­cher­heits­grün­den ist es fast immer emp­feh­lens­wert, SFTP (SSH File Transfer Protocol) zu verwenden. Der Linux-Befehl sftp funk­tio­niert nach dem gleichen Prinzip wie ftp, aber hier ist die Über­tra­gung ver­schlüs­selt. SFTP nutzt als Standard Secure Shell (SSH), also auch dessen Au­then­ti­fi­zie­rungs­me­tho­den. Wie Sie SSH-Keys für Ihre Netz­werk­ver­bin­dung nutzen, erklären wir in einem weiteren Artikel.

ip-Befehl in Linux

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm ip ist Teil der Pro­gramm­samm­lung iproute2, mit der sich Netz­werk­schnitt­stel­len über das Terminal abfragen und kon­fi­gu­rie­ren lassen. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

ip [OPTIONEN] OBJEKT [BEFEHL [ARGUMENTE]]
bash

Welche Aktion via ip aus­ge­führt wird, de­fi­nie­ren Sie mithilfe von Objekten, Sub­be­feh­len und deren Ar­gu­men­ten.

Das Programm un­ter­stützt diverse Objekte wie address (IP-Adresse), link (Netz­werk­schnitt­stel­le), route (Eintrag in der Routing-Tabelle) oder tunnel, auf die sich Sub­be­feh­le wie add, change, del, list oder show anwenden lassen.

Möchten Sie sich bei­spiels­wei­se die IP-Adresse einer be­stimm­ten Netz­werk­schnitt­stel­le (z.B. eth0) abrufen, verwenden Sie den Befehl ip in Kom­bi­na­ti­on mit dem Objekt address, dem Befehl show und dem Argument dev eth0:

ip address show dev eth0
bash

Wie Sie sich in Linux eine IP-Adresse anzeigen lassen können, zeigen wir aus­führ­li­cher in einem weiteren Artikel.

apt-, pacman- und yum-Befehl in Linux

Jede Linux-Dis­tri­bu­ti­on verfügt über einen Packet Manager, mit dem Sie Soft­ware­pa­ke­te her­un­ter­la­den und verwalten können. Der Syntax für die App-In­stal­la­ti­on ist wie folgt:

apt install [PAKET] # Debian-basierte Distributionen wie Ubuntu
pacman -S [PAKET] # Arch-basierte Distributionen
yum install [PAKET] # Red Hat-basierte Distributionen
bash

Hierbei be­zeich­net [PAKET] den Namen des Pakets bzw. Programms, das Sie in­stal­lie­ren möchten. Meistens müssen diese Befehle per sudo im root-Modus aus­ge­führt werden. Bei anderen Dis­tri­bu­tio­nen, die andere Pa­ket­ma­na­ger benutzen, können die Befehle abweichen. Jeder Manager hat zudem auch Befehle, um Pakete zu entfernen, die Pa­ket­lis­te zu ak­tua­li­sie­ren und alle in­stal­lier­ten Pakete zu ak­tua­li­sie­ren, unter anderem. Auf Ubuntu lauten diese Befehle fol­gen­der­ma­ßen.

apt remove [PAKET] # Paket entfernen
apt update # Paketliste aktualisieren 
apt upgrade # Pakete aktualisieren
bash

netstat-Befehl in Linux

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm netstat dient der Sta­tus­ab­fra­ge von Netz­werk­schnitt­stel­len. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

netstat [OPTIONEN]
bash

Nutzen Sie netstat ohne Option, um sich alle offenen Sockets im Terminal ausgeben zu lassen. Verwenden Sie al­ter­na­tiv folgende Optionen, um Rou­ting­ta­bel­len (-r), Schnitt­stel­len­sta­tis­ti­ken (-i), maskierte Ver­bin­dun­gen (-M) oder Netzlink-Nach­rich­ten (-N) ein­zu­se­hen. Erfahren Sie mehr in unserer Ein­füh­rung in netstat.

tra­ce­rou­te-Befehl in Linux

Um den Trans­port­weg eines IP-Da­ten­pa­kets zwischen Ihrem System und einem Ziel­rech­ner nach­zu­voll­zie­hen, können Sie mit dem Befehl tra­ce­rou­te den Weg von Da­ten­pa­ke­ten verfolgen. Nutzen Sie folgendes Muster:

traceroute [OPTIONEN] HOSTNAME
bash

Via traceroute lässt sich ermitteln, welche Router und In­ter­net­kno­ten ein IP-Paket auf dem Weg zum Ziel­rech­ner passiert – bei­spiels­wei­se, um der Ursache für eine Ver­zö­ge­rung nach­zu­ge­hen.

route-Befehl in Linux

Mit dem Kom­man­do­zei­len­pro­gramm route lassen sich IP-Routing-Tabellen des Kernels abfragen und be­ar­bei­ten. Dem Befehl liegt folgende Syntax zugrunde:

route [OPTIONEN] [add|del] [-net|-host] [ZIEL]
bash

Nutzen Sie den Befehl ohne Option, um sich die komplette Routing-Tabelle des Kernels anzeigen zu lassen:

route
bash

Möchten Sie bei­spiels­wei­se eine Route zu einem Netzwerk setzen, verwenden Sie den Subbefehl add.

route add -net 10.0.0.0
bash

dig-Befehl in Linux

Bei dig handelt es sich um ein Lookup-Tool, mit dem sich In­for­ma­tio­nen von DNS-Servern abfragen und im Terminal ausgeben lassen. Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm wird in der Regel nach diesem Schema verwendet, um die IP-Adresse und andere DNS-In­for­ma­tio­nen zu einem gegebenen Do­main­na­men ab­zu­fra­gen:

dig [@SERVER] [DOMAIN] [TYP]
bash

SERVER ist der DNS-Server, der nach den ge­wünsch­ten In­for­ma­tio­nen durch­sucht werden soll. Stan­dard­mä­ßig wird der Standard-Server aus der Datei etc/resolv.conf verwendet. DOMAIN steht für den Do­main­na­men, zu dem DNS-In­for­ma­tio­nen ermittelt werden sollen. Als TYP lässt sich der Ab­fra­ge­typ festlegen, z. B. ANY (alle Einträge), A (IPv4-Record eines Hosts) oder AAAA (IPv6-Record eines Hosts). Als Stan­dard­ab­fra­ge­typ ist A definiert.

mount- und unmount-Befehl in Linux

Soll ein Da­tei­sys­tem über das Terminal in die Ver­zeich­nis­struk­tur des Be­triebs­sys­tems ein­ge­bun­den werden, kommt unter Linux das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm mount zum Einsatz. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

mount [OPTIONEN] GERÄT MOUNTPOINT
bash

GERÄT = Der Pfad zur Ge­rä­te­da­tei des Spei­cher­ge­räts, das Sie als Partition einhängen möchten.

MOUNT­POINT = Die Stelle in der Ver­zeich­nis­struk­tur Ihres Be­triebs­sys­tems, an der Sie die Partition einbinden möchten. Der Mount­point wird meist als absoluter Pfad angegeben.

Beispiel:

mount /dev/sdd /media/usb
bash

Das Gerät sdd wird in das Ver­zeich­nis /media/usb ein­ge­hängt.

dd-Befehl in Linux

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm dd er­mög­licht einen Ko­pier­vor­gang, bei dem Daten Bit für Bit aus einem Input File (if) aus­ge­le­sen und in ein Output File (of) ge­schrie­ben werden. Dem Aufruf des Programms liegt folgende Syntax zugrunde:

dd if=Quelle of=Ziel [OPTIONEN]
bash

Als Quelle und Ziel können dabei sowohl einzelne Dateien als auch ganze Par­ti­tio­nen (z.B. /dev/sda1) oder ein kom­plet­tes Spei­cher­ge­rät (z.B. /dev/sda) angegeben werden.

dd if=/dev/sda5 of=/dev/sdb1
bash

chmod-Befehl in Linux

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm chmod (kurz für change mode) dient der Rech­te­ver­ga­be in unixoiden Da­tei­sys­te­men (z.B. ext2, ext3, ext4, reiser, xfs). Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

chmod [OPTIONEN] MODUS DATEI
bash

bzw.

chmod [OPTIONEN] MODUS VERZEICHNIS
bash

Der Platz­hal­ter MODUS steht dabei für die an­zu­wen­den­de Rech­te­mas­ke. Wie Sie eine solche erstellen und was dabei zu beachten ist, erfahren Sie in unserem wei­ter­füh­ren­den Artikel zur Vergabe von Zu­griffs­rech­ten mit chmod. Mithilfe der Option -R lassen sich vergebene Rechte rekursiv auf Un­ter­ord­ner und in einem Ver­zeich­nis ent­hal­te­ne Dateien ausweiten.

chown-Befehl in Linux

Der Linux chown-Befehl steht für change owner und bietet Ihnen die Mög­lich­keit, die Ei­gen­tü­mer­ein­stel­lung einer Datei bzw. eines Ver­zeich­nis­ses nach diesem Schema an­zu­pas­sen:

chown [OPTIONEN] [BENUTZERNAME][:[GRUPPE]] DATEI
bash

bzw.

chown [OPTIONEN] [BENUTZERNAME][:[GRUPPE]] VERZEICHNIS
bash

Um das Ei­gen­tü­mer­recht für Be­nut­zen­de oder Gruppen zu setzen, stehen Ihnen vier Kom­bi­na­ti­ons­mög­lich­kei­ten zur Verfügung. Besitzer und Gruppe werden ent­spre­chend der Angaben neu gesetzt:

chown [OPTIONEN] besitzer_name:gruppen_name datei.txt
# Die Gruppe wird entsprechend der Angabe neu gesetzt, die Benutzerin bzw. der Benutzer bleibt unverändert:
chown [OPTIONEN] :gruppen_name datei.txt
# Der Besitzer wird entsprechend der Angabe neu gesetzt, die Gruppe bleibt unverändert:
chown [OPTIONEN] besitzer_name datei.txt
# Die Benutzerin bzw. der Benutzer wird entsprechend der Angabe neu gesetzt. Die Gruppe wird auf die Standardgruppe des eingeloggten Benutzerkontos gesetzt: 
chown [OPTIONEN] besitzer_name: datei.txt
# Die Änderungen lassen sich mithilfe der OPTION `-R` rekursiv auf Unterverzeichnisse ausweiten.
bash

adduser-Befehl in Linux

Die ein­fachs­te Mög­lich­keit, einen Benutzer-Account anzulegen, bietet das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm adduser. Dies ist ein Perl-Skript, das auf dem Linux useradd-Befehl basiert und dieselben Funk­tio­nen in nut­zer­freund­li­cher Form bietet. Der Befehl adduser erfordert Root-Rechte und wird gemäß folgender Syntax verwendet:

adduser [OPTIONEN] BENUTZERNAME
bash

Verwenden Sie adduser ohne Optionen, werden neben dem neuen Benutzer-Account au­to­ma­tisch eine Benutzer-ID, das Home-Ver­zeich­nis und eine gleich­na­mi­ge Be­nut­zer­grup­pe angelegt.

adduser test
bash

An­schlie­ßend folgt ein in­ter­ak­ti­ver Dialog, in dem Sie das Passwort sowie die er­wei­ter­ten Be­nut­zer­in­for­ma­tio­nen (realer Name, Bü­ro­num­mer, Te­le­fon­num­mern etc.) de­fi­nie­ren können.

passwd-Befehl in Linux

Verwenden Sie den Linux passwd-Befehl, um das Passwort eines Be­nut­zer­kon­tos zu ändern oder Sperr- und Än­de­rungs­in­ter­val­le zu de­fi­nie­ren. Dem Befehl liegt folgende Syntax zugrunde:

passwd [OPTIONEN] BENUTZERNAME
bash

Möchten Sie das Passwort eines anderen Be­nut­zer­kon­tos ändern, benötigen Sie Root-Rechte. Verwenden Sie den Befehl passwd ohne Be­nut­zer­na­me, um Ihr eigenes Passwort zu ändern. Soll das Passwort des aus­ge­wähl­ten Be­nut­zer­kon­tos gesperrt werden, verwenden Sie den Befehl passwd mit der Option -l (lock). Weitere Optionen bieten die Mög­lich­keit, eine Ver­falls­dau­er für Pass­wör­ter (-x) sowie Warn- (-w) und Sperrin­ter­val­le (-i) zu de­fi­nie­ren:

groupadd-Befehl in Linux

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm groupadd dient dem Anlegen neuer Be­nut­zer­grup­pen. Verwenden Sie groupadd mit Root-Rechten nach diesem Muster:

sudo groupadd [OPTIONEN] GRUPPE
bash

Jede neu erstelle Gruppe erhält eine ein­zig­ar­ti­ge Gruppen-ID (GID). Gruppen-IDs zwischen 0 und 99 sind für Sys­tem­grup­pen re­ser­viert. Möchten Sie die GID einer neuen Be­nut­zer­grup­pe selbst de­fi­nie­ren, verwenden Sie den Kom­man­do­zei­len­be­fehl groupadd mit der Option -g (GID). Möchten Sie eine Sys­tem­grup­pe anlegen, verwenden Sie die Option -r (root).

chattr-Befehl in Linux

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm chattr (kurz für change attribute) er­mög­licht es Ihnen, Dateien oder Ver­zeich­nis­se mit At­tri­bu­ten zu versehen. Nutzen Sie chattr gemäß folgender Syntax, um ein Attribut zu setzen:

chattr [OPTIONEN] +ATTRIBUT DATEI
bash

Ersetzen Sie das Plus­zei­chen durch ein Mi­nus­zei­chen, um Attribute wieder zu entfernen. Setzten Sie bei­spiels­wei­se das Attribut -i, um Än­de­run­gen (Lösch­vor­gän­ge oder Mo­di­fi­ka­tio­nen) an einer Datei oder einem Ver­zeich­nis zu un­ter­bin­den. Weitere Attribute und mögliche Optionen entnehmen Sie der Hand­buch­sei­te zum Programm chattr.

lsattr-Befehl in Linux

Möchten Sie sich anzeigen lassen, welche Attribute für eine Datei oder ein Ver­zeich­nis gesetzt wurden, verwenden Sie den Kom­man­do­zei­len­be­fehl lsattr (kurz für list at­tri­bu­tes) nach folgendem Schema:

lsattr [OPTIONEN] DATEI/VERZEICHNIS
bash

chgrp-Befehl in Linux

Der Befehl chgrp steht für change group und kommt bei der Ver­wal­tung von Grup­pen­zu­ge­hö­rig­kei­ten für Dateien und Ver­zeich­nis­se zur Anwendung. Um chgrp auf eine aus­ge­wähl­te Datei oder ein Ver­zeich­nis anwenden zu können, müssen Sie Ei­gen­tü­mer- oder Root-Rechte besitzen. Zudem stehen lediglich Gruppen zur Auswahl, denen Sie selbst angehören. chgrp kommt gemäß folgender Syntax zur Anwendung:

chgrp [OPTIONEN] GRUPPE DATEI
bash

oder:

chgrp [OPTIONEN] GRUPPE VERZEICHNIS
bash

Die Option -R bezieht Un­ter­ord­ner und in einem Ver­zeich­nis ent­hal­te­ne Dateien mit ein.

man-Befehl in Linux

Der Befehl man öffnet die Hand­buch­sei­ten (Man-Pages) Ihrer Linux-Dis­tri­bu­ti­on direkt im Terminal. Verwenden Sie folgendes Muster, um eine Hand­buch­sei­te auf­zu­ru­fen:

man [OPTION] THEMA
bash

Die Linux-Man-Pages sind in 10 The­men­be­rei­che un­ter­teilt: Be­nut­zer­kom­man­dos, Sys­tem­auf­ruf, Funk­tio­nen der Pro­gram­mier­spra­che C, Da­tei­for­ma­te, Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en, Spiele, Diverses, Kommandos zur Sys­tem­ad­mi­nis­tra­ti­on, Ker­nel­funk­tio­nen und Neue Kommandos.

shutdown-Befehl in Linux

Der Linux shutdown-Befehl kann von Root-Nutzern verwendet werden, um das System her­un­ter­zu­fah­ren. Dem Befehl liegt folgende Syntax zugrunde:

shutdown [OPTIONEN] [ZEIT] [NACHRICHT]
bash

Möchten Sie einen Shutdown ver­an­las­sen, haben Sie die Mög­lich­keit, einen Zeitpunkt zu de­fi­nie­ren, wann das System her­un­ter­ge­fah­ren werden soll. Nutzen Sie dafür entweder eine konkrete Zeit­an­ga­be (hh:mm) oder einen Countdown (+m). Andere Be­nut­zen­de auf dem System bekommen eine Shutdown-Meldung. Diese kann bei Bedarf um eine in­di­vi­du­el­le Nachricht ergänzt werden. Wird der Befehl shutdown mit der Option -r verwendet, folgt dem Her­un­ter­fah­ren des Systems ein Reboot.

top-Befehl in Linux

Mit dem Befehl top rufen Sie eine dy­na­mi­sche Übersicht aller laufenden Prozesse ab. Dem Aufruf liegt folgendes Schema zugrunde:

top [OPTIONEN]
bash

Die Ausgabe der Pro­zess­in­for­ma­tio­nen lässt sich mithilfe diverser Optionen anpassen. Zudem un­ter­stützt die top-Pro­zess­über­sicht (unter anderem) folgende Hotkeys, um die Ausgabe zu sortieren:

  • [P] = Sortiert die Ausgabe nach CPU-Last
  • [M] = Sortiert die Ausgabe nach Spei­cher­ver­brauch
  • [N] = Sortiert die Ausgabe num­me­risch nach PID
  • [A] = Sortiert die Ausgabe nach Alter
  • [T] = Sortiert die Ausgabe nach Zeit
  • [U BE­NUT­ZER­NA­ME oder UID] = Filtert die Ausgabe nach dem je­wei­li­gen Be­nut­zer­kon­to

Verwenden Sie den Hotkey [H], um sich eine Hilf­e­sei­te anzeigen zu lassen und [Q], um die Pro­zess­über­sicht zu verlassen.

lscpu-Befehl in Linux

Nutzen Sie lscpu (kurz für list cpu) nach diesem Muster, um sich In­for­ma­tio­nen zur CPU-Ar­chi­tek­tur im Terminal ausgeben zu lassen.

lscpu [OPTIONEN]
bash

Mögliche Optionen entnehmen Sie den Hand­buch­sei­ten Ihres Be­triebs­sys­tems.

lshw-Befehl in Linux

Der Befehl lshw steht für list hardware, und gibt Ihnen In­for­ma­tio­nen zu Hard­ware­kom­po­nen­ten im Terminal aus. Nutzen Sie lshw nach diesem Schema:

lshw [OPTIONEN]
bash

Der Befehl un­ter­stützt diverse Optionen, mit denen sich das Aus­ga­be­for­mat (-html, -xml, -short, -businfo) sowie der Umfang der In­for­ma­tio­nen (z. B. -sanitize zum Ver­ste­cken sensibler In­for­ma­tio­nen) anpassen lassen.

kill-Befehl in Linux

Bei kill handelt es sich um ein Kom­man­do­zei­len­pro­gramm, mit dem sich Prozesse anhalten und beenden lassen. Der Befehl wird nach diesem Schema mit einem ge­wünsch­ten Signal und der ID des aus­ge­wähl­ten Prozesses übergeben.

kill [OPTIONEN] [-SIGNAL] PID
bash

Gängige Signale sind:

  1. TERM: Ver­an­lasst einen Prozess, sich selbst zu beenden (Standard)
  2. KILL: Erzwingt das Beenden eines Prozesses (durch das System)
  3. STOP: Hält einen Prozess an
  4. CONT: Lässt einen an­ge­hal­te­nen Prozess wei­ter­lau­fen

killall-Befehl in Linux

Verwenden Sie den Linux killall-Befehl in Kom­bi­na­ti­on mit einem be­stimm­ten Such­be­griff, um lediglich die Prozesse zu beenden, deren Namen sich exakt mit diesem decken (es werden die ersten 15 Zeichen ab­ge­gli­chen).

killall [OPTIONEN] [-SIGNAL] [PROZESSNAME]
bash

Die Option -e (–exact) er­mög­licht es, den Abgleich auf alle Zeichen des Pro­zess­na­mens aus­zu­wei­ten.

nice-Befehl in Linux

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl nice weist einem Prozess beim Start einen nice-Wert zwischen -20 und +19 in ganz­zah­li­gen Schritten zu, nach der die zu Verfügung stehende Re­chen­leis­tung des Systems verteilt wird. Die Spanne -20 bis +19 ent­spricht den Linux-Prio­ri­täts­le­veln 100 bis 139. Ein Prozess mit einem nice-Wert von -20 hat somit eine höhere Priorität als ein Prozess mit einem nice-Wert von 19. Die Syntax lautet:

nice [OPTION] [BEFEHL]
bash

Ohne weitere Angabe startet jeder Prozess mit einem nice-Wert von 0. Nutzen Sie die Option -n, um Pro­zess­prio­ri­tä­ten zu de­fi­nie­ren. Dabei ist zu beachten, dass negative Prio­ri­tä­ten nur mit Root-Rechten vergeben werden können.

pgrep-Befehl in Linux

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm pgrep gleicht die Liste laufender Prozesse mit einem Such­be­griff ab und gibt bei Über­ein­stim­mung die je­wei­li­gen PIDs aus. Die all­ge­mei­ne Syntax des Aufrufs lautet:

pgrep [OPTIONEN] Suchbegriff
bash

Stan­dard­mä­ßig gibt pgrep die PIDs aller Prozesse aus, die den Such­be­griff enthalten. Soll die Suche auf exakte Über­ein­stim­mun­gen ein­ge­grenzt werden, verwenden Sie den Befehl mit der Option -x. Möchten Sie neben der PID auch den Pro­zess­na­men abrufen, verwenden Sie pgrep mit der Option -l. pgrep un­ter­stützt (ähnlich wie grep) Such­be­grif­fe auf Basis regulärer Ausdrücke.

ps-Befehl in Linux

Der Linux ps-Befehl gibt eine Liste aller laufenden Prozesse im Terminal aus.

ps [OPTIONEN]
bash

Benötigen Sie eine de­tail­lier­te Ausgabe verwenden Sie ps mit den Optionen -f (de­tail­liert) oder -F (sehr de­tail­liert). Weitere mögliche Optionen entnehmen Sie den Hand­buch­sei­ten Ihres Be­triebs­sys­tems.

Weitere Linux-Befehle im Überblick

Grund­kom­man­dos

In der Kategorie Grund­kom­man­dos finden Sie grund­le­gen­de Linux-Befehle, die der Steuerung des Terminals dienen. Erfahren Sie, wie Sie den Sicht­be­reich des Terminals leeren, vor­her­ge­hen­de Ter­mi­nal­ein­ga­ben aus dem Verlauf (der History) abrufen oder die Terminal-Sitzung beenden.

1. exit

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl exit beendet die aktuelle Sitzung und schließt das Terminal.

exit
bash

Verwenden Sie al­ter­na­tiv die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [STRG] + [D].

2. help

Nutzen Sie den Befehl help, um sich eine Liste aller in­te­grier­ten Shell-Befehle (Built-in-Befehle) anzeigen zu lassen. Rufen Sie help in Kom­bi­na­ti­on mit einem Shell-Befehl auf, um sich eine Kurz­be­schrei­bung des je­wei­li­gen Befehls ausgeben zu lassen.

help BEFEHL
bash

3. history

In der Bash werden die letzten 500 Befehle, die Sie über die Kom­man­do­zei­le ein­ge­ge­ben haben, in der so­ge­nann­ten History ge­spei­chert. Diese Funktion dient als Ein­ga­be­hil­fe und er­mög­licht Ihnen, die Liste der vor­her­ge­hen­den Befehle mit den Pfeil­tas­ten zu durch­su­chen und erneut aus­zu­füh­ren.

Die History kann über die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [STRG] + [R] nach Stich­wor­ten durch­sucht werden. Al­ter­na­tiv haben Sie die Mög­lich­keit, sich die komplette Liste num­me­riert im Terminal ausgeben zu lassen. Nutzen Sie dazu den Befehl history ohne Optionen und Argumente.

history
bash

Möchten Sie die Ausgabe filtern, kom­bi­nie­ren Sie history via Linux Pipe mit dem Kom­man­do­zei­len­pro­gramm grep (siehe Such­op­tio­nen) und einem Suchwort.

history | grep SUCHWORT
bash

Hilf­e­sei­ten

Sie wissen nicht weiter? Kein Problem. Unter Linux stehen Ihnen diverse Hilfs- und Do­ku­men­ta­ti­ons­sei­ten wie die Unix-Man-Pages und die GNU-In­fo­sei­ten direkt über das Terminal zur Verfügung. Diese be­inhal­ten eine de­tail­lier­te Be­schrei­bung aller Kom­man­do­zei­len­pro­gram­me, Sys­tem­auf­ru­fe, Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en, Da­tei­for­ma­te und Ker­nel­funk­tio­nen. Mit dem Linux whatis-Befehl und apropos finden Sie in der Kategorie Hilfs­sei­ten zudem Kom­man­do­zei­len­pro­gram­me, mit denen sich die Hand­buch­sei­ten Ihres Be­triebs­sys­tems nach Stich­wor­ten durch­su­chen lassen.

1. apropos

Nutzen Sie apropos um die Sei­ten­ti­tel und Be­schrei­bun­gen der Hand­buch­sei­ten Ihres Be­triebs­sys­tems nach Stich­wor­ten zu durch­su­chen. Ori­en­tie­ren Sie sich an folgendem Muster:

apropos [OPTIONEN] SUCHBEGRIFF
bash

Der Befehl un­ter­stützt ver­schie­den Optionen. Grenzen Sie die Suche mit der Option -e auf exakte Ent­spre­chun­gen ein oder nutzen Sie Platz­hal­ter (-w '\*SUCHBEGRIFF') und reguläre Ausdrücke (-r).

2. info

Über den Befehl info lassen sich GNU-In­for­ma­ti­ons­sei­ten zu einem be­stimm­ten Thema ausgeben. Diese ent­spre­chen in den meisten Fällen den Hand­buch­sei­ten, die sich via man aufrufen lassen, weisen im Gegensatz zu diesen jedoch Ver­lin­kun­gen auf, die Ihnen die Na­vi­ga­to­ren im Handbuch er­leich­tern. Verwenden Sie folgende Syntax:

info [OPTION] THEMA
bash

Ein Aufruf ohne Option und Thema führt Sie ins Hauptmenü der GNU-In­fo­sei­ten.

3. pinfo

Mit pinfo steht ihnen eine Variante des Kom­man­do­zei­len­pro­gramms info zur Verfügung, die sich am Kom­man­do­zei­len­brow­ser Lynx ori­en­tiert und Ihnen In­fo­sei­ten mit farblich her­vor­ge­ho­be­nen Links ausgibt. Nutzen Sie pinfo nach demselben Schema wie den info-Befehl.

pinfo [OPTIONEN] THEMA
bash

4. whatis

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm whatis dient der Stich­wort­su­che in den Hand­buch­sei­ten. Rufen Sie das Programm mit einem be­lie­bi­gen Such­be­griff auf, um das Handbuch Ihres Be­triebs­sys­tems nach exakten Über­ein­stim­mun­gen zu durch­su­chen. Findet es eine Ent­spre­chung, gibt whatis eine Kurz­be­schrei­bung im Terminal aus.

whatis [OPTIONEN] SUCHBEGRIFF
bash

Auch whatis (-w '\*SUCHBEGRIFF') un­ter­stützt Platz­hal­ter und reguläre Ausdrücke (-r).

Ver­zeich­nis­ope­ra­tio­nen

Linux-Befehle für Ver­zeich­nis­ope­ra­tio­nen verwenden Sie, um Ver­zeich­nis­se auf Ihrem System über das Terminal zu erstellen, zu löschen und zu verwalten sowie im Ver­zeich­nis­baum zu na­vi­gie­ren. Zu den wich­tigs­ten Kom­man­do­zei­len­be­feh­len aus dieser Kategorie zählen cd, ls, mkdir, rmdir.

1. chroot

Der Befehl chroot (kurz für: change root) wird verwendet, um einen Befehl in einem anderen Wur­zel­ver­zeich­nis aus­zu­füh­ren. Zur Anwendung kommt chroot bei­spiels­wei­se, um kritische Programme vom übrigen Da­tei­sys­tem zu isolieren. Der Aufruf des Programms erfordert Root-Rechte und ori­en­tiert sich an folgendem Schema:

chroot VERZEICHNIS BEFEHL
bash

2. mkdirhier

Mit mkdirhier lassen sich ganze Ver­zeich­nis­hier­ar­chien mit einem einzigen Kom­man­do­zei­len­be­fehl erstellen:

mkdirhier [OPTION] /home/user/verzeichnis1/verzeichnis2/verzeichnis3
bash

Exis­tie­ren verzeichnis1 und verzeichnis2 bereits, erstellt mkdirhier lediglich verzeichnis3. An­dern­falls werden alle drei Ver­zeich­nis­se erzeugt.

3. tree

Während ls lediglich den Inhalt von Ver­zeich­nis­sen auflistet, lässt sich mit dem Kom­man­do­zei­len­pro­gramm tree die gesamte Ver­zeich­nis­hier­ar­chie rekursiv als Baum­struk­tur ausgeben. Der Aufruf erfolgt gemäß folgender Syntax:

tree [OPTIONEN] [VERZEICHNIS]
bash

Da­tei­ope­ra­tio­nen

Linux-Commands dieser Rubrik er­mög­li­chen Ihnen diverse Da­tei­ope­ra­tio­nen aus dem Terminal heraus. Nutzen Sie grund­le­gen­de Linux-Befehle wie cp, mv und rm, um Dateien auf Ihrem System zu kopieren, zu ver­schie­ben, um­zu­be­nen­nen oder zu löschen.

1. basetree

Dem Kom­man­do­zei­len­be­fehl basename wird ein Dateipfad übergeben; es gibt lediglich den Da­tei­na­men ohne vor­an­ge­stell­ten Pfad zurück. Die Syntax des Befehls lautet:

basename [OPTIONEN] Pfad/zur/Datei [SUFFIX]
bash

Der Befehl kann durch Optionen auf mehrere Dateien aus­ge­wei­tet werden.

2. comm

Nutzen Sie das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm comm, um sortierte Dateien (z. B. via sort) zei­len­wei­se zu ver­glei­chen. Dem Pro­gramm­auf­ruf liegt folgende Syntax zugrunde:

comm [OPTIONEN] DATEI1 DATEI2
bash

Das Programm un­ter­stützt drei Optionen:

  • -1 = ein­zig­ar­ti­ge Zeilen aus DATEI1 un­ter­drü­cken
  • -2 = ein­zig­ar­ti­ge Zeilen aus DATEI2 un­ter­drü­cken
  • -3 = alle Zeilen un­ter­drü­cken, die in beiden Dateien enthalten sind

3. cut

Der Befehl cut er­mög­licht es Ihnen, Inhalte spal­ten­wei­se aus den Text­zei­len einer Datei (z. B. Log- oder CSV-Dateien) zu ex­tra­hie­ren. Die Syntax des Befehls lautet:

cut [OPTIONEN] DATEI
bash

Die genaue Position eines zu ex­tra­hie­ren­den Aus­schnitts wird über die Optionen -b (Byte­po­si­ti­on), -c (Zei­chen­po­si­ti­on), -d (Trenn­zei­chen) und -f (Feld) definiert.

4. dirname

dirname stellt das Ge­gen­stück zu basename dar. Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl er­mög­licht es, den Pfad­an­teil aus einem Dateipfad zu ex­tra­hie­ren und ohne Da­tei­na­men im Terminal aus­zu­ge­ben. Die Syntax des Befehls lautet:

dirname [OPTIONEN] Pfad/zur/Datei
bash

5. file

Mit dem Kom­man­do­zei­len­be­fehl file lassen sich In­for­ma­tio­nen zum Dateityp einer Datei ausgeben. Dem Aufruf liegt folgendes Muster zugrunde:

file [OPTIONEN] DATEI
bash

6. lsof

Der Linux lsof-Befehl steht für list open files, ein Hilfs­pro­gramm, das Ihnen In­for­ma­tio­nen über geöffnete Dateien nach PID (Prozess-ID) sortiert im Terminal ausgibt. Der Aufruf über das Terminal erfolgt nach diesem Schema:

lsof [OPTIONEN]
bash

Da unixoide Systeme wie Linux dem Grundsatz „Ever­y­thing is a file“ (Alles ist eine Datei) folgen, ist die Liste, die lsof ausgibt, ent­spre­chend lang. In der Regel kommen daher Optionen zum Einsatz, um die Ausgabe ein­zu­gren­zen.

7. md5sum

Mithilfe des Kom­man­do­zei­len­be­fehls md5sum lassen sich MD5-Prüf­sum­men für Dateien berechnen und über­prü­fen.

8. paste

Ähnlich wie cat er­mög­licht auch das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm paste die Ausgabe von Da­tei­in­hal­ten auf die Stan­dard­aus­ga­be. Doch während cat Inhalte lediglich an­ein­an­der­fügt, verknüpft paste diese spal­ten­wei­se. Das Grund­sche­ma des Befehls lautet:

paste [OPTIONEN] DATEI1 DATEI2 …
bash

Welches Trenn­zei­chen paste verwendet, lässt sich mithilfe der Option -d in­di­vi­du­ell anpassen. Als Stan­dard­trenn­zei­chen kommen Tabs zum Einsatz. Über die Option -s (seriell) lässt sich zudem ein zweiter Modus ak­ti­vie­ren. Bei diesem werden alle Zeilen der ersten Ein­ga­be­da­tei­en in der Ausgabe in ihrer eigenen Zeile über­tra­gen. Jede Zeile der Ausgabe enthält somit lediglich Inhalte einer Ein­ga­be­da­tei.

9. rename

Bei rename handelt es sich um ein Kom­man­do­zei­len­pro­gramm, das es er­mög­licht, Dateien und Ordner mithilfe regulärer Ausdrucke um­zu­be­nen­nen. Anders als mv bietet sich rename damit für Da­tei­ope­ra­tio­nen an, bei denen die Namen mehrerer Dateien teilweise oder ganz angepasst werden sollen. Verwenden Sie rename nach diesem Schema:

rename [OPTIONEN] 'REGULÄRER_AUSDRUCK' DATEIEN
bash

Reguläre Ausdrücke ent­spre­chen bei Er­set­zun­gen folgender Syntax:

s/SUCHMUSTER/ERSETZUNG/MODIFIER
bash

10. shred

Bei shred handelt es sich um ein Kom­man­do­zei­len­pro­gramm, das ein sicheres Löschen von Dateien er­mög­licht. Aus­ge­wähl­te Elemente werden im Rahmen des Lösch­vor­gangs über­schrie­ben und lassen sich somit selbst mit fo­ren­si­schen Mitteln nicht wie­der­her­stel­len. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

shred [OPTIONEN] DATEI
bash

11. sort

Nutzen Sie den Kom­man­do­zei­len­be­fehl sort, um Da­tei­lis­ten und Pro­gramm­aus­ga­ben zei­len­wei­se numerisch und al­pha­be­tisch zu sortieren. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

sort [OPTIONEN] DATEI
bash

Die Sor­tier­me­tho­de lässt sich mithilfe von Optionen anpassen: zum Beispiel numerisch (-n), zufällig (-R) oder in um­ge­kehr­ter Rei­hen­fol­ge (-r).

12. split

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl split wird verwendet, um Dateien auf­zu­tei­len. Die zu­grun­de­lie­gen­de Syntax lautet:

split [OPTIONEN] [INPUT [PRÄFIX]]
bash

Der Platz­hal­ter INPUT ent­spricht der Datei, die auf­ge­teilt werden soll. Das PRÄFIX fungiert als Vorsilbe für die Namen der Teil­da­tei­en. Deren Benennung liegt folgendes Muster zugrunde:

PRÄFIXaa, PRÄFIXab, PRÄFIXac …
bash

Wird kein Präfix definiert, greift split auf das Stan­dard­prä­fix x zurück. Mit der Option -b (Bytes) lässt sich die Größe der Teil­da­tei­en festlegen. Die Angabe erfolgt wahlweise in Byte (b), Kilobyte (k) oder Megabyte (m).

Beispiel:

split -b 95m archiv.tgz split-archiv.tgz.
bash

13. stat

Mit dem Kom­man­do­zei­len­be­fehl stat (status) lassen sich Zugriffs- und Änderungs-Zeit­stem­pel aus­ge­wähl­ter Dateien und Ver­zeich­nis­se ausgeben. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

stat [OPTIONEN] DATEI
bash

Das Aus­ga­be­for­mat lässt sich mithilfe von Optionen anpassen.

14. uniq

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl uniq wird in der Regel in Kom­bi­na­ti­on mit sort verwendet, um sortierte Dateien von doppelten Zeilen zu be­rei­ni­gen. In folgendem Beispiel wird der Befehl sort durch eine Pipe (|) mit dem Befehl uniq verknüpft, um eine Datei zunächst zu sortieren und an­schlie­ßend ohne doppelte Zeilen aus­zu­ge­ben:

sort datei.txt | uniq
bash

Such­op­tio­nen

Linux bietet diverse Kom­man­do­zei­len­be­feh­le, mit denen sich das System direkt aus dem Terminal heraus durch­su­chen lässt.

1. find

Der Befehl find hilft Ihnen, eine Linux-Datei zu suchen. Dem liegt folgende Syntax zugrunde:

find [OPTIONEN] [VERZEICHNIS] [SUCHBEDINGUNG] [AKTIONEN]
bash

Das an­ge­ge­be­ne Ver­zeich­nis gilt als Start­ver­zeich­nis der Suche. Es werden somit das Start­ver­zeich­nis und dessen Un­ter­ver­zeich­nis­se durch­sucht. Geben Sie kein Ver­zeich­nis an, startet find die Suche vom aktuellen Ar­beits­ver­zeich­nis aus.

Optionen er­mög­li­chen es Ihnen, Such­kri­te­ri­en und Aktionen zu de­fi­nie­ren. Als Stan­dard­ak­ti­on ist -print vor­ein­ge­stellt: Die Ausgabe der voll­stän­di­gen Da­tei­na­men aller Such­ergeb­nis­se auf die Stan­dard­aus­ga­be (in der Regel das Terminal). Weitere Optionen er­mög­li­chen es, nach Da­tei­na­men, Da­tei­grö­ße, Zu­griffs­zeit­punkt, usw. zu filtern. Diese sind in der ent­spre­chen­den man-Seite auf­ge­lis­tet.

2. locate

Auch das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm locate er­mög­licht eine Suche nach Dateien über das Terminal. Anders als bei find wird dabei jedoch nicht das Da­tei­ver­zeich­nis durch­sucht, sondern eine speziell dafür angelegte re­gel­mä­ßig ak­tua­li­sier­te Datenbank. Dadurch liefert locate Such­ergeb­nis­se deutlich schneller aus als find. Um die Datenbank nach einer be­stimm­ten Datei zu durch­su­chen, wird locate nach diesem Schema auf­ge­ru­fen:

locate SUCHMUSTER
bash

Das Such­mus­ter kann Me­ta­zei­chen wie Platz­hal­ter (*) be­inhal­ten. Setzen Sie Such­mus­ter dieser Art in An­füh­rungs­zei­chen, um die In­ter­pre­ta­ti­on durch die Shell zu un­ter­bin­den.

3. tre-agrep

Auch tre-agrep dient der Suche nach Strings in Text­da­tei­en auf Basis von Such­mus­tern. Anders als bei grep werden dabei nicht nur exakte Über­ein­stim­mun­gen aus­ge­ge­ben, sondern auch Un­schär­fen wie Buch­sta­ben­dre­her oder fehlende Zeichen zu­ge­las­sen. Das Programm stützt sich auf die TRE-Bi­blio­thek und macht diese in der Kom­man­do­zei­le nutzbar. Die Syntax von tre-agrep ent­spricht der des grep-Befehls:

tre-agrep [OPTIONEN] SUCHMUSTER DATEI(EN)
bash

Über Optionen lässt sich eine maximale Feh­ler­an­zahl de­fi­nie­ren. In folgendem Beispiel wird maximal eine Ab­wei­chung vom Such­mus­ter toleriert.

tre-agrep -1 'Linux' test.txt
bash

4. updatedb

Eine Suche via locate funk­tio­niert nur zu­ver­läs­sig, wenn die Datei /var/lib/locatedb kon­ti­nu­ier­lich auf dem neusten Stand gehalten wird. Der Befehl updatedb er­mög­licht es Ihnen, die Datenbank manuell zu ak­tua­li­sie­ren. Beachten Sie, dass Sie für den Aufruf Root-Rechte benötigen:

updatedb
bash

5. whereis

Mit dem Befehl whereis lo­ka­li­sie­ren Sie die Binär-, Quellcode- oder Handbuch-Dateien aus­ge­wähl­ter Programme. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

whereis [OPTIONEN] PROGRAMM
bash

Über Optionen lässt sich die Suche auf bestimmte Datei-Typen oder Ver­zeich­nis­se ein­gren­zen.

6. which

Möchten Sie die Bi­när­da­tei eines Programms ermitteln, verwenden Sie den Befehl which nach folgendem Schema, um sich den Pfad im Terminal ausgeben zu lassen.

which [OPTIONEN] PROGRAMM
bash

Im Stan­dard­mo­dus gibt which die erste Datei aus, die gefunden wird. Verwenden Sie die Option -a, um sich alle Dateien anzeigen zu lassen, die das Such­kri­te­ri­um erfüllen.

User-In­for­ma­tio­nen

Nutzen Sie die Kom­man­do­zei­len­pro­gram­me der folgenden Kategorie, um de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen zu den im System re­gis­trier­ten Be­nut­zen­de sowie zu deren Gruppen und Prozessen abzurufen.

1. finger

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm finger dient dem Abruf von Be­nut­zer­in­for­ma­tio­nen. Dazu wird der gleich­na­mi­ge Befehl in Kom­bi­na­ti­on mit dem ge­wünsch­ten Be­nut­zer­na­men übergeben:

finger [Optionen] [BENUTZERNAME]
bash

Verwenden Sie finger ohne Be­nut­zer­na­men, um In­for­ma­tio­nen zu Ihrem eigenen Account abzurufen.

2. groups

Der Befehl groups listet die Grup­pen­zu­ge­hö­rig­kei­ten eines aus­ge­wähl­ten Benutzer-Accounts auf. Verwenden Sie groups ohne Be­nut­zer­na­me, um alle Gruppen auf­zu­lis­ten, denen Ihr Benutzer-Account angehört. Nutzen Sie den Kom­man­do­zei­len­be­fehl nach diesem Muster:

groups [OPTIONEN] [BENUTZERNAME]
bash

3. id

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl id gibt Benutzer- und Grup­pen­ken­nun­gen des aus­ge­wähl­ten Benutzer-Accounts aus. Ihre eigenen IDs ermitteln Sie, indem Sie den Befehl ohne Be­nut­zer­na­men übergeben.

id [OPTIONEN] [BENUTZERNAME]
bash

Der Umfang der Ausgabe lässt sich über Optionen ein­schrän­ken.

4. last

Nutzen Sie den Befehl last nach diesem Schema, um sich eine Liste der zuletzt an­ge­mel­de­ten Nutzenden inklusive Login- und Logout-Zeiten ausgeben zu lassen:

last [OPTIONEN] [BENUTZERNAME]
bash

Die ent­spre­chen­den In­for­ma­tio­nen werden aus der wtmp-Datei unter /var/log/wtmp abgerufen. Möchten Sie lediglich die In­for­ma­tio­nen zu einem be­stimm­ten Account abfragen, übergeben Sie den Kom­man­do­zei­len­be­fehl mit dem ge­wünsch­ten Be­nut­zer­na­men.

5. w

Der Befehl w gibt eine Liste aller an­ge­mel­de­ten Be­nut­zen­de aus inklusive aller Prozesse, die von diesen aus­ge­führt werden. Verwenden Sie w in Kom­bi­na­tio­nen mit einem Be­nut­zer­na­men, um den Befehl auf diesen Nutzer-Account zu be­schrän­ken:

w [OPTIONEN] [BENUTZERNAME]
bash

Umfang und Format der Ausgabe lassen sich bei Bedarf durch Optionen anpassen.

6. who

Der Befehl who gibt Ihnen de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen über die am System an­ge­mel­de­ten Be­nut­zen­de aus. Die all­ge­mei­ne Syntax des Aufrufs lautet

who [OPTION] [QUELLDATEI]
bash

Stan­dard­mä­ßig bezieht who Daten über aktuell an­ge­mel­de­te Nutzende aus der Datei /var/run/utmp. Optional kann eine der folgenden Dateien als Quelle der In­for­ma­tio­nen angeben werden.

7. whoami

Nutzen Sie den Befehl whoami, um Ihren eigenen Be­nut­zer­na­men abzurufen.

whoami [OPTIONEN]
bash

User-Account-Ma­nage­ment

Linux bietet Ihnen eine Reihe von Pro­gram­men, mit denen Sie Benutzer-Accounts und Gruppen direkt über das Terminal anlegen, löschen und verwalten. Eine Übersicht der wichtigen Linux-Befehle für das User-Account-Ma­nage­ment haben wir Ihnen im Folgenden zu­sam­men­ge­stellt. Darüber hinaus finden Sie in dieser Kategorie Linux-Terminal-Befehle, die es Ihnen er­mög­li­chen, Programme mit den Rechten anderer Be­nut­zen­den inklusive des Super-Users Root auf­zu­ru­fen.

1. chfn

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl chfn (kurz für change finger) er­mög­licht es Ihnen, die er­wei­ter­ten In­for­ma­tio­nen eines Benutzer-Accounts wie den realen Namen, die Bü­ro­num­mer sowie private und dienst­li­che Te­le­fon­num­mern an­zu­pas­sen. Die Syntax ist wie folgt:

chfn [OPTION "NEUER WERT"] [BENUTZERNAME]
bash

Welche Be­nut­zer­in­for­ma­ti­on durch einen neuen Wert ersetzt wird, de­fi­nie­ren Sie mithilfe der Optionen -f (realer Name), -r (Bü­ro­num­mer), -w (Dienst­num­mer) und -h (Pri­vat­num­mer).

2. chsh

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl chsh (kurz für change shell) ändert die Login-Shell eines aus­ge­wähl­ten Be­nut­zer­kon­tos. Ori­en­tie­ren Sie sich bei der Eingabe an folgendem Muster:

chsh [OPTIONEN] BENUTZERNAME
bash

Mit der Option -s können Sie die Login-Shell eines Be­nut­zer­kon­tos ändern.

3. deluser

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm deluser löscht sämtliche Einträge für einen aus­ge­wähl­ten Benutzer-Account aus den System-Account-Dateien. Der Aufruf von deluser erfordert Root-Rechte und ori­en­tiert sich an folgendem Schema:

deluser [OPTIONEN] BENUTZERNAME
bash

Wollen Sie das Home-Ver­zeich­nis oder alle Dateien des Nut­zer­kon­tos löschen, verwenden Sie jeweils die Optionen --remove-home oder --remove-all-files. Weitere Optionen finden Sie auf der Hand­buch­sei­te des Befehls.

4. delgroup

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl delgroup (kurz für delete group) löscht eine be­stehen­de Be­nut­zer­grup­pe. Um den Befehl aus­zu­füh­ren zu können, werden Root-Rechte benötigt. Die all­ge­mei­ne Syntax von delgroup lautet:

delgroup [OPTIONEN] GRUPPE
bash

5. groupmod

Via groupmod lassen sich der Name und die Gruppen-ID (GID) einer be­stehen­den Be­nut­zer­grup­pe anpassen. Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl wird mit Root-Rechten nach diesem Muster verwendet:

groupmod OPTIONEN GRUPPE
bash

Verwenden Sie groupmod mit der Option -g, um die GID an­zu­pas­sen. Ein Aufruf mit der Option -n über­schreibt den Grup­pen­na­men.

6. newgrp

Bei newgrp (kurz für new group) handelt es sich um einen Befehl, der es an­ge­mel­de­ten Be­nut­ze­rin­nen und Benutzern er­mög­licht, ihre aktuelle Gruppen-ID zu wechseln, ohne sich dafür erneut an- und abmelden zu müssen. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

newgrp [-] [GRUPPE]
bash

Wird newgrp mit dem op­tio­na­len Parameter [-] übergeben, führt der Grup­pen­wech­sel zu einem Neustart der Be­nut­zer­um­ge­bung – so, als ob sich die Be­nut­ze­rin bzw. der Benutzer neu an­ge­mel­det hätte. Wird newgrp ohne Grup­pen­an­ga­be verwendet, wird die in /etc/passwd an­ge­ge­be­ne Stan­dard­grup­pe verwendet.

7. su

Auch der Befehl su erlaubt einen tem­po­rä­ren Be­nut­zer­wech­sel, um Pro­gramm­auf­ru­fe mit den Rechten eines Ziel-Be­nut­zer­kon­tos aus­zu­füh­ren. Anders als bei sudo wird das Passwort des Ziel­nut­zers abgefragt, und Befehle werden dabei nicht direkt aus­ge­führt. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

su [OPTIONEN] [BENUTZERNAME]
bash

Ein Aufruf ohne BE­NUT­ZER­NA­ME wählt root als Ziel-Be­nut­zer­kon­to aus.

8. usermod

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl usermod bietet Ihnen die Mög­lich­keit, bereits angelegte Benutzer-Accounts zu be­ar­bei­ten. Verwenden Sie usermod mit Root-Rechten nach diesem Muster:

usermod [OPTIONEN] BENUTZERNAME
bash

Welche Mo­di­fi­ka­tio­nen vor­ge­nom­men werden sollen, de­fi­nie­ren Sie mithilfe von Optionen. Bei­spiels­wei­se können Sie mit der Option -l NEUER_NAME den Be­nut­zer­na­me ändern. Weitere Optionen finden Sie in der ent­spre­chen­den man-Seite.

Sys­tem­be­feh­le

In der Kategorie Sys­tem­be­feh­le finden Sie grund­le­gen­de Linux-Commands zur Sys­tem­steue­rung. Nutzen Sie folgende Befehle, um das System aus dem Terminal heraus neu zu starten und her­un­ter­zu­fah­ren, auf Wunsch auch zeit­ge­steu­ert.

1. logger

Verwenden Sie logger nach folgendem Muster:

logger "IHRE NACHRICHT"
bash

Das System-Log finden Sie unter /var/log/syslog.

2. reboot

Bei reboot handelt es sich um einen Kom­man­do­zei­len­be­fehl der einen Neustart des Systems her­bei­führt. Um einen Neustart ein­zu­lei­ten, muss der Befehl mit Root-Rechten aus­ge­führt werden.

reboot [OPTIONEN]
bash

3. rtcwake

Bei rtcwake handelt es sich um einen Kom­man­do­zei­len­be­fehl, der es er­mög­licht, das System zeit­ge­steu­ert zu starten und her­un­ter­zu­fah­ren. Dem Befehl liegt folgende Syntax zugrunde

rtcwake [OPTIONEN] [MODUS] [Zeit]
bash

Wählen Sie einen be­stimm­ten Modus (-m MODUS) in den das System für eine bestimmte Zeit in Sekunden (-s ZEIT IN SEKUNDEN) versetzt werden soll. Al­ter­na­tiv haben Sie die Mög­lich­keit, Ihr System zu einem genau de­fi­nier­ten Zeitpunkt (-t UNIXZEIT) auf­zu­we­cken.

Sys­tem­in­for­ma­tio­nen

In der Kategorie Sys­tem­in­for­ma­tio­nen haben wir Kom­man­do­zei­len­pro­gram­me zu­sam­men­ge­fasst, mit denen Sie In­for­ma­tio­nen und Sta­tus­mel­dun­gen abrufen und sich einen um­fas­sen­den Überblick über den Zustand Ihres Systems ver­schaf­fen.

1. date

Der Befehl date gibt Ihnen die Sys­tem­zeit inklusive Datum aus.

date [OPTIONEN] [AUSGABEFORMAT]
bash

Möchten Sie im Rahmen eines Pro­gramm­auf­rufs mit einem be­stimm­ten Datum arbeiten (siehe rtcwake), lässt sich dieses mithilfe der Option -d 'DATUM' de­fi­nie­ren. Darüber hinaus werden diverse Optionen un­ter­stützt, mit denen sich Datums- und Zeit­an­ga­ben in ein ge­wünsch­tes Format über­tra­gen lassen.

2. df

Nutzen Sie den Befehl df (disk free) nach folgendem Muster:

df [OPTIONEN] [DATEI]
bash

Wird der Befehl in Kom­bi­na­ti­on mit einer be­stimm­ten Datei verwendet, gibt das System lediglich den freien Spei­cher­platz der Partition an, auf der sich die Datei befindet. Sonst wird der freie Fest­plat­ten­spei­cher ein­ge­häng­ter Par­ti­tio­nen angezeigt. Die Option -l (lokal) begrenzt df auf lokale Da­tei­sys­te­me. Zudem werden Optionen un­ter­stützt, mit denen sich das Aus­ga­be­for­mat anpassen lässt.

3. dmesg

Das Programm dmesg (kurz für display message) gibt Meldungen des Kernel-Ring­puf­fers im Terminal aus und er­mög­licht es Ihnen so, Hardware- und Trei­ber­feh­ler zu lo­ka­li­sie­ren. Nutzen Sie dmesg nach diesem Schema:

dmesg [OPTIONEN]
bash

Die dmesg-Ausgabe enthält sämtliche Meldungen des Boot­vor­gangs und ist dem­entspre­chend lang. Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm wird daher oft in Kom­bi­na­ti­on mit einem Pager wie more, less oder tail verwendet.

4. free

Der Befehl free gibt die Aus­las­tung des Ar­beits­spei­chers aus. Die all­ge­mei­ne Syntax lautet:

free [OPTIONEN]
bash

Als Ausgabe erhalten Sie zwei Angaben: Mem (Memory) und Swap. Auch free un­ter­stützt die Option -h, mit der sich die Spei­cher­aus­las­tung in einem für Menschen lesbaren Format ausgeben lässt.

5. hostname

Nutzen Sie den Befehl hostname nach diesem Schema, um sich den DNS-Namen des Systems anzeigen zu lassen.

hostname [OPTIONEN]
bash

6. uname

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl uname steht für unix name und wird verwendet, um Sys­tem­in­for­ma­tio­nen zum Kernel abzurufen. Der Befehl un­ter­stützt diverse Optionen, mit denen sich die Ausgabe nach den ge­wünsch­ten In­for­ma­tio­nen filtern lässt. Diese finden Sie im ent­spre­chen­den man-Eintrag.

uname [OPTIONEN]
bash

7. uptime

Möchten Sie ermitteln, wie lange Ihr System seit dem letzten Boot­vor­gang läuft, nutzen Sie den Kom­man­do­zei­len­be­fehl uptime nach folgendem Muster:

uptime
bash

8. vmstat

Mithilfe des Mo­ni­to­ring-Tools vmstat lassen sich In­for­ma­tio­nen zum vir­tu­el­len Speicher, zu Schreib- und Le­se­vor­gän­gen auf der Fest­plat­te sowie zur CPU-Aktivität abrufen. Rufen Sie vmstat nach folgendem Schema auf, um sich die durch­schnitt­li­chen Werte seit dem letzten Sys­tem­start ausgeben zu lassen.

vmstat [OPTIONEN]
bash

Al­ter­na­tiv bietet vmstat einen fort­lau­fen­den Mo­ni­to­ring-Modus, bei dem die Sys­tem­wer­te in einem ge­wünsch­ten Zeit­in­ter­vall in Sekunden beliebig oft abgerufen werden.

vmstat [OPTIONEN] [INTERVALL [WIEDERHOLUNGEN]]
bash

Hardware-In­for­ma­tio­nen

Linux-Befehle dieser Kategorie liefern Ihnen de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen zur den Hardware-Kom­po­nen­ten, die Ihrem System zugrunde liegen.

1. lspci

Nutzen Sie lspci (kurz für list pci) nach diesem Schema, um sich de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen über PCI-Geräte ausgeben zu lassen.

lspci [OPTIONEN]
bash

Mögliche Optionen entnehmen Sie den Hand­buch­sei­ten Ihres Be­triebs­sys­tems.

2. lsusb

Nutzen Sie lsusb (kurz für list usb), um sich de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen zu USB-Geräten im Terminal ausgeben zu lassen.

lsusb [OPTIONEN]
bash

Mögliche Optionen entnehmen Sie den Hand­buch­sei­ten Ihres Be­triebs­sys­tems.

Pro­zess­ma­nage­ment

Unter Linux wird die Instanz eines laufenden Programms als Prozess be­zeich­net. Folgende Ter­mi­nal­be­feh­le gehören zum Stan­dard­re­per­toire des Pro­zess­ma­nage­ments und er­mög­li­chen es Ihnen, alle Prozesse auf Ihrem System bequem aus dem Terminal heraus zu über­wa­chen und bei Bedarf steuernd ein­zu­grei­fen.

1. chrt

Bei chrt handelt es sich um ein Kom­man­do­zei­len­pro­gramm für die fort­ge­schrit­te­ne Pro­zess­kon­trol­le, das es er­mög­licht, die Echt­zeit­at­tri­bu­te (Sche­du­ling-Regel und Priorität) laufender Prozesse zu ermitteln und an­zu­pas­sen oder Befehle und deren Argumente mit be­stimm­ten Echt­zeit­at­tri­bu­ten aus­zu­füh­ren. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

chrt [OPTIONEN] [PRIORITÄT] PID/BEFEHL [ARGUMENTE]
bash

Nutzen Sie chrt ohne Angabe einer Priorität und mit der Option -p, um die Echt­zeit­at­tri­bu­te aus­ge­wähl­ter Prozesse zu ermitteln.

Darüber hinaus bietet chrt die Mög­lich­keit, die Sche­du­ling-Regel laufender oder neu ge­star­te­ter Prozesse mithilfe von Optionen an­zu­pas­sen oder zu de­fi­nie­ren. Weitere In­for­ma­tio­nen hierzu entnehmen Sie aus dem ent­spre­chen­den man-Eintrag.

2. ionice

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl ionice wird verwendet, um die Priorität eines Prozesses zu be­ein­flus­sen, der das I/O-Interface des Kernels verwendet. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

ionice [OPTIONEN] BEFEHL
bash

Um ionice ausführen zu können, werden Root-Rechte benötigt. Der Befehl un­ter­schei­det drei Sche­du­ling-Klassen, die über die Option -cZAHL übergeben werden. Mögliche Zah­len­wer­te sind 1, 2 und 3.

  • 1 = Real Time: Die I/O-Aktion wird sofort aus­ge­führt.
  • 2 = Best-Effort: Die I/O-Aktion wird so schnell wie möglich durch­ge­führt.
  • 3 = Idle: Die I/O-Aktion wird nur aus­ge­führt, wenn kein anderer Prozess I/O-Zeit in Anspruch nimmt.

3. nohup

Nor­ma­ler­wei­se beenden sich alle ab­hän­gi­gen Prozesse einer Be­nut­ze­rin bzw. eines Benutzers au­to­ma­tisch, sobald dieser die Terminal-Sitzung schließt (z. B. via exit). Der Linux nohup-Befehl (kurz für no hangup) löst einen Prozess aus der aktuellen Sitzung und er­mög­licht es Ihnen, diesen auch dann weiter laufen zu lassen, wenn Sie sich am System abmelden.

nohup BEFEHL
bash

4. pidof

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm pidof gibt Ihnen die Pro­zes­si­den­ti­fi­ka­ti­ons­num­mern (PIDs) aller Prozesse eines Programms aus. Ermitteln Sie PIDs via pidof nach diesem Muster:

pidof [OPTIONEN] PROGRAMM
bash

Möchten Sie sich lediglich die erste Prozess-ID ausgeben lassen, verwenden Sie pidof in Kom­bi­na­ti­on mit der Option -s (kurz für Single shot).

5. pidkill

Wie kill sendet auch pkill ein Signal an einen aus­ge­wähl­ten Prozess. Die Adres­sie­rung erfolgt dabei jedoch nicht durch die PID. Statt­des­sen wird ein Such­be­griff übergeben, der mit den Namen laufender Prozesse ab­ge­gli­chen wird. Dieser kann als regulärer Ausdruck for­mu­liert werden. Auch pkill übergibt das Stan­dard­si­gnal TERM, sofern kein anderes Signal definiert wurde. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

pkill [OPTIONEN] [-SIGNAL] [SUCHBEGRIFF]
bash

Über weitere Optionen lässt sich der Befehl auf die Prozesse eines be­stimm­ten Benutzer-Accounts (-U UID), auf Kind­pro­zes­se eines be­stimm­ten El­tern­pro­zess (-P PID) oder die neusten (-n) bzw. ältesten Prozesse (-o) ein­gren­zen.

6. pstree

Nutzen Sie pstree, um sich alle laufenden Prozesse in einer Baum­struk­tur anzeigen zu lassen. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

pstree [OPTIONEN]
bash

Format und Umfang der Ausgabe lassen sich durch diverse Optionen anpassen.

7. renice

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl renice er­mög­licht es, die Priorität eines laufenden Prozesses an­zu­pas­sen. Die all­ge­mei­ne Syntax lautet:

renice PRIORITÄT [OPTIONEN]
bash

Die Adres­sie­rung erfolgt mithilfe von Optionen über die Prozess-ID (-p PID), die Gruppen-ID (-g GID) oder einen Be­nut­zer­na­men (-u BENUTZER).

8. sleep

Der Linux sleep-Befehl er­mög­licht es Ihnen, die aktuelle Terminal-Sitzung für einen an­ge­ge­be­nen Zeitraum zu un­ter­bre­chen. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

sleep ZAHL[SUFFIX]
bash

Verwenden Sie sleep ohne Suffix, wird die an­ge­ge­be­ne Zahl als Zeit­span­ne in Sekunden (s) in­ter­pre­tiert. Al­ter­na­tiv haben Sie die Mög­lich­kei­ten, die Terminal-Sitzung für Minuten (m), Stunden (h) oder Tage (d) zu un­ter­bre­chen.

9. taskset

Bei taskset handelt es sich um einen Kom­man­do­zei­len­be­fehl für die er­wei­ter­te Pro­zess­kon­trol­le, der bei Mehr­pro­zes­sor­sys­te­men zum Einsatz kommt, um Prozesse oder Befehle be­stimm­ten Pro­zes­so­ren zu­zu­ord­nen. Der Befehl erfordert Root-Rechte und verwendet eines der folgenden Schemata:

taskset [OPTIONEN] MASKE BEFEHL
taskset [OPTIONEN] -p PID
bash

Die Zuordnung von Prozess/Befehl zu Prozessor erfolgt mithilfe einer he­xa­de­zi­ma­len Bitmaske. Da eine solche Zuordnung via Bitmaske wenig intuitiv ist, wird taskset in der Regel mit der Option -c (–cpu-list) verwendet, die eine nu­me­ri­sche Zuordnung der Pro­zes­so­ren er­mög­licht (z.B. 0, 5 7, 9-11).

Pager

Sie möchten auch bei mehr­sei­ti­gen Da­tei­in­hal­ten stets den Überblick behalten? Mit einem Kom­man­do­zei­len­pro­gramm aus der Kategorie Pager wählen Sie gezielt aus, welche Ab­schnit­te Sie sich im Terminal anzeigen lassen und blättern bei Bedarf im in­ter­ak­ti­ven Modus durch die Datei.

1. head

Der Linux head-Befehl wird verwendet, um den ersten Teil einer Datei aus­zu­ge­ben. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

head [OPTIONEN] Datei
bash

Nutzen Sie Option -n ANZAHL_ZEILEN, um zu de­fi­nie­ren, wie viele Zeilen beginnend mit der ersten aus­ge­ge­ben werden sollen.

2. less

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm less er­mög­licht es, den Inhalt einer Textdatei im Terminal an­zu­zei­gen. Die all­ge­mei­ne Syntax lautet:

less [OPTIONEN] DATEI
bash

Die Ausgabe erfolgt au­to­ma­tisch im in­ter­ak­ti­ven Modus. Dieser er­mög­licht es Ihnen, im aus­ge­wähl­ten Dokument zu blättern oder dieses nach Stich­wor­ten zu durch­su­chen. Die Taste [Q] beendet den in­ter­ak­ti­ven Lesemodus. Weitere Steu­er­tas­ten und mögliche Optionen entnehmen Sie der Hand­buch­sei­ten zum Programm.

3. tail

Während head stan­dard­mä­ßig die ersten 10 Zeilen einer aus­ge­wähl­ten Datei anzeigt, gibt der Linux tail-Befehl die letzten 10 Zeilen aus. Beide Pager werden nach demselben Schema verwendet (siehe head).

Editoren

Unter Linux benötigen Sie kein gra­fi­sches Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gramm, um Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en an­zu­pas­sen, Code­ab­schnit­te zu be­ar­bei­ten oder kurze Notizen zu verfassen. Einfache Text­edi­to­ren lassen sich bequem und ohne Zeit­ver­zö­ge­rung im Terminal aufrufen. Im Folgenden stellen wir drei Programme vor, die Sie kennen sollten.

1. emacs

Bei Emacs handelt es sich um einen platt­form­un­ab­hän­gi­gen Text­edi­tor, der durch eine Pro­gram­mier­schnitt­stel­le beliebig er­wei­ter­bar ist. Emacs startet stan­dard­mä­ßig mit gra­fi­scher Be­nut­zer­ober­flä­che, kann mit der Option --no-window-system jedoch auch im Terminal geöffnet werden.

emacs --no-window-system
bash

Emacs verfügt über ein in­te­grier­tes Tutorial, das Sie durch die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [STRG] + [H], [T] aufrufen.

2. nano

Bei Nano handelt es sich um einen ter­mi­nal­ba­sier­ten Text­edi­tor. Nano bietet zwar einen ge­rin­ge­ren Funk­ti­ons­um­fang als ver­gleich­ba­re Editoren (z. B. Vim), zeichnet sich diesen gegenüber jedoch durch eine besonders nut­zer­freund­li­che Hand­ha­bung aus. Die all­ge­mei­ne Syntax des Pro­gramm­auf­rufs lautet:

nano [OPTIONEN] DATEI
bash

Das Programm öffnet die an­ge­ge­be­ne Datei in einem Edit-Fenster im Terminal. Rufen Sie Nano ohne Da­tei­na­men auf, kann eine neue Textdatei erstellt werden, die im aktuell aus­ge­wähl­ten Ver­zeich­nis ab­ge­spei­chert wird.

3. vim

Beim Editor Vim (kurz für Vi Improved) handelt es sich um eine Wei­ter­ent­wick­lung des Text­edi­tors Vi. Vim enthält zahl­rei­che Er­wei­te­run­gen wie Syntax-High­light­ing, ein um­fas­sen­des Hil­fe­sys­tem, natives Scripting, au­to­ma­ti­sche Code­ver­voll­stän­di­gung und eine visuelle Text­aus­wahl.

Das Open-Source-Programm bietet Ihnen ver­schie­de­ne Be­triebs­mo­di zur Be­ar­bei­tung reiner Text­da­tei­en und kann wahlweise im Terminal oder als Stan­da­lo­ne-Ap­pli­ka­ti­on mit gra­fi­scher Be­nut­zer­ober­flä­che (GVim) genutzt werden. Ein zentrales An­wen­dungs­ge­biet des Programms ist die Be­ar­bei­tung von Pro­gramm­code.

Starten Sie Vim in der Konsole, erfolgt die Bedienung über die Tastatur. In der Regel wird das Programm zusammen mit einer Textdatei nach folgendem Muster auf­ge­ru­fen.

vim [OPTIONEN] DATEI
bash

Eine um­fas­sen­de Ein­füh­rung zu Vim bietet das Programm vimtutor, das Sie ebenfalls über die Kom­man­do­zei­le starten. Darüber hinaus bietet unser Grund­la­gen­ar­ti­kel zum Linux-Editor Vim weitere In­for­ma­tio­nen zur In­stal­la­ti­on und den ver­schie­de­nen Be­triebs­mo­di des Programms.

Netz­werk­ma­nage­ment

Auch das Netz­werk­ma­nage­ment erfolgt unter Linux bequem aus dem Terminal heraus. Egal, ob Sie die Ver­bin­dung prüfen, DNS-In­for­ma­tio­nen abfragen, Schnitt­stel­len kon­fi­gu­rie­ren oder Dateien an einen anderen Rechner im Netzwerk über­mit­teln möchten, mit folgenden Pro­gram­men genügt ein einzelner Befehl, um Ihr Vorhaben in die Tat um­zu­set­zen.

1. arp

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm arp er­mög­licht es Ihnen, den ARP-Cache Ihres Be­triebs­sys­tems abzurufen und zu ma­ni­pu­lie­ren. Nutzen Sie arp ohne Mo­di­fi­ka­tor, um sich den Inhalt der ARP-Tabelle im Terminal ausgeben zu lassen.

arp [OPTION]
bash

Al­ter­na­tiv haben Sie die Mög­lich­keit, die Ausgabe mit Optionen ein­zu­gren­zen, oder Einträge zu erstellen bzw. löschen:

  • -a HOSTNAME = Ausgabe auf Einträge zu be­stimm­ten Hostnamen (al­ter­na­tiv zu einer IP-Adresse) ein­gren­zen
  • -s HOSTNAME MAC_ADRESSE = ARP-Eintrag mit angegeben Hostnamen und MAC-Adresse erstellen
  • -d HOSTNAME = APR-Eintrag löschen

2. iw

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm iw dient der Kon­fi­gu­ra­ti­on von WLAN-Schnitt­stel­len und hat sich als ak­tu­el­le­re Al­ter­na­ti­ve zu iwconfig etabliert. Dem Aufruf liegt eine ähnliche Syntax wie dem ip-Befehl zugrunde:

iw [OPTIONEN] OBJEKT [BEFEHL]
bash

Mögliche Objekte sind:

  • dev NAME_DER_SCHNITT­STEL­LE = Netz­werk­schnitt­stel­le
  • phy NAME_DES_GERÄTS = WLAN-Gerät (via Name)
  • phy#INDEX_DES_GERÄTS = WLAN-Gerät (via Index)
  • reg = Re­gu­la­to­ry Agent zur Kon­fi­gu­ra­ti­on von Regions- und Län­der­ein­stel­lun­gen

Eine Übersicht der möglichen Befehle sowie Optionen finden Sie im ent­spre­chen­den man-Eintrag.

3. nslookup

Wie dig dient auch nslookup den Na­mens­auf­lö­sun­gen. Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm steht Ihnen in zwei Modi zur Verfügung: in­ter­ak­tiv und nicht-in­ter­ak­tiv. Möchten Sie nslookup im nicht-in­ter­ak­ti­ven Modus verwenden, rufen Sie das Programm in Kom­bi­na­ti­on mit einem Hostnamen oder einer IP-Adresse auf.

nslookup [OPTIONEN] [HOST/IP]
bash

Den in­ter­ak­ti­ven Modus starten Sie, indem Sie den Befehl nslookup ohne Zusatz ins Terminal eingeben und an­schlie­ßend Hostnamen bzw. IP-Adressen eingeben, um die damit ver­knüpf­te IP-Adressen bzw. Hostnamen ausgeben zu lassen.

Da das Programm offiziell veraltet ist, wird Anwendern empfohlen, statt­des­sen auf dig zu­rück­zu­grei­fen.

4. rsync

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm rsync er­mög­licht es, Dateien lokal oder über ein Netzwerk zu syn­chro­ni­sie­ren. Dazu werden zunächst die Größe und die Än­de­rungs­zeit be­tref­fen­der Dateien ab­ge­gli­chen. Die Syntax des Aufrufs lautet:

rsync [OPTIONEN] QUELLE(N) ZIEL
bash

Der Befehl rsync wird in der Regel mit der Option -a aus­ge­führt, die dafür sorgt, dass sämtliche Un­ter­ver­zeich­nis­se sowie sym­bo­li­sche Links mit­ko­piert und sämtliche Be­nut­zer­rech­te über­nom­men werden.

5. scp

Mit dem Linux scp-Befehl (kurz für secure copy) steht Ihnen direkt über das Terminal ein weiteres Programm zur sicheren Da­ten­über­tra­gung im Netzwerk zur Verfügung: scp kopiert Daten von einem Rechner zum anderen und nutzt dabei ebenfalls das Netz­werk­pro­to­koll SSH. Das Cli­ent­pro­gramm funk­tio­niert in etwa so wie die Da­tei­op­ti­on cp, kommt gemäß folgender Syntax jedoch sys­tem­über­grei­fend zum Einsatz:

scp [OPTIONEN] DATEI [[user@]remote_host:]PFAD
bash

Bei der Angabe zum Pfad des ent­fern­ten Rechners werden der Be­nut­zer­na­me und der jeweilige Name des Hosts vor­an­ge­stellt. Lokale Dateien lassen sich mittels relativer oder absoluter Pfade explizit adres­sie­ren.

Beispiel:

scp /home/max/images/image.jpg max@example.com:/home/max/archiv
bash

Weitere Optionen bieten Ihnen die Mög­lich­keit, An­pas­sun­gen am Über­tra­gungs­mo­dus und an den Ver­schlüs­se­lungs­ein­stel­lun­gen zu vor­zu­neh­men.

6. tty

Der Kom­man­do­zei­len­be­fehl tty gibt den Da­tei­na­men des Terminals aus, das als Standard-Input definiert ist. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

tty [OPTIONEN]
bash

Ar­chi­vie­ren und Kom­pri­mie­ren

Linux bietet diverse Tech­no­lo­gien, mit denen sich Dateien in Archive verpacken und kom­pri­mie­ren lassen. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Ar­chi­vie­rung eine Kom­pres­si­on be­inhal­tet. So wird tar, ein Programm zum Ar­chi­vie­ren von Dateien, in der Regel mit Kom­pri­mie­rungs­pro­gram­men wie gzip, bzip2 oder xz kom­bi­niert.

1. gzip

Bei gzip handelt es sich um ein Programm, mit dem sich Dateien bequem über die Kom­man­do­zei­le kom­pri­mie­ren und de­kom­pri­mie­ren lassen. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

gzip [OPTIONEN] DATEI(EN)
bash

Beachten Sie, dass gzip die Ori­gi­nal­da­tei im Rahmen des Pack­vor­gangs stan­dard­mä­ßig löscht. Un­ter­bin­den lässt sich dies mithilfe der Option -k. Das Programm kann bei Bedarf auf mehrere Dateien gleich­zei­tig an­ge­wen­det werden. Dabei wird jede Aus­gangs­da­tei in eine ei­gen­stän­di­ge gz-Datei überführt. Möchten Sie mehrere Dateien in ein ge­mein­sa­mes kom­pri­mier­tes Archiv schreiben, nutzen Sie gzip in Kom­bi­na­ti­on mit dem Ar­chi­vie­rungs­pro­gramm tar.

Möchten Sie eine gz-Datei de­kom­pri­mie­ren, nutzen Sie den Befehl gzip mit der Option -d.

2. bzip2

Eine beliebte Al­ter­na­ti­ve zu gzip stellt das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm bzip2 dar. Dieses verwendet dieselbe Syntax wie gzip, beruht jedoch auf einem drei­stu­fi­gen Kom­pri­mie­rungs­pro­zess, der einen deutlich höheren Kom­pres­si­ons­grad er­mög­licht. Dateien, die mit bzip2 kom­pri­miert wurden, tragen die Da­tei­endung .bz2. Nutzen Sie bzip nach diesem Schema, um Dateien zu kom­pri­mie­ren.

bzip2 [OPTIONEN] DATEI(EN)
bash

Auch bzip2 lässt sich auf tar-Archive anwenden. Die De­kom­pres­si­on erfolgt analog zu gzip mithilfe der Option -d.

3. xz

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm xz überführt Dateien in das gleich­na­mi­ge Da­ten­kom­pres­si­ons­for­mat xz. Der Pro­gramm­auf­ruf erfolgt nach demselben Schema wie bei gzip und bzip2.

xz [OPTIONEN] DATEI(EN)
bash

Dateien, die mit xz kom­pri­miert wurden, tragen die Da­tei­endung .xz. Die De­kom­pri­mie­rung erfolgt wie bei gzip und bzip mit der Option -d. Al­ter­na­tiv kann der Befehl unxz verwendet werden.

Wie gz- und bz2-Dateien sind auch xz-Dateien keine Ar­chiv­da­tei­en. Möchten Sie mehrere Dateien in dieselbe kom­pri­mier­te xz-Datei schreiben, müssen Sie auch bei diesem Kom­pri­mie­rungs­pro­gramm auf das Ar­chi­vie­rungs­tool tar zu­rück­grei­fen.

4. cpio

Bei cpio (kurz für copy in, copy out) handelt es sich um ein Ar­chi­vie­rungs­pro­gramm, mit dem Daten in eine Ar­chiv­da­tei (.cpio) ge­schrie­ben und aus dieser ex­tra­hiert werden können.

Par­ti­ti­ons­ma­nage­ment

Möchten Sie unter Linux auf ein Da­tei­sys­tem auf einer anderen Partition zugreifen, muss dieses zunächst in die Ver­zeich­nis­struk­tur Ihres Be­triebs­sys­tems ein­ge­bun­den werden. Man spricht vom „Mounten“ („Einbinden“ oder „Einhängen“) einer Partition. Dies kann bei Bedarf über die grafische Be­nut­zer­ober­flä­che erfolgen. Al­ter­na­tiv bieten Kom­man­do­zei­len­pro­gram­me wie lsblk, blkid und mount die Mög­lich­keit, In­for­ma­tio­nen zu an­ge­schlos­se­nen Block­spei­cher­ge­rä­ten ab­zu­fra­gen und diese bei Bedarf ein- oder aus­zu­hän­gen.

1. lsblk

Nutzen Sie den Befehl lsblk (kurz für list block devices), um sich alle an­ge­schlos­se­nen Block­spei­cher­ge­rä­te und Par­ti­tio­nen als Baum­struk­tur dar­stel­len zu lassen. Diese müssen nicht zwangs­läu­fig ein­ge­bun­den sein. Dem Aufruf liegt folgende Syntax zugrunde:

lsblk [OPTIONEN]
bash

Bei Bedarf lässt sich die Ausgabe mithilfe der Option -o (–output) und einer Liste der ge­wünsch­ten Attribute in­di­vi­du­ell anpassen, um zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen wie die Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer (UUID), das Da­tei­sys­tem (FSTYPE) oder den Zustand (STATE) ab­zu­fra­gen.

In der Stan­dard­ein­stel­lung werden leere Spei­cher­ge­rä­te über­sprun­gen. Möchten Sie auch diese in die Übersicht aufnehmen, verwenden Sie lsblk in Kom­bi­na­ti­on mit der Option -a (–all). Möchten Sie lediglich In­for­ma­tio­nen zu einem be­stimm­ten Gerät abfragen, verwenden Sie lsblk nach folgendem Muster:

2. blkid

Ähnlich wie lsblk gibt auch blkid In­for­ma­tio­nen zu an­ge­schlos­se­nen Block­spei­cher­ge­rä­ten aus. Verwenden Sie blkid nach diesem Schema, um die Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer (UUID) und den Da­tei­sys­tem­typ (TYPE) aller an­ge­schlos­se­nen Block­spei­cher­ge­rä­te ab­zu­fra­gen.

blkid [OPTIONEN]
bash

Eine Ta­bel­la­ri­sche Ausgabe erhalten Sie mithilfe der Option -o in Kom­bi­na­ti­on mit dem Wert list. Auch blkid lässt sich auf ein aus­ge­wähl­tes Gerät ein­schrän­ken:

blkid [OPTIONEN] GERÄT
bash

Ver­schie­de­nes

Nach­fol­gend finden Sie eine Liste weiterer Stan­dard­be­feh­le unter Linux, die sich keiner der oben auf­ge­führ­ten Ka­te­go­rien zuordnen lassen.

1. alias

Die In­ter­ak­ti­on mit der Shell erfolgt in der Regel über Befehle, mit denen sich gleich­na­mi­ge Kom­man­do­zei­len­pro­gram­me aufrufen lassen. Für jede Aktion, die Sie über das Terminal ausführen möchten, verwenden Sie einen Pro­gramm­auf­ruf. Der Linux alias-Befehl er­mög­licht es Ihnen, Kurznamen für Pro­gramm­auf­ru­fe zu de­fi­nie­ren. Verwenden Sie alias nach folgendem Schema:

alias KURZNAME= 'BEFEHL'
bash

Ersetzen Sie den Platz­hal­ter BEFEHL durch einen be­lie­bi­gen Kom­man­do­zei­len­be­fehl inklusive Optionen. Dieser wird mit der für den Platz­hal­ter KURZNAME ein­ge­setz­ten Zei­chen­fol­ge verknüpft.

2. at

Rufen Sie das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm at nach diesem Schema auf, um einen Befehl zeit­ge­steu­ert aus­zu­füh­ren.

at ZEITANGABE
bash

Geben Sie an­schlie­ßend den Befehl ein und schließen Sie den in­ter­ak­ti­ven Modus mit [STRG] + [D].

3. cal

Nutzen Sie cal nach diesem Muster, um sich einen Kalender im Terminal ausgeben zu lassen.

cal [OPTIONEN] [[MONAT] Jahr]
bash

4. pr

Nutzen Sie das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm pr, um Text­da­tei­en zum Drucken auf­zu­be­rei­ten. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

pr [OPTIONEN] Datei
bash

In der Stan­dard­ein­stel­lung erzeugt pr einen Seiten-Header, der den Da­tei­na­men, das aktuelle Datum und die Sei­ten­num­mer enthält.

5. script

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm script er­mög­licht es Ihnen, eine Ter­mi­nal­sit­zung in der Datei typescript mit­zu­schrei­ben. Findet sich in typescript bereits ein Mit­schnitt einer vor­her­ge­hen­den Sitzung, wird dieser über­schrie­ben. Die Auf­zeich­nung startet au­to­ma­tisch mit dem Aufruf des Programms:

script
bash

Verwenden Sie die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [STRG] + [D], um die Auf­zeich­nung zu beenden. Möchten Sie die Auf­zeich­nung statt in typescript in einer anderen Datei speichern, rufen Sie script in Kom­bi­na­ti­on mit einem Da­tei­na­men oder -pfad auf.

6. seq

Nutzen Sie den Befehl seq, um sich eine Zah­len­rei­he auf die Stan­dard­aus­ga­be ausgeben zu lassen. De­fi­nie­ren Sie dabei einen Startwert, einen Endwert und wahlweise ein Inkrement.

seq [OPTIONEN] STARTWERT INKREMENT ENDWERT
bash

7. tasksel

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm tasksel dient als In­stal­la­ti­ons­hil­fe für Stan­dard­an­wen­dun­gen (Mail-Server, DNS-Server, OpenSSH-Server, LAMP-Server etc.). Nutzen Sie das Tool, um alle für eine Aufgabe be­nö­tig­ten Pakete und Programme au­to­ma­tisch in der richtigen Rei­hen­fol­ge zu in­stal­lie­ren. Rufen Sie tasksel mit der Option --list-tasks auf, um sich eine Liste aller ver­füg­ba­ren Stan­dard­an­wen­dun­gen ausgeben zu lassen.

tasksel --list-tasks
bash

Möchten Sie weitere In­for­ma­tio­nen zu einer Stan­dard­an­wen­dung aus dieser Liste abrufen, verwenden Sie tasksel mit der Option --task-desc und der ent­spre­chen­den Aufgabe. Möchten Sie sich alle Pakete, die zur Aufgabe „mail-server“ gehören, auflisten lassen, nutzen Sie tasksel in Kom­bi­na­ti­on mit der Option --task-packages.

Eine In­stal­la­ti­on aller Pakete einer Stan­dard­an­wen­dung starten Sie mithilfe des Sub­be­fehls install. Es werden Root-Rechte benötigt.

8. tee

Beim Linux tee-Befehl handelt es sich um ein Kom­man­do­zei­len­pro­gramm, mit dem sich die Ausgabe eines Programms ver­dop­peln lässt. Dabei wird eine Ausgabe auf die Stan­dard­aus­ga­be wei­ter­ge­lei­tet und eine andere in eine mit dem tee-Befehl über­ge­be­ne Datei ge­schrie­ben.

tee [OPTIONEN] DATEI
bash

In der Regel kommt tee in Kom­bi­na­ti­on mit dem Um­lei­tungs­ope­ra­tor Pipe (|) zum Einsatz.

ls | tee beispiel.txt
bash

9. time

Nutzen Sie den Befehl time nach folgendem Schema, um die Laufzeit von Pro­gram­men zu ermitteln, die Sie über das Terminal starten.

time [OPTIONEN] Befehl [ARGUMENTE]
bash

10. tr

Nutzen Sie tr, um eine beliebige Zei­chen­men­ge zu löschen oder durch eine andere zu ersetzen. Dazu liest tr den Da­ten­strom der Stan­dard­ein­ga­be (z. B. eine Datei) ein und schreibt diesen nach der ge­wünsch­ten Mo­di­fi­ka­ti­on auf die Stan­dard­aus­ga­be. Soll eine Zei­chen­men­ge durch eine andere ersetzt werden, kommt tr mit zwei Ar­gu­men­ten zum Einsatz.

tr OPTION ZEICHENMENGE1 ZEICHENMENGE2
bash

Das zweite Argument (ZEI­CHEN­MEN­GE2) ersetzt das erste (ZEI­CHEN­MEN­GE1). Möchten Sie eine Zei­chen­fol­ge löschen, verwenden Sie tr mit der Option -d und übergeben die zu löschende Sequenz als Argument.

tr -d ZEICHENMENGE
bash

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm kommt in der Regel in Kom­bi­na­ti­on mit Um­lei­tungs­ope­ra­to­ren (< und >) zum Einsatz, um An­pas­sun­gen in Dateien vor­zu­neh­men.

tr 'a-z' 'A-Z' < beispiel1.txt > beispiel2.txt
bash

tr liest den Inhalt der Datei beispiel1.txt ein, ersetzt die Klein­buch­sta­ben a bis z durch Groß­buch­sta­ben und schreibt den Output in die Datei beispiel2.txt.

11. wall

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm wall er­mög­licht es Ihnen, allen am System an­ge­mel­de­ten Be­nut­zen­de eine Nachricht zukommen zu lassen. Um eine Mit­tei­lung zu senden, startet Sie das Programm mit folgendem Aufruf:

wall
bash

Be­stä­ti­gen Sie den Pro­gramm­auf­ruf mit [Enter] und geben Sie Ihre Nachricht ein. Auch diese wird mit [Enter] bestätigt und durch die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [STRG]+[D] ab­ge­schickt. Alle am System an­ge­mel­de­ten Be­nut­zen­de erhalten Ihre Nachricht als Broadcast-Message im Terminal. Beachten Sie: Um Mit­tei­lun­gen erhalten zu können, müssen Sie anderen Nutzenden einen Schreib­zu­griff für Ihr Terminal gewähren. Nutzen Sie dazu den Befehl mesg.

Möchten Sie Da­tei­in­hal­te an alle an­ge­mel­de­ten Nutzenden versenden, verwenden Sie wall in Kom­bi­na­ti­on mit einer Ein­ga­be­um­lei­tung und dem je­wei­li­gen Da­tei­na­men:

wall < DATEINAME
bash

12. watch

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm watch er­mög­licht es Ihnen, einen Befehl in re­gel­mä­ßi­gen Zeit­ab­stän­den aus­zu­füh­ren. Dem Aufruf des Programms liegt folgende Syntax zugrunde:

watch [OPTIONEN] BEFEHL
bash

Das Zeit­in­ter­vall, in dem der mit watch über­ge­be­ne Befehl pe­ri­odisch auf­ge­ru­fen wird, de­fi­nie­ren Sie mithilfe der Option -n SEKUNDEN. Beenden lässt sich watch durch die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [STRG] + [C].

13. wc

Der Linux wc-Befehl (kurz für word count) gibt Ihnen bei Bedarf die Anzahl der Zeilen, Wörter, Buch­sta­ben, Zeichen und/oder Bytes einer Textdatei aus. Die all­ge­mei­ne Syntax des Befehls lautet:

wc [OPTIONEN] DATEI
bash

Wird wc ohne Option auf­ge­ru­fen, ent­spricht die Ausgabe dem Schema ZEILEN WÖRTER ZEICHEN DATEI. Für eine ge­fil­ter­te Ausgabe un­ter­stützt das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm die Optionen: -l (Zeilen), -c (Bytes), -m (Zeichen), -L (Länge der längsten Zeile) und -w (Wörter).

14. xargs

Mit dem Linux xargs-Befehl können Sie einem Befehl die Ausgabe eines vor­her­ge­hen­den Befehls als Argument übergeben. In der Regel kommt dabei die Pipe (|) als Um­lei­tungs­ope­ra­tor zum Einsatz. Nutzen Sie xargs gemäß folgender Syntax:

BEFEHL1 | xargs [OPTIONEN] BEFEHL2
bash

Zum Einsatz kommt xargs bei­spiels­wei­se in Kom­bi­na­ti­on mit dem Befehl find. In folgendem Beispiel ermittelt find im aktuellen Ver­zeich­nis alle Dateien, die auf das Such­mus­ter \*.tmp passen, und gibt deren Namen auf die Stan­dard­aus­ga­be aus. Dort werden die Da­tei­na­men von xargs ent­ge­gen­ge­nom­men und als Argumente an den Befehl rm übergeben.

find . -name '*.tmp' | xargs rm
bash

Die hier dar­ge­stell­te Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit, sondern umfasst lediglich grund­le­gen­de Linux-Befehle mit aus­ge­wähl­ten An­wen­dungs­bei­spie­len für die all­täg­li­che Arbeit mit unixoiden Be­triebs­sys­te­men. Eine um­fas­sen­de Be­schrei­bung der hier auf­ge­führ­ten Kom­man­do­zei­len­pro­gram­me sowie aller weiteren Befehle finden Sie in den Hand­buch­sei­ten Ihres Be­triebs­sys­tems. Eine Online-Version dieser Hilfe- und Do­ku­men­ta­ti­ons­sei­ten wird im Rahmen des Linux-Man-Pages-Projects von Michael Kerrisk zur Verfügung gestellt.

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