Content-Marketing gehört zu den Kö­nigs­dis­zi­pli­nen der er­folg­rei­chen Online-Kom­mu­ni­ka­ti­on. Wer hier Erfolge feiern und den immer an­spruchs­vol­le­ren Kunden über­zeu­gen will, sollte von Beginn an richtig planen. Im vor­an­ge­gan­gen Teil unseres Content-Marketing-Ratgebers haben wir bereits die 8 wich­tigs­ten Schritte zur er­folg­rei­chen Content-Strategie erläutert. Heute be­schäf­ti­gen wir uns mit dem Herzstück: Der richtigen Content-Planung.

Geht es zu Beginn der stra­te­gi­schen Aus­rich­tung noch um Ziel­set­zung und Ziel­grup­pen­ana­ly­se, definiert man im Rahmen der Content-Planung konkrete Maßnahmen und hält alles in einem struk­tu­rier­ten Re­dak­ti­ons­plan fest. Die Ko­or­di­na­ti­on von Themen, Terminen, Kanälen und natürlich ver­ant­wort­li­chen Mit­ar­bei­tern stehen dabei im Mit­tel­punkt. Der Pla­nungs­pro­zess beginnt in der Regel mit der The­men­fin­dung und endet in einem ver­bind­li­chen Re­dak­ti­ons­plan. Wir be­leuch­ten im Folgenden die wich­tigs­ten Schritte bei der Content-Planung.

The­men­fin­dung

Ein wichtiger Teil der Content-Planung ist die The­men­fin­dung. Um Fans und Follower re­gel­mä­ßig mit neuen in­ter­es­san­ten Themen versorgen zu können, muss man auch re­gel­mä­ßig frische, relevante und spannende Ideen finden. The­men­fin­dung und Recherche sind ein laufender Prozess, der zur täglichen oder wö­chent­li­chen Routine von Mit­ar­bei­tern im Content-Marketing gehört.

Im Mit­tel­punkt stehen natürlich die In­ter­es­sen und Be­dürf­nis­se der Ziel­grup­pe.

Man darf bei der Content-Planung nicht den Fehler machen und vor allem die eigenen In­ter­es­sen für bestimmte Themen in den Mit­tel­punkt stellen. Denn wenn die Ziel­grup­pe das Thema weniger in­ter­es­sant findet, geht großes Potenzial verloren – vor allem in Sachen In­ter­ak­ti­on und En­ga­ge­ment und damit auch indirekt auch in Sachen Reich­wei­te. Likes, Shares, also allgemein alle Formen von Emp­feh­lung sind wertvoll. Und diese erhält man nur, wenn man sich in die Ziel­grup­pe hin­ein­ver­setzt und versucht, ihre Probleme, Fragen und Wünsche zu verstehen – und dann natürlich mit passendem Content darauf reagiert. Doch wie funk­tio­niert das?

Um mehr über die Gedanken und Wünsche Ihrer Ziel­grup­pe zu erfahren, gibt es viele Mög­lich­kei­ten. Die erste Frage, die man sich stellen sollte: Wonach sucht die Ziel­grup­pe? Ähnlich wie bei der klas­si­schen Keyword-Recherche zur SEO-Op­ti­mie­rung setzt man bei der Ideen­fin­dung für die Content-Er­stel­lung den Fokus auf Fragen, die Nutzer im Netz stellen be­zie­hungs­wei­se in die Such­ma­schi­ne eingeben. Um her­aus­zu­fin­den, wonach Ihre Ziel­per­so­nen suchen, gibt es auch noch einige andere An­lauf­stel­len als den Key­word­plan­ner.

Trend-Prognosen

Ein wichtiges Qua­li­täts­merk­mal für Content: Ak­tua­li­tät. Content-Marketer müssen relevante und vor allem aktuelle Topics aufnehmen und mit passendem Content zur Dis­kus­si­on beitragen. Re­gel­mä­ßig einen Blick auf aktuelle Trends und stark dis­ku­tier­te Themen zu werfen, ist deshalb ein wichtiger Aspekt der The­men­fin­dung. Dafür stehen ver­schie­de­ne Tools und Platt­for­men zu Verfügung, unter anderem:

Google-Suggest

Um häufige Such­an­fra­gen zu re­le­van­ten Keywords zu iden­ti­fi­zie­ren, ist für eine erste Ori­en­tie­rung nicht mal der Blick in ein spe­zi­el­les Tool notwendig. Geben Sie einfach Keywords in die Google-Such­leis­te ein und notieren Sie die er­gän­zen­den Vor­schlä­ge der Google-Suggest-Funktion. Google zeigt außerdem am Ende der Such­ergeb­nis­se „Verwandte Such­an­fra­gen“ zu den je­wei­li­gen The­men­ge­bie­ten an.

Richtig zuhören

Hat man einige Trends iden­ti­fi­ziert und so unter Umständen schon einige gute The­men­ideen gefunden, dann gibt es noch Methoden, die weniger auf allgemein dis­ku­tier­te Themen abzielen, sondern speziell auf die Vorlieben Ihrer Ziel­grup­pe. Es geht darum, durch Zuhören, Lesen der Nut­zer­kom­men­ta­re und Be­ob­ach­ten der Ziel­grup­pe mehr über selbige her­aus­zu­fin­den. Dazu gibt es mehrere Mög­lich­kei­ten.

Kun­den­ser­vice

Zunächst sollte man für seine Be­stands­kun­den ein offenes Ohr haben. Hier kommen die Kollegen des Customer-Re­la­ti­onship-Ma­nage­ments und des Kun­de­ser­vices ins Spiel. Denn Sie haben den direkten Draht zu den Kunden. Per Telefon oder E-Mail kommen bei ihnen tag­täg­lich Be­schwer­den und Nach­fra­gen der Kunden an. Diese In­for­ma­tio­nen sind wert­vol­ler Input – auch zur Ideen­fin­dung. Be­ant­wor­tet man die Fragen und Sorgen der Kunden in Form von Tutorials, Blog­bei­trä­gen oder Videos, schafft man echten Mehrwert. Oder man fragt einfach aktiv nach Vor­schlä­gen und Ver­bes­se­rungs­wün­schen. Umfragen, In­ter­views, Re­zen­sio­nen, die man z. B. im Rahmen einer E-Mail-Marketing-Kampagne generiert hat, sind ebenfalls eine gute Mög­lich­keit, Meinungen und Input direkt vom Kunden zu bekommen.

Social Media

Doch nicht nur die Meinung von Be­stands­kun­den ist wichtig, auch für po­ten­zi­el­le Neukunden sollte man ein offenes Ohr haben. Beste Quelle, um die Meinungen der Ziel­grup­pe ein­zu­fan­gen: Social Media. Um Dis­kus­sio­nen und beliebte Themen im Social-Web zu iden­ti­fi­zie­ren, gibt e zahl­rei­che spezielle Tools. Nutzen Sie diese Mo­ni­to­ring-Mög­lich­kei­ten, um Dis­kus­sio­nen zu be­ob­ach­ten, und lassen sie die ge­won­ne­nen Er­kennt­nis­se in die Content-Planung ein­flie­ßen.

In­fluen­cer

Ein weiterer Weg ist, In­fluen­cer und Mei­nungs­füh­rer auf seinem The­men­ge­biet zu iden­ti­fi­zie­ren. In­fluen­cer-Marketing kümmert sich um die er­folg­rei­che Zu­sam­men­ar­beit mit Pro­mi­nen­ten, Bloggern oder Jour­na­lis­ten – mehr dazu in unserem Ratgeber-Artikel übers In­fluen­cer-Marketing. Bevor man In­fluen­cer aktiv in die Un­ter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on einbindet und sie zu Mar­ken­bot­schaf­tern macht, lohnt sich auch hier aktives Zuhören: hat ein Blogger oder YouTuber Er­fah­rungs­be­rich­te oder Reviews über Ihre Produkte ver­öf­fent­licht? Was lernt man aus den Tests, lassen sich die Er­geb­nis­se in sinn­vol­len Content über­tra­gen? Wie reagiert die Community und wie nutzte man diese Reaktion für sich?

Exkurs: Content-Op­ti­mie­rung und Content-Recycling

Vergessen Sie bei der Suche nach neuen Themen nicht die Content-Op­ti­mie­rung und das so­ge­nann­te Content-Recycling. Auch vor­han­de­ne Inhalte kann man mit wenig Aufwand ak­tua­li­sie­ren und mit neuen Aspekten ergänzen. Content, der ohnehin nicht an Ak­tua­li­tät verliert, ist außerdem „re­cy­cel­bar“ – man erstellt einfach aus den gleichen Inhalten neue Formate. Während man einen Blog-Beitrag auf der Un­ter­neh­mens­web­site platziert, bedient man mit In­fo­gra­fi­ken, White­pa­per oder Videos andere Platt­for­men.

Ergebnis: Ein bunter The­men­pool

All diese Be­rüh­rungs­punk­te der Kon­su­men­ten mit der Marke oder den Produkten sind Anstoß für die Content-Marketing-Planung.

Außer durch die genannten Methoden findet man neue The­men­ideen unter anderem auch:

  • während der Lektüre von Branchen-Zeit­schrif­ten
  • beim Blick auf Event-Kalender mit Messen und anderen Ver­an­stal­tun­gen der Branche
  • bei der Analyse des Wett­be­wer­bers­beim Blick ins eigene Un­ter­neh­men, auf die Un­ter­neh­mens­ge­schich­te und Un­ter­neh­mens­kul­tur

Auch wenn bei der The­men­fin­dung im Grunde keine Grenzen gesetzt sind, darf man nicht die zu Beginn de­fi­nier­ten Ziele und die Mar­ken­po­si­tio­nie­rung vergessen. Was am Ende entsteht, ist ein großer Pool an Themen und Ideen, aus dem man später schöpft – doch die Phase der Recherche und Ideen­fin­dung muss letztlich in einer stra­te­gi­schen Planung der Res­sour­cen und der Er­stel­lung eines Re­dak­ti­ons­plans münden.

Res­sour­cen­pla­nung

Die Umsetzung eines Re­dak­ti­ons­plans funk­tio­niert nur in Aus­nah­me­fäl­len ohne gutes Res­sour­cen­ma­nage­ment im Vorfeld. Hier geht es vor allem darum:

  • Ver­ant­wort­lich­kei­ten klar zu verteilen: Wer kümmert sich um welche Themen und Inhalte?
  • den geplanten Ver­öf­fent­li­chungs-Turnus fest­zu­hal­ten: Wie oft will man welche Kanäle bespielen? Wie oft auf ver­schie­de­nen Platt­for­men ver­öf­fent­licht wird, hängt von den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zie­len ab.
  • Ver­füg­bar­keit zu klären: Wer erstellt auch kurz­fris­tig Content? Wer ist ver­ant­wort­lich für spontane Beiträge? In der heutigen digitalen Welt wichtiger denn je, in Echtzeit auf aktuelle Er­eig­nis­se zu reagieren und das Ta­ges­ge­sche­hen zeitnah zu kom­men­tie­ren.
  • sich für Kri­sen­si­tua­tio­nen zu wappnen: Schnelle und spontane Reaktion in Kri­sen­si­tua­tio­nen sind in Zeiten von Shit­s­torms das A und O. Abgesehen von Ausnahme- und Kri­sen­si­tua­tio­nen spielt das Community-Ma­nage­ment auch im Alltag eine tragende Rolle. Bei der Be­ant­wor­tung von Kom­men­ta­ren und Rück­fra­gen sind kurze Re­ak­ti­ons­zei­ten von Vorteil. In diesem Zu­sam­men­hang bietet es sich an, einen klaren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­leit­fa­den zu de­fi­nie­ren. Steht man unter Zeit- und Hand­lungs­druck hilft dieser, immer im Sinne der Strategie zu reagieren.

Für viele Un­ter­neh­men stellt sich während der Res­sour­cen­pla­nung natürlich auch die Frage, ob die Content-Strategie personell zu meistern ist. Denn einen Re­dak­ti­ons­plan muss man schließ­lich nicht nur entwerfen, sondern im Anschluss auch ab­ar­bei­ten. Man muss guten Content erstellen und die Inhalte über die ent­spre­chen­den Kanäle teilen. Sind Inhouse nicht genügend Res­sour­cen verfügbar, kommt unter Umständen ein externer Dienst­leis­ter infrage. Ob man die Content-Pro­duk­ti­on in fremde Hände gibt, ist eine wichtige Ent­schei­dung. Im Nor­mal­fall verfügt eher das Inhouse-Personal über das ent­spre­chen­de Know-how. Je nach Branche muss man abwägen, ob eine externe Agentur oder andere Dienst­leis­ter den Content in ge­wünsch­ter Qualität liefern können.

Re­dak­ti­ons­plan erstellen

Sind die The­men­fin­dung und Res­sour­cen­pla­nung ab­ge­schlos­sen, geht es an den Aufbau eines Re­dak­ti­ons­plans. Ein struk­tu­rier­ter Re­dak­ti­ons­plan hat viele Aufgaben, er dient der Or­ga­ni­sa­ti­on, der zeit­li­chen Ab­stim­mung, schafft Trans­pa­renz und Ver­bind­lich­keit. Um die ge­sam­mel­ten Themen in den Re­dak­ti­ons­plan zu über­tra­gen, muss man seine Ideen­samm­lung zunächst struk­tu­rie­ren und ka­te­go­ri­sie­ren. Die wich­tigs­ten Fragen, die man im Prozess der Content-Planung be­ant­wor­ten muss, sind folgende:

  • Ist das Thema für meine Ziele & stra­te­gi­sche Aus­rich­tung relevant?
  • Auf welches meiner Ziele fo­kus­siert sich das Thema?
  • Welche meiner Buyer Personas spreche ich an?
  • Für welchen Be­rüh­rungs­punkt während der Customer Journey eignet sich das Thema?

So­ge­nann­te Customer-Journey-Maps dienen als Grundlage, um vor allem die letzte Frage zu be­ant­wor­ten. Dafür wirft man einen genauen Blick auf die einzelnen Phasen des Kauf­ent­schei­dungs­pro­zes­ses und iden­ti­fi­ziert so die zentralen Touch­points von Kunde und Marke – an diesen Punkten setzt später die Content-Marketing-Strategie an. Mehr zu Customer-Journey-Mapping finden Sie in ent­spre­chen­dem Artikel unseres Ratgebers.

Den kom­plet­ten Output der Content-Planung und The­men­fin­dung hält man nun im Re­dak­ti­ons­plan fest. Nach all den theo­re­ti­schen und stra­te­gi­schen Über­le­gun­gen und Ent­schei­dun­gen widmet man sich hier nun endlich der ope­ra­ti­ven Ebene.

Was kommt in den Re­dak­ti­ons­plan?

Der Re­dak­ti­ons­plan soll klare Hand­lungs­an­wei­sun­gen bieten, er schafft Ver­bind­lich­kei­ten und enthält Deadlines und Ver­öf­fent­li­chungs­da­ten. Es bietet sich an, für den Re­dak­ti­ons­plan ein Kalender-Format zu wählen. Die Planung wird so über­sicht­li­cher und ver­bind­li­cher als durch eine einfache Liste mit Da­tums­ver­mer­ken.

Der Content-Kalender deckt in der Regel einen festen Zeit­rah­men ab, je nach Betrieb können das 4 Wochen bis zu 3 Monate sein. Zu­sätz­lich vermerkt man am besten alle wichtiges Termine und Events. Ein de­tail­lier­ter Überblick über alle Aufgaben und Zu­stän­dig­kei­ten be­inhal­tet in der Regel:

  • geplante Ver­öf­fent­li­chungs­ter­mi­ne
  • The­men­schwer­punk­te ggf. mit Headline, Keywords, Ziel­grup­pe, CTA
  • ver­ant­wort­li­cher Re­dak­teu­re, ggf. er­for­der­li­che Freigaben, Deadlines, Status
  • Content-Formate (Ratgeber, News, How-to, Umfragen, Video-Tutorial, Fo­to­stre­cke usw.)
  • Dis­tri­bu­ti­ons­ka­nä­le: Wo wird der Content ver­öf­fent­licht?

Je nach Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie ist es sinnvoll, die jeweilige Ziel­grup­pen­an­spra­che zu vermerken. Welche Persona will man mit dem geplanten Inhalt erreichen? Auch den an­ge­peil­ten Touch­point in der Customer Journey vermerkt man an dieser Stelle im Re­dak­ti­ons­plan.

Kos­ten­lo­se Vorlagen für den Re­dak­ti­ons­plan

Die Frage, die sich viele stellen: Wie setzt man diesen Plan am besten um? Wie schaffe ich es, alle re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen an einem Ort zu sammeln und den Kalender dann für alle ver­ant­wort­li­chen Mit­ar­bei­ter zu­gäng­lich zu machen? Viele Un­ter­neh­men nutzen klas­si­sche Excel-Dateien, be­zie­hungs­wei­se Spreadsheet über Google-Drive. Letztere bieten sich an, da sie die Be­ar­bei­tung von mehreren Ver­ant­wort­li­chen gleich­zei­tig er­mög­li­chen.

Doch ein sinnvoll struk­tu­rier­tes Dokument mit ent­spre­chen­den Funk­tio­nen und Verweisen auf­zu­set­zen, stellt für viele eine Her­aus­for­de­rung dar. Schnell geht die Übersicht verloren. Im Netz findet man jedoch viele kos­ten­lo­se Vorlagen, die durch eine klare und über­sicht­li­che Struktur über­zeu­gen. Die besten stellen wir nun vor:

Social-Media-Re­dak­ti­ons­plan von Sinnwert-Marketing

Den Re­dak­ti­ons­plan der Agentur Sinnwert-Marketing kann man als Excel-Datei kostenlos auf der Agentur-Homepage her­un­ter­la­den. Was man bekommt, ist eine über­sicht­li­che Dar­stel­lung aller re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen: Ka­len­der­da­ten inklusive Feier- und Ak­ti­ons­ta­gen, Kampagnen- bzw. The­men­zu­ord­nung, Link- und Mul­ti­me­dia-Verweise, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und die je­wei­li­gen Ver­öf­fent­li­chungs­ka­nä­le. Um die Ent­wick­lung im Blick zu behalten, gibt es ver­schie­de­ne Diagramm-Ansichten. Über ein Dashboard gelangt man zu einer Übersicht aller Jah­res­ak­ti­vi­tä­ten.

Re­dak­ti­ons­plan-Vorlagen von On­line­mar­ke­ting-Praxis

Der Re­dak­ti­ons­plan von Online-Marketing-Praxis ist so ähnlich aufgebaut wie der von Sinnwert. Man findet eine Übersicht zu Terminen, Inhalts-Kriterien und ent­spre­chen­dem Kanal. Die au­to­ma­ti­sche Aus­wer­tung gibt Graphen zu Beiträgen pro Monat, pro Kanal und pro The­men­ge­biet aus und hilft dabei, einen Überblick über alle Ak­ti­vi­tä­ten zu wahren. Es gibt noch zu­sätz­li­che Ta­bel­len­blät­ter, z. B. für Themen- und Team-Übersicht und einen so­ge­nann­ten The­men­spei­cher für Notizen und zur Ideen­samm­lung. Zum Download der Excel-Datei geht es hier.

Re­dak­ti­ons­plan von Coseed

Auch die Agentur Coseed stellt auf ihrer Seite einen Content-Marketing-Re­dak­ti­ons­plan zum kos­ten­lo­sen Download zur Verfügung. Das Excel-Dokument macht im ersten Moment einen sehr über­sicht­li­chen und schlich­ten Eindruck, ist hin­sicht­lich der ver­füg­ba­ren Funk­tio­nen jedoch komplexer und um­fang­rei­che­rer als die bereits genannten. Man findet u. a. eine Übersicht der an­ste­hen­den Aufgaben, Ver­ant­wort­lich­kei­ten, den Status einzelner Aufgaben und die ver­schie­de­nen Dis­tri­bu­ti­ons­ka­nä­le.

Natürlich gibt es auch zahl­rei­che pro­fes­sio­nel­le Tools, die bei der Content-Planung und allgemein bei der Umsetzung einer Content-Marketing-Strategie helfen. Eine Übersicht finden Sie in unserem wei­ter­füh­ren­den Ratgeber "Die besten Content-Marketing-Tools im Überblick".

Dis­tri­bu­ti­on und Promotion: Welche Kanäle?

Der nächste wichtige Aspekt der Content-Planung ist die Wahl der Kanäle für die Dis­tri­bu­ti­on. Hin­sicht­lich der Wahl der richtigen Dis­tri­bu­ti­ons­stra­te­gie haben viele Un­ter­neh­men noch Nach­hol­be­darf, wie eine Studie zum Content-Marketing in der DACH-Region an erster Stelle die eigenen Kanäle – man spricht hier von Owned Media. Die Ansprache von Kunden, die bereits in Ver­bin­dung zu einer Marke oder einem Un­ter­neh­men stehen, ist natürlich sinnvoll. Man festigt die Beziehung zu Be­stand­kun­den. Po­ten­zi­el­le Neukunden hingegen, die außerhalb des eigenen Ein­fluss­be­reichs liegen, spricht man jedoch oft zu wenig an. Bezahlte Kanäle wie Social-Media (z. B. Sponsored Posts auf Facebook) oder Anzeigen auf Such­ma­schi­nen (z. B. Google-AdWords) sind wichtig, um zu­sätz­li­che Reich­wei­te zu ge­ne­rie­ren. Die stra­te­gi­sche Ab­stim­mung der ver­schie­de­nen Dis­tri­bu­ti­ons­ka­nä­le ist er­folgs­be­stim­mend, doch verlassen sich viele Un­ter­neh­men noch zu sehr lediglich auf die eigenen Kanäle. Mehr zur Content-Dis­tri­bu­ti­on und Promotion lesen Sie in unserem Ratgeber „Wie promote ich meinen Content?“. Welche Kanäle im Rahmen der eigenen Content-Marketing-Strategie fo­kus­siert werden, sollte schon relativ früh fest­ste­hen – denn der Kanal bestimmt schließ­lich, welche Arten von Content man zur Verfügung stellen muss. Für Blogs und Publisher-Seiten dürfte der Content eher text­las­tig sein, wo­hin­ge­gen Channels wie YouTube oder Instagram einen visuellen Fokus verlangen.

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